AW: Eindeutige Vorteile von Dualboiler-Maschinen?
Hallo Lutz,
zu 1. Du kannst genau die passende Temperatur vorgeben, die optimal zur Bohne passt (Frische, Röstgrad usw.). Dazu kannst Du selbst ausprobieren, wie sich das Grad Temperaturunterschied auswirkt (oder 2...). Wenn Du dann nichts veränderst, also gleicher Mahlgrad, Mehlmenge, Tamperdruck, das selbe Wasser nimmst, dann werden die Shots absolut reproduzierbar (die Wassertemperatur ist ja nicht alles...) Das ist außerdem praktisch, wenn man gern mal die Bohnensorte wechselt (beste Temp. notieren, dann kann man da bei einer späteren Verwendung gleich wieder einsteigen). Du sparst Dir alle Leerbezüge (eine ausreichend heiße Brühgruppe vorausgesetzt, die nicht auskühlt) und damit auch Wassernachfüllen
Der Kaffee schmeckt an sich auch besser, da die Temp. ja nur fürs Brühwasser eingestellt wird, während es im Zweikreiser (laienhaft gesagt, bin keine Technikerin) zwecks Dampferzeugung eben immer viel heißer ist. Dampf wird im anderen Kessel separat erzeugt. Wenn Du am PID des Brühkessels die Temp. verstellst, passt sie sich blitzschnell an (nur bei Temp.senkung mußt Du evtl. Wasser ablassen, damit es schneller geht, wenn Du's eilig hast). Den Temp.unterschied schmeckt man raus, ein Grad kann schokoladigeres oder fruchtigeres Aroma bedeuten. Wie es bei Rauchern und Freunden scharfer asiatischer Gewürze ist, weiß ich aber nicht 
zu 2. der PID-Dualboiler ist auch für kleine Mengen gut geeignet, m. M. n. jedenfalls besser als Zweikreiser, die ihre Power am besten in der Gastronomie ausspielen. Fragt sich natürlich, ob man für 2 Tassen Cappu so viel Geld investieren möchte. Lange Standzeiten machten beim PID-Dualprinzip kein Problem (temp.stabile Brühgruppe vorausgesetzt). Wie Gunnar schon sagte, bei unserem vorherigen (für daheim leicht überdimensionierten) Zweikreiser mußten wir den Kesseldruck senken, sonst wären bei dem 2,7 l Kessel usw. lange Leerbezüge nötig, um die Maschine nach Standzeiten abzukühlen. Dadurch wurde der (allerdings immer noch starke) Dampf etwas feuchter. Beim Dualprinzip ist der Dampf immer absolut trocken, da er ja im extra Kessel erzeugt wird.
zu 3. Entkalkung kann ich nichts sagen. Ich werd die Maschine dann zum Service bringen und mich nicht selbst dran wagen (das würde ich nur beim Einkreiser tun).
zu 4. Die Rota ist leiser. Sie ist nicht notwendig, eine Vib reicht für einen Heim-Dualboiler vollkommen aus (wie bei den üblichen Heim-Zweikreisern). Bei der Rota brauchst Du meistens Festwasser oder mußt Dir einen externen Tank hinstellen.
Die Händler werden ihre Zweikreiser (die häufiger als die noch teureren Dualgeräte verkauft werden) nicht kritisieren wollen und sich daher bei Empfehlungen für Dualmaschinen wohl ein bißchen zurückhalten, es sei denn, der Interessent ist schon zum Kauf entschlossen, schätze ich 
P.S. Wenn man nur wenige Bezüge machen sollte, kann man ja morgens oder abends einfach mal etwas Wasser durchlaufen lassen, um es auszutauschen. Wir nutzen die Maschine recht viel (und spülen abends rück) und müssen den 4-Liter Wassertank einmal täglich auffüllen, altes Wasser kann da kaum drin sein.
Geändert von cappufan (06.11.2008 um 09:00 Uhr)
Grund: Nachtrag, sorry
Eingelagert: Rancilio Silvia V3 + Mahlkönig Vario Home V2. Moccamaster KBT 741, Aeropress + Hario Slim Handmühle.
Vorherige Mühlen: Gaggia MM, Ascaso i2-mini, Macap M4, Mazzer Mini E/B, Iberital Challenge, Mahlkönig Vario Home V1, Mazzer Kony E, Compak K-3 T
Vorherige Maschinen: Gaggia Baby Class D, Rancilio Silvia V2, Vibiemme Domobar Super (HX), Gaggia Classic + Auber PID, Vibiemme Domobar Super PID Dualboiler, Nuova Simonelli Oscar, Rancilio Classe 6 LE1 Leva
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