Meine alte Seaco Vienna hat jetzt endgültig ausgedient und ich will etwas Vernünftiges haben, das etwas ausspuckt, was man auch als Espresso bezeichnen kann. Ich habe mich also hier im Forum ausgiebig umgesehen und schlau gemacht - auch das Kaffeewiki habe ich dabei sehr zu schätzen gelernt.
Zur Auswahl stehen eigentlich nur noch zwei Kombinationen:
1. Domita Einkreiser mit Domita Mühle
Dieses Set habe ich im Espresso Studio in Osnabrück vorgestellt bekommen und ich war sehr angetan. Eine handliche Maschine ohne E61 Brühgruppe, die einen für meinen Geschmack sehr guten Espresso hervorbrachte. Sieht ähnlich aus, wie die Rancilio Silvia, soll aber laut dem Inhaber des Espresso Studios besser verarbeitet sein und praktischer in der Anwendung sein wegen der schnelleren Aufheizzeit.
Die Maschine scheint recht massiv ausgebaut zu sein (Messigkessel, massiver Siebträger, Magnetventil, Edelstahlgehäuse). Vorteilhaft fiel mir auf, dass die Maschine sehr schnell auf Betriebstemperatur ist (rund 5 Minuten) und auch schnell auf Dampftemperatur kommt. Auch das Zurückschalten auf Brühtemperatur ging erstaunlich schnell. Man konnte auf jeden Fall problemlos erst den Espresso ziehen und dann die Milch für den Cappuchino aufschäumen.
Leider findet man sowohl hier als auch sonst im Netz nur sehr wenig über Domita und die Maschinen (Ja, ich habe die Espresso-Papst Themen gelesen). Ich weiß nur, dass es zwei Ausführungen gibt, ich interessiere mich für das schwerere Modell mit Messigkessel und Metall- statt Plastikverkleidung am Brühkopf.
Die Domita Mühle hat ein Kegelmahlwerk und soll laut Inhaber des Espresso Studios feiner Mahlen als die Demoka und nicht so viel rumsauen.
2. Vibiemme Domobar mit Demoka 207 Mühle
Dieses Set habe ich bei Prager und Wild in Osnabrück sehen dürfen, der Geschmackstest folgt Morgen. Bei beiden Maschinen handelt es sich ja quasi um Klassiker für Einsteiger. Beide werden auch hier im Forum und im Kaffeewiki lobend erwähnt. Vor allem die Domobar mit der E61 Brühgruppe gefällt mir besonders gut.
Nachteilig ist bei dieser Kombination wohl nur, dass man eine halbe Stunde warten muss, bis die Domobar auf Betriebstemperatur ist. Auch das Aufheizen auf Dampftemperatur soll nicht so schnell wie bei der Domita sein, sodass es sich wohl anbietet zuerst die Milch zu schäumen und dann erst den Espresso zu ziehen.
Interessant ist das dieses Set weil ich die Domobar vom Aussehen schöner finde - wegen der E61 Brühgruppe und dem Gastrodesign. Die Demoka 207 ist ja auch eine bewährte Einsteiger Mühle, die durch den Metall Rüssel (wie nennt man das Teil eigentlich?) nicht mehr so rumsaut, wie die Demoka 203.
Laut Inhaber vom Espresso Studio sind beides tolle Maschinen, aber es gäbe wenn überhaupt eher Probleme mit der Domobar als mit der Domita (Lötstellen, Verkalkungen am Kupferkessel kämen öfter vor als Mängel beim Messigkessel wo alles verschraubt ist)
Was könnt ihr mir jetzt noch zu den beiden Kombinationen sagen?
Gibt es Erste-Hand-Erfahrungen mit der Domita Maschine und der Domita Mühle?
Ist das Handling mit einer Vibiemme Domobar wirklich schwieriger oder muss man sich nur einfach mehr Zeit nehmen?
Sehe ich das richtig, dass es für 1000€ sinnvoller ist einen Einkreiser zu wählen?
Ist die Einschätzung der Haltbarkeit (beide gut, aber Domita besser wegen Messingkessel) richtig?
Nutzung der Maschine:
Ich werde die Maschinen täglich nutzen (2-6 Espresso am Tag). Es sollte auch Morgens mit verschlafenen Augen möglich sein einen leckeren Espresso oder einen Milchkaffee zu machen. Zwei bis vier Gäste sollte man auch mal mit einem Espresso oder Milchkaffee verwöhnen können.
Ich bin gespannt auf eure Antworten und Meinungen und hoffe, dass ich eine Entscheidungshilfe bekomme.
PS: Vom Preis her liegen die beiden Kombinationen bei 1000€ - das hatte ich mir auch als Preisrahmen vorgestellt.


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