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  1. #1
    jechim ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Kaufentscheidung: Nennt mir Nachteile, bitte...

    Moin, Forum!

    Wofangichbloßan....wersollDASalleswissen...

    Also von vorne:
    Seit ich vor 13 Jahren bei Mutti auszog, hab ich meine Kaffee mit einer Pezetti Moka und vorgemahlenem Cellini rot zubereitet. Als von Mutti IDEE gewohnter Filterplörren- Nerd fand ich das schon ziemlich lecker. Meine Gäste, alle ohne "Kaffeekennerhintergrund" lobten auch stets den Kaffee.

    Nun ist es aber aktuell so, dass man an jeder 2. Tanke besseren Kaffee bekommt, was mich nachdenklich stimmte...

    Meinen Lieblingskaffee bekam ich aus einer Jura X7 an einer Jet- Tanke. Also gelesen, geschaut, gesurft...seit 3 Monaten habe ich eine Jura Z5 und war soweit auch ganz fröhlich damit.

    Nur...vor einigen Wochen war ich bei schwulen Freunden zu Gast und trank eine Koffeeinzubereitung, die mit meiner bisherigen Interpretation von Kaffee kaum etwas zu tun hatte...das war eine Offenbarung...

    Der gemeinte Extrakt kam aus einer Brewtus 2, gemahlen wurde mit einer Demoka 207, die Bohne Brus Chiccocrem.

    O.k., die Z5 kommt zu ebay, eine Bazzar Callas (vgl DM207) ist schon gekauft, ein klasse Röster in Eppendorf ist auch gefunden, bleibt nur noch

    DIE MASCHIENE

    ...ich hatte mich eigentlich schon auf die Brewtus in der Profi- Version eingeschossen, aber wenn man hier lange die Threads wältzt, wird man schon etwas mürbe...

    Hier also die Maschienen, die mir zusagen:

    - Brewtus 2 mit Festwasser und Rotationspumpe
    - DellaCorte mini
    - Vibiemme Domobar Dualboiler
    - Elektra Micro Casa Semiautomatica


    ...wie man sieht, steht der Dualboiler für mich im Vordergrund, gefolgt von Optik.
    Mich würde als allererstes interessieren, warum die Brewtus hier so wenig Freunde hat und warum sie so günstig ist.
    (Als Standardausführung 1150.- im Gegensatz zur DC mini für 1999.- und zur Vibiemme für rd 1500.-)

    Des weiteren wäre ich euch sehr dankbar, wenn Ihr mir die Nachteile der Elektra nennt.
    Ja, ich weiss, ist KEIN Dualboiler, es tritt also auf was hier "Temperatursurfen" genannt wird. Gut, wollte ich per Dualboiler umgehen, aber MEIN GOTT, ist DIE SCHÖN!!

    ...ich hoffe auf wohlmeinende, kompetente Antworten, bedanke mich im Voraus und wünsche einen angenehmen Restsonntag.

    Gruß, Jechim

  2. #2
    senseman ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaufentscheidung: Nennt mir Nachteile, bitte...

    ich würd mir die maschinen einfachmal live anschauen . hich pers hab ne VBM nero und mir reicht sie vollkommen aus. würd mir jetzte jemand das geld geben und sagen kauf dir was schönes würde ich wieder zu einer VBM greifen auch zweikreiser wo bei für mich pers lohnt es sich nicht. Ist einfach ne nette sache.
    Lady Astor
    "Sir wenn Sie mein Ehemann wären, würde ich Ihren Espresso vergiften."
    Winston Churchill
    "Madam wenn Sie meine Ehefrau wären würde ich Ihn trinken."
    Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten
    _______________________________________________
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  3. #3
    hawi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaufentscheidung: Nennt mir Nachteile, bitte...

    N'abend!

    Zitat Zitat von jechim Beitrag anzeigen
    Moin, Forum!

    { ... }
    ...wie man sieht, steht der Dualboiler für mich im Vordergrund, gefolgt von Optik.
    Mich würde als allererstes interessieren, warum die Brewtus hier so wenig Freunde hat und warum sie so günstig ist.
    (Als Standardausführung 1150.- im Gegensatz zur DC mini für 1999.- und zur Vibiemme für rd 1500.-)

    { ...}

    Gruß, Jechim
    Also, ich weiß nicht, ob schwul sein eine Grundvoraussetzung ist, eine Brewtus zu besitzen/-nutzen, aber ich probier' es trotzdem mal...

    Aber als erstes gleich eine Korrektur: die Brewtus ist bei dem Händler, von dem Du wahrscheinlich den Preis hast (Systermann; dort haben meine Frau und ich unsere Brewtus auch gekauft), netto angegeben, da er zum überwiegenden Teil an Geschäftskunden verkauft. Für Dich kommt noch MWSt. dazu, d.h., das Teil kostet 1368,50 € brutto.

    Aber jetzt zu den eigentlichen Fragen, ich schreib mal, was mir gerade so einfällt:
    • Wir haben die Brewtus jetzt seit einem guten halben Jahr und sind sehr zufrieden. Allerdings haben wir die (Amateur- )Version mit Tank und Vibrationspumpe.
    • Ein Nachteil der Maschine: sie ist zwar ähnlich breit und tief wie die anderen E61-Verdächtigen, aber wegen der zwei hochkant stehenden Boiler sehr hoch. Du solltest auf jeden Fall vorher ausmessen, ob Sie ggf. unter etwaige Hochschränke oder Regale in Deiner Küche paßt.
    • Großer Vorteil der Maschine: es ist sehr leicht, mit der Brewtus gleichmäßig guten Espresso zu machen, wenn man Mahlgrad und Temperatur für eine Kaffeesorte erstmal herausbekommen hat. Temperatursurfen ist bei der Brewtus absolt nicht notwendig.
    • Weiterer Vorteil: Die Temperatur ist sehr genau regelbar. Ich hab' mal mit unseren üblichen Kaffeesorten (diverse Röstungen von Langen) jeweils verschiedene Temperaturen ausprobiert und festgestellt, daß teilweise schon ein bis zwei Grad Differenz einen deutlichen Geschmacksunterschied zur Folge haben. Das geht durchaus so weit, daß bei bestimmten Kaffeesorten zwei Grad den Unterschied zwischen "bääääh" und "genial" machen. Durch den elektronischen Thermostat des Brüh-Boilers (eine "echte" PID-Regelung ist es ja nicht) läßt sich die Temperatur absolut reproduzieren. Man muß also nur irgendwo einen Spickzettel mit den Lieblingstemperaturen der verschiedenen Kaffeesorten deponieren und schon hat man immer das optimale Ergebnis.
    • Die Maschine ist stabil wie ein Panzer gebaut (z.B. ist das Gehäuse aus 2 mm Edelstahl). Auch von innen sieht sie sehr ordentlich aufgebaut aus. Der einzige Punkt wo ich sagen würde, daß da etwas schlampig gearbeitet wurde, ist die Fertigungsgenauigkeit der Abtropfschale. Aber das ist nur was für Pedanten, weil man das nur sieht, wenn man die Abtropfschale herausnimmt. Weswegen die Leute die Qualität der Brewtus immer noch in Zweifel ziehen, weiß ich nicht. Die Probleme mit der elektronischen Regelung (Überhitzung und dadurch verursachte Defekte) sollen ja behoben worden sein. Ich habe jedenfalls noch nicht festgestellt, daß die Ecke, wo der Regler sitzt, viel mehr als Handwarm wird.
    • Wer eine wirklich "schöne" Maschine haben will, muß was anderes kaufen. Eine Vibiemme Domobar Super sieht eindeutig besser aus. Aber wir haben uns gesagt, lieber eine robuste und einfach zu bedienende Maschine, und den Rest des Geldes in Kaffee investieren. Abgesehen davon gab es die Vibiemme DS Dualboiler damals noch nicht. Aber auch Stand heute würde ich die Brewtus wieder kaufen, weil mir die DS einfach zu teuer ist.
    • Wieso willst Du unbedingt Festwasser haben? Trinkst Du wirklich so viel Kaffee? Wir haben uns das auch überlegt, aber abgesehen von dem Aufwand, in unserer Küche Wasser und Abwasser dahin zu bekommen, wo die Maschine steht, hast Du bei geringem Umsatz mit Festwasser ratz-fatz ein Problem mit abgestandenem Wasser aus der Leitung. Einen Tank dagegen hat man schnell ausgeleert und frisch befüllt.
    • Hatte ich schon erwähnt, daß es mit der Temperaturregelung super einfach ist, gleichmäßig guten Espresso zu machen? Deswegen würde ich auf jeden Fall wieder eine Dualboiler-Maschine kaufen wollen. Den Unterschied zu den üblichen E61-Maschinen mit Wärmetauschern kann ich gut beurteilen, da meine Schwiegereltern eine ECM Cellini haben und ich die auch schon öfters bedient habe.
    • Weiterer Vorteil der Brewtus: die Boiler sind isoliert. Die Tassen auf der Ablage werden schon noch gewärmt, aber die restliche Maschine wird nicht so stark aufgeheizt wie bei anderen E61-Maschinen.


    Wie Du meiner ganzen Litanei entnehmen kannst, gibt es also durchaus Brewtus-Anhänger. Wenn Du noch weitere Fragen hast, nur zu. Ich hoffe, ich kann sie beantworten.

    Grüße & viel Spaß bei der Entscheidungsfindung,

    hawi

  4. #4
    jechim ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Kaufentscheidung: Nennt mir Nachteile, bitte...

    Moin!

    Danke für das flotte Antworten.

    Nein, man kann wohl auch Mädels mögen...das sind halt die einzigen Schwulen, die ich kenne, also heißen sie in meinem internen Ablage- System "Die Schwulen"
    Über die von Dir beschriebenen Vorteile der Brewtus war ich mir im Klaren.
    Der Hinweis den Netto- Preis betreffend ist hilfreich.
    Da ist die Differenz zur Vibiemme aber nur noch 80 Öre.
    Wobei ich die Brewtus wegen ihrer Schlichtheit schöner finde. (tut meiner Neigung zur Electra keinen Abbruch, auch wenn schlicht etwas anderes ist)

    Was zur Hölle ist PID und wie kann die unecht sein? Hat das was mit dem Offset in der Temp Anzeige zu tun?
    Und warum ist die DC mini so teuer?

    Das Festwasser ist nicht entscheidend, ich finde es halt komfortabler und wg der Rotationspumpe leiser. Wobei wir schon 10- 20 Espressi täglich verköstigen und ich auch keine Hausleitung anschließen wollte, sondern einen Extra- Abgang an den Drucktank meiner Umkehr-Osmose-Anlage legen will-> kein Kalk und leckerster Kaffee...
    So hat sich für mich schon vorher jede Sorge um die Wasserquali erledigt, kann ich jedem, nicht nur für Kaffee, empfehlen.

    Nochmal danke,
    Gruß, Jechim

  5. #5
    jechim ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Kaufentscheidung: Nennt mir Nachteile, bitte...

    ...muss mich korregieren:
    zum Netto- Preis der Vibiemme kommt ja auch nochmal die (Politikerversilbernsichdenarsch) mwst.
    Verdammt.

  6. #6
    cryonix ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaufentscheidung: Nennt mir Nachteile, bitte...

    ...ist PID und wie kann die unecht sein?
    PID ist ein Regler mit Proportional, Integral und Differential-Anteil. So gewünscht. Sehr oft auch mit Selbstoptimierung. Leider sehr teuer ( ausser aus China )

    Was in der Brewtus verbaut ist, ist m.W. ein Regler aus der Kältetechnik. Ähnlich wie Dixell, Eliwell, Frigotel, Danfoss und andere. Diese zeigen fast immer die Temperatur nur 2-stellig an. Daher gibt der Regler keine Auskunft über die tatsächliche Kesseltemperatur, die ja bei ca. 106..107°C liegen würde. Die Entwickler haben nun ein Feature des Reglers genutzt, nämlich die Offset-Einstellung. So sich aus welchen Gründen auch immer eine Abweichung zwischen tatsächlicher und Messtellentemperatur ergibt, lässt sich dieser Offset im Regler aufaddieren.

    Man hat nun die Differenz zwischen Kessel und Brühgruppe mit 6..7K angenommen und hier eingetragen. Somit kommt die Anzeige auf unter 100°C und damit in den 2-stelligen, anzeigbaren Bereich. Die Anzeige soll die Brühtemperatur wiedergeben - aber eben nicht direkt gemessen, sondern mit diesem Trick eher interpoliert.

    Kälteregler sind nur 2-Punkt Regler. D.h. die kennen nur Ein/Aus Zustände und sind wegen der Eigenschaften der Kälteverdichter eher auf lange Maschinenlaufzeiten ausgelegt. Ein PID Rgeler dagegen kann sogar eine lineare Steuerung der Heizleistung vornehmen, was wegen des teuren Stellgliedes aber nicht gemacht wird. Allerdings wird hier oft in kürzesten Intervallen die Heizung geschaltet.

    Die Brewtus hat allerdings vermutlich auch eine modifizierte Firmware in dem Regler.

    Wenn die Ebene im Regler nicht durch ein PW geschützt ist, kannst Du in der Brewtus auch die Ablaufsteuerung für das automatische Abtauen programmieren
    VBM Domobar 1.Generation, gemoddet; Mazzer Mestre; Brita Aquaquell


  7. #7
    finsterling ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaufentscheidung: Nennt mir Nachteile, bitte...

    Zur Wasserqualität würde ich an Deiner Stelle noch etwas im Forum stöbern, ich hatte auch Jahre lang britagefiltertes Wasser genommen.
    War jahrelang ein Fehler, mit etwas Kalk schmeckts viel besser (mir zumindest) und das entkalken ist auch kein so grosses Problem.

    Den Feswasseranschluss möchte ich aber keines Falles mehr missen, wenn man die Möglichkeit hat das zu bewerkstelligen und die Maschine nicht wöchentlich transportiert, dann ist Festwasser absolut klasse.
    Faema Due S1,Macap M4 mit Dosierer,Vibiemme Domobar (die kleine für den Urlaub),La San Marco 95 Sprint (2gruppig für die Feste), ,Gene 101

  8. #8
    jechim ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Kaufentscheidung: Nennt mir Nachteile, bitte...

    Mooorgen!

    Danke Finsterling, jetzt kann ich mit PID was anfangen. Spricht doch eher für die Vibiemme.

    Mit dem gefilterten Wasser wurde ich fehlverstanden.

    Ich benutze KEINEN Brita- Filter, sondern eine Umkehr-Osmose-Anlage.
    Lange bevor ich Kaffeeverrückt wurde, war ich schon Wasser- Gaga und legte mir nach langer Recherche die UO- Anlage zu.

    Diese ist 5- Stufig und produziert Wasser in Destillations- Reinheit.
    Das hat zur Folge, dass man das eh nicht trinken kann, ohne es wieder mit den "richtigen" Mineralien zu versetzen. Tu ich natürlich, da zu reines Wasser dem Pulver ZU VIEL Geschmack entzieht, bitter und bäh.

    Also "remineralisiere" ich das für Lebensmittel gedachte UO- Wasser mit eigens dafür gedachten Filterkartuschen.

    Die Kalkhärte ist trotzdem kaum messbar, aber der Kaffee leckerererer...

    ...Und ich gebe zu bedenken, dass Wasserwerke reichlich CO² in die Leitungen ballern, um diese vor Korrosion zu schützen.
    Daher halte ich einen DIREKTEN Festwasseranschluss eh für verfälschend, bzw beim Kaffee bähbäh. Abstehen lassen ist das mindeste.

    Danke,

    Jechim

  9. #9
    hawi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaufentscheidung: Nennt mir Nachteile, bitte...

    Hallo zusammen!

    Zitat Zitat von cryonix Beitrag anzeigen
    Was in der Brewtus verbaut ist, ist m.W. ein Regler aus der Kältetechnik. Ähnlich wie Dixell, Eliwell, Frigotel, Danfoss und andere. Diese zeigen fast immer die Temperatur nur 2-stellig an. Daher gibt der Regler keine Auskunft über die tatsächliche Kesseltemperatur, die ja bei ca. 106..107°C liegen würde. Die Entwickler haben nun ein Feature des Reglers genutzt, nämlich die Offset-Einstellung. So sich aus welchen Gründen auch immer eine Abweichung zwischen tatsächlicher und Messtellentemperatur ergibt, lässt sich dieser Offset im Regler aufaddieren.

    Man hat nun die Differenz zwischen Kessel und Brühgruppe mit 6..7K angenommen und hier eingetragen. Somit kommt die Anzeige auf unter 100°C und damit in den 2-stelligen, anzeigbaren Bereich. Die Anzeige soll die Brühtemperatur wiedergeben - aber eben nicht direkt gemessen, sondern mit diesem Trick eher interpoliert.
    An diesem Punkt eine Verständnisfrage: ich bin immer davon ausgegangen, daß auch die PID-Regler einen Offset verwenden, weil m.W.n. niemand eine E61 mit eingebautem Temperaturfühler verbaut. Und ohne Temperaturfühler im Bühkopf bin ich doch immer auf einen Offset (geschätzt oder gemessen) angewiesen, egal ob PID oder Zweipunktregler, oder? Und die reale Temperatur des Brühwasserboilers ist ja auch egal, solange der Offset korrekt ist und dadurch die richtige Temperatur am Brühkopf anliegt.

    Die einzige Maschine, von der ich gehört habe, daß sie wirklich die Temperatur im Brühkopf mißt und der PID mit diesem Meßwert die Temperatur regelt, ist m.W.n. die LaMarzocco GS3.

    Apropos: der Offset läßt sich bei der Brewtus übrigens einstellen. Man kann also mit einem Thermometer hergehen und die tatsächliche Temperatur am Sieb messen und den Offset ggf. im Regler anpassen. Ich hab' mir das allerdings gespart, da es mir nur auf die Reproduzierbarkeit und nicht auf die genaue Temperatur ankommt. Was der Regler der Brewtus kann, kann man unter http://tracking.mercator.iac.es/twik...Controller.pdf nachlesen. Die Spanisch sprechenden Kaffee-Netzer können auch direkt bei der Herstellerfirma unter http://www.ako.es/wps/wcm/resources/.../351301200.pdf nachlesen. Der in der Brewtus verbaute Thermostat müßte der AKO-13123 sein.

    Zitat Zitat von cryonix Beitrag anzeigen
    Kälteregler sind nur 2-Punkt Regler. D.h. die kennen nur Ein/Aus Zustände und sind wegen der Eigenschaften der Kälteverdichter eher auf lange Maschinenlaufzeiten ausgelegt. Ein PID Rgeler dagegen kann sogar eine lineare Steuerung der Heizleistung vornehmen, was wegen des teuren Stellgliedes aber nicht gemacht wird. Allerdings wird hier oft in kürzesten Intervallen die Heizung geschaltet.
    { ... }
    So hatte ich den Unterschied zwischen PIDs und der Regelung der Brewtus auch verstanden - ein PID ist wegen der dynamischen Regelung noch genauer als eine Zweipunktregelung. Mangels Erfahrung mit einer PID-geregelten Maschine kann ich aber nicht beurteilen, ob man den Unterschied wirklich merkt.

    Ich vermute allerdings, daß man den Unterschied zwischen PID und Thermostat ab einer gewissen Größe des Brühwasserboilers eh nicht mehr merkt, da die Menge des währende eines Bezuges nachlaufenden Frischwassers im Vergleich zur Menge des schon erhitzten Wassers im Boiler vernachlässigbar ist.

    Grüße,

    hawi

  10. #10
    huibuh ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaufentscheidung: Nennt mir Nachteile, bitte...

    Hallo Jechim,

    ich kann nur die Vorteile der Brewtus II bestätigen, die Hawi schon geschrieben hat.
    Ich hatte vorher eine Vibiemme Domobar und war sehr zufrieden damit. Gedanklich habe ich auch mit der Dualboilervariante von Vibiemme gespielt, habe mich dann aber für die Brewtus II entschieden. Mir persönlich gefällt die etwas rustikalere und sehr massive Optik besser. Bei der Dualboiler-Vibiemme hatte ich den Eindruck, sie ist von außen mit Spiegeln beklebt, so poliert sind die Flächen. War nicht mein Ding. Die Bleche sind bei der Maschine auch deutlich dünner.
    Der Vorteile beim Dualboiler gegenüber den 2-Kreis-Maschinen liegt natürlich auch beim deutlich einfacheren Entkalken.
    Der oben schon erwähnte Händler in Duisburg (Systermann) ist nur zu empfehlen. Ich habe selten einen solchen Service gesehen (2h Einweisung in das Gerät....)
    Viel Erfolg bei Deiner Entscheidung,

    Rainer
    EXPOBAR BREWTUS III PRO - MAZZER MINI E - A - DIGITAL
    MEINE EX: EXPOBAR BREWTUS II - RANCILIO ROCKY D
    VIBIEMME DOMOBAR NERO - SOLIS 166

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