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  1. #1
    plempel ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Oscar Bypass - erste Eindrücke

    Habe dem Oscarchen einen Bypass gesetzt, Druck auf ca. 9,5-10 bar reduziert und voll freudiger Erwartung einen Kaffee gemacht. Was soll ich sagen? Grausam, furchtbar, Nachgeschmack bitter wie heisse Grapefruit.
    Muss dazu sagen, bin ein wenig erkältet und schmecke nicht so viel, aber mein Testschmecker, Frau Plempel, war ziemlich tapfer. Doch jetzt, nach zahlreichen Espressos, hat auch sie abgewunken: Das waren einige der schlechtesten Kaffees, die sie jemals getrunken hat

    Hilfe, was läuft hier schief? Wie kommt das Bittere nach der Druckreduktion in den Kaffee? Ruhiger laufen tut er auch nicht, der Kaffee. Im 1er wars am schlimmsten. Wird durch den Bypass die Charakteristik der Pumpe (ist eine blaue Ceme, keine Ulka) verändert? Der Druck kann doch nicht höher als ohne Bypass sein? Oder doch? Und überhaupt ... keine Ahnung. Nicht dass ich mir Wunderdinge erhofft hätte, aber diese Verschlechterung! Oder muss man sich da auch erst wieder wochenlang einarbeiten? Bin ich der einzige Loser, der nach der Reduktion schlechteren Kaffe macht?

    Bitte Hilfe, Zuspruch, irgendwas ...

    Gruss
    Plempel

    Ps. sagt jetzt nicht, das macht a) die Erkältung, die die "schlechten" Geschmacksstoffe besonders betont und b) Frau Plempel hat keine Ahnung Obwohl ... das wäre mein letzter Strohhalm ...
    Oscarchen & Macinacaffe Lux :: Schneid Pinoro & Costa Rica :: DeLonghi EAM 3000

  2. #2
    galgo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Oscar Bypass - erste Eindrücke

    hast du nun den druck wirklich gemessen oder aufgrund des bypasses nur geschätzt ?
    caution : posts may contain parts of humour in spite of missing smileys

    gaggia CC,
    FE-AR LA PEPPINA handhebeldiva,weil eine zicke nicht reicht nun auch noch ne pavoni mignon - gaggia MDF stepless, i-roast2 resistormodded - mahlkönig brasilia



  3. #3
    RigasW ist offline Benutzer
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    Standard AW: Oscar Bypass - erste Eindrücke

    Au weia ...

    Ich könnte eine Originalverpackung anbieten; um des häuslichen Friedens willen: Schick ihn nach Wien und lass Oscarchen dort vom Dr. rafiffi tunen.

    Ich hab Anfang des Jahres dort gleich die druckreduzierte Version gekauft.

    Macht - wenn man hin und wieder rückspült - wunderbaren Espresso;
    muss aber sagen, dass ich nie Espresso aus einer nicht druckreduzierten Oscar getrunken habe und daher zum Geschmacksunterschied nichts sagen kann.

    Rigas

  4. #4
    anrubo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Oscar Bypass - erste Eindrücke

    auf diesen thread bin ich wirklich gespannt!

    insgesamt bin ich ja hinsichtlich des brühdrucks nicht so pingelig wie einige hier (habe z.b. meine silvia auch original gelassen bei ca. 10 bar).

    meine BZ 35 mit rota steht bei ca. 9,5 bar, wobei die durchflussmenge manchmal schwankt,
    evtl. mal wieder irgendein brösel oder sediment vor der düse.

    einen deutlichen unterschied habe ich mal mit gunnar, sensemann (?) und holger auf holgers brasilia mit entkoffeiniertem kaffe bohnen geschmeckt.

    da hat sich ca. 1 bar weniger tatsächlich sehr stark bemerkbar gemacht im positiven sinne.

    holger, gunnar und sensemann (meine ich) haben das genauso geschmeckt.

    andreas
    Bezzera BZ35R DE-MG ^ Rancilio Silvia PID ^ Mazzer mini manuale ^ DRM Direktmahler ^ Hottop KN-8828

  5. #5
    Pengo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Oscar Bypass - erste Eindrücke

    kannst Du die Temperatur in der Brühgruppe messen?
    geringer Druck bedeutet längere Extraktionszeit und damit eventuell höhere Temperatur. Wenn die Temperatur zu hoch wird- über 95°C, dann wird es richtig bitter.

    gruss peter
    Behmor 1600, Mahlkönig Vario Home, Nemox Lux, Fiorenzato Volante, Bodum Santos, Karlsbader Kanne

  6. #6
    Kaffeetante25 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Oscar Bypass - erste Eindrücke

    Also ich kann sagen, daß mir der Espresso aus der getunten Oscar um Welten besser schmeckt als aus der originalen. Da es aber eine andere Oscar ist, liegt es vielleicht auch einfach an der Maschine. Ich finde den Espresso lange nicht so bitter und geschmacklich besser. Vielleicht liegts bei Dir an der Sorte oder wirklich an der Erkältung (da schmeckt mir Kaffee auch nicht)
    Geändert von Kaffeetante25 (26.10.2008 um 20:52 Uhr)
    Oscar (Brühdruck 9bar) & La San Marco SM90


  7. #7
    plempel ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Oscar Bypass - erste Eindrücke

    Habe nochmal anderen Kaffee ausprobiert. Jetzt schmeckt er: "... nicht mehr abscheulich, nur noch bitter..." Na toll!

    Nicht falsch verstehn: Das soll kein Anti-Reduzier-Beitrag sein, ich bin nur maßlos entäuscht, dass es so nach hinten losgeht! Aber wahrscheinlich muss ich erst mal die Erkältung loswerden und dann geht's weiter. (ich traue Frau Plempel mittlerweile auch nicht mehr ... )

    @Kaffeetante: Wie darf ich das verstehen? Du baust Dir den Bypass ein und bekommst auf Anhieb (oder relativ zügig) um Welten besseren Kaffee?

    Eigentlich war ich sehr zufrieden mit meinem Kaffee ...
    .. habe aber schon den nächsten Schuldigen ausgemacht: Die Mühle! Die kann wahrscheinlich nicht mit dem Reduzier-Oscarchen!

    Wollt Ihr noch was Schlimmes hören? Im Moment freue ich mich jedenfalls auf den Kaffee morgen aus dem Büro-VA. Tasse drunter - einschalten - fertig.

    Gruss
    Plempel

    Ps. Habe, glaube ich, nicht nur Schnupfen sondern auch diesen Upgrade-Dings-Virus eingefangen
    Oscarchen & Macinacaffe Lux :: Schneid Pinoro & Costa Rica :: DeLonghi EAM 3000

  8. #8
    cappufan ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Oscar Bypass - erste Eindrücke

    Hi Plempel,

    nun hast Du Dir auch die Mühe eines Umbaus gemacht. Wenn man das auch immer so liest, bekommt man ja fast den Eindruck, daß Kaffee nur aus brühdruckreduzierten Maschinen schmeckt (obwohl mir Experten für heimische Maschinen mit Vib.pumpe das Gegenteil versichert haben und die 9 Bar nur für die direkte Rotaverstellung gelten sollen).

    Tja, was soll ich sagen - bei uns war es ähnlich enttäuschend (siehe meine alten Beiträge in den Threads zum reduzierten Brühdruck).

    Ich kenne auch einen anderen Besitzer meiner seinerzeitigen Maschine (HX-Domobar Super), der den reduzierten Druck ausdrücklich lieber mag. Die anderen sind mit der Werkseinstellung offenbar zufrieden.

    Trotzdem konnten wir keine Vorteile feststellen und wir haben das in immerhin 3 Testphasen (weil wir es auch nicht glauben konnten und so gern einen Vorteil erschmeckt hätten...und weil wir uns auch nicht vorwerfen lassen wollten, daß wir kein Durchhaltevermögen haben...) über je ca. 4 Wochen ausgiebig getestet...

    Vermutlich ist es einfach Geschmackssache

    Aber das Wasser floß auch viel schneller, der Kaffee blondierte während des Bezuges schneller usw. Wir mußten noch feiner mahlen, sogar fester tampern, Channeling war auch ein Thema, alles Dinge, die immer am höheren Werksdruck bemängelt worden waren, die aber beim niedrigeren Brühdruck erst richtig nervten. Und vor allem das Aroma, dünn und matt. Den besten Espresso aus dem Einersieb hatte ich ebenfalls bei "Hochdruck" Allerdings ist die Zubereitung da tatsächlich etwas einfacher, wenn man den Druck gesenkt hat.

    Ich finde es persönlich unlogisch, bei einer kleinen Vib.pumpe indirekt ihre Leistung "abzuwürgen" - es ist halt keine Power-Rota und die werksseitige Einstellung passte eigentlich prima. Bei unserer HX-Domobar Super wurde sogar ab und zu der Puck teilweise nicht richtig durchfeuchtet!

    Wie heißt es so nett: Probieren geht über studieren. Vielleicht testest Du es auch einen längeren Zeitraum mit dem gesenkten Druck und verstellst auch mal den Mahlgrad usw (allerdings auch in Tendenz feiner, was, wie Du schreibst, vielleicht ein bißchen kritisch bei Eurer Mühle werden könnte...). Das haben wir auch alles gemacht. Ich würde auch bei einer Kaffeeröstung bleiben, die Ihr gut kennt oder gerade zuvor hattet, damit man das Aroma richtig einschätzen kann.
    Und nach einiger Zeit würde ich den Druck mal wieder hoch stellen und dann nochmal vergleichen.

    Wir sind mit den 12,5 - 13 Bar Werkseinstellung auf dem Manometer (ca. 1 Bar weniger sollen es wohl bis zum Sieb sein) sehr zufrieden - der Kaffee läuft und schmeckt optimal, kein bißchen überextrahiert, dafür marmoriert und sirupartig, vollaromatisch usw.

    Es kommt m. E. eben auf die eigenen Vorlieben an und am eigenen Geschmack orientiere ich mich dann auch.

    Viel Spass beim weiter Schmecken und ich wäre interessiert, später Euer Fazit zu erfahren, wenn ihr beide Tassen gegeneinander antreten lassen solltet

    Aber meinst Du nicht, daß Dir am Feierabend der druckreduzierte Oscar Kaffee doch wieder besser als Dein Büro-VA-Kaffee schmecken wird? Und wenn die Erkältung erst mal ganz weg ist...drücke Euch die Daumen, daß Ihr mit dem Kaffee schnell wieder zufriedener seid.
    Geändert von cappufan (27.10.2008 um 08:51 Uhr)
    Eingelagert: Rancilio Silvia V3 + Mahlkönig Vario Home V2. Moccamaster KBT 741, Aeropress + Hario Slim Handmühle.
    Vorherige Mühlen: Gaggia MM, Ascaso i2-mini, Macap M4, Mazzer Mini E/B, Iberital Challenge, Mahlkönig Vario Home V1, Mazzer Kony E, Compak K-3 T

    Vorherige Maschinen: Gaggia Baby Class D, Rancilio Silvia V2, Vibiemme Domobar Super (HX), Gaggia Classic + Auber PID, Vibiemme Domobar Super PID Dualboiler, Nuova Simonelli Oscar, Rancilio Classe 6 LE1 Leva


  9. #9
    Kaffeetante25 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Oscar Bypass - erste Eindrücke

    Ja, so ist es, um Welten besseren Kaffee!! Ich habe meine Oscar ohne Bypass verkauft und eine andere mit Bypass gekauft (gebraucht). Also könnte es auch an der anderen Maschine liegen. Ich habe die gleiche Mühle benutzt und eigentlich auch immer die gleichen Kaffeesorten. Der Kaffee ist einfach immer weniger bitter und geschmacklich runder.
    Oscar (Brühdruck 9bar) & La San Marco SM90


  10. #10
    1.crack ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Oscar Bypass - erste Eindrücke

    Hallo Pempel ,

    ich gehöre zur pro Oscar-Bypass-Fraktion, hatte meine Oscar seinerzeit umgerüstet und war danach höchst zufrieden mit dem Resultat. Allerdings zeigte die Oscar gute 15 Bar vorher an . Ich habe mich auch nicht sosehr auf die 9 Bar eingelassen sondern landete in der Regel mehr bei 11 Bar , das war aber je nach Röstung schon unterschiedlich .Sicherlich ist die Mühle ein wichtiger, nicht zu unterschätzender Faktor .


    gr
    TOM
    Maschine: Bezzera 3000 AL, IZZO MyWay Pompej
    Mühlen: Iberital Challenge,Anfim Super Caimano on
    Demand
    Röster: Gene CBR-101

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