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  1. #1
    Ucan ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Maschine selber bauen

    Hallo liebe Freunde des kleinen starken.
    Auch ich bin seit langem auf der Suche nach der Richtigen Maschine.
    Ich habe auch nach einem 1/2 Jahr Recherche keine Maschine gefunden, in die ich mich verliebt habe. Auf Grund meines Berufes, Industrie Designer, und meinen nicht ganz so schlechten handwerklichen Fähigkeiten habe ich mich dazu entschlossen mir meine eigene Maschine anzufertigen.
    Auch wenn die chromigen, industriell-anmutenden Maschinen mir am ehesten zusagen, bin ich doch auf ein wenig mehr Individualität aus. Die Pad- und Kapselsysteme sind zwar teilweise ganz schöne Plastikbomber, ihr Design und ihre praktischen Extras gefallen mir jedoch gut. Die Schalter und Bedienelemente sollten nicht aus einem Conrad-Katalog stammen...

    Warum ich diesen Beitrag schreibe.
    Mit der Technik habe ich mich natürlich ebenfalls befasst. Nachdem ich eine alte Maschine vom Flohmarkt für ein paar € auseinander genommen habe, denke ich, dass die Technik überschaubar ist. Trotzdem bin ich vorsichtig, schließlich kann ich sie nach dem Bau schlecht umtauschen bzw. Reparieren lassen.
    Mein Vorhaben: Eine gebrauchte Maschine, wie die z.B. Silvia oder etwas von Ascaso zu kaufen und die Technik heraus zu basteln. Ein Gehäuse zu konstruieren, welches z.B. aus Alu mehrteilig gefräst werden könnte (Möglichkeiten vorhanden). Die Mühle möchte ich integrieren. Sie aber so abschotten bzw. isolieren, dass kaum Wärme zu ihr vordringen kann.

    Meine Frage:
    Wer kann mir noch Tipps bzw. Warnungen geben, was ich unbedingt zu beachten habe?
    Ich denke da an Hinweise wie...
    - um den Kessel herschen hohe Temperaturen, da muss man mindestens 10cm Luft haben
    - das Gerät sollte mindestens 10 Kilo wiegen, da es sonst beim Hantieren mit dem Siebträger umhergeschoben werden könnte
    - ...

  2. #2
    plempel ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Maschine selber bauen

    das Gerät sollte mindestens 10 Kilo wiegen, da es sonst beim Hantieren mit dem Siebträger umhergeschoben werden könnte
    Guter Ansatz, aber 10 Kilo reichen da nicht.

    Viel Erfolg!

    Gruss
    Plempel
    Oscarchen & Macinacaffe Lux :: Schneid Pinoro & Costa Rica :: DeLonghi EAM 3000

  3. #3
    Ucan ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Maschine selber bauen

    Danke.
    Wieviel meinst du denn?
    Denke, wenn die Maschine fertig ist, ist bestimmt noch Luft, um einige gewichtige Elemente einzulegen.

    Was wäre denn eine gute Basis für die BG?
    Hätte gern etwas aus dem Gastrobereich. Die Ascaso´s verwenden ja die dicken Leitungssysteme und haben dazu die proffesionelle Siebträger Größe.

    Etwas mit Magnetventil wäre ebenfalls klasse,
    da ich vorhabe die Tropfschale möglichst kompakt zu halten. Sie eventuell sogar als Tablett extern zu halten. Viel Volumen soll sie nicht bekommen.

    Zum Trinkerprofil: Leider bin ich der einzige, der im Haushalt Kaffee trinkt. Daher sind ein 1-kreiser und eine Kesselgröße von ca. 300ml ausreichend.

    Vielleicht hat ja von Euch noch jemand eine gerbrauchte zum Basteln...

  4. #4
    galgo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Maschine selber bauen

    Zitat Zitat von Ucan Beitrag anzeigen
    Zum Trinkerprofil: Leider bin ich der einzige, der im Haushalt Kaffee trinkt. Daher sind ein 1-kreiser und eine Kesselgröße von ca. 300ml ausreichend.
    kannst dir ja die innereien einer gaggia CC in einen kleinen tresor einbauen

    gruß, galgo
    caution : posts may contain parts of humour in spite of missing smileys

    gaggia CC,
    FE-AR LA PEPPINA handhebeldiva,weil eine zicke nicht reicht nun auch noch ne pavoni mignon - gaggia MDF stepless, i-roast2 resistormodded - mahlkönig brasilia



  5. #5
    bamf ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Maschine selber bauen

    also bei der faema family ist zum beispiel alles sehr übersichtlich an einer trägerplatte montiert und die boilergröße sollte auch in etwa passen. wenn du nun das alte gehäuse aufmißt, und mit den trägerpunkten und mindestmaßen ein neues gehäuse zimmerst, sollte das eigentlich kein problem darstellen - die nötige technik hast du anscheinend ja. wenn du schon am basteln bist, solltest du gleich ein pid mit einplanen - über die suchfunktion sollte da einiges zu finden sein ("pid", "auber"). wie die anderen maschinen dieser klasse aufgebaut sind weiß ich nicht mehr genau - ich habe aber glaube ich noch keine gesehen bei der es mit so wenig aufwand geht, wie bai der faema.

    gruß,
    joscha
    +++Maschinen: Carimali Uno & BFC Classica +++ Mühlen: Rossi RR45 & La Cimbali Cadet +++
    die alten espressotutorials
    newbies hier klicken - kaffeewiki

  6. #6
    Nightstalker ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Maschine selber bauen

    Hi

    nur mal so zum besseren Verständnis...

    Du willst dir eine Maschine bauen weil dir keine der am Markt erhältlichen Modelle gefällt, also rein optisch betrachtet (und ev. haptisch) ist das korrekt?

    Wenn du schon mit soviel Elan und Ehrgeiz an ein solches, durchaus interessantes, Projekt herangehst dann würde ich dir doch einen Rat sehr ans Herz legen > belass es nicht einfach dabei eine "billige" Maschine in ein hochwertiges Gehäuse zu packen (das Schaf im Wolfspelz). Nimm lieber gute, aufeinander abgestimmte Einzelkomponenten und überlege dir wie du eine technisch und optisch überlegen Maschine bauen kannst. Preislich wirst dabei keine allzu großen Unterschiede merken, die Komponenten sind ja meist die gleichen.

    Mach dir also Gedanken über Temperaturstabilität, PID Regelung, Elektronik, mechanische Elemente usw. Eine gute Espressomaschine ist, auch wenns auf den 1. Blick oft nicht so wirkt, ein sehr komplexes und gut durchdachtes System, das unterscheidet mitunter billige von teuren Maschinen und sollte für dich die Grundlage sein. Wenn du ein System zerlegst und veränderst riskierst du immer dass es dabei schaden nimmt. Das verändern von Rohrdurchmessern oder das kürzen von Leitungen reicht oft schon aus um aus einer guten eine mittelmäßige Maschine zu machen. OK vielleicht etwas übertrieben aber man sollte drauf achten.

    Ich würd mir wünschen dass du es wirklich durchziehst und ein innen wie außen gut durchdachtes Maschinchen auf die Beine stellst! Viel Arbeit die du vor dir hast aber es ist zu schaffen denk ich.

    lg
    Maschine 1: Arte di Vittoria - Junior Plus Levetta
    Maschine 2: Nuova Simonelli Personal 1
    Mühle: Mazzer Mini E/B
    Röster: Gene Café CBR101 230V

    Rasenmäher zweckentfremdet ...

  7. #7
    RolfG. ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Maschine selber bauen

    ich finde den ansatz, eine maschine selber zu konstruieren, auch besser, als nur das drumherum zu verändern....ist zwar mit einem mehraufwand verbunden, aber dann hast du ein absolutes unikat.....egal wie, interessante angelegenheit... viel erfolg.
    Hier werden sie geholfen: http://www.kaffeewiki.de

  8. #8
    travisio ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Maschine selber bauen

    Hallo ucan,
    nimm doch einfach den Brühkopf von der Dalla Corte mini und dazu die Steuerung und ev. die Vib-Pumpe samt Leitungen. Dann hast Du die Voraussetzungen für konstante Temperatur während des Bezuges. Der Brühkopf würde vermutlich einiges kosten.
    Wenn mich einmal der Hafer sehr sticht, werde ich Nobbi-4711 einmal fragen, ob man sich nicht auf diese Weise eine kostengünstige Maschine zusammenstellen könnte (Rahmen selbst fertigen).
    Gruß
    travisio

  9. #9
    muenchenlaim ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Maschine selber bauen

    Mir ist nicht ganz klar, wohin die Reise geht: Design und/oder Technik optimieren?

    Meine "optimale aber bezahlbare" Selbstbau-Maschine sähe (Technik) im Kern etwa so aus:

    > Dual-Boiler
    - Sylvia + PID für die Espressoseite
    - Sylvia (ohne Brühgruppe) für den Dampf (reicht da die Power?) oder einen größeren Boiler

    Optisch ansprechend verpackt (macht keinen Sinn, dies hier zu beschreiben. Versteht ohnehin jeder etwas anderes drunter).

    Christoph
    zu Hause: La Cimbali Junior M21 DT1 + Casadio Instantaneous (vormals: Livia 90 - La Scala Butterfly - Oscar - Simonelli MAC - Mazzer Mini A)
    Büro: Nuova Simonelli Appia + Anfim House Self

  10. #10
    Ucan ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Maschine selber bauen

    Danke für die Ratschläge.
    Warum diese Unternehmung fragt ihr?
    Eigntlich war jede Kaufüberlegung ein Kompromiss. Entweder richtigen Espresso oder Alltagstauglichkeit. Die fast Gastro-ähnlichen Maschienen wurden mir irgendwann zu wuchtig. Irgendwann hört das Wettrüsten auch mal auf finde ich. Und über 1000€ wollte ich nicht gehen.

    Das Design habe ich eigentlich schon vor Augen. In der Vergangenheit habe ich bereits einmal eine Maschine entworfen. Es gab auch ein Modell. Allerdings war das ein funktionsloses Anschauungsmodell für mein Studium. Ich habe damals auch schon ein Gehäuse aus Alu fräsen lassen. Dazu diverse Teile aus Plexi und Schaum... Das Problem ist, dass ich z.Z. auf der Suche nach Kunststoffen bin, die sich leicht bearbeiten lassen und Temperatur-stabil sind. Viele Lacke bzw. Kunststoffe verändern ihre Eigenschaften bereits bei Temperturen ab 60Grad.

    Zur Technik.
    Am liebsten wäre mir ein Boiler system mit ca. 500ml Inhalt (siehe Isomac etc.) dazu ein getrenntes System mit Durchlauferhitzer wie Quickmill oder Ascaso es verwenden. Die Brühgruppe sollte kein E61 Layout besitzen. Ich habe bereits mit der Planung angefangen und muss mich gerade bremsen. Viele Extras bedeuten auch ein erheblicher Mehraufwand. Die PID-Steuerung gefällt mir eigentlich weniger. Klar gibt es da eine gewisse Rafinesse aber ich denke, dass eine gut eingestellte Maschine das nicht unbedingt benötigt. Es soll auch nicht wie ein aufgemotztes altes Gerät wirken. Vielmehr sollte es einen eigenen Charme erhalten. Die Technik sollte möglichst von einem Gerät stammen. Die Kupferrohre müsste ich eventuell durch flexible Schläuche ersetzen, da sie sicherlich nicht an gleicher Stelle bleiben können. Auf die Längen und die Rohrquerschnitte würde ich schon achten.

    Ich bin mir nur nicht schlüssig, ob das Unterfangen mich in meiner beruflichen und familären Situation nicht zu sehr einnehmen wird. Aus Erfahrung weiß jeder, dass diese Zeitplanungen bereits nach den ersten Arbeiten stark ausschweifen. Deshalb werde ich auf einige Extras verzichten müssen.

    Um die Kosten möglichst niedrig zu halten muss ich wohl oder übel auf Auschlachtmodelle warten, die ich suchen und erstehen muss.

    Werde mit einem Bauplan beginnen. Die Baugruppen werden wie im klassen Produktdesign aufgeteilt und verschiedene Neuanordnungen ausprobiert. Das Äußere wird wohl dem Inneren folgen müssen. Design follows function... Aber denke, dass sich da genug Möglichkeiten auftun werden.

    Das blöde bei der ganzen Sache ist, dass ich derzeit ein richtiges Kaffeedefizit habe...

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