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  1. #1
    bohnenschorsch ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard La Spaziale Professionale S

    Hallo Kaffee-Netz,

    vor kurzem ist mir durch glückliche Umstände eine „La Spaziale Professionale S“ zugelaufen. Da es über den hübschen kleinen Youngtimer so gut wie nichts im Netz zu Lesen gibt (oder ich finde es nicht…), mache ich mal den Anfang und schreibe ein bisschen was.
    Die Professionale S ist - im Gegensatz zu der hier besprochenen Maschine ohne „S“ – ein echter Zweikreiser für Zuhause oder die kleine Gastronomie. Die Spaziale (Spaziale heisst übrigens Raum, Raumfahrt oder abgefahren) hat einen Festwasseranschluss, eine Abtropfschale ohne Abfluss und eine dicke Ulka-Vibra, welche auch zur Kesselfüllung anspringt. Der regelbare Pressostat hat eine recht große Hysterese von 0,2 Bar. Der Spaziale-typische Fahrradtrinkflaschenförmige Wärmetauscher wird über eine „Langer-Finger-Ausstülpung“ des Dampfboilers beheizt. Ein schönes Schaubild zu dieser Technik findet sich hier. Wie man aus der etwas ungewöhnlichen Konstruktion schon ahnt, neigt die Maschine eher nicht zum Überhitzen – der Weg von der Heizung bis zum Brühkopf ist doch reichlich lang. Nachteil: Eineinhalb Stunden möchte man schon aufheizen, sonst bleibt der Siebträger kalt. Leerbezüge bringen wenig. Glücklicherweise besitzt die Maschine ein Entlüftungsventil, so dass man sie per Zeitschaltuhr betreiben kann. Ist sie aber einmal durchgeheizt, gibt es wohltemperierten Espresso am Bande. Falls die Niveauregulierung mal schlapp macht, kann man über den frontseitigen „Carico“-Knebel (links neben dem Manometer) für manuelle Kesselfüllung sorgen. Den Dampfboiler schätze ich auf ca. 2-2,5 Liter Bruttovolumen, es werden wohl so 1-1,5 Liter Wasser drin köcheln. Zusammen mit der Vierlochdüse und einem am Rande der Legalität operierenden Pressostaten (1,4 Bar) ergibt sich ein amtlicher Sturm im Milchkännchen. Die schwarzen Seitenteile, die etwas angeschrammt aussehen, sind übrigens aus Alu - Pech für den Rost, der nur ein paar Kesselschrauben und ein Halteblech zum Nagen hat.

    Was man auf dem Bild nicht sehen kann: meine Kleine Italienerin braucht ganz dringend einen Rundum-Wellnes-Urlaub im Bastelkeller (besser: Waschküche). Ich hatte zwar den Boiler schon an zwei Anschlüssen offen, es war aber doch zu dunkel für eine Sichtkontrolle. Die Schmierschicht auf den Innereien ist aber nicht so prickelnd und muss bald runter. Glücklicherweise mieft die Maschine nicht und es ist auch nichts kaputt, nur die Siebträger-Dichtung ist beinhart. Btw: wo bekommt man einen Tamper für diese proprietären Siebträger? Ist das 55mm? 54? Nicht mal mein für alles zu kleiner Plastik-Tamper passt rein. Wenn ich die Tage dazu komme, stelle ich Bilder vom Innenleben ein. Bis dann!

    Gruß
    Georg „Spaziale“ Bohnenschorsch


  2. #2
    marmhz ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: La Spaziale Professionale S

    Sehr schöne Machine!Wie alt ist sie denn?
    Jetzt: Expobar Brewtus III mit Gicar PID, Mazzer Mini E A, Behmor 1600
    Vorher: La Cimbali M21, M30, Macap M4,

  3. #3
    bohnenschorsch ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: La Spaziale Professionale S

    So, nun wie versprochen noch ein paar Bilder:

    1) Größenvergleich mit der Quickmill 0820. Die La Spaziale misst ca. B/H/T 36/32/40



    2) Im Arbeitsdress. Der Presso kratzt an 1,5 Bar. Das mechanische Überdruckventil hat bis jetzt noch nicht gezischt – man könnte vielleicht noch höher gehen …



    3) Das Kreuz des Südens. Ingenieurskunst aus einem zutiefst katholischen Land.



    4) Bedienelemente v.l.n.r.: Dampf, manuelle Kesselfüllung, Kesselmanometer, Hauptschalter, Pumpe, Pumpenkontrolllampe (für Gehörlose, die die Vibrationspumpe nicht hören können), Heißwasser.



    5) Das Logo mit dem „S“



    6) Von der Seite. Manta B und die 80er Jahre lassen grüßen. Aber wo befestigt man den Fuchsschwanz?



    So, jetzt kommen die Strip-Bilder!!!

    7) Rückansicht. Rechts der stehende Dampfkessel mit der Ausstülpung, die in der „Trinkflasche“ (Wärmetauscher) mündet. Mittig auf der Ausstülpung sitzt das Überdruckventil. Knapp darunter geht das Druckröhrchen zum Pressostat raus. 3 Finger breit unter der Trinkflasche in blau das MV zur Kesselfüllung. Ganz links das schiefergraue eckige Kästchen ist der Pressostat. Aus dem Deckel des HX kommt das Dampfröhrchen, das dann noch einen sehr weiten Weg bis nach vorne rechts macht. Dementsprechend kommt beim Aufdrehen des Dampfventils erst mal viel Kondenswasser. Ist es nicht herrlich, wie übersichtlich und selbsterklärend die Maschine aufgebaut ist?



    Von oben. Wirklich ungewöhnlicher unterarmdicker Wärmetauscher. Links vorne in blau das Magnetventil der Brühgruppe. Auf dem Pressostat lässt sich die Verstellschraube erkennen.



    9) Blick von vorne. Ganz rechts der Stutzen (Messingfarben) des Magnetventils. Mitte rechts die Ulka, mitte links das Bypassventil (Wie stellt man das ein? Ich konnte keine Schraube erkennen). Ganz links das Wasserstands-Schauglas. Dieses lässt sich samt Messingzapfen leicht demontieren, wodurch man auch mal „Auf die Schnelle“ den Dampfboiler entkalken könnte.



    Die gesamte Maschine wiegt nicht übertrieben viel, ich schätze höchstens 25 Kilo. Über das Alter kann ich keine Angabe machen – wie gesagt, es mangelt an Informationen. Falls die Vivaldi aber einen direkten Vorgänger hatte, könnte es die „Professionale S“ gewesen sein. Dann ist sie noch gar nicht so alt. EspressoXXL hat die wichtigsten Ersatzteile gelistet, was für mich die Hauptsache ist. Wahrscheinlich werde ich einen Betrieb an der Tupperdose ohne Festwasser versuchen. Irgendjemand hat das mal sehr schön bebildert hier ins Kaffee-Netz gestellt – wo war das bloß?

    Viele Grüße
    Georg

    p.s.: Dank an Boardie steffenk, der mir die Wartezeit mit einigen Bildern verkürzt hat!
    Geändert von bohnenschorsch (17.09.2008 um 13:11 Uhr)

  4. #4
    chelonae ist offline Erfahrener Benutzer
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    Daumen hoch AW: La Spaziale Professionale S

    Hallo Schorsch,

    Zitat Zitat von bohnenschorsch Beitrag anzeigen
    Die Professionale S ist - im Gegensatz zu der hier besprochenen Maschine ohne „S“ – ein echter Zweikreiser für Zuhause oder die kleine Gastronomie.
    das Modell ohne das "S" im Namen ist ein Einkreiser im Gastrogewand und mit von außen komfortabel verstellbarer Temperatur. Die Dir "zugelaufene" Maschine würde ich hingegen eher als Dualboiler mit dampfbeheiztem Brühboiler bezeichnen. Das Konzept fand ich schon immer sehr merkwürdig und warum man nicht gleich auf eine autarke elektrische Beheizung gesetzt hat, wissen wohl nur die Jungs von Spaziale selber. Eine Erklärung könnte sein, daß gerade bei den Mehrgruppigen der Material-/Kostenaufwand höher gewesen wäre.

    An Deiner Stelle würde ich mir jedoch ernsthaft überlegen, ob Du Dir nicht lieber den "Trinkflaschendeckel" der S1 besorgst (der ja Heizstäbe drin hat), die alte "Dampfbrücke" stillegst und einen PID in das geräumige Gehäuse steckst. Bei den heutigen Stromkosten kannst Du Dir ausrechnen, wie schnell sich ein seperat abschaltbarer Dampfboiler und die schnellere Aufheizzeit bezahlt machen. Und auch sonst wäre solch eine Umrüstung ja nicht zu verübeln...

    Die Ersatzteilversorgung dürfte schwierig bis unmöglich sein, da die zuständigen Franke-Fritzen laut einhelliger Boardmeinung eher unkommunikativ sind. Vielleicht sollte man lieber gleich bei Chris Coffee anfragen und die Ersparnis durch den immer noch relativ günstigen Dollar nutzen, um Shipping, Zoll etc. zu begleichen. XXL ist auch nicht gerade günstig und die meisten Teile dort sind ohnhin nicht original.

    Btw: wo bekommt man einen Tamper für diese proprietären Siebträger? Ist das 55mm? 54?
    Wenn mich nicht alles täuscht, dann ist das Maß dasselbe wie bei Dalla Corte. Und ich meine, daß das 54mm waren, mehr jedenfalls bestimmt nicht.

    Bedienelemente v.l.n.r.: Dampf, manuelle Kesselfüllung, Kesselmanometer, Hauptschalter, Pumpe, Pumpenkontrolllampe (für Gehörlose, die die Vibrationspumpe nicht hören können), Heißwasser.
    Ein Pumpenschalter? Das wäre ja die erste Maschine, die bereits von Haus aus einen Pumpenunterbrecher zur manuellen Präinfusion besitzt. Cool.

    Viel Spaß beim Schrauben (und Schrubben) wünscht
    Martin
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  5. #5
    bohnenschorsch ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: La Spaziale Professionale S

    Hallo,

    und Danke für die Rückmeldungen!

    An Deiner Stelle würde ich mir jedoch ernsthaft überlegen, ob Du Dir nicht lieber den "Trinkflaschendeckel" der S1 besorgst (der ja Heizstäbe drin hat), die alte "Dampfbrücke" stilllegst und einen PID in das geräumige Gehäuse steckst.
    Davon habe ich auch schon ein bisschen geträumt. Irgendwie wäre dieser Mod durch den üppigen HX ja auch nahe liegend. Ich könnte mir aber auch vorstellen, durch eine außen liegende Heizung (vielleicht aus einer Gaggia oder so) am Wärmetauscher oder Brühkopf für ein zügigeres Aufheizen zu sorgen. Ab ca. 85 Grad Celsius könnte sich die Heizung ausschalten, so dass das eigentliche thermische Gleichgewicht zwischen Dampfboiler und HX nicht gestört würde. Dieses Gleichgewicht scheint mir nämlich ganz vernünftig ausgependelt. Eines Tages gehe ich es an …

    Bei den heutigen Stromkosten kannst Du Dir ausrechnen, wie schnell sich ein separat abschaltbarer Dampfboiler und die schnellere Aufheizzeit bezahlt machen.
    Aua. Ich hab´ mal mitten im laufenden Betrieb den Pressostat überwacht. Für 1 Stunde komme ich auf ca. 8min effektive Heizzeit, bei 2700 Watt macht das wohl so 20-30 Euro im Monat. Andererseits: Ich habe zwei sehr sparsame Maschinen. Ich wollte halt mal was Dickes - jetzt hab´ ich´s.

    Die Ersatzteilversorgung dürfte schwierig bis unmöglich sein
    Ist nicht so wild. Vom massiven Metall abgesehen (und das geht ja eher nicht kaputt) sind die üblichen Verdächtigen drin: Parker, Ulka, Sirai, Gicar. Um die Dichtungen mache ich mir auch keine Riesensorgen, so viele sind nicht drin. Für das Schauglas passen z.B. die Pavoni-Dichtungen, die nicht in meine Pavoni gepasst haben. Und der Siebträger ist wohl bis heute gleich groß, womit die ST-Dichtung aus der Vivaldi passen könnte. Folgende Händler behaupten zumindest, Ersatzteile zu verkaufen:
    IBERITAL
    espressoXXL - Ersatzteile für Espresso Caffè Maschinen
    GEV GmbH - Ersatzteile für Großküche und Gastronomie - Spülmaschine, Herd, Ofen, Kühlschrank, Kaffeemaschine ...
    TSE-Shop
    Nuova Ricambi

    Wenn mich nicht alles täuscht, dann ist das Maß dasselbe wie bei Dalla Corte.
    Ahh, danke!

    Ich habe übrigens den Zulauf der Maschine mal versuchsweise an eine Flasche Wasser gehängt – uäää, es klappt nicht! Grein! Ich habe anscheinend irgendein Ventil oder sonstwas übersehen. Hier mal die Fehlerbeschreibung: Wenn Druck auf dem Dampfboiler ist und die Kesselfüllung springt an, läuft das heiße Wasser rückwärts aus dem Boiler in die Flasche. Gleichfalls beim Betätigen der manuellen Boilerfüllung. Ist kein Druck auf dem Boiler, kann man ihn manuell befüllen, die Schwerkraft reicht dann aus. Leider zieht die Pumpe aber kein Wasser, auch nicht bei heftigem unterstützendem Pusten oder ähnlichen Verrenkungen. Die Pumpe bleibt trocken. WER WEISS RAT? Gerne auch rein spekulative Vermutungen - ich hätte die Kleine wirklich gerne ohne Festwasser.

    Gruß
    Georg

  6. #6
    chelonae ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: La Spaziale Professionale S

    Moin,

    Iberital, GEV und Nuova Ricambi liefern nur an Gewerbebetreibende. Der Anteil an Originalersatzteilen ist, ein wenig vereinfachend ausgedrückt, in der Reihenfolge bei Iberital am größten und bei NR am geringsten. Das Sortiment von XXL, open up und Co. besteht dabei größtenteils aus demjenigen von GEV. XXL hat auch noch ein bißchen was ascaso, die ich qualitativ zwischen Iberital und GEV einsortieren würde. TSE kenne ich persönlich nicht.

    Wenn Druck auf dem Dampfboiler ist und die Kesselfüllung springt an, läuft das heiße Wasser rückwärts aus dem Boiler in die Flasche.
    Hui, normalerweise gibt es ein Rückschlagventil, das genau sowas verhindert. Insbesondere, wenn man eine Rotationspumpe dran hat, könnte solch ein heißes Bäuerchen nämlich ganz schnell mal deren Innereien himmeln...

    Leider zieht die Pumpe aber kein Wasser, auch nicht bei heftigem unterstützendem Pusten oder ähnlichen Verrenkungen.
    Mhm, aber knattern tut sie? Falls nicht, hast Du's schlichtweg mit einer passiven Kesselbefüllung zu tun wie es früher Standard war. Wenn man Festwasser hat, ist das meiner Meinung nach auch die schönere Lösung; aus dem Eimer heraus braucht die Befüllung allerdings schon tatkräftige Unterstützung seitens der Pumpe. Normalerweise kann man das recht simpel durch eine kleine Modifikation im Kabelbaum "nachrüsten". Was für eine Gicar hast Du denn genau?

    ich hätte die Kleine wirklich gerne ohne Festwasser.
    Wer erstmal den Charme von festem Zu- und Ablauf erlebt hat, wird ihm beinahe unweigerlich erliegen... Kannst Du nicht, oder willst Du (noch) nicht?

    Gruß
    Martin
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  7. #7
    bohnenschorsch ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: La Spaziale Professionale S

    Hallo,

    welche Gicar ich habe, weiß ich nicht. Sie schaltet aber die Pumpe an, wenn der Kessel Wasser braucht (ganz sicher). Die Kesselbefüllung läuft also nicht über Leitungsdruck - bzw. über Leitungsdruck geht nur die manuelle Kesselfüllung mit dem Carico-Knauf.

    Warum ich kein Festwasser haben möchte:
    - da wo die Maschine am Schönsten stünde, geht es definitiv nicht.
    - Ich habe ein wenig Bammel vor platzenden Schläuchen (bin nicht versichert, wills auch wegen einer Espressomaschine nicht sein).
    - das Berliner Wasser. Da brauchst Du wieder einen Entkalker, ein Verschneideventil, Teststreifen zur Härtebestimmung...
    ... Flaschenwasser wär schon praktisch!

    Ich habe gerade eine seltsame Entdeckung gemacht. Folgender Versuchsaufbau:
    - Maschine ist kalt, Kessel hat Null Druck.
    - Maschine ist ausgeschaltet.
    - Zulaufschlauch steckt in meinem Mund

    Wenn ich jetzt die Maschine einschalte und sofort die Pumpe starte (über den Bezugsschalter), bläst es mir die Backen auf. Ohne Scherz, die Vibra pumpt (jedenfalls Luft) in die falsche Richtung! Und vorhin hat sie ja das heiße Wasser aus dem Kessel auch rückwärts gepumpt.

    Jetzt wundert mich etwas, wie man da Espresso ziehen kann. Denn das habe ich gemacht, solange sie am Festwasser hing. Und es war auch Crema drauf, was ein schwacher Hinweis auf halbwegs Druck ist (dachte ich). Na ja, vielleicht war es nur der Leitungsdruck. Mein Selbstgerösteter hat wohl auch bei 2, 3 Bar noch genug Crema. Die Pumpe wird wohl hin sein.

    Vor ca. einem Jahr habe ich einem netten Boardie meine damals nutzlose Ulka geschenkt. Na, da muss ich mal meine Schubladen durchwühlen, ob ich irgendwo noch eine Vibrationspumpe finde. Ob (wenn nicht) vielleicht jemand aus den Kaffee-Netz noch ein Pümpchen über hat? Über eine PN diesbezüglich würde ich mich freuen - ich revanchiere mich bei Gelegenheit mit frischer Eigenröstung (Bezahlung ist natürlich auch möglich).

    Gruß
    Georg

  8. #8
    bohnenschorsch ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: La Spaziale Professionale S

    Tja,

    so ist das manchmal: Nachdem ich heute eine Brühdruckmessung am ST durchgeführt habe, ergab sich folgendes Bild:
    - Brühdruck nur 5 Bar
    - Pumpe fördert im Leerlauf nur ca. 300mL / min

    Aus diesen beiden Dingen (und dem was ich vorher geschrieben habe) habe ich geschlossen, dass die Pumpe hin ist. Jetzt kommt etwas ganz aua: Weil ich beim Ausbau keinen Stecker gefunden habe, habe ich die Kabel direkt am Gehäuse der Pumpe abgeschnitten. Dann habe ich die Pumpe samt Innenleben herausgebaut, und siehe da: Irgend ein Vorgänger hat das Innenleben des Bypass ausgeräumt. Der Bypass hat keine Funktion, ist aber ein Kurzschluss zum Zulaufschlauch. Dadurch ergaben sich alle vorher beschriebenen Symptome - die Pumpe war gar nicht kaputt! War - ich habe leider die Kabel an einer irreparablen Stelle abgeschnitten. Na ja, es wird wohl eine Fluidotech mit Bypass werden. 50 Euro Lehrgeld.

    Übrigens schreibe ich Euch aus genau diesem Grund auch heute: Weil es ein kleiner Trost ist, zu wissen, dass ich irgendjemanden mit meiner Schilderung evtl. von Ähnlichem abhalten kann. Als mahnendes Beispiel also ...

    Werde jetzt erst mal einen Tee trinken, ist ja auch ganz nett ...

    Gruß
    Georg

  9. #9
    chelonae ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: La Spaziale Professionale S

    Moin,

    Zitat Zitat von bohnenschorsch Beitrag anzeigen
    Na ja, es wird wohl eine Fluidotech mit Bypass werden. 50 Euro Lehrgeld.
    mein Beileid für den teuren Erkenntnisgewinn.

    Für die Hälfte des genannten Lehrgeldes bekommst Du bei eBay eine Ulka EX-5 und für gut 60€ eine gebrauchte Rota. Ich persönlich würde ja zu Letzterem tendieren, allein schon, um den auf der Maschine tanzenden Tassen den Garaus zu machen... Achja, ich hab' irgendwo noch eine Ulka EX-5 verbuddelt, die es seinerzeit auch nicht mehr so recht brachte -- falls Du davon irgendwas als Ersatzteillager gebrauchen kannst, stecke ich die gerne in einen Briefumschlag und schicke sie in unsere Hauptstadt... Aber ich bin mir auch nicht ganz sicher, inwieweit die zu Deiner Ulka kompatibel ist.

    Achja, was meintest Du eigentlich mit Bypass in Deiner Ulka? Ich dachte immer, die Dinger geben grundsätzlich Vollgas (~15bar)...!?

    Viele Grüße
    Martin
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  10. #10
    Kakaobär ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: La Spaziale Professionale S

    Ich könnte Dir meine alte Ulka EX5 aus meiner FrancisFrancis zukommen lassen. Die Maschine steht hier ohnehin nur als Leiche rum. Nebenbei - die Maschine rockt und bau gleich auf Rotationspumpe und Festwasser um. Der Schritt kommt ohnehin irgendwann (auch wenn Du das noch nicht wahrhaben willst).

    Zum Wasser: PBerg wird auch so 22°dH haben und ein Ionentauscher kostet nicht die Welt.
    ELEKTRA A3 mit Handmühle (Naxos-Basalt, in Magnesit-Salz-Bindung), MAZZER Mini E/A, HeatGun, Aeropress, 800n

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