Nachdem ich noch in der Einfindungsphase bin, was das "richtige" Espresso-Brauen anbelangt, und ich immer wieder kleine (oder auch größere) Fehler in der Tasse habe, ohne genau zu wissen, wo sie herkommen, habe ich beschlossen, meinen alten Grand-Crema-Siebträger (den ich sicherlich nie wieder brauchen werde...) in einen Bottomless zu verwandeln.
Keine Ahnung, obs wen interessiert, für alle Fälle hab ich mal die einzelnen Schritte dokumentiert und werde sie jetzt mal hier posten!
Zunächst mal hier die Einzelteile des GC-Siebträgers, das Zerlegen geht relativ einfach, unten die drei Schrauben ab, dann das beige Plastikteil mit sanfter Gewalt komplett (mit allen Federn usw.) abziehen und auf der anderen Seite das schwarze Plastikteil und die rote Dichtung rausnehmen. Den Deckel am Ende des Griffs kann man dann bei der Gelegenheit auch schon mal abnehmen...
Den (relativ schweren) Messingteil hab ich dann erst mal in der Drehbank eingespannt und den kompletten Boden einfach rausgedreht. Das sollte ich mal besser noch öfters üben, zwischendurch kam mir das Ding nämlich einfach mal entgegen (das Messingteil, nicht die Drehbank), hat jetzt ein paar Schrammen, aber egal, davon lässt sich der ambitionierte Hobbybastler ja nicht abbringen (*grunz grunz*).
Das Resultat sieht dann folgendermaßen aus (daneben noch Griff und Schrauben, der Rest ist schon entsorgt)
So, damit der Siebträger hinterher auch wieder zusammengesetzt werden kann, hab ich an der (richtigen, ausprobieren) Seite ein Loch gebohrt, Durchmesser 7,5mm, damit mit dem 8er Gewindeschneider das Gewinde geschnitten werden kann (äh, ja, was sonst eigentlich? egal, weiter...). Zur Probe hab ich dann mal den Griff wieder drangehalten und - oh Schreck, das Loch ist ja viel zu weit oben! Sh... Na gut, auch davon lässt sich der Heimwerker nicht abschrecken, da wird einfach ein neues Loch gebohrt, etwas versetzt natürlich. So siehts dann aus (nicht schön, aber hinterher siehts dann eh keiner mehr...)
So, damit wäre dann das (verchromte) Messingteil fertig. Es geht an den Griff. Da muss auch erst mal der Boden ab. Das geht am einfachsten mit der Bandsäge. Dremel würde auch gehen (mit den richtigen Scheiben, die nicht alle 5 Sek. abbrechen), zur Not tuts auch die Handsäge (wenn ich nur nicht so ungeduldig und faul wär...):
In den Ring wird dann noch beim Griff ein 8mm-Loch gebohrt, durch das dann der Griff am Messing-Teil verschraubt wird.
So, vom Löcherbohren und Gewindeschneiden hängt noch die Schneidölschlotze überall dran, das muss erst mal alles wieder ab, also ab mit den Einzelteilen in ein Plastikbecherchen, Spülmaschinentab dazu, kochendes Wasser drüber, fertisch is die Suppe. Sieht erst mal ziemlich eklig aus, nach ner halben Stunde/Stunde wird dann alles nachgespült - und:
Dieses Spülmaschinenzeug wirkt wirklich Wunder, muss ich sagen...
So, nun die Einzelteile noch zusammensetzen und alles ist fertig.
Von oben siehts so aus:
Und von unten:
Bilder vom ersten Shot gibts, wenn ich wieder zu Hause bin, das dauert noch n paar Minütchen. Werden aber nachgereicht, falls Interesse besteht...


LinkBack URL
About LinkBacks






Zitieren








Lesezeichen