Ergebnis 1 bis 6 von 6
  1. #1
    ingreh ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Restaurierung Gaggia ELE1, wer weiss, wo es Bedienungsanleitung gibt ?

    Hallo,

    eigentlich wollte ich nur eine Mühle kaufen - dann gab es bei ebay eine La San Marco Mühle und diese Gaggia-Maschine im Paket für 150eu, aber beides in recht desolatem Zustand.



    Die Mühle funktioniert inzwischen - jetzt kommt die Gaggia-Maschine bei mir in die Komplett-Reinigung und Reparatur. Innen am Abdeckblech konnte ich schon mühselig einen Schaltplan einigermassen dechiffrieren, aber ansonsten habe ich kaum Informationen ausser denen, die ich im Internet zusammengesucht habe. Irgendwie muss ich ja dann alles prüfen und evtl. einstellen, hier fehlen mir Angaben zu Drücken, Fördermengen (externe Pumpe ist leider nicht dabei, da muss ich eine besorgen), Temperaturen etc.

    Würde mich etwas sicherer bei der Demontage fühlen, wenn ich eine Bedienungsanleitung oder technische Daten hätte - vielleicht ist auch etwas kaputt und die Reparatur-Mühe lohnt sich nicht.

    Würde mich freuen, wenn mir jemand helfen könnte, wo ich die Infos bekommen kann !

    Vielen Dank schonmal im Voraus !

    Ingo

  2. #2
    ingreh ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Restaurierung Gaggia ELE1, wer weiss, wo es Bedienungsanleitung gibt ?

    Die Maschine ist zum Glück trivial aufgebaut, so dass die Demontage auch ohne Anleitung problemlos funktionierte.
    Alle Rohre waren fast komplett mit Kalkrückständen gefüllt und auch der Kessel sieht eher wie eine Tropfsteinhöhle aus.
    Hat mich doch ziemlich beeindruckt, dass die Maschine damit wohl trotzdem noch funktioniert hat (und bestimmt einen excellenten Espresso produziert hat... lecker !?):

    Allein ca. ein halbes Pfund an losen Kalkrückständen... da hätte sich Zitronensäure bestimmt die Zähne dran ausgebissen.
    Wird bestimmt noch eine schöne Arbeit alles sauber zu bekommen - aber es erhöht auch den Reiz, die Maschine wieder topfit hinzubekommen.
    Hätte Lust, am tiefsten Punkt des Kessels noch einen Auslass anzulöten, damit man vernünftig entkalken kann...
    Hat sowas schonmal jemand gemacht -oder wie entkalkt man da am vernünftigsten ?

  3. #3
    Caruso ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restaurierung Gaggia ELE1, wer weiss, wo es Bedienungsanleitung gibt ?

    Da sich der Kalk an allen heissen Teilen niederschlägt, sollte - je nach Wasseraufbereitung und Häufigkeit der Verwendung - alle 2 - 3 Jahre (Achtung: Richtwert!!!) die Maschine genauso wie jetzt komplett zerlegt und entkalkt werden. Der Kalk ist nicht nur im Kessel, wie du selber siehst.

    Beim "Schnellentkalken" des Kessels mit Ablassschraube kann dir immer ein Kalkbrösel irgendwo ein Ventil verstopfen oder verklemmen, und dann musst du Fehler suchen.

    Das ist für mich ein KO-Argument für einen Zweikreiser. Außerdem habe ich keinen geeigneten Raum, um eine Maschine zu zerlegen und zu entkalken.

    Entweder Thermoblock oder Einkreiser - reicht uns, da wir nur Espresso trinken - oder Dualboiler, wenn wer aufgeschäumte Milch braucht - aber das ist eine ganz persönliche Ansicht!
    Sommer: Quick Mill 3000 Orione + Ascaso i•mini
    Winter: Quick Mill 0820 (ex 0810) brühdruckreduziert + Ascaso i•mini

  4. #4
    ingreh ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Restaurierung Gaggia ELE1, wer weiss, wo es Bedienungsanleitung gibt ?

    Zitat Zitat von Caruso Beitrag anzeigen
    Da sich der Kalk an allen heissen Teilen niederschlägt, sollte - je nach Wasseraufbereitung und Häufigkeit der Verwendung - alle 2 - 3 Jahre (Achtung: Richtwert!!!) die Maschine genauso wie jetzt komplett zerlegt und entkalkt werden. Der Kalk ist nicht nur im Kessel, wie du selber siehst.

    Beim "Schnellentkalken" des Kessels mit Ablassschraube kann dir immer ein Kalkbrösel irgendwo ein Ventil verstopfen oder verklemmen, und dann musst du Fehler suchen.

    Das ist für mich ein KO-Argument für einen Zweikreiser. Außerdem habe ich keinen geeigneten Raum, um eine Maschine zu zerlegen und zu entkalken.

    Entweder Thermoblock oder Einkreiser - reicht uns, da wir nur Espresso trinken - oder Dualboiler, wenn wer aufgeschäumte Milch braucht - aber das ist eine ganz persönliche Ansicht!
    Danke für die Hinweise - ich bin mir auch noch nicht klar, ob die Maschine das richtige für mich ist... für jeden Espresso ca. 3 Liter Wasser aufheizen widerstrebt mir genauso, wie die Maschine den ganzen Tag laufen zu lassen. Aber ich finde sie recht schön (ist wenigstens nicht so ein glänzender Chrom-Klotz... aber das ist Geschmacksache) jetzt soll sie erstmal funktionieren und da interessiert es mich schon.
    Kalk kann sich im Kessel in grösseren Mengen ja eigentlich nur ansammeln, wenn man Heissdampf entnimmt (bei Heisswasser vermutlich auch aber in etwas geringerem Umfang). Ansonsten ist es ja ein abgeschlossenes System und bei wenig Heissdampf-Verwendung sollte sich der Kalk in Grenzen halten - werde auf den Ablauf erstmal verzichten.

    Kennt sich jemand mit den Dichtungen aus (Kessel, Heizung...) ? Sieht mir aus wie normale Papierdichtung (z.B. Zylinderkopfdichtung) - oder ist da etwas spezielles erforderlich ?

  5. #5
    Fritzz ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Restaurierung Gaggia ELE1, wer weiss, wo es Bedienungsanleitung gibt ?

    Hi

    Kalk bildet sich nicht nur bei Dampfentnahme, sondern immer. Denke an die Durchlauferhitzer / Warmwasserspeicher: da entnimmt keiner Dampf - aber die verkalken auch.
    Je nach Wasserhärte (bei Gemeinde erfragen - oder Teststreifen) muß ein Entkalker vorgeschaltet werden - bei Maschinen mit Tank nimmt man am besten Mineralwasser vom Discounter.

    Dichtung:
    Für meine L7 gibt's wohl auch keine Dichtungen mehr: habe mir selbst eine "geschnitzt". Einen Bogen (ca. DIN A4 - 2.- EUR) Dichtungs"papier" in der Bucht geschossen, gemessen - und mit einem Cuttermesser auf einem Mauspad mit Plastikoberfläche als Unterlage (läßt sich gut damit arbeiten) die Dichtung ausgeschnitten: dicht !
    Du mußt halt auch die Löcher für die Schrauben hineinbekommen: ich empfehle den Kauf von Locheisen dafür (in der Bucht: 11.- EUR) damit kannst Du perfekte Löcher stanzen. Und kleine Papierdichtungen selbst herstellen.
    Bei Deiner Dichtung: erst die Löcher stanzen, dann ausschneiden !
    Aus einem Karton erst einmal eine Schablone herstellen: dient der Übung und kostet nix - falls es beim 1. Versuch doch nicht paßt

    "Fritzz"

  6. #6
    ingreh ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Restaurierung Gaggia ELE1, wer weiss, wo es Bedienungsanleitung gibt ?

    Zitat Zitat von Fritzz Beitrag anzeigen
    Hi

    Kalk bildet sich nicht nur bei Dampfentnahme, sondern immer. Denke an die Durchlauferhitzer / Warmwasserspeicher: da entnimmt keiner Dampf - aber die verkalken auch.
    Je nach Wasserhärte (bei Gemeinde erfragen - oder Teststreifen) muß ein Entkalker vorgeschaltet werden - bei Maschinen mit Tank nimmt man am besten Mineralwasser vom Discounter.

    Dichtung:
    Für meine L7 gibt's wohl auch keine Dichtungen mehr: habe mir selbst eine "geschnitzt". Einen Bogen (ca. DIN A4 - 2.- EUR) Dichtungs"papier" in der Bucht geschossen, gemessen - und mit einem Cuttermesser auf einem Mauspad mit Plastikoberfläche als Unterlage (läßt sich gut damit arbeiten) die Dichtung ausgeschnitten: dicht !
    Du mußt halt auch die Löcher für die Schrauben hineinbekommen: ich empfehle den Kauf von Locheisen dafür (in der Bucht: 11.- EUR) damit kannst Du perfekte Löcher stanzen. Und kleine Papierdichtungen selbst herstellen.
    Bei Deiner Dichtung: erst die Löcher stanzen, dann ausschneiden !
    Aus einem Karton erst einmal eine Schablone herstellen: dient der Übung und kostet nix - falls es beim 1. Versuch doch nicht paßt

    "Fritzz"
    Hallo Fritzz,
    dass sich immer Kalk absetzt sehe ich auch so, aber es kann sich ja nicht mehr Kalk ablagern, als in dem Wasser drin ist - und wenn kein oder nur wenig Dampf / Wasser entnommen wird, kommt auch kein neuer Kalk durch Frischwasser rein. Bei mittlerer Wasserhärte wären das ca. 100 Milligramm pro Liter...
    Wenn Wasser- und Dampfentnahme garnicht vorgenommen wird - dann kann ja auch eine einmalige Füllung mit destilliertem Wasser gemacht werden --> nie mehr Kalk (jedenfalls im Kessel).

    Mit der Papier- / Pappdichtung bin ich froh, dass dies schon probiert wurde und offensichtlich funktioniert - werde ich dann genauso machen. Vielen Dank für den Hinweis !

    Jetzt ist mir noch etwas aufgefallen, das mich interessiert:
    Die Brühgruppe wird über Flansch am Kessel angeschraubt

    In der Brühgruppe ist eine grössere tiefe Bohrung mit seitlich zwei Bohrungen. Die Flanschdichtung hat entsprechend der grossen Bohrung einen Durchlass vom Kessel zur Brühgruppe, es ist aber durch eine Kupferplatte ohne entsprechende Bohrung kein Durchlass möglich.
    Ich dachte bisher, dass der Dampf im Kessel die Brühgruppe entsprechend wärmen soll, wozu die grosse tiefe Bohrung in der Brühgruppe ja auch geeignet wäre. Dazu müssten aber die beiden kleineren seitlichen Bohrungen verschlossen sein (da ist aber auch kein Gewinde drin). Mit der Abdichtung durch die Kupferplatte ist die Erwärmung des Brühkopfes sicherlich schlechter... kann man da optional die Erwärmung schwach oder stark einstellen und was passiert dann mit den beiden seitlichen Bohrungen ???

    Ingo

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