Ergebnis 1 bis 10 von 10
  1. #1
    neuwagen ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Kaufempfehlung Handhebelmaschine...

    Hier bräuchte mal wieder jemand ein paar Tips in Sachen Handhebelmaschine. Hab schon viele Beiträge zu diesem Thema gelesen, auch viele Widersprüche entdeckt.
    Tendiere im Moment zur Elektra Micro Casa a Leva. Sorgen machen mir nur ein paar Kommentare zu der Crema. Der Druck sei nicht ausreichend.
    Stimmt das?
    Ich habe Gastro-Erfahrung mit versch. Cimbali Maschinen, bin also handwerklich kein Anfänger. Und bin auch bereit die aufwendige Zeremonie zu betreiben. Wir sind zu zweit und trinken jeder 2-3 Espressi am Tag. Kaum Latte Getränke. Also ich denke mit Überhitzung bekomme ich da keine Probleme. Wie gesagt, Maschine nur für den Privatgebrauch. Beim Preis geh ich bis ca. 1000 Eur. Obergrenze.
    Was könnte mich zum Kauf einer automatischen hinziehen?
    Merci

  2. #2
    Helmholtz ist offline Benutzer
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    Standard AW: Kaufempfehlung Handhebelmaschine...

    kann dir wegen Handheblmaschinen überhaupt nicht persönlich behilflich sein - kannst dir ja aber mal diese beiden reviews anschaun, mir gefällt die gaggia besser, die videos von dem ding sind echt zum anbeißen...
    CoffeeGeek - Elektra Micro Casa a Leva
    http://www.home-barista.com/gaggia-a...ers-guide.html

  3. #3
    Michele ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaufempfehlung Handhebelmaschine...

    falls du klassische Maschinen mit langen Hebeln meinst, kann ich dir was erzählen...
    GS/3 Paddle : Macap M7D : La Cimbali Max : Seba Caffé

  4. #4
    Bubikopf ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaufempfehlung Handhebelmaschine...

    Schau dir doch mal die Ponte Vecchio Lusso bei Pasmarose an, die hat eine sehr starke Feder bei kleinem Kolbendurchmesser, der Druck ist OK.
    pasmarose.de: Ponte Vecchio Handhebelmaschine Lusso 1gruppig
    Gruss Roger

  5. #5
    neuwagen ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Kaufempfehlung Handhebelmaschine...

    Michele:
    erzähl mir bitte was, ich bin wissensdurstig...
    hab mir deine angeschaut, sehr sehr schön.´
    wie schwer ist die denn? probleme mit dem verschieben, beim einhängen?
    wo gekauft? händler in D oder Schweitz bekannt?

  6. #6
    dergitarrist ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaufempfehlung Handhebelmaschine...

    Die Ponte Vecchio sieht vernünftig und nahezu preiswert aus. Werd ich auf jeden Fall im Hinterkopf behalten, sollte ich langfristig bei der Hebelei bleiben.

  7. #7
    Michele ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaufempfehlung Handhebelmaschine...

    also in der Regel sind Hebelmaschinen Einkreiser, der ganze Zweikreiser/Ventil-Schnickschnack entfällt und das Ganze beschränkt sich auf ein Zulaufventil, was allerdings meistens aus dem Festwasser gespeißt werden möchte.

    Der Kessel läuft permanent auf Dampftemperatur, bei meiner Piazza sind das 1,1 bar. Das Wasser zirkuliert durch um den Zylinder herum, wärmt den Zylinder und kühlt sich selber dabei auf kaffeemehlfreundliche Temperaturen herab. Ab hier ist mir nicht ganz klar was bei einem Bezug passiert: meinen Nachforschungen entsprechend, fließt bei Bezug das Wasser aus der Ummantelung in den Zylinder...aber ich weiß es nicht genau. Das wäre aber ideal, weil i.d.R. zusammen mit einem Bezug auch Wasser in den Kessel nachgeholt wird.

    Die Preinfusionsphase wird nun manuell gesteuert und der Druckaufbau kann durch gezieltes Führen des Hebels beeinflusst werden. Die nicht lineare Kraftabgabe der Feder sorgt dann für eine Brühdruckkurve, von der Rotationspumpen nur träumen können und presst dann i.d.R. zwei Portionen Wasser durch den Puck, man muss bei nur einer Tasse diese dann selbst wegziehen, nebenbei entspannt aufschäumen erfordert Aufmerksamkeit. Nach dem Wegziehen der Tasse und unter Verwendung eines Einer-Siebträgers kommt dann das raus, worauf Pad-User geeicht werden: Inhaltsfreier Schümli mit zum Schluss richtig großen Luftblasen -> ungenießbar, zum richtigen Zeitpunkt muss die Tasse unterm Siebträger verschwinden. Es gibt kein Dreiwegeventil was den Bezug beendet, dafür aber auch keine verknarzten Duschen, Brühköpfe und unwillige Ventile, ein Rückspülen ist garnicht möglich und notwendig. Nach dem Auslaufen kann der Siebträger gefahrlos entfernt werden, aber nicht früher!

    Bei meiner Piazza passen 7g Mehl knapp oberhalb in den Konus des Siebes, der Tamper geht auf Anschlag mit dem Sieb und die Verdichtung stimmt exakt, eine Dosierung per Augenmaß ist dadurch sehr einfach.

    Beim Aufschäumen verwende ich ein 1l Gefäß und zum Gießen ein 0,5l Kännchen, Latte Art ist immer drin

    Bitte nicht böse sein, liebe Zweikreis/Rota-Fangemeinde, dies ist ein Hebel-Thread

    hab´ jetzt keinen Knopf zum Bilderhochladen gefunden, suche aber weiter...
    GS/3 Paddle : Macap M7D : La Cimbali Max : Seba Caffé

  8. #8
    Gino! ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Kaufempfehlung Handhebelmaschine...

    Zitat Zitat von neuwagen Beitrag anzeigen
    Tendiere im Moment zur Elektra Micro Casa a Leva. Sorgen machen mir nur ein paar Kommentare zu der Crema. Der Druck sei nicht ausreichend.
    Stimmt das?
    also, es scheint eine ordentliche Crema zumindest nicht unmöglich:
    YouTube - Elektra Microcasa a Leva espresso shot
    YouTube - QVTV #1: Dicas de como tirar um bom café espresso

    ...auch wenn es mit der Elektra vielleicht nicht so aussieht:
    YouTube - espresso shot with Gaggia Classic

  9. #9
    dergitarrist ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaufempfehlung Handhebelmaschine...

    Sieht in diesen youtube Clips allerdings so aus als müsste man sich an minutenlange Bezüge gewöhnen...

  10. #10
    emil ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Kaufempfehlung Handhebelmaschine...

    Das Wasser zirkuliert durch um den Zylinder herum, wärmt den Zylinder und kühlt sich selber dabei auf kaffeemehlfreundliche Temperaturen herab. Ab hier ist mir nicht ganz klar was bei einem Bezug passiert: meinen Nachforschungen entsprechend, fließt bei Bezug das Wasser aus der Ummantelung in den Zylinder...aber ich weiß es nicht genau. Das wäre aber ideal, weil i.d.R. zusammen mit einem Bezug auch Wasser in den Kessel nachgeholt wird.
    ... wenn man mal eine auseinandergenommen hat, werden einem die Zusammenhänge schnell klarer:
    Aus der Gruppe steht ein Steigrohr in den Kessel, der im oberen Bereich des Kessels komprimierte Dampf drückt Heisswasser aus dem unteren Bereich des Kessels durch das Steigrohr in die Gruppe. Die ist ein offenes System, d.h. der Kesseldruck liegt im Steigrohr, der Rückschlagventilkammer, dem Zylindermantel und dem Bereich des Kolbens zwischen den Dichtungen an. Die obere Dichtung verhindert einen Austritt des Wassers in den Bereich Feder/Hebel, die untere Dichtung verhindert einen Austritt des Wassers durch das Duschensieb.
    Beim Heben des Kolbens passiert die untere Dichtung irgendwann die Einlassöffnung(en) im Zylinder - dann (und nur dann) strömt Heisswasser aus dem Duschsieb in den Puck (oder in die Ablaufschale), und zwar solange, bis in der Gruppe Kesseldruck herrscht. Sonst strömt nix - die Hebelgruppen sind keine Thermosiphon-Gruppen, sondern sozusagen luftgekühlte Wärmetauscher. Die Temperaturkonstanz wird über schiere Masse erreicht: 7 kg Messing gegen 60 ml Heisswasser, da ist klar, wer sich anpasst ...
    Beim Senken des Kolbens wird durch den Kolben und den Puck ein Gegendruck zum Kesseldruck erzeugt - in dem Moment, wo der Kolbendruck den Kesseldruck übersteigt, schliesst das Rückschlagventil (meist eine kleine Edelstahlkugel) die Verbindung zum Kessel und das Wasser hat nur noch einen möglichen Ausweg: Durch das Duschsieb und den Kaffee in die Tasse.
    Die sich entspannende Feder drückt dabei gleichzeitig den Kolben nach unten und den Hebel nach oben, was alleine schon ein sehenswertes Schauspiel ist ... vor allem die absolute Geräuschlosigkeit der Methode ist klasse.
    Ach ja, und auch ein Handhebelespresso dauert nicht länger als ca. 30 Sekunden - die Blasen danach sollten nicht mehr in die Tasse.

    Gruss Emil
    LMWDP #282
    ... it is nearly magical to observe the precision that exists in the simple systems. (Doug Garrott, www.orphanespresso.com)

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