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Lavazza EspressoPoint - ein Erfahrungsbericht
Hallo meine lieben,
bin seit vorletzter Woche stolzer Besitzer einer Lavazza 3100 EspressoPoint Maschine.
Habe den Tip von meinem Arbeitskollegen Antonio (seines Zeichens aus Italien stammend) erhalten. Antonio hatte immer schon leicht geschmunzelt, wenn ich versucht hatte, ihn in eine Diskussion über Espresso zu verwickeln. Seiner Aussage nach interessiert sich in Italien onehin niemals für die Besonderheiten der verschiedenen Heim-Espresso-maschinen, geschwiege denn würde er/sie auf die Idee kommen, selbst eine zu kaufen, da es ohnehin an jeder Ecke eine anständige Bar gibt, in der man wunderbaren Espresso bekommt....
ABER ... was er auch erwähnte, ist, dass in Italien jedes kleine Unternehmen (z.B. Arzt, Steuerberater etc...) im Wartezimmer eine 'Espresso Point' Maschine stehen hat, die von einem Dienstleister kostenlos zur Verfügung gestellt wird, von dem man dann die Kapseln bezieht. Ich erinnerte mich daran, dass ich 99 an meinem damaligen Arbeitsplatz (also lange vor der Zeit, als ich mich für die Technik von Espressomaschinen zu interessieren begann) auch so ein kompaktes, einfaches, aber sehr robustes Edelstahl-Gerät hatten, das wirklich sehr guten Espresso zuwegebrachte. Einschlägige Foren gestehen der EspressoPoint auch zu, die einzige Kapselmaschine zu sein, die guten Espresso zuwege bringt (ich gebe hier nur wieder, habe keine eigenen Erfahrungen mit Nespresso und Co).
Gesagt, getan ... bis zur Erwerbung meiner eigenen EspressoPoint Maschine zum ins-Büro-Mitnehmen-und-die-Senseo-des-Chefs-in-Rente-schicken war es also nur mehr ein kleiner Schritt. Ich was siegreich in einer eBay Auktion für eine lavazza-rote/erdbeer-rote/feuerwehrauto-rote/ferrari-rote (ihr ahnt es bereits ... ist ein klasse Rot, einfach sehr italienisch!) Lavazza 3100 mit Dampfdüse - etwa zum Preis einer neuen Senseo (Neupreis des Gerätes liegt wohl irgendwo zwischen EUR 250 und 400).
Simple, aber robuste und stabile Konstruktion, und in natura sieht sie um einiges besser aus als auf den Bildern. Ich habe ein Sondermodell mit Dampflanze, das auch unter der Bezeichnung 'Espresso+Cappuccino' erhältlich ist. Daß die Dampflanze in der Anleitung dann nicht beschrieben war, hat mir das erste Kopfzerbrechen bereitetet, wie ich denn nun dieser Ein-Hebel-Maschine mitteile, dass sie statt Espresso Dampf produzieren soll? Eine plötzliche Eingebung, den einen Hebel halt nicht nach unten zu drücken, sondern nach oben zu ziehen, brachte hier den gewünschten Durchbruch. Das 'Standardmodell' hat übrigens keine Dampflanze, sondern konzentriert sich auf die Espressoproduktion.
Der erste Test zu Hause zeigte dann auch ... die Italiener, die sowas verwenden, sind nicht so dumm, wie man vielleicht glauben möchte. Geschmacklich wunderbarer Espresso mit feiner Crema und gefühlt perfekter Brühzeit. Die Pods ebenfalls bei eBay gefunden, günstigster Preis so um ca 0,25 EUR pro Stück (also etwa doppelt so teuer wie ein Senseo-Pad, das man nun gar nicht vergleichen kann). Meine 3100 verarbeitet übrigens Pods für 2 Tassen (sogenannte 'Doppel-Faps'), als auch Pods für eine Tasse mit einem Plastikadapter, der dann die Grösse des Pods an die Öffnung anpasst. Der Doppel-Auslauf kann abgenommen werden, wenn nur eine Tasse zubereitet wird.
Und wo bleibt nun der Pferdefuß?
Der zeigte sich im Feedback meiner Frau:
'Die willst Du ins Büro mitnehmen? No Way!!! die bleibt hier!!! Genau, was ich immer gewollt habe!
Kein Dreck, kein Lärm, keine lange Vorwärmzeit ... einfach nur wunderbarer Espresso. Kannst ja Deine Silvia ins Büro mitnehmen...'
Also habe ich daraufhin mit etwas Glück gestern noch eine zweite, diesmal das 'Espresso+Cappuccino' Modell erstanden (baugleich, leider diesmal nur in Weiss, nicht in Rot), um die ins Büro mitzunehmen. Ist übrigens auf sehr viel Gegenliebe gestossen, auch bei den Kollegen aus der Einkaufsabteilung, da Espresso und Cappuccino doch um einiges besser gelingen als aus deren DeLonghi-Vollautomaten.
Zu sehen für alle Interessierten ist das gute Stück beispielsweise hier unter 'Lavazza Espresso Point' :
Vertriebspartner-Bereich der 2 Caffè GmbH
Fazit - sehr empfehlenswert!
Gebrauchtgeräte bei eBay im Bereich von ~ EUR 100 (3100 mit Plastikgehäuse) bis ca EUR 300 (Topmodell 'Matinee' mit Edelstahlgehäuse und Dampfbezug, Neupreis bei EUR 900). Kann auch von einem Dienstleister gestellt werden, dann bezahlt man eine monatliche Miete von ~ EUR 7 (3100) bis EUR 30, die beim Bezug von 100/200 Kapseln pro Jahr entfällt. Wartung etc. ist dann inbegriffen. In dem Fall sind die (Einfach)Kapseln mit ca EUR 0,40/0,50 aber deutlich teurer).
Soweit mein Bericht...
Andreas
PS: Die Silvia bleibt übrigens doch da, wo sie ist!
Denn mit dem Milchschäumen ist das Maschinchen doch etwas überfordert ... vermutlich Thermoblock oder ähnliches, reicht für 2 Cappuccinos, bei mehr wird's aber mühsam. Ausserdem passt unter das Dampfrohr nur ein sehr kleines Milchkännchen. Das musste auch meine Frau anerkennen ... also noch mal Glück gehabt 
Für Espresso finden wir sie aber wirklich klasse, das muss ich hier nochmal erwähnen - auch wenn die verwendbare Kaffeesorte naturgemäß auf Lavazza beschränkt ist.
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AW: Lavazza EspressoPoint - ein Erfahrungsbericht
Hatte gestern ebenfalls meine Premiere mit diesem Gerät. Persönlich finde ich es im Geschmack um Längen besser als die Nespresso Sorten. Ein wirklich nettes Bürogerät
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