Moin,
wie das Subject nahelegt suche ich etwas Hilfe bei einer Einsteigermaschine. Ich trinke etwa 1-2 Tassen Espresso oder Cappu täglich, meine Freundin ist eher der Latte Macciato Typ, da kommen auch noch 2-3 Latte zusammen. Normaler Kaffee kommt nicht vor. Der Milchschaum wird aktuell mit einer Mikrowelle nebst Batteriequirl gemacht, da hab ich wenig Probleme mit.
Bisherige Kaffeegeschichte:
bis vor 8 Jahren hab ich keinen Kaffee getrunken, dann kam die obligatorische Bürofilterplörre, Hauptsache es gab Koffein. Vor ca 5 Jahren der Aha-Effekt - ein Nespresso Vertreter hat meiner alten Firma eine Maschine ne Woche gratis hingestellt und auf einmal schmeckte der Kaffee. Mein Chef wollte die nicht kaufen, ich bekam allerdings Entzugserscheinungen und hab mir spontan eine Nespresso ES80 gekauft. Später zog mein Chef mit einer ES50 als Büromaschine nach. Bisher bin ich qualitativ damit relativ glücklich. Morgens ist das auch toll - einschalten, duschen, Kapsel rein, Taste drücken, Espresso fertig. Kein Schimmelproblem, leicht zu reinigen. Leider hat das Professional System nur eine Handvoll Sorten, welche zudem mit ca 30 Cent/Portion recht teuer sind.
Meine Freundin hat bisher die klassische Espresso-Kanne auf dem Herd genutzt. Nachdem wieder mal der Kaffee auf der Platte vor sich hingestunken hat hab ich Ihr eine recht neue, preiswerte Siebträger (80€ Listenpreis, Thermoblock) für sehr kleines Geld in der Bucht geschossen. Mit vorgemahlennem Espresso klappte es, leider fehlte wie zu erwarten Aroma. Also Bohnen kaufen und eine Mühle verwenden, eine kleine Schlagmessermühle war vorhanden. Der erste Espresso war ein Desaster. Als Verfahrenschemiker kenne ich allerdings die Theorie der Extraktion recht gut. Wenns sein muss kann ich auch Partikelgrößenverteilungen der Mühle messenMit der Kaffeewiki und dem 7g/27s Richtwert im Hinterkopf hab ich mir aus einer anfänglich dünnen Plörre mit Systematik und Geduld einen mit Nespresso vergleichbaren Espresso gebraut. Reproduzierbar. Spass hats auch gemacht. Und deswegen bin ich nun hier. Espresso kochen macht Spaß und schmeckt.
Ich möchte aufrüsten. Nachdem ich einmal in der Bucht erfolgreich war hab ich einen Fehler gemacht - ich habs noch mal versucht. Eine "Lavite" mit integrierter Mühle, neu, knapp 100 Euro. Schwamm drüber, das Ding taugt exakt gar nicht. Egal was ich mit der Mühle anstelle, als Pulvermenge nehme und am Mahlgrad spiele - der Espresso schmeckt nicht. Etwas Crema, aber das wars.
Danach hatte ich eine Isomac Brio im Auge, nach Studium dieses Forums wird es doch was anderes werden. Nur was? Mühle und Siebträger sollten getrennt sein, Preisklasse zusammen bis 700€ denke ich, bevorzugt weniger. Eine Oscar als Zweikreiser ist teurer, wäre aber für Milchschaum ziemlich genial. Eine kleine Anlage wäre schön, zu klein kostet Isothermie. Also wirds eine Einkreiser. Gaggia CC? Lelit PL 50/51? Rancilio Silvia? Gegen Gaggia spricht Alu, das ist bei kalkhaltigem Wasser schwer "schonend" zu entkalken. Oder statt Boilersystemen eine Quick Mill 3004? Die Thermoblock-Systeme scheinen bezüglich der Temperaturkonstanz nicht so gut wegzukommen, obwohl rein akademisch wenig gegen diese Dinger mit kleinen Kanälen in einem oder gar zwei Metallblöcken spricht.
Vorschläge? Ich such vor allem ein sehr gutes und solides Preis/Leistungsverhältnis.


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