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  1. #1
    Carauli ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Inbetriebnahme ECM Giotto

    Hallo zusammen

    Seit gestern bin ich Besitzer einer ECM Giotto (Premium, Bj. 2006), die ich dank eines Tips hier im holländischen Nachbarstäädtchen für 750 € kaufen konnte, ungebraucht und tiptop. Wen es interessiert (s. im Forum Verkauf unter "ECM Giotto Einkaufstip").
    Jetzt möchte ich gerne loslegen und habe noch einige Fragen, um nichts falsch zu machen. Leider habe ich nur die holländische Gebruiksaanwijzing, eine Bedienungsanleitung in deutsch wäre mir lieber bzw. sicherer. Kann da jemand helfen?
    Konkret habe ich folgende Fragen:

    1. In der holländischen Anleitung ist davon die Rede, daß ich vor Füllung des Tanks die zwei beweglichen Wasserleitungen (nach Öffnen des Deckels oben)herausnehmen und in den Tank hängen soll, damit das Wasserpumpen klappt ("trek de 2 flexibile pipjes naar buiten....Hang de flexibile pipjes in het waterreservoir en let er goed op dat het uiteinde onder water zit"). Wie meine Bilder unten zeigen, hat mein Tank weder die bildlich gezeigten Einbuchtungen am Rand für die Wasserleitungen noch funktioniert er so. Er wird unten auf ein rundes Ventil (?)gedrückt und darüber erfolgt die Wasserabnahme, oder? Was ich dann nicht verstehe: wozu ist der Schlauch gut, der nach Herausnahzme des Tanks von diesem Ventil nach liks und dann nach oben wegführt, wo er dann angeklemmt ist (letztes Bild)?
    Ist das eine Art Entlüftung, ein Reserveschlauch oder was sonst? Zwischen Handbuch und Gerät gibt es da einen gewissen Widerspruch...

    2. Muß ich sonst etwas beachten, bevor ich loslege? Wie die Hebel und Drehknöpfe zu stehen haben, wird aus dem Handbuch klar. Im Netz habe ich ein älteres englisches manual gefunden für eine Giotto von 1997, wo davon die Rede ist, daß unbedingt zu Anfang Dampf für 5 Sekunden abzulassen ist. In meiner holländischen Gebruiksaanwijzing steht davon nichts mehr. Technisch verbessert?

    3. Und schließlich, wenn eine Maschine gute zwei Jahre nach der Produktion erstmals benutzt wird: gibt es da Bedarf an Fettung für Dichtungen etc?

    Ansonsten: ich habe hier immer von Reduzierung des Drucks von 15 auf 9,2 bar gelesen. Ich gehe da ungern bei einer neuen Maschine ran, auch wenn es genau erklärt wird. Ich kenne vergleichbare Diskussionen von anderer Technik - etwa von Navis oder Flachbild-TVs - , wo die technischen Freaks sofort mit Optimierungen kommen, die Technik zerlegen wollen und manchmal Dinge verschlimmbessern. Nichts klappt mehr oder einer "ganz kleinen" Verbesserung folgt ein Schwanz weiterer notweniger Anpassungen. Ich unterstelle den Ingenieuren bei ECM in Italien mal, daß sie wissen, was ein guter Espresso an Technik braucht und nicht aus lauter Jux eine so aufwendige Maschine mit "falschen Werten versehen" bzw. an die Kunden bringen.
    Also, eine Bedienungsanleitung für Modell 2006 wäre super......
    Gruß Carauli













  2. #2
    Andros1 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Inbetriebnahme ECM Giotto

    Glückwunsch zu deiner Maschine. Superfang!

    Eine deutsche Anleitung habe ich leider auch nicht, nur die englische.
    Wofür brauchst du die denn?

    Du kannst mit der Maschine nicht viel falsch machen, sie sorgt selber dafür, daß sie entlüftet beim aufheizen, den Kessel automatisch befüllt, wenn kein Wasser im Tank ist abschaltet, wenn der Druck im Kessel übermäßig ansteigt, das Sicherheitsventil öffnet, u.s.w.

    Du machst dir eigentlich viel zu viele Gedanken.
    Wie du richtig vermutest, ist die Maschien sehr solide konstruiert und auch sehr übersichtlich aufgebaut.
    Diverse Komentare im Kaffeennetz bezüglich angeblich schwierig zu öffnenemdem Gehäuse und kompliziertem Aufbau der ECM Techika beziehen sich auf die Technika III aus deutscher Fertigung, das hier ist eine Giotto oder Technika II.

    Punkt 1-3 kannst du beruhigt zur Seite legen.
    Ein paar kleine Verbesserungen wurden bei grundsätzlich gleichem Aufbau seit 1997 hinzugefügt, z.B. das Entlüftungsventil und die Wasserentnahme des Tanks von unten incl. Wasserstandssensor für fehlendes Wasser im Tank.
    Das mit dem Entlüften und 2 Schläuchen in den Tank hängen kannst du also vergessen.
    Bezüglich Brühdruck und Kesseldruck solltest du einfach mal nachmessen. Ich habe meine auf 1,1 Bar Kesseldruck und 9,5 Bar Brühdruck eingestellt, damit sie optimale Ergebnisse liefert. Kesseldruck sollte nicht höher liegen, dann ist die Überhitzung nicht so schnell da, der Druck ist aber immer noch sehr ausreichend zum schäumen. Meine Maschine fängt erst bei ca. 1/2 Stunde an zu überhitzen, und dann reicht auch eine halbe Tasse Wasserentnahme aus.
    Der Brühdruck sollte bei 9,5 Bar eingestellt sein.

    Ersterer wird am Pressostaten eingestellt über die +/- Schraube (von hinten gesehen: links seitlich am Tank angeschraubt, siehe mein Bild in deinem anderen Thread),
    letzterer am Expansionsventil, d.h. der großen mittigen Sechkantschraube zwischen den Schläuchen unter dem Tank, zum Messen brauchst du ein Siebträgermanometer. Würde ich überprüfen.

    Schmeckt den der Espresso?

    Die Kunststoffreling ist übrigens nicht nur schön, weil sie an die Kunststofreling der alten Barmaschinen erinnert (Faema 61), sondern auch praktisch, weil sie zusammen mit einem darüber gelegten Tuch dafür sorgt, daß auch mehrere Cappu- und Espressotassen in ein oder zwei Lagen übereinander oder der 2. Siebträger knallheiß auf der Ablage bleiben - auch wenn mal Gäste da sind und man viele warme Tassen nacheinander braucht.
    Geändert von Andros1 (21.03.2009 um 23:47 Uhr)
    Beste Grüße,
    Andros

    LMWDP309 /// Faema Faemina (1955), Faema E 61 eingr. (1965), Brasilia Minilady /// Mazzer SuperJolly, Isomac Cono /// Roaster Behmor 1600 /// no atomstrom ...

  3. #3
    Carauli ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Inbetriebnahme ECM Giotto

    Andros, danke für deine schnelle Antwort. Wie gesagt, ich bin zu der Maschine wie die Jungfrau zum Kind gekommen. Ich war zwar auf der Suche, aber als sich dann plötzlich die Gelegenheit bot...ging's nicht anders. Jetzt muß ich mich also schlau machen und versuche das schrittweise. Gut zu wissen: Wasserentnahme von unten, 5-Sekunden-Entlüftung entfällt (da automatisch). An's Basteln gehe ich erst dann, wenn ich die Maschine beherrsche. Was der Schlauch in der Ecke (nach oben) soll, bleibt mir allerdings schleierhaft .
    Bisher habe ich noch nichts gemacht, weil ich Schiß habe, ohne Bedienungsanleitung für "das erste Mal" gleich einen Schaden zu produzieren. Ich bin da gebranntes Kind nach dem Motto "erst handeln, dann denken". Diesmal also umgekehrt.
    Was mir im Unterschied zu früheren Maschinen aufgefallen ist: um das Sieb aus dem Siebträger zu pfriemeln, bedarf es echter Anstrengung wegen dieses Drahtes, der das Sieb festklemmt. Normalerweise habe ich bei anderen Maschinen nach jedem Bezug das Sieb aus dem Träger genommen, kurz außerhalb des Siebträgers gereinigt udn neu eingesetzt (ich trinke Espressi ja nicht am Fließband und nehme mir die Zeit). Jetzt aber ist es wohl besser, das Sieb im Träger zu lassen und nur dort auszuspülen, ohne Entnahme. Liege ich da falsch?
    Grüße von Carauli

  4. #4
    Gatz ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Inbetriebnahme ECM Giotto

    Wenn du das Sieb mehrmals entfernt hast geht das irgendwann leichter da die Spannung des Drahtes noch etwas nachlässt.

    L.G.
    Martin
    Izzo Alex Duetto#0235 & Mahlkönig ProM
    z. Zt.: Langen Classico

  5. #5
    Andros1 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Inbetriebnahme ECM Giotto

    Das Sieb läßt man eigentlich meißtens im Siebträger und reinigt es nur gelegentlich.

    Ich würde bei der Inbetriebnahme folgendermaßen vorgehen:

    Tank einsetzen, vollständig einrasten. Wasser mit einer Flasche einfüllen - 3 Liter faßt der Tank übrigens.
    Dampfhahn beim ersten mal sicherheitshalber aufdrehen, Maschine einschalten, die grüne Kontrolllampe geht an.
    Die Pumpe sollte nach kurzer Bedenkzeit der Elektronik anschalten.

    Tut sie das ist alles in Ordnung, sie läuft jetzt eine Weile um den Kessel zu befüllen.
    Sobald du siehst, daß das halbrunde Manometer für den Kesseldruck anfängt zu steigen, drehst du den Dampfhahn wieder zu.
    Warte, bis die Maschine voll aufgeheizt hat. Du siehst das, wenn das Manometer kurz zurückfällt und dann etwas später wieder steigt und wieder zurückfällt - so zwischen 1,1 und 1,35 Bar wird das sein, je nach Einstellung. Man kann es auch höhren, ist aber sehr leise.
    Schalte die Maschine dann aus und laß Wasser aus der linken Wasserentnahme ab, bis nicht mehr herauskommt - ca. 0,8 Liter sind das. (Du kannst die Maschine auch eingeschaltet lassen, dann füllt sie aber immer sofort selber nach. So wird zuerst der Kessel soweit möglich entleert und nach einschalten erst neu befüllt).

    Dann nochmal: Maschine wieder einschalten, wieder warten bis heiß (Dampfhahn kannst du ab jetzt dabei zulassen) und wenn aufgeheizt, wieder Wasser ablassen.

    Laß auch etwas Wasser aus der Brühgruppe laufen, am besten rückspülen.

    Das Ganze dient nur dazu den Kessel richtig zu befüllen und evtl. Rückstände vom Herumstehen im Kesselwasser zu entfernen.

    Na und jetzt kannst du loslegen mit der Espressozubereitung.

    Dazu steht sowieso nichts brauchbares in der Anleitung.
    Bitte warte aber ca. 25 min., bis die Maschine richtig aufgeheizt ist.
    Du erkennst das daran, daß das Wasser aus der Brühgruppe "heraussprozelt".
    Kurzer Leerbezug, bis das Wasser fließt und frisch gemahlenes Kaffeepulver einfüllen,............

    Viel Spaß dabei!
    Beste Grüße,
    Andros

    LMWDP309 /// Faema Faemina (1955), Faema E 61 eingr. (1965), Brasilia Minilady /// Mazzer SuperJolly, Isomac Cono /// Roaster Behmor 1600 /// no atomstrom ...

  6. #6
    Joe-die-Hyäne ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Inbetriebnahme ECM Giotto

    Zitat Zitat von Carauli Beitrag anzeigen
    ... Was der Schlauch in der Ecke (nach oben) soll, bleibt mir allerdings schleierhaft .
    Sieht einfach aus wie ein Entlüftungsschlauch, der verhindern soll, daß die Pumpe Luft ansaugt.

    Viel Spaß mit der neuen Maschine

    Gruß
    Ludger

  7. #7
    Andros1 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Inbetriebnahme ECM Giotto

    Zitat Zitat von Joe-die-Hyäne Beitrag anzeigen
    Sieht einfach aus wie ein Entlüftungsschlauch, der verhindern soll, daß die Pumpe Luft ansaugt.
    Der Schlauch kommt vom Expansionsventil, d.h. von dort, wo Wasser aus der Pumpe wieder in den Tank zurückfliest.
    Ich denke es ist eine Art "Ausgleichsbehälter", da ja die Pumpe gleichzeitig durch den anderen Schlauch (den mit Filter) Wasser aus dem Tank ansaugt, kann es erst in den Tank zurück, wenn die Pumpe gestoppt hat. Solange ist es dann in dem Schlauch, der nach oben geht.
    Beste Grüße,
    Andros

    LMWDP309 /// Faema Faemina (1955), Faema E 61 eingr. (1965), Brasilia Minilady /// Mazzer SuperJolly, Isomac Cono /// Roaster Behmor 1600 /// no atomstrom ...

  8. #8
    Carauli ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Inbetriebnahme ECM Giotto

    Hallo zusammen
    Erst einmal ein echtes Dankeschön an alle, die mich beraten haben. Eine Bedienungsanleitung ist auch eingetroffen, so langsam werde ich schlau. Was ich festgestellt habe, ist, daß es durch die Übergangspahase zwischen ECM Mailand und dem dortigen Nachfolger Rocket bzw. ECM Heidelberg vor einigen Jahren wohl eine gewissen Phase gegeben hat, in der Maschinen technisch leicht verändert wurden und die Bedienungsanleitungen das nicht wiedergaben ( etwas falsche Bilder, etwas falsche Texte). Beispiel: meine Wassertank-Frage, die sich jetzt geklärt hat. Auch die Brühdruck-Angaben in den Anleitungen streuen gewaltig. Während dieTechnika II-Anleitung von 1,0 - 1,25 bar spricht, ist in meiner holländischen Anleitung zur baugleichen EMC Giotto von "ungefähr 1 bar" (Manometer) die Rede (ich weiß sowie so nicht, warum manche im Bereich von 1 bar und andere im Bereich von 10 bar hantieren).Und das wurde jetzt beim ersten spannenden Praxistest auch deutlich. Andros, ich habe streng nach deiner Beschreibung drei Mal aufgefüllt, aufgeheizt, abgelassen etc. und schließlich meine ersten beiden Espressi bezogen. Alles klar, waren super. So, wie meine etwas spinnige Saeco Aroma sie nur in besonders gelungenen Momenten schafft. Interessant das Manometer: es ging immer fast bis 1 bar hoch, genauer bis geschätzte 0,97, um dann auf 0,8 zurückzufallen und das Spiel von vorne zu begoinen. Also: die Brühdruckdiskussion um die heiligen 9,5 bar kann ich mir wohl ersparen, da die Maschine offensichtlich bereits darauf ausgepeilt ist. Pardon, 0,95 bar. Werde demnächst mal bewußt bei 0,8 beziehen, um die Espresso-Qualität auf dem Druck-Tiefpunkt zu testen.
    Eine kleine Frage am Rande: was ist mit dem Leerbezug, der vor dem eigentlichen Bezug empfohlen wird. Immer Leerbezug, auch wenn ich bei aufheizter Maschine 4 oder 5 Esopressi hintereinander beziehe? Oder nur einmal morgens beim Kaltstart? Oder gar nicht wg. Expansionsventil?
    Das war's von hier. Ich freue mich weiter auf Hilfe. Gruß Carauli

    PS. Wenn ihr glaubt, daß ich jetzt hier eine superscharfe und teure Elektromühle stehen habe: nix da. Handmühle Dienes Mokka, die alles Feinheitsgrade bringt. Da bleibe ich Purist (angesichts meiner Mengen machbar).

  9. #9
    schwarzesgold ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Inbetriebnahme ECM Giotto

    Servusla,
    Die Funktion des senkrecht nach oben führenden Schlauches erschließt sich mir nicht ganz; ebensowenig der Abzweig, der vom T-Stück in (auf dem Foto "nach unten") Richtung Kessel abzweigt. Wo geht der denn hin? Sollte das etwa in Richtung Heißwasserausgabe gehen und bei Bezug desselben dem Kesselwasser zugemischt werden? Das wäre z.B. ein echter Fortschritt gegenüber z.B. meinem Modell. Oder geht der zur Abtropfschale, wenn ja, wozu? Oder....?

    Bei meiner Technika II sieht das noch anders aus, ist das Modell mit den zwei Schläuchen im Tank, aber schon mit Entlüftungsventil.

    Was anderes: steckt auf dem Expansionsventilabgang überhaupt ein Schlauch drauf? Erkenn ich auf dem Foto schlecht.

    Nebenbei: ich habe eine deutsche Bedienungsanleitung zu meiner Technika II. Da steht nichts drin, was zum tieferen Verständnis der Funktion der Maschine beitragen könnte.
    Wenn die zu dieser Maschine hier genauso bescheiden ist, kannst se Dir imho sparen.

    Jürgen

    Edit:
    Du darfst den Brühdruck nicht mit dem Kesseldruck verwechslen.
    Brühdruck: Prinzipiell in der Größenordnung 9,5 Bar. Wird am Expansionsventil eingestellt. Dieses öffnet, wenn der eingestellte Druck erreicht ist und begrenzt so den brühdruck. Vom verstellen würde ich erstmal absehen, bis du die Kiste so halbwegs im Griff hast.

    Kesseldruck: ca. 1 bar. Passt schon. Über den kesseldruck wird die kesseltemperatur geregelt. Der kesseldruck lässt sich am Pressostaten verstellen. Kann man damit experimentieren, würde ich am Anfang erstmal lassen.
    Das von Dir beschriebene verhalten des manometers psst schon: Sinkt der kesseldruck, wird nachgeheizt, bis der kesseldruck wieder den voreingestellten Druck erreicht. Der pressostat hat nur etwas Hysterese, deshalb das pendeln um ca. +- 0,1 bar. is bei mir auch so.

    Leerbezug: Wenn die maschine länger eingeschaltet und ohne bezug steht, überhitzt das Wasser im HX. Dann faucht und sprotzelts aus der Brühgruppe, wenn man (ohne ST, sonst sieht und hört man das kaum) einen Bezug startet. Dann war das Wasser im HX heißer als 100°C und verdampft teilweise beim Start des Bezugs. Das Sprotzeln lässt dann nach, weil durch nachströmendes Frischwasser die Temperatur im HX sinkt. Je nach Kesseltemperatur und "Standdauer" können da auch schon mal 100ml Wasser oder auch mehr fließen.
    Daher: vor dem bezug und ohne ST mal kurz den bezugshebel nach oben und ggf. laufen lassen, bis das Sprotzeln weg is. bezugshebel nach unten. Dann erst ST einspannen und Bezug starten. Man merkt übrigens ganz deutlich am geschmack, ob mit überhitztem Wasser gebrüht wurde.
    Das Expansionsventil hat mit dem Leerbezug überhaupt nichts zu tun.

    Ach ja: das mit der elektrischen Mühle....... das kommt noch. 100%ig.
    Geändert von schwarzesgold (22.03.2009 um 18:45 Uhr)

  10. #10
    Andros1 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Inbetriebnahme ECM Giotto

    So ist es.
    Den Unterschied zwischen Kesseldruck (verantwortlich für Dampfvolumen/Brühtemperatur) und Brühdruck hatte ich ja weiter oben schon beschrieben:
    Bezüglich Brühdruck und Kesseldruck solltest du einfach mal nachmessen. Ich habe meine auf 1,1 Bar Kesseldruck und 9,5 Bar Brühdruck eingestellt, damit sie optimale Ergebnisse liefert. Kesseldruck sollte nicht höher liegen, dann ist die Überhitzung nicht so schnell da, der Druck ist aber immer noch sehr ausreichend zum schäumen. Meine Maschine fängt erst bei ca. 1/2 Stunde an zu überhitzen, und dann reicht auch eine halbe Tasse Wasserentnahme aus.
    Der Brühdruck sollte bei 9,5 Bar eingestellt sein.

    Ersterer wird am Pressostaten eingestellt über die +/- Schraube (von hinten gesehen: links seitlich am Tank angeschraubt, siehe mein Bild in deinem anderen Thread),
    letzterer am Expansionsventil, d.h. der großen mittigen Sechkantschraube zwischen den Schläuchen unter dem Tank, zum Messen brauchst du ein Siebträgermanometer. Würde ich überprüfen.


    Den Brühdruck kannst du also nur mit einem externen Manometer, z.B. Siebträgermanometer, testen, da die maschine dafür kein manomater hat, sollte bei 9-9,5 bar liegen. Später vielleicht interessant. Am besten Siebträgermanometer leihen, stellt man ja nur einmal ein.

    Leerbezug ist bei 4-5 Espressi nacheinander natürlich nicht notwendig, nur, wenn sie länger als ca. 10 min. gestanden hat. Aber das bekommst du selber heraus.

    Auf der anderen Seite ist es nämlich auch eine gute Temperaturkontrolle: Wenn das Wasser nach dem ersten aufheizen heraussprotzelt, weißt du, daß die Maschine aufgeheizt ist und brauchst es kurz vor dem Bezug nur entsprechend ab zu lassen.

    Da dein Kessel mit knapp unter 1 Bar eher niedrig eingestellt ist, sollte die Überhitzung sowieso nicht sehr groß sein.
    Wenn der Prssostat höher gestellt wird nimmt sie zu, auf der anderen Seite steigt auch die Dampftemperatur und damit die Dampfpower. Auch etwas für später.

    Erstmal viel Spaß damit!
    Beste Grüße,
    Andros

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