Weiterführende Gedanken zur Pre-Infusion
Angeregt durch die letzten Beiträger im "Source First" Thread möchte ich zum Thema Pre-Infusion mal einen weiteren Gedanken einbringen:
1. Die Dauer der PI wird wird beeinflusst von geförderter Wassermenge/sec einerseits und zu füllendem Volumen andererseits.
2. Das zu füllende Volumen befindet sich nicht nur im Brühkopf, sondern auch im Sieb. Und damit ist nicht nur der zu durchnässende Puck gemeint, sondern auch der Raum zwischen Puck und Dusche. Erst dann hat man das ganze PI-System erfasst.
3. Um eine geringere PI zu bekommen, kann man also z.B. mit derselben Pulvermenge ein flacheres Sieb nehmen, umgekehrt für eine größere PI ein tieferes.
4. Die Kombination Marzocco (das tiefste 1er überhaupt) und Hebel-E61 erzeugte bei mir Espressi, die zwar gut "weichgespült" waren, aber viele Nuancen vermissen liessen (s. Walters Ausführungen zur Hebel-E61)
Bisher ging es immer nur um eine Verlängerung der PI. Was aber, wenn die PI zu lang ist? Wie kann ich sie verkürzen? Antwort: nimm ein 6g-Sieb.
Die zeitliche Komponente (über ein-ausschalten des Magnetventils o.ä.) habe ich jetzt mal bewusst ausgelassen, da es mir hier mehr um den Hebel-E61 geht und wie man mit diesem im Haushalt einen "knackigen" Espresso erzeugen kann.
Mal by the way: Der E61 wurde ursprünglich für die Kombination mit einer Rotationspumpe entwickelt, es liegt also die Vermutung nahe, dass soviel PI, wie sie in Verbindung mit einer Vib.pumpe manchmal bereitgestellt wird, eigentlich gar nicht erwünscht war.
Greetings \\//
Marcus
Seit Jahren die erste Dallacorte Mini EX4 -> also Vorsicht, subjektiv
Gehabt und wieder los: Marzocco GS3, PID-Silvia, Carimali UNO E, Bezzera 99 (brühdruckgetunt), Hebelchen-Pavoni
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