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  1. #1
    Jannicx ist offline Erfahrener Benutzer
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    Frage Bedienbarkeit: ECM, Vivi, BFC, Expobar, Isomac

    Hallo zusammen,

    bin dabei, mich für einen Zweikreiser zu entscheiden, bitte aber noch um Eure Meinungen, vor allem zum Thema Bedienbarkeit für Anfänger.

    Zum einen habe ich "Probleme" mit ECM. Ich weiß, dass es nunmehr einen deutschen und einen italienischen Hersteller gleichen Namens gibt, habe aber Probleme, die Maschinen in ihren Funktionen zu unterscheiden, da ich zumindest auf den deutschen Seiten schöne Bilder, aber wenig hilfreiche Beschreibungen (auch im Kaffeewiki kam ich nicht weiter) gefunden habe.

    Ich bitte daher um Eure Hilfe zur Unterscheidung der Mechanika III zur Technika III (abgesehen von der Gehäusegröße), sowie Mechanika III zur Cellini (da habe ich bislang nur einen größeren Wassertank als Angabe gefunden).

    Und jetzt kommt noch ganz was anderes ins Spiel. Ich bin Einsteiger, möchte aber gleich was Hochwertiges. Nur: Ich habe schon verschiedentlich gelesen, dass die ECMs "schwierig" seien, was die Einstellung von Druck und sonstigen Parametern betrifft. Dagegen wurde mehrfach die Expobar Brewtus als "wunderbar simpel" handelbare sowie einstellbare Maschine beschrieben, mit der auch ein Espressosortenwechsel sehr unproblematisch und ohne ewig erneutes Herumprobieren möglich sei. Das interessiert mich doch sehr, da ich a) noch unerfahren und b) ein "Espressosortenwechsler" bin.

    Als weitere Option ist mir die die Vivi Izzo Napoli ins Auge gefallen, die auch durch ihren zu den eben genannten Maschinen günstigen Preis auffällt. Was hat die Vivi nicht, was aber die anderen haben? Und wie ist hier die Bedienbarkeit? Dieselbe Frage zur Isomac Millenium und BFC Levetta?

    Ich weiß, dass ich hier ein weites Feld beschreibe... Aber ich bin, nach mehreren Beschreibungen der "Supereinfachheit" der Bedienung der Brewtus, die ich von der Optik her im Vergleich zu den anderen Maschinen eher in der nachgelagerten Auswahl gehabt hätte, doch etwas verunsichert worden....

    Wenig nützt mir eine Maschine, die tolle innere sowie äußere Werte hat, wenn sie in der Praxis "pfriemelig" ist.


    Vielen Dank schonmal für Eure Meinungen!
    Gruß, Tina

    Graef CM-80 und mein Liebling ..... die Izzo Vivi Im Büro eine SGL Podstar. Zu verkaufen wäre meine kaum gebrauchte Ascaso i-mini!

  2. #2
    jan.gagel ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bedienbarkeit: ECM, Vivi, BFC, Expobar, Isomac

    Hallo Tina,

    also im Bereich ECM kann ich wohl etwas Licht ins Dunkel bringen. Vor einiger Zeit war das so, daß ECM in Italien das Hauptwerk mit Produktion war, und in Deutschland lediglich der Vertrieb für Deutschland. Mittlerweile war die italienische Firma pleite gegangen, soweit meine Informationen, und die Deutsche Niederlassung hat sich kurzerhand selbständig gemacht und hat sämtliche Patente übernommen. Dann gibt es wohl eine neue Firma in Italien, die auch Maschinen baut, die Benennung erfolgt nach den italienischen Modellen wie beispielsweise Giotto. Ich denke, daß beide Hersteller gute Qualität liefern. Beider Hersteller bauen Maschinen, die sich ohnehin nur durch die Optik unterscheiden. So werden ähnliche Produkte im Inneren verbaut.

    Der große Unterschied zwischen Mechanika III und Technika III ist eigentlich nur die Gehäuseform. Die Technika wirkt wuchtiger, hat aber etwas weniger Stellfläche für Tassen. Dann hat die Technika eine Klappe für den Wassertank, bei der Mechanika kann man dafür den gesamten Deckel anheben. Von den inneren Werten sollten beide Maschinen identisch sein.

    Ciao Jan

  3. #3
    Arni ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bedienbarkeit: ECM, Vivi, BFC, Expobar, Isomac

    Alle Maschinen, die du hier aufgeführt hast sind "hochwertig". Den Brühdruck muss man, wenn überhaupt nur einmal einstellen, was in der Regel über das Expansionsventil geschieht. Je nachdem, wieviel vom Gehäuse dazu abgeschraubt werden muss, dauert es eine Viertelstunde länger als bei einer Maschine, bei der nur wenig abgeschraubt werden muss. Das ist kein Kriterium für den Kauf einer Maschine!
    Bohnenwechsel kannst du mit jeder Maschine machen, du musst halt eventuell den Mahlgrad leicht verändern oder mehr oder weniger stark tampern, unabhängig von der Maschine. Das ist bei der Brewtus nicht anders als mit der BFC.
    Wenn man bedenkt, dass es für die Herstellung eines guten Espressos zu mehr als der Hälfte auf den Bediener der Maschine ankommt, relativiert sich die Bedeutung der jeweiligen Maschine. Die Unterschiede der von dir benannten Geräte liegen, für den Normalverbraucher, eher in zusätzlichen Funktionen. So hat z. B. die Brewtus 2 Boiler, die ECM haben einen größeren Boiler als die BFC usw. Für besondere Anwendungen z. B. viele Brühungen in kurzer Zeit, bringt das Vorteile, aber für den Hausgebrauch eher weniger. Dafür musst du auch wesentlich mehr Geld auf den Tisch legen.

  4. #4
    Jannicx ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bedienbarkeit: ECM, Vivi, BFC, Expobar, Isomac

    Zitat Zitat von jan.gagel Beitrag anzeigen

    Der große Unterschied zwischen Mechanika III und Technika III ist eigentlich nur die Gehäuseform. Die Technika wirkt wuchtiger, hat aber etwas weniger Stellfläche für Tassen. Dann hat die Technika eine Klappe für den Wassertank, bei der Mechanika kann man dafür den gesamten Deckel anheben. Von den inneren Werten sollten beide Maschinen identisch sein.

    Ciao Jan
    Vielen Dank Jan,

    das bringt mich denn schonmal weiter... Wie sieht das reinigungstechnisch aus, ist es da nicht besser, wenn man den gesamten Deckel abheben kann als nur eine Klappe?
    Gruß, Tina

    Graef CM-80 und mein Liebling ..... die Izzo Vivi Im Büro eine SGL Podstar. Zu verkaufen wäre meine kaum gebrauchte Ascaso i-mini!

  5. #5
    Jannicx ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bedienbarkeit: ECM, Vivi, BFC, Expobar, Isomac

    Zitat Zitat von Arni Beitrag anzeigen
    Alle Maschinen, die du hier aufgeführt hast sind "hochwertig". Den Brühdruck muss man, wenn überhaupt nur einmal einstellen, was in der Regel über das Expansionsventil geschieht. Je nachdem, wieviel vom Gehäuse dazu abgeschraubt werden muss, dauert es eine Viertelstunde länger als bei einer Maschine, bei der nur wenig abgeschraubt werden muss. Das ist kein Kriterium für den Kauf einer Maschine!
    Okay, Brühdruck ist dann wohl nicht sooo wichtig. Aber was ist mit der Brühtemperatureinstellung auf der Vorderseite der Brewtus, die in einigen Beiträgen so hochgelobt wurde? Muss man da öfter ran bei Bohnenwechsel? Ich nehme an, dafür muß man bei den anderen Maschinen auch schrauben?
    Gruß, Tina

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  6. #6
    jan.gagel ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bedienbarkeit: ECM, Vivi, BFC, Expobar, Isomac

    ich glaube nicht, daß sich die beiden ECMs in der äußeren Reinigung groß unterscheiden. Ich denke, der Unterschied ist lediglich Geschmackssache. Ich selbst verwende die Technika II von ECM (noch von der italienischen Firma), die einen deutlichen Unterschied zur Mechanika hatte. Die Technika II hatte ausgestellte Seitenteile, ähnlich der Replica, die es von ECM Deutschland aktuell gibt. Die Replica wurde wohl in Anlehnung an die Technika II gemacht. Jedenfalls bin ich mit meiner Maschine super zufrieden. Ich bin mir sicher, ich wäre es mit der Technika III oder Mechanika III ebenso.

    Im Allgemeinen muß eine Espressomaschine lediglich einige wenige Parameter wie z. B. Temperatur, Brühdruck... zu produzieren. Viel viel wichtiger als die Maschine ist jedoch das Mahlwerk und ebenso wichtig ist der Mensch. Alle drei komponenten müssen gut auf einander eingespielt sein, dann ist es relativ egal, welche Maschine verwendet wird.

    Ich verwende als Mahlwerk die Eureka MCI mit Timer. Bin damit sehr zufrieden. Ist eine sehr präzise Mühle.

  7. #7
    gunnar0815 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Dualboiler wie die Expobar Brewtus oder die DC Mini (bekommst du z.B. über Marcus (nobbi-4711) kannst du die Temperatur von außen einstellen und hast eine sehr konstante Temperatur. Eine Überheizung gibt es nicht. Wenn du es von außen kannst machst du es auch er. Den Brühdruck kannst du meines Wissens nur bei Festwassermaschinen über den Druckminderer von außen verstellen. Im Normalfall laufen die meisten Kaffees bei 9 Bar und 92°C gut. Gibt aber auch welche die es wärmer oder kälter mögen. Und welche z. B. Entkoff. die weniger Druck (7,5 bis 8 Bar) brauchen. Je einfacher du alles einstellen kannst desto er macht man es auch und desto besser wird der Kaffee dann auch. Die ECM Isomac usw. sind Wärmetauschermaschinen (HX oder Zweikreiser) Du musst mit Leerbezügen gegen die Überhitzung des Brühkopfes arbeiten. Kannst die Temperatur nur in der Maschine am Presso (Druckschalter) verändern. Die Dualboiler sind technisch sicherlich die beste Lösung das beide Boiler auf ihre Aufgabe (Espresso-Dampf) optimal eingestellt werden können. Danach kommen die Wärmetauscher die immer ein Kompromiss fahren dann die Einkreiser will man mit ihnen Schäumen muss man erst den Boiler hoch heizen.
    Gunnar
    Carimali UNO E+ Preinfusions über Magnetventil + Mühlen= Elektra Nino + Mazzer Stark
    Büro: Nuova Simonelli MAC, Mühle Isomac Macinacaffe Stufenlos
    Röster:Genecafe CBR101+ Dimmer(Showtec Single MKII)
    Links:Sammlung technischer Daten aller Mühlen - Bezug aufteilen sollte jeder mal machen
    Preinfusion für Tank Maschinen
    Rossi RR 45 auf 80 Mahlkranz umbauen

  8. #8
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    @ Jan: Sorry, ich meinte nicht die Außenreinigung, habe mich unpräzise ausgedrückt, sondern die Wassertankreinigung. Wenn der ganze Deckel abnehmbar ist, so meine These, ist die Reinigung doch besser zu bewerkstelligen, als wenn ich nur eine kleinere Wassereinfüllklappe habe?!

    @Gunnar: Danke!!! Das ist ja mal eine Erklärung.... Was die Gefahr der Überhitzung der normalen Zweikreiser betrifft: Wann ist diese eigentlich gegeben? Ca. 30 min brauche ich ja schon, um die Maschine nur vorheizen zu lassen. Wenn ich Besuch daheim habe und die Maschine rund eine Stunde in Betrieb ist, habe ich dann schon die Gefahr der Überhitzung? Soweit ich hier gelesen habe, gibt es hier durchaus Boardies, die ihre Maschinen stundenlang am Stück laufen haben.... Woran merke ich, dass ich erstmal einen oder mehrere Leerbezüge machen muß, um wieder die richtige Temperatur zu erreichen? (von Berührungen des heißen Brühkopfes zur Temperaturfeststellung ist wohl eher abzuraten
    Gruß, Tina

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  9. #9
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    Die Temperatur zu verstellen kommt selten vor. Bei den allermeisten Zweikreisern geht das nur über die Kesseltemperatur und das ist aufwändig. Normal ist die Brühtemperatur auf ca. 94 Grad eingestellt. Damit kann man alle Kaffeesorten brühen. Es mag einige wenige geben, die mit einer ganz best. Temp. harmonieren, und da wäre eine Brewtus sicher von Vorteil. Das nützt aber nur etwas, wenn du alle Parameter hundertprozentig beherrscht.
    Wenn die Maschine länger unbenutzt steht, kann das Wasser im Wärmetauscher zu heiß sein. Das merkst du, wenn du einen Leerbezug machst (ohne ST) und aus dem Duschsieb das Wasser pratzel sowie Dampf austritt. Mit einem längeren Leerbezug kommt frisches Wasser in den Wärmetauscher und die Temp. sinkt.
    Mit einer Espressomaschine verhält es sich ähnlich wie mit einem Turnierpferd. Ein mittelmäßiger Reiter wird mit einem Spitzenpferd nur mittelmäßige Ergebnisse erzielen, wohingegen ein sehr guter Reiter mit einem mittelmäßigen Pferd durchaus gewinnen kann.

  10. #10
    gunnar0815 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bedienbarkeit: ECM, Vivi, BFC, Expobar, Isomac

    Ja genau am pratzel. Du kannst mit einem Zweikreiser hervorragenden Kaffee machen nur wirst du die genaue Temperatureinstellung vernachlässigen da zu aufwändig.
    Ist die Frage ob du es überhaupt schmeckst. Vor ein paar Jahren hab ich noch mit einer Herdkanne Kaffee gemacht und fand ihn gut. Vielleicht ist es doch besser erst mal klein einzusteigen und sein Geschmack bzw. Geschick zu schulen(z. B. Silvia). Die Maschine wo du Temperatur, Brühdruck, Preinfusion usw. von außen einstellen kannst gibt es so wie so noch nicht.

    Gunnar
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