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  1. #1
    mthier ist offline Benutzer
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    Standard Bruehdruckregulierung-sinnvoll?

    Hallo!

    Habe mich in letzter Zeit mit der Feineinstellung meiner Maschine beschäftigt und bin jetzt beim Bruehdruck angelangt. Wo liegt der Nutzen einer Bruehdruckbegrenzung bei 9 bar eigentlich? wenn die Faktoren (Mahlgrad,Tamperdruck und Kaffeemenge) nicht stimmen kann doch auch bei bruehdruckeinstellung nix besseres draus werden, oder habe ich da was missverstanden?

    Beste Gruesse, Mark
    Rancilio S24 und Anfim Best und:
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  2. #2
    Largomops ist gerade online Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bruehdruckregulierung-sinnvoll?

    Natürlich muss alles andere stimmen. Was nutzt eine 10 000 Euro Maschine in einer Gaststätte wenn der, der sie bedient keine Ahnung hat.

    Wenn man eine gute Maschine hat, eine noch bessere Mühle, frischen Kaffe und das technische bei der Zubereitung beherrscht, dann kann man auch mal probieren wie sich der Espressogeschmack mit reduziertem Brühdruck ändert.

    Es gibt unterschiedliche Meinungen, die überwiegende Mehrzahl der Leute, die die Zubereitung beherrschen, finden den Espresso bei 9 bar besser. Ich bin auch der Meinung dass der espresso bei 9 bar besser wird als bei 13 oder 14.

    Bei der Gaggia CC z. B. hat es doch etwas spürbares gebracht.
    Gruß aus der Falz, Largomops

    BFC Lira 2-gr, BZ99, CC-PID, Mazzer Mini-E, K3, Demoka M-203, Moccamaster, Gene, HPR

  3. #3
    mthier ist offline Benutzer
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    Standard AW: Bruehdruckregulierung-sinnvoll?

    Verstehe...
    Kann sein, dass ich falsch liege aber ist es nicht so dass meine vibrationspumpe den druck aufbaut der benoetigt wird, um das wasser durch den puck zu druecken und das können 15 oder eben auch 9 bar sein. Je nachedem wie fein gemahlen und so weiter. Liegt es also nicht mehr an meiner Handhabeung als an der einstellung des Magentventils, wieviel druck aufgebaut wird?

    Mark
    Rancilio S24 und Anfim Best und:
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  4. #4
    Michl LA ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bruehdruckregulierung-sinnvoll?

    Zu diesem Dauerthema gibt es schon ellenlange Abhandlungen, z.B. hier:

    Brühdruckreduzierer = Schattenparker?

    Besten Gruß

    Michl
    Gaggia CC mit PID, Saeco Sin 007 seit '91 mit Classic-ST im Büro, diverse Dienes Mokka, diverse Zassenhaus Mokka

  5. #5
    cappufan ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bruehdruckregulierung-sinnvoll?

    Hi,
    solange man richtig fein mahlen kann, ist der dann eingestellte Brühdruck m. W. der beste.
    Ich hatte wieder mal (4. Versuch) den Brühdruck an meiner Maschine für einige Wochen gesenkt, aber ich mußte doch ein wenig gröber mahlen, es blondierte früher und schmeckte mir (subjektiv) irgendwie dünner. Ich muß aber dazu sagen, daß ich fast nur das Doppelsieb nehme.
    Jetzt habe ich den Druck wieder erhöht (ca. 11,25 Bar = ca. 12 Bar am Maschinenmanometer), kann wieder richtig fein mahlen und bin sehr zufrieden mit dem Aroma und der dicken Crema.
    Es ist natürlich immer Geschmackssache und jeder soll den Brühdruck einstellen, der ihm am besten gefällt.
    Bei Rota-Pumpen werden 9 Bar direkt eingestellt und nicht wie bei Vib.pumpen-Maschinen übers Expansionsventil.
    Will sagen, bei Vib-Pumpen in Heimgeräten müssen die amtlichen 9 Bar der Espressonorm nicht unbedingt besser passen.
    Wenn doch, ist ja wunderbar, dann würde ich natürlich die 9 Bar eingestellt lassen. Aber man sollte es mal ausprobieren und sich selbst ein Bild machen.
    Eingelagert: Rancilio Silvia V3 + Mahlkönig Vario Home V2. Moccamaster KBT 741, Aeropress + Hario Slim Handmühle.
    Vorherige Mühlen: Gaggia MM, Ascaso i2-mini, Macap M4, Mazzer Mini E/B, Iberital Challenge, Mahlkönig Vario Home V1, Mazzer Kony E, Compak K-3 T

    Vorherige Maschinen: Gaggia Baby Class D, Rancilio Silvia V2, Vibiemme Domobar Super (HX), Gaggia Classic + Auber PID, Vibiemme Domobar Super PID Dualboiler, Nuova Simonelli Oscar, Rancilio Classe 6 LE1 Leva


  6. #6
    Kaffee-Paul ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bruehdruckregulierung-sinnvoll?

    Hallo,


    Zitat Zitat von Largomops Beitrag anzeigen
    Wenn man eine gute Maschine hat, eine noch bessere Mühle, frischen Kaffe und das technische bei der Zubereitung beherrscht, dann kann man auch mal probieren wie sich der Espressogeschmack mit reduziertem Brühdruck ändert.
    Ich sehe es so:
    Alle Parameter sollten als Ausgangslage den INEI-Empfehlungen entsprechen (abgesehen von der Temperatur, da liegen die doch etwas sehr niedrig für die meisten Kaffees), also auch Druck bei ca. 9 bar +/- 1 bar. Wenn man dann alles beherrscht, könnte man aus Spaß mal den Brühdruck hier und da ändern.



    Zitat Zitat von cappufan Beitrag anzeigen
    Bei Rota-Pumpen werden 9 Bar direkt eingestellt und nicht wie bei Vib.pumpen-Maschinen übers Expansionsventil.
    Will sagen, bei Vib-Pumpen in Heimgeräten müssen die amtlichen 9 Bar der Espressonorm nicht unbedingt besser passen.
    Das verstehe ich nicht ganz...
    (ich meine nicht die EInstellmöglichkeiten bei beiden Pumpentypen sondern den Rückschluss daraus!).


    Gruß

    Paul
    VFA Expres Torino A Automatic, Sonderausführung mit einstellbarer Präinfusion -- Cunill Mühle "El Café Tranquilo" -- Obel Mühle "Junior" [aka "Roma professional"] und "Globo silenzioso" -- La Pavoni Tua (bald läuft sie wieder...) -- Bodum Stempelkanne -- Kona Kanne Bodum "Santos" -- VFA Expres Pronta 3-gruppig
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  7. #7
    cappufan ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bruehdruckregulierung-sinnvoll?

    Hi Paul,
    eigentlich wollte ich damit nur sagen, daß Rotas in der Gastronomie prinzipiell auf 9 Bar eingestellt sind, was einfach Standard bei den Gastromaschinen ist.

    Und daß bei den Vib.pumpen-Heimgeräten darüber nicht unbedingt Konsens herrscht. Viele sind mit dem höheren Brühdruck der Werkseinstellung bei ihren Heimgeräten sehr zufrieden. Viele andere wiederum ziehen den reduzierten Brühdruck vor.

    Die 9 Bar der INEI Norm lassen sich, jedenfalls in meinem Fall, nicht auf jede Vib-Heimmaschine erfolgreich anwenden, sofern der Geschmack vorrangig ist. Ich hab's ja in vier Versuchsphasen inkl. Mittrinkern getestet und wir haben jedes Mal wieder hoch gestellt. Aber meine Maschine gehört auch nicht zu den INEI-zertifizierten Vibiemme Modellen Ich hätte die Norm auch gern enger angewandt. Schmeckt (uns) aber leider nicht.

    Von Scott Rao habe ich gelernt, daß ein möglichst feiner Mahlgrad wichtig ist, um eine leckere Emulsion zu erreichen. Das kann bedeuten, daß man im Brühdruck wieder höher gehen sollte, bis es schmeckt.

    Die 9 Bar sind keine Pflicht bei Prosumer-Geräten. Die 88 Grad Brühwassertemperatur der INEI kann ich übrigens auch nicht einhalten. Meistens liege ich höher.

    Mit meinem Beitrag will ich nur ausdrücken, daß man sich nach den individuellen Vorlieben richten sollte Super ist es, wenn man die Möglichkeit hat, über ein Ex.ventil beide Brühdrücke auszuprobieren.
    Eingelagert: Rancilio Silvia V3 + Mahlkönig Vario Home V2. Moccamaster KBT 741, Aeropress + Hario Slim Handmühle.
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  8. #8
    Kaffee-Paul ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bruehdruckregulierung-sinnvoll?

    Hallo,

    Zitat Zitat von cappufan Beitrag anzeigen
    eigentlich wollte ich damit nur sagen, daß Rotas in der Gastronomie prinzipiell auf 9 Bar eingestellt sind, was einfach Standard bei den Gastromaschinen ist.
    Du glaubst ja nicht, was ich schon alles gesehen habe...


    Zitat Zitat von cappufan Beitrag anzeigen
    Und daß bei den Vib.pumpen-Heimgeräten darüber nicht unbedingt Konsens herrscht.
    Die grundsätzliche Frage betrifft ja den Druck, egal, wie dieser nun erzeugt wird (Druckerzeug und Delta P über die Zeit mal außen vor...)

    Zitat Zitat von cappufan Beitrag anzeigen
    Viele sind mit dem höheren Brühdruck der Werkseinstellung bei ihren Heimgeräten sehr zufrieden. Viele andere wiederum ziehen den reduzierten Brühdruck vor.
    Wahrscheinlich ist es so, daß Hersteller / Vertreiber sich bei den vergleichsweise billigeren Heimgeräten weniger Mühe geben, was das Feintuning im Auslieferungszustand angeht.
    Ob der Anwender dann ein Gefühl der Zufriedenheit hat oder nicht, is dann eine andere Frage. Ich behaupte aber: Die Wahrscheinlichkeit, daß sich ein Glücksgefühl einstellt, ist (statistisch gesehen!) mit "amtlichen" 9 bar Fliessdruck größer, da dies (These) zu einer größeren Anzahl von Umgebungsparametern passt.

    Umkehrschluss: Wenn's eben nicht passt, dann spricht natürlich nichts gegen einen höheren Druck!



    Gruß

    Paul
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  9. #9
    Arni ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bruehdruckregulierung-sinnvoll?

    Automatisch jede Maschine auf die 9 bar zu regulieren, halte ich für unangebracht. Jeder solllte erst einmal mit dem vom Hersteller eingestellten Druck arbeiten und den richtigen Mahlgrad etc. herausfinden. Wenn er mit seiner Maschine vertraut ist, und mit dem Espresso nicht zufrieden ist, kann er ja einmal den Druck am ExpV reduzieren. Das Ergebnis kann von Maschine zu Maschine unterschiedlich sein und die Druckreduzierung ist kein Allheilmittel. Das haben mir auch erfahrene Servicebetriebe so bestätigt.

  10. #10
    Bubikopf ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bruehdruckregulierung-sinnvoll?

    Von Scott Rao habe ich gelernt, daß ein möglichst feiner Mahlgrad wichtig ist, um eine leckere Emulsion zu erreichen.
    Das glaubst Du Scott.

    Das kann bedeuten, daß man im Brühdruck wieder höher gehen sollte, bis es schmeckt.
    Das Scott aber klar 8-9 Bar als Brühdruck nutzt blendest Du aus.
    Das nenn ich selektiv.
    Die 88 Grad Brühwassertemperatur der INEI kann ich übrigens auch nicht einhalten. Meistens liege ich höher.
    Siehe mal S. 31 in Scotts Buch.
    Gruss Roger

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