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  1. #1
    timg ist offline Benutzer
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    Standard Die Leiden des nicht mehr so jungen Tim

    Hallo,


    nach langen hin und her habe ich mich wohl zu einer Entscheidung durchgedrungen, was ich mir für eine Espressomaschine zulegen soll. Es wird wohl eine De'Longhi Nespresso Le Cube EN 185 M, eine Nespresso Maschine und dazu einen Bodum Milchaufschäumer Latteo.


    Leider bin ich mit der Entscheidung nicht wirklich glücklich, aber es scheint mir die einzig sinnvolle Lösung zu sein.


    Vielleicht erkläre ich erst mal welches Problem ich eigentlich lösen wollte. Da mein alte Espressomaschine den Geist endgültig aufgegeben hat und ich nach einem Aufenthalt in Turin meinen Espresso und einen guten Cappu daheim wirklich vermisse, auch wenn mein sehr leckerer fair trade, bio und immer frisch gemahlener Filterkaffee nicht zu verachten ist, musste wieder eine Espressomaschine ins Haus.


    Wie man das als moderner Mensch macht, begibt man sich zuerst mal in die Weiten des Internets und dort stößt man fast unweigerlich über das kaffe-netz. Also fing ich zu lesen an. Das erste was ich gelernt habe ist, mir erst mal darüber klar zu werden, was ich überhaupt brauche. Hmm, das ist eigentlich einfach. Unter der Woche einen leckeren Cappu für meine Frau und für mich meist einen Espresso runter gestürzt zwischen meinen Sohn wickeln und das Haus verlassen. Vielleicht noch einen Latte für die Dame am Tag und ein paar Espresso am Abend für mich, wenn Freunde im Haus sind auch mehr. Am Wochenende wird die Dosis erhöht.


    Von meiner alten Maschine, einer Einkreise, die mir von meiner Studienzeit bis heute, weit über 10 Jahre gute Dienste geleistet hatte, wusste ich noch, das es extrem nervt immer zwischen Espresso und Dampf hin und her zu schalten. Die Erfahrung gepaart mit dem Wissen aus dem Forum und dem KaffeeWiki, hat mich schnell ich Richtung einer Zweikreise geschoben, allerdings wollte ich nicht deutlich die 1000 Euros überschreiten. Das sollte eigentlich auch reichen, eine Mühle habe ich ja schon.


    Mit diesen Anforderungen nahm mein Unglück seinen Lauf.


    Aufwärmzeiten jenseits der 30 Minuten sind das absolute Minimum – aua – Morgens kann ich ja noch eine Zeitschaltuhr nehmen, aber sollte ich sonst einfach die Maschine den Rest vom Tag laufen lassen. Mal schnell einen Espresso ist sonst nicht. Naja, so ist es wohl, auch wenn mein innerer Energiekostenberater und Brandschutzbeauftragter auf die Barrikaden gehen.


    Mein Blick viel auf die Bezerra BZ07, sie versprach nette Aufwärmzeiten und hatte wohl ein paar zufriedene Besitzer. Dann aber der Todesstoß: Zu kalt, die Maschine gleicht einem Gefrierschrank. Alle Bohnen die ein wenig mehr Hitze brauchen sind nicht. Das geben auch die zufriedenen Besitzer zu. Kann es das sein, 1000 EUR und dann kommt nur saures Spülwasser raus. Nicht mit mir.


    Also weiter gesucht. Aha, nicht alle haben diesen Bauart bedingten Fehler, leider kann wohl an den wenigsten die Temperatur abhängig von den Bohnen wirklich einfach einstellen, aber da gibt es ja noch das Temperatursurfen (hat echt lange gedauert bis ich dahinter gekommen bin, wie das gehen soll) oder den Pressostaten nach außen zu verlängern usw. Als ich das meine Bekannten auf einer abendlichen Fahrradtour in den Rheingau erzählt habe, ist der fast vom Rad gefallen vor Lachen und das war vor dem Wein. Irgendwo um 1000 Euro und dann muss mein so ein Gehampel machen um einen augenscheinlich wirklich wichtigen Parameter von einer Espressomaschine einzustellen, der kam aus dem Lachen gar nicht mehr raus. Wahrscheinlich kichert er immer noch ab und an, wenn er daran denkt.


    Das mit dem Brühdruck habe ich mich nicht mehr getraut zu erwähnen. Allerdings hat auch die Fachliteratur einen Brühdruck von um die 9,5 Bar verlangt also muss man wohl bei den meisten Maschinen früher oder später in den sauren Apfel beißen und an irgendwelchen Ventilen rumturnen oder anderweitig seine Garantie verspielen.


    Hmm, vielleicht kann man das Problem einfach mit Geld lösen. Oha, die Exporbar Brewtus II, was für ein Name, kommt mit einem schicken Display zum Einstellen der Temperatur daher, da kann ich ja einfach beim Windsurfen bleiben und die Temperatur einfach über Knopfdruck einstellen. Der Brühdruck ab Werk schon um die 9, sag bloß da hat ein Hersteller mal das kaffe-netz.de gelesen. 1.4 KiloEuro bei Systermann, das ist mein ein Wort, mein Finanzvorstand wird das nicht ohne weiteres durchgehen lassen.


    Bei dem ganzen Lesen klopfte es ab und an in meinem Hinterkopf. War da nicht noch was.
    .oO Die Mühle Oo. Wie groß ist wohl die Chance, dass ich mir damals das richtige habe schenken lassen. Also meine Mühle, die ich immer für tadellos gehalten habe, mal nähern angesehen. Oh nein, ein Kegelmahlwerk, da ist meine schöne Mühle, plötzlich Chrom blinkendes Altmetall geworden, der Tod einen jeden guten Bohne und meine Rechnung ist wieder mal ein paar hundert Euros nach oben gegangen. Das macht mein Finanzvorstand bestimmt nicht mehr mit.


    Am Boden zerstört, suchte ich nach Auswegen. Also packte ich Stiftung Warentest aus. Die haben VA und Kapselsysteme getestet. Die VA haben sie nicht vom Hocker gerissen, da deckt sich wohl die Meinung mit dem Forum hier. Aber die 180 Euro Kapselmaschiene von DeLonghie finden sie richtig gut, hat allerdings keinen Milchaufschäumer, aber das hab ich bei meiner alten Maschine auch irgendwann anders gemacht. Milch in die Mikro und dann mit der Bodum geschäumt, war für meine Ansprüche guter Schaum, ob es für LatteArt reicht? Auch egal.


    Warum die Maschine einen vernünftigen Kaffee macht, erklärt sich mit den Wissen aus dem Forum von selbst.. Alle Parameter die wichtig sind in der Herstellung sind kontrollierbar und passen zusammen. vom Mahlgrad bis zum Brühdruck, alles normiert. Wenn die Maschine die Parameter einhält, kann das gar nicht so schlecht werden.


    Die Kapselsteuer, mal gegen eine den ganzen Tag durchlaufende Maschine, der Kaffeeschwund beim Einstellen auf eine neue Bohne, die Reste in der Mühle am Abend usw. gerechnet ist wahrscheinlich gar nicht so hoch, wenn dafür jeder Kaffee gelingt. Auch die Aufwärmzeiten scheinen sinnvoller für den Heimbedarf zu sein, und der schnelle, ungeplante Espresso wird vielleicht doch möglich und meine Frau kann vielleicht ohne dreiwöchigen Baristakurs, einen Cappu machen ohne das sie beim Trinken ein Schweppesgesicht macht.


    Bis jetzt habe ich mich noch gescheut wirklich in Stadt zu gehen und mal einen Espresso aus so einer Maschine zu testen, aber das werde ich wohl nächste Woche machen und ich habe etwas Angst vor dem Ergebnis, vielleicht schmeckt er wirklich.


    So jetzt wo mein Verstand diese Entscheidung getroffen hat, bin ich zu tiefst unglücklich damit. Ich habe über ein Jahrzehnt eine ST gehabt und soll jetzt auf Kapseln umsteigen, zu Kreuze kriechen vor den großen Kaffeekonzernen, freudestrahlend mir ein Schild um den Hals hängen:“Bitte melke mich, mit Deinem proprietären System“


    Wo ist mein Denkfehler?


    Mit der Bitte um Rettung


    Tim

  2. #2
    mr.smith ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Die Leiden des nicht mehr so jungen Tim

    Wenn du den Aufwand wirklich so schlimm findest -
    u. es geschmacklich packst - dann kauf dir eine Nespresso !

    Aber wenn du wirklich so heikel bist wie beschrieben - wird das nix !

    Jürgen

    Quickmill 5000A/5500 - La Pavoni Lusso Professional (INPAVONIVERITAS) - Vibiemme Paola nera - Carimali Eco E2 - LSM 85-16M Praktical Metronic - Rancilio MD50 - Carimali M1 - 3x Sm90 - Röster H1400G -
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  3. #3
    timg ist offline Benutzer
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    Standard AW: Die Leiden des nicht mehr so jungen Tim

    Zitat Zitat von mr.smith Beitrag anzeigen
    Wenn du den Aufwand wirklich so schlimm findest -
    u. es geschmacklich packst - dann kauf dir eine Nespresso !
    Jürgen
    Hmm, den Aufwand scheue ich eigentlich nicht. Ich finde es nur wundersam, dass ich bei einer ein Kiloeuro Maschine, sowas wie Temperatursurfen anfangen muss.

    Zitat Zitat von mr.smith Beitrag anzeigen
    Aber wenn du wirklich so heikel bist wie beschrieben - wird das nix !
    Jürgen
    Das Wort heikel verstehe ich in diesem Zusammenhang nicht.

    Tim

  4. #4
    mr.smith ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Die Leiden des nicht mehr so jungen Tim

    Na ja - ich glaube schon das man aus den genannten Maschinen ein gut trinkbares Ergebnis raus bekommt.

    U. jede Maschine hat ihre für u. wieder .
    Aber um 1000,- krieg ich auch schon einen zweikreiser
    (da fallen einige neg. Dinge weg).
    Aber auch da ist nicht alles optimal.
    Es zählt halt am meisten das vor der Maschine -
    u. das kann man nicht kaufen.

    Jürgen

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  5. #5
    ralf d. ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Die Leiden des nicht mehr so jungen Tim

    moin tim,

    nespresso liefert dir eine anfangs ordentlich schmeckende illusion von espresso, die dich (wahrscheinlich) schnell nerven wird. und dann gibt's keinen ausweg.

    und bei all den hier gepredigten tuningmaßnahmen (die grundsätzlich sinnvoll, manchmal auch notwenig sind), sei doch erwähnt, daß man mit einer einmal vernünftig vom händler eingestellten maschine schon ziemlich weit kommen kann. sprich mal in ruhe mit einem der guten boardhändler (markus z.b.) und lass dich vernünftig beraten. du wirst für 1.000 bis 1200,- ne funktionierene kombi finden.

    schönen gruß

    ralf
    VFA Expres Pronta, Mazzer Super Jolly, Spaziale S1 Vivaldi II, Mahlkönig Vario

  6. #6
    marco.fantozzi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Die Leiden des nicht mehr so jungen Tim

    Sicher kann man wohl jedes Maschinchen, auch wenn die Dinger schon ne menge Holz kosten, noch weiter verbessern.
    Gibt ja auch Leute die Ihren Porsche tunen.
    Aber im Endefekt kommt meist auch ohne Schrauben und ohne Temperatursurfen ein recht gutes Ergebniss raus.

    Du darfst mal nicht vergessen, dass die meisten die hier regelmäßig posten das Leben rund um Ihren Siebträger zum Hobby manchmal auch zur Obsession und bei einigen hab ich das Gefühl zum echten Lebensmittelpunkt gemacht haben.

    Die anderen 99% von Siebträger-Benutzer haben sich irgendwann mal einen Siebträger gekauft, und fabrizieren seit Jahren damit einen guten Espresso, ohne Temperatursurfen, ohne Modifikation und ohne täglich den Mahlgrad zu überprüfen und vor allem ohne sich darüber täglich gedanken zu machen.

    Kenn die Bezzi kaum, aber so schlecht das man prinzipiell Surfen muss kann sie angesichts der Beliebtheit (und des Preises) auch nicht sein.
    Selbst was den idealen Brühdruck anbelangt gibts auch verschiedene Meinungen.

    Ich mag Kapselsysteme wegen mehreren Gründen nicht, bei nespresso muss ich aber ganz konkret fragen ob man dann noch über sowas wie Rohstoffknappheit, Weltklima oder Energieproblem reden darf, wenn man pro einheit eine Aluminiumwegwerfkapsel, die weiß der Teufel wie viel energie bei der Produktion verschlungen hat, die weder verbrennt noch verrottet und normalerweise auch nicht recycelt wird, in den Hausmüll gibt.
    - Auch wenn ich ehrlich zugeben muss, dass die Nespresso Kapseln für ein Kapselsystem z.t. noch recht gut sind.
    Aber selbst die beste Kapsel ist noch meilenweit von dem Genuß eines billigen Siebträgers mit zweitklassiger Mühle und durchschnittlichem Kaffee bei schlechter Bedienung weg.

    Mal mein Senf zu dem Thema.
    - Noch Evolutione, warte auf die R58 & Maccap M4d & Mazzer Mini A at Home
    - Giotto Premium Plus & Maccap M2d Mühle bei meinem Schätzchen
    - Isomac Giada vernicato (in rosa!) & Isomac Gran Maccinino at Sister
    - Parrottacaffé Gran Crema & Amabile, Barista Typo 700, ab und an Zusicaff miscela Super Bar oder Sortenreine aus der Bohne in Dornbirn (A), sonst aber ständig am probieren.

  7. #7
    happyseppi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Die Leiden des nicht mehr so jungen Tim

    Zitat Zitat von timg Beitrag anzeigen
    Hmm, den Aufwand scheue ich eigentlich nicht. Ich finde es nur wundersam, dass ich bei einer ein Kiloeuro Maschine, sowas wie Temperatursurfen anfangen muss.
    Wer sagt das den ?

    Temperatursurfen macht man wenn man bestimmten Kaffee unbedingt trinken will und der eben bestimmte Temperatur braucht um Optimal zu werden.
    Du kannst dir aber auch einen (oder mehrere) Kaffee suchen der zu deiner Maschine passt und dir gut schmeckt. Der braucht dann vermutlich einen Leerbezug und das wars dann. Es gibt viele gutmütige Kaffees. Meistens sind es die reinen Arabika die sich zieren und dort meist die sortenreinen.

    Die Auswahl ist jedenfalls um einiges größer als bei Kapseln.
    Du hast bei einem Siebträger wenigstens die Möglichkeit zum Temperatursurfen, vieleicht willst du ja nach gewisser Zeit einen ganz bestimmten Kaffee, der mit genau 97 Grad gebrüht werden muß.


    Grüße
    Dominikus
    Fiorenzato Bricoletta & Eureka MCI Timer/Manuale umschaltbar, Gene Kaffeeröster
    zur Zeit Eigenröstung mit Gene
    Favoriten: Eigenröstung, Fausto Monaco, Olivier No. 4, Langen Espresso Fuerte und Mokada

  8. #8
    Walter_ ist offline Moderator
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    Standard AW: Die Leiden des nicht mehr so jungen Tim

    Zitat Zitat von timg Beitrag anzeigen
    Wo ist mein Denkfehler?[/COLOR]
    Hallo Tim,

    nun, ich sehe auf Anhieb (möglicherweise) deren zwei: Einerseits eine Einkreismaschine gedanklich sofort zu verwerfen aber andererseits alle faulen Kompromisse einer NespressoMaschine akzeptieren zu wollen. Und andererseits Deine Mühle wegen des Kegelmahlwerks verwerfen zu wollen (wenn ich das richtig verstanden habe), es gibt sehr viele kleine Mühlen mit Kegelmahlwerk die Deinen Anforderungen durchaus genügen würden.

    Wenn Du bereit wärst ein wenig Zeit und Energie in das Erlernen der grundlegenden Fertigkeiten bei der Espressozubereitung zu investieren (so Du sie nicht ohnehin schon besitzt), würdest Du mit einer kleinen Handhebelmaschine wie z.B. einer Pavoni und einer kleinen Mühle wie z.B. der Iberital um vergleichsweise wenig Geld fantastische Espressi und Cappuccini brauen können...

    Wie auch immer ich hoffe Dein Leidensweg endet nicht so tragisch wie der des jungen Romanhelden, der Deinem Threadtitel Pate gestanden hat...
    fa' zoccu hai di fari e li fatti d'àutru nun guardari....

  9. #9
    Inalina ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Die Leiden des nicht mehr so jungen Tim

    Zitat Zitat von timg Beitrag anzeigen
    Wo ist mein Denkfehler?
    Prinzipiell sind Deine Überlegungen schon richtig, allerdings darfst Du nicht den Fehler machen zu erwarten aus einer Nespresso würde richitg aromatischer Espresso kommen.

    eine anfangs ordentlich schmeckende illusion von espresso
    Beschreibt es sehr gut und treffend.

    Ich bin von einer BFC Ela zurück zu Nespresso, würde mir aber umgehend wieder eine echte Espressomaschine anschaffen, wenn ich diese öfter nutzen würde und den Zeitaufwand nicht scheuen würde.

    Zurück zu NESPRESSO?

    Nespresso schmeckt im Vergleich zu frischem Kaffee einfach nur flach und langweilig, da kann man nichts schönreden.
    Leute die keinen guten Espresso kennen, halten Nespresso für großartig. Jemand der schonmal vom Kaffeevirus befallen war, wie ich, kann *halbwegs* damit leben, aber glücklich wird man damit sicher nicht.
    Allerdings ist Nespresso für mich und meine 2 Espressi wöchentlich einfach der sinnvollste Kompromiss, alles andere wäre einfach Verschwendung.

    Falls mein aktueller Vollautomat (trinkbarer Espresso unmöglich) irgendwann mal den Geist aufgibt, werde ich mir einen anschaffen der evtl. halbwegs trinkbaren Espresso fabriziert und Nespresso wieder verabschieden.

    LG,
    Inalina
    Solis Crema SL 70 + Mahlkönig Vario

  10. #10
    plempel ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Die Leiden des nicht mehr so jungen Tim

    Mann, Tim, Du bist ja geradezu hysterisch!!

    Lass Dich doch nicht von den Superperfektionisten verrückt machen.

    Unter der Woche einen leckeren Cappu für meine Frau und für mich meist einen Espresso runter gestürzt zwischen meinen Sohn wickeln und das Haus verlassen. Vielleicht noch einen Latte für die Dame am Tag und ein paar Espresso am Abend für mich, wenn Freunde im Haus sind auch mehr. Am Wochenende wird die Dosis erhöht.
    Das sind ganz normale Anforderungen und mit jedem ST machbar. Anders läuft's bei uns auch nicht (ok, das Wickeln haben wir hinter uns).

    Aufwärmzeiten jenseits der 30 Minuten sind das absolute Minimum – aua – Morgens kann ich ja noch eine Zeitschaltuhr nehmen, aber sollte ich sonst einfach die Maschine den Rest vom Tag laufen lassen. Mal schnell einen Espresso ist sonst nicht.
    Wenn die Maschine mal aufgeheizt ist, kannst Du oder Deine Frau auch mal ausschalten, da gibt's sogar einen Knopf dafür , Handtuch drüber, schön warmhalten, dann braucht das Maschinchen für's nächste Durchheizen gar nicht mehr so lange, ein "relativ spontaner" Espresso ist durchaus möglich.

    Mühle scheinst Du ja zu haben, irgendwas in der Lux-Klasse (?), also ran an den Speck, hol Dir einen günstigen 2-Kreiser und los geht's. Kann Dir aus eigener Erfahrung die Oscar empfehlen, funktioniert prima.

    Alles andere wie "diese Bohne braucht genau 97,3 Grad und ich schmeck das auch noch" kommt später ... und wenn Du viel Glück hast, überhaupt nicht.

    Gruss
    Plempel

    Ps. Vorsicht, ich bin einer dieser von Marco zitierten 99%-Normal-Zapfern.
    Oscarchen & Macinacaffe Lux :: Schneid Pinoro & Costa Rica :: DeLonghi EAM 3000

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