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  1. #1
    Alfred ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Gebrauchte/antike Faema F61 - taugen die was?

    Dass perfekte Faema F61 Oldtimer auch heute noch Traummaschinen sein können, ist mir schon klar.
    Man sieht aber immer wieder (vor allem in der Bucht) alte Maschinen, die angeblich top-restauriert sind, aber dann doch verdächtig günstig über den Ladentisch gehen. Besteht dafür nur s eine kleine Nachfrage, oder sollte man das Indiz dafür nehmen, die Finger davon zu lassen?

    Wenn es einen doch juckt, gibt es da Fachleute, die solche Maschinen überprüfen, und einem gegebenenfalls bei der Instandsetzung nicht die Haare schneiden?

  2. #2
    old harry ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gebrauchte/antike Faema F61 - taugen die was?

    Zitat Zitat von Alfred Beitrag anzeigen
    Wenn es einen doch juckt, gibt es da Fachleute, die solche Maschinen überprüfen, und einem gegebenenfalls bei der Instandsetzung nicht die Haare schneiden?
    gerade bei dir in wien gibt's einen experten, der immer mal wieder restaurierte E61er verkauft: taste it* ausgesuchte italienische Kaffeemaschinen und Kaffees

  3. #3
    louissylvia ist offline Benutzer
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    Standard AW: Gebrauchte/antike Faema F61 - taugen die was?

    Zitat Zitat von Alfred Beitrag anzeigen
    Dass perfekte Faema F61 Oldtimer auch heute noch Traummaschinen sein können, ist mir schon klar.
    Man sieht aber immer wieder (vor allem in der Bucht) alte Maschinen, die angeblich top-restauriert sind, aber dann doch verdächtig günstig über den Ladentisch gehen. Besteht dafür nur s eine kleine Nachfrage, oder sollte man das Indiz dafür nehmen, die Finger davon zu lassen?

    Wenn es einen doch juckt, gibt es da Fachleute, die solche Maschinen überprüfen, und einem gegebenenfalls bei der Instandsetzung nicht die Haare schneiden?
    Hi, meine E61 wurde in Italien restauriert, innen hui, außen...mußte ich sie noch nachrüsten, Preis 2.200, Nachrüstung 250, jetzt steht sie da und stahlt vor sich hin. Zu beachten wäre noch einen Wasserfilter vorzuschalten, Z.B. Brita, AQUA-Quell und entsprechenden Kaffee (fair & bio) zu verwenden, Z.B. morenito, (siehe auch morenito.de) oder ählich gute Qualität, Grüße, Luigi

  4. #4
    Alfred ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gebrauchte/antike Faema F61 - taugen die was?

    Danke für Eure Antworten
    Ja, Tasteit.at ist mein regulärer Kaffeelieferant, hab erst dieser Tage über die F61 gesprochen, wußte aber nicht, dass der selbst restauriert, und wußte auch nicht, dass mir plötzlich eine über den Weg läuft.

  5. #5
    nixreich ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gebrauchte/antike Faema F61 - taugen die was?

    Hallo und guten Abend

    zu erwähnen ist in Wien, an der Erlaaerstrasse auch mks Maschinen- und Kochgeräte Servicegesellschaft m.b.H.. Die Leute sind sehr nett und haben teilweise jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit allerlei Gastromaschinen.

    Mks war vor langer Zeit mal Generalimporteur von Faema in Österreich.
    In den "besten" Zeiten hätten sie die zurückgegebenen, nicht mehr zeitgemässen, gebrauchten E61 auf Paletten gestapelt und danach zum Schrottplatz gefahren weil sie niemand wollte...
    Heute gibt es leider nur noch selten eine schöne E61 die dahin zurückkehrt.

    Eine Preisanfrage für eine technische Instandstellung ist sicher empfehlenswert. Aufpolieren und "Kosmetik" ist nicht so ihr Ding, das überlassen sie lieber dem Kunden, um den Preis im Rahmen zu halten.

    Meine beiden alten Faema-Mühlen sind beide von da. Die FP wurde von Mks aufgearbeitet, die Urania haben sie nach einigen Problemen mit dem festgefressenen Einstellring aufgegeben, weil da Wirtschaftlichkeit Fehlanzeige war. Ich habe die Zeit mit Freuden investiert und sie wieder reanimiert.

    Eine E61 kann übrigens mit Kaffee-Netz-Unterstützung, Ausdauer, etwas Werkzeug, Zitronensäure, neuen Kabeln, Mut und Zeit auch selber wiederbelebt werden. Einfach beim demontieren gut mit Fotos dokumentieren, dann kriegt man sie wieder zusammen...

    Gruss aus Bern
    Nils
    Faema E61, Mühlen Faema FM und Faema Lusso FL (Urania) Maschinenaltar,Kleine Barista 1 2 3 4

  6. #6
    Alfred ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gebrauchte/antike Faema F61 - taugen die was?

    Guten Abend zurück in die schöne Schweiz Gibt es noch das Keffeelokal neben dem Uhrturm?
    Danke für den Tipp, das ist super, und noch dazu fast bei mir um die Ecke.

  7. #7
    Caruso ist gerade online Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gebrauchte/antike Faema F61 - taugen die was?

    Die Preise bei taste it sind, sowohl bei Maschinen wie auch beim Kaffee, sehr hoch.

    Und die restaurierten E61 wie auch die Neubauten werden vor allem von Architekten ahnungslosen Kunden eingeredet, die dann in ihrer riesigen Designerküche, in der kaum gekocht wird, mit Segafredo, Lavazza oder Illy aus der Dose sich und ihren staunenden Gästen "wunderbaren" Espresso "wie in Italien" bereiten.

    Die große "Faema E61" (Original oder Legend-Nachbau) ist für den laufenden Bezug von Caffés gebaut, hat einen ordentlich großen Kessel, der geheizt werden muss, einen großen Wärmetauscher, in dem viel Wasser im Leerlauf sehr heiß wird, sie brauchht wegen der Wärmeabstrahlung des Brühkopfs recht lang zum Aufheizen, und sie neigt zum Überhitzen des Brühkopfs. In Betrieb ersetzt sie fast einen Kachelofen. Und die Abtropftasse ist für die Riesenmaschine viel zu klein, vor allem viel zu schmal.

    Als Eye catcher funktioniert sie nur bei Aufstellung auf einer Theke, sowohl in einem Lokal wie auch im privaten Koch-/Essbereich, wenn man die beleuchtete Front sehen kann. Dann schaut sie für einen Laien recht toll aus. Daher taucht sie in letzter Zeit in Wien in immer mehr Pizzerien auf, fast schon inflationär, wahrscheinlich um von den verwendeten Bohnen abzulenken.

    Du kannst ja Boardmitglied rafifi fragen, warum er sich von seiner wieder getrennt hat.

    Meiner Meinung nach ist die Maschine nicht so toll oder exotisch, dass sich eine Restaurierung allein wegen des Designs oder der besonderen Technik auszahlt, und für den privaten Einsatz ist sie einfach nicht optimal. Billig gibts die schon lange nicht mehr. Um weniger Geld bekommst du ein semiprofessionelles Gerät, mit oder ohne E61-Brühgruppe, das sicher besser ist. Oder du suchst dir etwas Anderes, Seltenes von Gaggia oder Faema oder ... aus den 50ern oder 60ern. Da gibt es ganz tolles Design (Nettuno, Mercurio,...), die Restaurierung ist dann u.U. eine echte Herausforderung, und Kaffee gibts am Ende auch.
    Sommer: Quick Mill 3000 Orione + Ascaso i•mini
    Winter: Quick Mill 0820 (ex 0810) brühdruckreduziert + Ascaso i•mini

  8. #8
    nixreich ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gebrauchte/antike Faema F61 - taugen die was?

    Ich kann Caruso nicht ganz zustimmen...
    Architekten sind nicht gerade meine Freunde und ganz ahnungslos war ich beim Kauf auch nicht mehr, eher unbedarft. Ich male den Kaffee übrigens selber.
    Eine eingruppige E61 die ich in ordentlichem Zustand übernahm und die ich im Moment restauriere hat mich 630€ gekostet, ist also nicht die Welt, wenn man etwas Glück hat.
    Im Vergleich zu der Butterfly (ab ca. 1100€), die meinen Wunsch nach dem "Original" überhaupt einleitete ist die Faema ein anderes Kaliber und macht mir grosse Freude in der (nix dissain) Küche. Sinn macht sie sicher nicht unbedingt, aber das macht ein starkes Auto auch nicht.
    • Meine Faema neigt viel weniger zum Überhitzen als meine damalige semiprofessionelle Butterfly, anscheinend ist sie "ausgewogener" gebaut
    • Aufheizzeit ca. 25-30min, Butterfly war in 20-25min richtig heiss
    • Die Pumpengeräusche sind bei Gastromaschinen sehr viel angenehmer als bei Heimgeräten
    • Dampf bis zum Gehtnichtmehr
    • Stromverbrauch sosolala (2600W - antike 2gruppig, 1500W antike 1gruppig). Die 2gruppige Neuauflage braucht meines Wissens 3600W (ich glaube raffifi hatte so eine, habe absolut Verständnis für den Verkauf). Zum Vergleich, die Butterfly nimmt 1250W, die Quickmill 0820 braucht 1080W, eine Quickmill Heimmaschine mit E61 Brühkopf aber ebenfalls 1500W!
    • Damit ich den Eye catcher habe, habe ich einen Spiegel an der Wand montiert. Einfache Sache mit grosser Wirkung - Steckdose versteckt, die Küche wirkt grösser, die Maschine und Mühlen sehen einfach göttlich aus.
    Ich glaube eine E61 liebt man, oder mag sie überhaupt nicht. Ganz schlecht kann sie aber nicht sein, sonst hätte sich das System wohl nicht so lange gehalten.

    Wer also Freude an so einem Gerät oder/und dem Design hat, kann da schon was Gutes kriegen. Vorsicht ist aber geboten und man muss sich bei einem alten Gerät bewusst sein, dass man eine Baustelle kauft.
    Faema E61, Mühlen Faema FM und Faema Lusso FL (Urania) Maschinenaltar,Kleine Barista 1 2 3 4

  9. #9
    Alfred ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gebrauchte/antike Faema F61 - taugen die was?

    Caruso und nixreich
    Ich glaube/fürchte ja, dass Ihr beide richtig liegt.

  10. #10
    Caruso ist gerade online Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gebrauchte/antike Faema F61 - taugen die was?

    Der E61-Brühkopf verdankt seine heutige große Verbreitung vor allem dem Umstand, dass keine Lizenzgebühren mehr fällig sind. Zwischendurch war er durch modernere Konstruktionen weitgehend verdrängt. Der Kopf der GS3 oder der der NS Appia ist schon sehr was Anderes.

    Ausserdem sieht er toll und sehr hochwertig aus, es gibt mehrere standardisierte Bauarten (Hebel oder MV), und er kann relativ leicht gefertigt werden.

    Und noch eine Bemerkung zur Faema E61: so schön die "Schauseite" mit der Beleuchtung ist, die "Bedienerseite" sieht aus wie der Führerstand einer Feldbahnlok.

    Und noch eine allerletzte Bemerkung zur Faema E61: € 630,- ist ein Superpreis, wenn man den Platz und die Möglichkeit für Festwasser hat, aber um das Geld gibt's bei taste it eine Giada, aber keine Faema E61, weder neu noch gebraucht!
    Sommer: Quick Mill 3000 Orione + Ascaso i•mini
    Winter: Quick Mill 0820 (ex 0810) brühdruckreduziert + Ascaso i•mini

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