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06.11.2008, 12:31
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Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)
Hallo zusammen,
da ich nun schon einige Zeit mit meiner frischen Brewtus (im Systermann-Umbau mit interner Rotationspumpe) am spielen bin wollte ich ein kleines Review ueber die Gute zusammenschreiben. Wenn ihr euch jetzt wundert was denn der Titel damit zu tun hat, ich wollte noch ein paar Worte dazu verlieren wie ich zur Brewtus gekommen bin, welche Erfahrungen mich zu der Entscheidung bewogen haben ;P.
Ersteinmal aber noch vorab: Es kann gut sein dass ich in eben diesem ersten Part des Reviews Mist verzapfe. Falls das denn so sein sollte, bitte bitte berichtigt mich! Ich werde das ganze so darstellen wie es sich mir aufgrund meiner "Experimente" zeigt.
==== Wie man zur Brewtus kommt ====
Nach meinem klaeglichen Anfang mit der Gaggia hatte ich lange lange Zeit ein dauer-restaurationsprojekt, eine Faema STAR, zweigruppig mit E81 Grueppchen. Diese perversen Dinger sind eine weiter- oder eher rueckentwicklung der E61 - es fehlt die Mechanische preinfusion, es fehlt ein anstaendiges Verteilungsschema (zentraler Auslass mit seeehr schlechter verteilerschraube/platte) und so weiter. Der Waermetauscher war auch schick, jedes HX Roehrchen hatte gute 500ml, was in Leerbezuegen jenseits der Schmerzgrenze geendet hat. Der Thermosyphon war von der Balance her mehr als chaotisch, die Flowrate konnte man nicht sinnvoll begrenzen und lag bei guten 150ml/10s, und so weiter...
Das Ding war eigentlich soweit ok. Die Temperatur hat man dank dem TS nie gescheit getroffen, aber grob gings. Man muss drecksgenau arbeiten und hatte trotzdem Channelling, aber die Ergebnisse waren grob ok...
Als ich dann immer oefter die Chance hatte meine Roestungen auf E61ern, sowohl Haushalt als auch einer fetten Gastro-E61 zu testen ist mir was aufgefallen. Irgendwas stimmte bei mir nicht. Selbst mit genau eingehaltenen Leerbezuegen (auf basis von mehrpunkt Temperaturmessungen and gruppen/kessel/hx), Spielerei am Druck, manueller Preinfusion etc. pp. ist einfach nix rausgekommen. Also wiedermal hin und her, viele Maschinen ausprobiert, viel getestet, mit Kumpels blindtests machen lassen und die E61 Patentschrift studiert. Dashier ist dabei (fuer mich) rausgekommen ist:
- Ich will E61, selbst im Vergleich mit der Vivaldi S1 hat das Ding mit seiner mechanischen Preinfusion anscheinend (geschmackliche) Vorteile
- E61 will Festwasser. Das Ding braucht damit seine federgeladene Preinfusion (45*-Stellung) gescheit geht schlagartig ~4Bar (ist das in Italien mehr als bei uns?) Leitungsdruck. Kessel/HX-Druck von Tankmaschinen kann das nicht liefern.
- Eine gescheite Preinfusion will eine Rotationspumpe, der Druck sollte nach der Preinfusionsphase (45*-Stellung) moeglichst schlagartig von den 4Bar auf den Zieldruck ansteigen. Wenn man hier Vibrationspumpen mit Rotationspumpen vergleicht schmeckt man das ziemlich ziemlich deutlich. Warum genau, weiss ich auch nicht. Aber es ist sogar im Blindtest zu erkennen.
- Ich will Dualboiler mit anstaendiger Regelung. Diese Spielerei mit Leerbezuegen bei HX ist nix gescheits. Damit kann man zwar auf wunderbaren italienischen Barespresso kommen. Wenn man richtig richtig Aufwand betreibt auch auf mehr - aber der tendenziell eher amerikanische Espresso den ich suche, eine Getraenk das versucht soviel "Eigen-Charakter" wie moeglich aus den Bohnen zu holen ist mit genauer Temperaturregelung so viel einfacher. Automatische Flush-Steuerungen mit mehreren Sensoren hatte ich zwar ueberlegt, aber das ist wieder gebastelt und sehr aufwendig.
Wenn man das alles zusammennimmt kommt man auf die Brewtus II im Systermann-Umbau. Es gibt seit neustem wohl auchnoch eine Izzo Alex Duetto die auch mit Rota/FW ausgestattet ist, aber die Brewtus ist in den Amiforen einfach "well-tested", die Izzo noch Neuland.
==== Wie die Brewtus zu einem kommt ====
Vorab will ich kurz den tollen Service von Andreas Systermann loben. Kleine weitere Umbauten wie z.b. ein Ablauf an der Abtropfschale o.ae. die nicht standardmaessig im Umbau inbegriffen sind wurden ohne Aufpreis oder Murren erledigt.
Die Brewtus selbst kam auf einer Einwegpallette von der Spedition. Ordentlich schwer ;P. Sehr schoen sicher verpackt war sie auch, Aussenkarton mit Folie auf die Pallette "geschweisst", innen dann der original Brewtus Karton mit einer sehr soliden Styroporkonstruktion (haerteres Styropor als das was "man so kennt"), die die Gute schuetzt. Es liegen ein Plastiktamper(!!!), ein Siebtraeger mit komischem Auslauf (zwischending zwischen Einer und Zweier), zwei Siebe, ein langer Druckschlauch und ein wenig Kleinkram bei.
==== Wie die Brewtus zum brodeln kommt ====
Der Anschluss hat sich relativ einfach dargestellt. Beim Abwasser musste ich ein wenig improvisieren, da hier kein Schlauch beilag, alles andere ist quasi Selbsterklaerend. Da die Maschine beim Umbau schon lief und ausgiebig getestet wurde entfaellt ein erste Aufheizen mit Hebel auf 45*-Stellung (um den Kessel beim ersten Aufheizen zu schuetzen).
Beim ersten Aufheizen ist mir dann gleich mal etwas aufgefallen: Das kleine Expansionsventil-Roehrchen dass unter dem Ablauf der Gruppe rausschaut hatte zwei Probleme - ersteinmal tropfte es wie verrueckt, mehr als mir normal erschien, und zweitens tropfte es nicht in die Abtropfschale, sondern auf das Gitterblech dass aufliegt. Super, also Systermann angerufen. Prompte Antwort, das sei nicht normal, das liege - zusammen mit dem zu hohen Bruehdruck (13Bar) daran, dass er die Maschine auf Tankbetrieb eingestellt hat. Ich muss noch die ~4Bar vom Festwasser draufrechnen und das Expansionsventil entsprechend einstellen. War auch kein Problem, nochmal zur sicherheit gefragt wo alles ist, und ab gehts. Bei der Gelegenheit auch gleich noch den Dampfboilerdruck auf 1.5Bar (war 1.1Bar) hochgeschraubt.
Beim ersten Bezug merkt man gleich mal einen Vorteil der Rotationspumpe. Das Ding ist LEISE. Im Vergleich mit diesem Vibrationspumpengescheppere sogar RICHTIG LEISE. Sogar leiser als meine Faema war, und die hatte Daempfer ohne ende. Man kann das Geraeusch garnicht so recht beschreiben - fuer diesen Chromklotz irgendwie geradezu erhaben ;P.
Was etwas Muehe gekostet hat ist das Menu des Reglers ganz zu verstehen. Das Ding hat insgesammt ueber 20 Optionen - davon braucht man regelmaessig gottseidank nur eine, das Offset fuer die Ratio Kesseltemperatur-Gruppenaustrittstemperatur (quasi die Angabe wieviel Waerme die Gruppe abgibt, und um wieviel das Wasser heisser sein muss damit doch die richtige Temperatur vorne ankommt. Ist logischerweise von der Umgebungstemperatur abhaengig).
==== Wie man unter Zuhiflenahme der obigen Wege ueber die Brewtus zum Espresso kommt ====
Nun aber mal zum wichtigen, wie verhaelt sich die Brewtus so im tagtaeglichen Gebrauch, und wie gut ist das was rauskommt denn nun wirklich? Hat sich der ganze Aufwand - ob zeitlich oder finanziell - denn gelohnt?
Aber erstmal langsam, gehen wir das ganze Schritt fuer Schritt durch. Ein normaler Arbeitsablauf an der Brewtus ist:
- Nach dem Aufstehen zur schon vorgeheizten Brewtus kommen.
- Man muss um die Bruehgruppe auf Nenn-temperatur zu bringen (E61 ist fuer HX maschinen gebaut, die Gruppe will mit ueberhitztem Wasser geheizt werden) einen Leerbezug machen. Aber nicht wie HX-Leerbezuege genau getimed oder sogar grosse Mengen. Grob 4 Sekunden rennen lassen, wenns weniger is nich schlimm, wenns 30s rennt auch nich schlimm ...
- G.g.f. an der Muehle die Alterung der Bohnen etwas ausgleichen, minimal groeber, Mahlen und WTD, "wie immer"
- Ab damit in die Brewtus, Hebel auf 45*, warten bis die ersten Tropfen kommen, Hebel ganz hoch und zuschauen wie rehnbraunes Gold aus dem ST Laeuft.
- Probieren, merken "uhhh, das ist doch etwas Sauer, Zeit hat aber gestimmt", Also ab hoch mit der Temperatur. 2*C hoeher. 10s warten bis der Boiler geheizt hat, nochmal ein kleiner Leerbezug um die neue Temperatur zur Gruppe zu bringen, Mahlen, ab rein => GODSHOT
Das ganze mag etwas aufwendig klingen. Im Vergleich mit dem was man dafuer bekommt, oder mit dem was an anderen Maschinen notwendig waere um so etwas zu bekommen ist das ganze allerdings erstaunlich einfach.
Ein grosser Vorteil an der Brewtus ist, dass man vollstaendig auf den Kaffee und dessen Perfektionierung konzentrieren kann. Man braucht nichtmehr rumzuschrauben oder sich zu ueberlegen welches Problem man wie todschlagen koennte. Da man sehr einfach an Druck und Temperatur rumstellen kann ist es absolut kein Problem jedem Kaffee genau das zu geben was er braucht. Wenn man dazu keine Lust oder Zeit hat gibt einem die genaue Temperaturkontrolle auch die Moeglichkeit kleine Bohnen- oder "Arbeitsfehler" auszugleichen. Mein etwas zu hell geratener Lintong den ich gerade in der Tasse habe habe ich mit einer etwas hoeheren Temperatur von 96*C gerettet. Das ist zwar gefaehrlich am oberen Ende, aber das Ergebnis kann sich trotzdem mehr als nur sehen lassen.
Auch erstaunlich ist es wieviel unterschiedliche Aromen Kaffees auf den verschiedenen Temperaturen abgeben. Es gibt ein Band von 2-4*C in dem Shots rauskommen, die man Godshots nennen kann, aber die trotzdem voellig unterschiedlich Schmecken, alle irgendwie charakteristisch fuer den Kaffee, aber doch vollkommen verschieden.
Jetzt aber genug geschwelgt, ab zum naechsten!
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- Life is too short to drink bad coffee
Faema Star (ex, mittlerweile wech), Expobar Brewtus mit Rota/FW, Uralt SuperJolly mit Stepless Mod, Mahlkönig Kenia, CBR-101 und Kleinkram
Lieblingsbohne: Vom Mannheimer Supremo ueber Walters Sumatra Lintong hin zu SquareMiles Takegon, mittlerewile der selbstgeröstete Finca la Fany von Steve...
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06.11.2008, 12:33
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AW: Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)
==== Wie die Brewtus gebaut ist, und wie man reinkommt ====
Die Brewtus ist mehr als nur gut verarbeitet. Ich habe weder scharfe Grate gefunden, noch eiert duennes Blech irgendwo am Gehaeuse rum. Alle wichtigen Teile die Scheppern koennten sind gut gedaempft. Die Verarbeitung ist wirklich eins a.
Genauso der innere Aufbau. Man kommt ueberall wo man schnell rankommen muss *richtig* schnell ran. Pressostat, Bypassschraube und Expansionsventil sind nach dem Entfernen von nur 4 Schrauben problemlos mit einem Handgriff ohne sich zu verbiegen erreichbar. Wenn man denn mal wirklich mehr schrauben wollte hat man auch wenig Probleme. Die Rohre sind sinnvoll verlegt und alle wichtigen Schrauben haben genug platz um Schluessel oder Schraubenzieher dort hinzustecken. Alles sehr sauber und gut aufgebaut.
Alle Bedienelemente auf der Front sind schoen angeordnet, den Platz unter der Bruehgruppe empfinde ich als durchaus genug. Die NoBurn Dampflanze ist ein Segen, vorallem weil auch keine Milch mehr an ihr einbaeckt. Das einzige kleine Manko hier ist die Heisswasserlanze, sie ist so angeordnet dass sie dem E61-Hebel im weg ist wenn man Wasser ueber der Abtropfschale braucht.
Die einzigen beiden Probleme die die Brewtus im Systermann-Umbau hat sind: Das Expansionsnventil-Roehrchen, dass den beim Heizen entstehenden Ueberdruck in die Abtropfschale leitet. Hier musste ich Hand anlegen, einen Schraubenzieher in das Roehrchen rammen und ein wenig biegen, da das Roehrchen sonst das Gitterblech geflutet haette.
Das zweite nicht ganz so tolle ist, dass die Tassenablage schwer genau buendig einzusetzen ist. Es rappelt zwar nix, aber ein klein wenig aergerlich ists schon ;P.
==== Wie man von der Brewtus zu einigen Zahlen kommt ====
Fuer die, die wie ich auch gerne mit faszinierenden Zahlen um sich werfen, hier einige interessante Fakten.
Das Pressostat hat eine Schalthysterese von < 0.1Bar. Das hat zwei schoene Vorteile - erstens ist trotz des mit 1.7L relativ kleinen Kessels immer genug Dampf da, und zweitens schaltet der Dampfboiler, der als mini-HX fuer das kalte Zulaufwasser des Bruehboilers agiert selbst bei einem normalen Bezug sofort ein, was dazu fuehrt, dass der Bruehboiler relativ selten heizen muss, und fast nie waerend einem Bezug. Das ist der Temperaturstabilitaet sehr zutraeglich.
Die Temperaturstabilitaet ist enorm. Wenn man die Kiste "leer"-Laufen laesst kann man 1.5 Liter rausziehen und beobachtet dabei nur Schwankungen um 0.4*C. Bei 2.5Litern steigt die Temperatur um 0.8*C ueber den eingestellten Wert. Ich glaube, hier hat niemand Probleme ;P.
Die Aufheizzeit bis die Gruppe richtig durchgeheizt ist und Temperaturstabilitaet erreicht ist betraegt mit diversen Leerbezuegen etwa 25Minuten. Das ist nicht anders als bei anderen Maschinen, 35kG Kupfer wollen ersteinmal warm werden ;P.
Der Dampf reicht bei 1.5Bar locker dafuer aus um 3 0.6L Pitcher direkt hintereinander zu schaeumen. In Zahlen, 0.7L Wasser sind in 90s zum kochen gebracht. Um in dem 0.6L Pitcher schoenen Microschaum zu erzeugen hat man ca. 35s (etwas laenger als der Bezug ;P) Zeit, dann ist die Milch so heiss, dass Pitcher anfassen gerade noch Spass macht.
==== Kurz gefasst ====
Wer keine Lust mehr hat zu basteln, sich ueber Temperatur, diver Preinfusionsverfahren und so weiter Gedanken zu machen ist mit der Brewtus mit Rotationspumpe und Festwasser sicherlich sehr gut bedient. Es ist immerwieder erstaunlich wie ich mit den selben Bohnen und der selben "Arbeitsroutine" die ich auch auf der STAR verwendet habe auf der Brewtus Shots von einer Qualitaet ziehe die ich mir nie habe ertraeumen lassen. Mit dieser Kiste sind taegliche Godshots ohne viel Aufwand moeglich. Mir hat sie meine Lust und meinen Spass am Espresso gerettet, lange haette ich das Gebastel und Probiere an "halben Sachen" nichtmehr ausgehalten ;P. Mit der Brewtus hingegen hat man jedesmal wenn man sich einen Espresso auf der Zunge zergehen laesst das erbauliche Gefuehl, dass man doch kurz davor ist Weltklasse Kaffee zu produzieren.
Gruesse
- Dario
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06.11.2008, 13:10
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AW: Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)
Hi Dario,
freut mich, daß Du mit Deiner neuen Maschine so zufrieden bist!  Ich hatte ja einige Probleme mit der Star ein wenig im Forum mitbekommen.
Du schilderst die Vorteile der Dualboiler sehr treffend. Ich dachte auch erst, es wird schon nicht so ein Riesenvorteil sein, aber wenn es dann selbst mal in der Praxis einige Zeit ausprobiert hat, merkt man, daß sich das DB-Prinzip (gerade daheim) wirklich lohnt.
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06.11.2008, 13:44
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AW: Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)
Zitat:
Zitat von NebuK
- Ab damit in die Brewtus, Hebel auf 45*, warten bis die ersten Tropfen kommen, Hebel ganz hoch und zuschauen wie rehnbraunes Gold aus dem ST Laeuft.
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Ist das eine Besonderheit der Rotations-Brewtus in Verbindung mit der E61 oder warum machst Du das so?
Gruß
Peter
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06.11.2008, 13:50
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AW: Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)
Ein klasse Bericht, der Interessenten der Maschine sicher viel hilft!!!
In anderen Threads wurde ja schon des öfteren die Frage aufgeworfen, ob E61 am Dualboiler Sinn macht. Nach dem Bericht frage ich mich das aber auch immer mehr. Beim HX muss ich die Gruppe runterkühlen und beim DB brauche ich den Leerbezug um die E61 Gruppe ordentlich auf Temperatur zu bringen,
DEr bei der E61 gewollte Temperaturverlust ist beim DB ja gerade kontraproduktiv. Insofern wäre die konsequente Entscheidung ja gegen E61.
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06.11.2008, 14:01
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AW: Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)
Genialer Bericht! Vielen Dank!
Eine Rotationspumpe hat unsere Brewtus zwar nicht, aber die restlichen Vorteile (auch den Aufbau der Brewtus) kann ich nur bestätigen.
Viele Grüße,
hawi
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06.11.2008, 14:04
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AW: Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)
Zitat:
Zitat von Barista
DEr bei der E61 gewollte Temperaturverlust ist beim DB ja gerade kontraproduktiv. Insofern wäre die konsequente Entscheidung ja gegen E61.
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Dafür gibt es ja den Temperatur-Offset, den man am Thermostat einstellen kann. Und den Thermosyphon haben ja auch die DB-Maschinen, es ist also nicht so, daß die E61 nicht auf Temperatur gehalten wird.
Grüße,
hawi
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06.11.2008, 14:05
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AW: Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)
Zitat:
Zitat von Barista
Ein klasse Bericht, der Interessenten der Maschine sicher viel hilft!!!
In anderen Threads wurde ja schon des öfteren die Frage aufgeworfen, ob E61 am Dualboiler Sinn macht...
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Na weisst Du, es wurde hier ja schon immer viel fabuliert und theoretisch diskutiert. Das mach ich auch gern und das ist gut so.
Aber am Ende würde ich auf die Leute hören, die sich das Teil gekauft haben und selbst gemessen haben - und von denen habe ich noch nie was in der Richtung, wie "E61 und Dualboiler passen überhaupt nicht zusammen" gelesen.
Der gemeine Benutzer will keine theoretisch 100%ige Maschine, sondern eine, die in der Praxis gute und konstante Ergebnisse abliefert. Und genau das macht die Brewtus. Die Gutmütigkeit der E61 Brühgruppe und die Dualboilerlösung halte ich persönlich für eine sehr gelunge Mischung, die eine hohe Konstanz an guten Shots verspricht, wie sie sonst kaum eine Maschine erreicht.
Videos wie diese hier:
http://www.youtube.com/v/PivmkXWivP8&hl=de&fs=1
sprechen doch eigentlich für sich, oder?
Vor Nebu waren es ja zahlreiche andere (renommierte, siehe Schomer) die mit Testreihen bestätigt haben, das das Ganze äußerst Temp. stabil ist. Was soll denn da nicht zusammenpassen?
Die Brewtus gibts nun ja schon einige Jahre, die Izzo Alex Duetto und die Vibiemme Domobar Super PID sind relativ neu. Das sind alles renommierte Firmen, die wären kaum auf den E61 / Dualboiler Zug aufgesprungen, wenn das System ansich ein Griff ins Klo wäre.
Gruß
Peter
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06.11.2008, 14:06
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AW: Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)
Hallo,
auch von meiner Seite ein Dankeschön für den ausführlichen Bericht. Es freut mich, dass es nach den Problemen mit der Faema nun doch noch zu einem guten Ende gekommen ist.
Gibt es Bilder von Deiner aktuellen Ausstattung?
Grüße,
Magnus
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Philips HD5730/10 und Philips HD7546/20 + Solis Scala 166
Früher: Quickmill 05000a, Alessi Coban Nespresso, Gaggia Paros, ECM Casa I, Fiorenzato Bricoletta levetta + Demoka M-203
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06.11.2008, 18:53
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AW: Nebu und der Kaffee: Ein Leidensweg, der mit der Brewtus endet (Review)
Zitat:
Zitat von pefro
Ist das eine Besonderheit der Rotations-Brewtus in Verbindung mit der E61 oder warum machst Du das so?
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Wenn kein Wasserdruck dauerhaft anliegt hast du mit dem Boiler (der ja quasi immer voll ist, in dem keine Luft als Totvolumen existiert) und 45*C-Stellung ein Problem: Es kommt Wasser aus dem Kessel raus (ueberdruck im Kessel), aber kein neues rein da eine Vibrationspumpe auf aus Blockiert, das Ding kann also nicht anstaendig saugen. Ein Unterdruck im Kessel ist die Folge - und der Kessel mag es garnicht dauernd Ausgedehnt und zusammengezogen zu werden.
Ansonsten haben (eigentlich?) alle E61er die 45*-Stellung auf der alle "Ventile" offen sind, die Pumpe aber nochnicht laeuft.
Bilder und Videos kann ich am Wochenende gerne noch ein wenig machen.
Es ist auch richtig, dass DB und E61 nicht so der hammer ist, da gaebe es sicher schlauere Systeme, aber eben gaebe, weil gebaut hat das noch niemand. Die Vivaldi S1 kommt noch am naehsten ran, hat aber keine so gut funktionierende Preinfusion wie die E61, leider - *ansonsten* waere selbige vorzuziehen ;P.
Danke fuers Lob, und Gruesse
-Dario
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