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  1. #1
    marco.fantozzi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Stimmt das? PID als Stromfresser?

    Ist eine etwas unscharfe Überschrift, aber weiß sonst nicht wie ich eine Überschrift formulieren soll die in etwa hinkommt.
    Also bin gerade aus unserer hauptsstadt zurück, und hab da einen "super-mega-spitzen-Espressomaschinen-Profi" kennengelernt. Der kannte zwar weder das kaffee-netz, noch kannte er sich mit verschiedenen Marken aus, also eigentlich ein aufschneider, aber sein technisches Wissen scheinte fundiert zu sein - und immerhin is er Profi-Händler.

    Lange Rede kurzer sinn, der Herr hat mir mit vielen Worten erklärt, dass je kleiner die Temperaturhysterese sein soll um so mehr Strom braucht die Maschine. Deshalb währe eine zu kleine Temperaturh. auch nicht wünschenswert...

    Mir leuchtet das aber irgendwie überhaupt nicht ein, kann das stimmen und wenn ja wie? oder einfach nur blödsinn?
    - Noch Evolutione, warte auf die R58 & Maccap M4d & Mazzer Mini A at Home
    - Giotto Premium Plus & Maccap M2d Mühle bei meinem Schätzchen
    - Isomac Giada vernicato (in rosa!) & Isomac Gran Maccinino at Sister
    - Parrottacaffé Gran Crema & Amabile, Barista Typo 700, ab und an Zusicaff miscela Super Bar oder Sortenreine aus der Bohne in Dornbirn (A), sonst aber ständig am probieren.

  2. #2
    Fritzz ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Stimmt das? PID als Stromfresser?

    <<<......einfach nur blödsinn?>>>

    jo

    mal falsch herum gefragt: der Mehr-Strom, der verbraucht wird - wo geht der hin?
    Ein PID verbraucht natürlich auch Strom - aber was das bischen Elektronik verbrät, kann man vernachlässigen. Und der andere Strom? der heizt! Wenn also viel mehr verbraucht wird, wird auch viel mehr verheizt - wohin?
    Der PID hält die Temperatur konstant bei x° (was er ja soll) - vielleicht heizt die Maschine öfter. Aber in der Summe ist die Energie immer die gleiche.

    <<<...also eigentlich ein aufschneider>>>

    "Fritzz"

  3. #3
    ASS
    ASS ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Stimmt das? PID als Stromfresser?

    Die Argumetation, dass PID-Maschinen Stromfresser sind, kann ich auch nicht nachvollziehen. Ist das Wasser im Kessel kalt, heizt die Maschine genauso auf, wie jedes andere System. Dann allerdings taktet die Heizung immer nur ganz kurz und mit geringster Leistung, um die vorgewählte Temperatur stabil zu halten. Dieser Vorgang ist ausgesprochen effizient und hat sogar noch den Riesenvorteil, dass der Heizwiderstand minimal belastet wird und somit eine kleine Ewigkeit hält. Dieser ganze Vorgang verbraucht viel weniger Strom und der Verbrauch der Electronic fällt nicht ins Gewicht. Zusätzlich sind die PID-Maschinen auch Dualboiler. Da kann ich beide Kessel sep. schalten. Benötige ich keinen Dampf, bleibt der 2. Kessel aus. Unterm Strich: sparsamer!!!

    ASS
    Vibiemme Domobar Dualboiler mit PID + Demoka M-207+ Auffang-und Abschlagkasten M-213

  4. #4
    KaffeeBär ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Stimmt das? PID als Stromfresser?

    Mal kurz innegehalten und nachgedacht. Ist wie beim Auto, da kann sichs jeder besser vorstellen.

    Ich will 100 kmh fahren. Ich beschleunige das Fahrzeug bis zur Geschwindigkeit und dann gibts Möglichkeiten:

    Tempomat: regelt in kleinsten Schritten genau die Geschwindigkeit und hält damit das Energie-Niveau praktisch konstant mit kleinstem Aufwand. Bei Steigungen und Gefällen gibt das System soviel Gas wie nötig oder nimmt es weg. Nachgewießenermaßen optimaler Verbrauch.

    Der rechte Fuß: Die Regelung ist durch äußere Einflüsse nicht so konstant, mal wird man langsamer, mal fährt man auch schneller. Die Schwingung (oder auch Hysterese) um die Zielgeschwindigkeit ist hörer, der Energieverbrauch entsprechend höher. Gerade bei Steigungen (die meisten Menschen geben erstmal nicht mehr Gas, sondern werden langsamer) muß dann mit deutlich mehr Gas wieder die Ursprüngliche Geschwindigkeit eingestellt werden.

    Extreme Hystere: ich beschleunige auf 100 und lasse das Auto ausrollen und beschleunige wieder auf 100 usw. Das ist der energieaufwändigste Vorgang.

    Mit Temperatur ist es nicht anders. Das bisserl Strom, daß die Elektronik zieht, ist vernachlässigbar. Ansonsten ist die PID-Regelung der energetisch günstigste Fall. Einzig eine Isolierung am Kessel könnte bei PID Regelung noch Strom sparen (ist halt da wie beim Haus..) Wenn der Kessel nicht soviel Wärme an die Umgebung abgibt, muß man ihn nicht so häufig anfeuern.

    Interessanter Profi-Verkäufer...

    Grüße
    KaffeeBär
    Caffee Gourmet

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  5. #5
    nobbi-4711 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Stimmt das? PID als Stromfresser?

    @KaffeeBär:

    den Vergleich würde ich so nicht ziehen, denn der Wirkungsgrad eines Verbrennungsmotors ist generell schlecht und besonders beim Beschleunigen; eine Eigenschaft, die man so auf elektrische Komponenten nicht übertragen kann (und der Grund, warum Hybridfahrzeuge in der Stadt oder beim Beschleunigen den Elektromotor benutzen bzw hinzuziehen).

    Das einzige, was ich mir vorstellen könnte, wäre, dass eine gewisse Verlustleistung im SSR auftritt, so dass es besser wäre, mit kurzen Stromstößen eine gewisse Hysterese aufzuholen als ständig auf kleiner Flamme zu köcheln.

    Greetings \\//

    Marcus
    Seit Jahren die erste Dallacorte Mini EX4 -> also Vorsicht, subjektiv

    Gehabt und wieder los: Marzocco GS3, PID-Silvia, Carimali UNO E, Bezzera 99 (brühdruckgetunt), Hebelchen-Pavoni

  6. #6
    Bluemountain2 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Stimmt das? PID als Stromfresser?

    Hallo zusammen

    Ich werfe mal eine von mir nicht überprüfte und auch nicht weiter begründete These rein: "Kürzere Schaltintervalle beschleunigt das Verkalken des Heizelements". Was schlussendlich die Leistungsfähigkeit der Heizung beeinträchtigen und die Aussage diese "Spezialisten" einigermassen begründen würde. Ist aber nur mal so reingeworfen, bitte keine Prügel der Forums-Physiker

    Ein anderes Diskussionsthema im Zusammenhang mit PID wäre für mich hingegen mal "Netzverunreinigung". Das Schalten von hohen Lasten verursacht starke Oberschwingungen. Darum gibt es, soviel ich weiss, ein minimales Schaltintervall von 1s. Angenommen, jeder Haushalt hätte eine PID-Kaffeemaschine laufen...?
    Zudem hab ich irgendwo mal was von einem "Flicker-Test" aufgeschnappt (weiss nicht, ob der von den Amis kommt). Dabei geht es scheinbar um sowas wie eine Aufsummierung der "Flacker"-Events - sprich im Schnitt wohl lieber etwas weniger häufig...?

    Gruss
    BM
    Geändert von Bluemountain2 (13.08.2008 um 10:57 Uhr)

  7. #7
    Andrew ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Stimmt das? PID als Stromfresser?

    Da hab ich mal eine Frage dazu. Wie funktioniert so ein PID eigentlich? Schaltet der die Heizung gepulst ein und aus und variiert die Pulsweite, oder regelt der wirklich den Strom durch die Heizung? Denke mal, daß das einen Einfluß auf den Stromverbrauch hat. Kann mir aber nicht vorstellen, daß der Stromverbrauch stark von der Regelart abhängt. Das System verliert Energie, die wieder zugeführt werden muß.

    Gruß
    Andreas
    Bezerra BZ99s (rosso), Bezerra BB95 AT (rosso)
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  8. #8
    Andrew ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Stimmt das? PID als Stromfresser?

    @KaffeeBär
    Der Vergleich mit dem Auto hinkt meiner Meinung nach. Ziel eines Verbrennungsmotors ist es, Bewegungsenergie zu erzeugen, was zu ca 25 % gelingt, der Rest ist Wärme. Bei einer elektrischen Heizung wird die Energie zu nahezu 100 % dem System als Wärme zugeführt. Egal wann die Energie zugeführt wird, sie ist jedenfalls komplett im System. Die Verluste entstehen durch Abgeben der Wärme an die Umgebung und die muß kompensiert werden, egal mit welchem Regelsystem.

    Gruß
    Andreas
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  9. #9
    KaffeeBär ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Stimmt das? PID als Stromfresser?

    Klar logisch muß der Vergleich hinken, bei dem Espressomaschinen wollen wir nur Wärme. Ich wollte auf den Einfluß der Regelung aufmerksam machen.
    Caffee Gourmet

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  10. #10
    lukask ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Stimmt das? PID als Stromfresser?

    Als ich ein PID an der Gaggia hatte, verbrauchte sie mit PID etwas mehr Strom als ohne. Betonung auf etwas.

    Die Heizung wird dabei x-mal in der Sekunde (oder auch alle x Sekunden) mit voller (!) Leistung betrieben, also einfach öfter an- und ausgeschaltet. V.a. durch die Trägheit der Heizung läßt sich so die Temperatur relativ genau Steuern.

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