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  1. #151
    radioreporter ist offline Benutzer
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    Hallo,

    Also hier mein grosse liebe: der Izzo Vivi (steht noch auf's Klavier), der Roma Professionel und alles was mann noch so kaufen kann zur thema Espresso:



    Schon seit Jahren trink ich ganz gerne espresso und ende 2005 hab ich mir dann mein erster machine gekauft, der Ascaso Dream. Ich fand 500 euro damals ganz viel geld aber ich hatte mich verliebt in das design. Nach zwei wochen hab ich dann dazu einen Demoka 203 gekauft.

    Eigentlich war ich ziemlich zufrieden; und meine Gaeste auch. Dann aber wollte ich einen mobilen espressobar bauen lassen um damit mein Geld zu verdienen (mann kann sich ja manchmal ganz irre gedanken machen) und deswegen kam ich bei einen Haendler wo der Vivi stand. Der hat mir einen espresso angeboten (Izzo bohnen, frisch gemahlen, Izzo Vivi) und das hat mir so super geschaeckt!

    Die Idee von der mobilen Espresso bar bin ich schon langst wieder los aber der Vivi hab ich mir nach zwei wochen dan doch gekauft......



    Jetzt ueb ich die ganze Tag mit espresso, capuccino, latte u.s.w. Und hab der Traum bald einen 'Espressobar' zu eroffnen hier in Holland.... (allerdings nicht mit der Vivi aber etwas noch schoeneres!)
    Izzo Alex Duetto II, Mazzer Super Jolly
    Izzo Vivi, Ascaso Dream, Demoka 203

  2. #152
    delmonico ist offline Neuer Benutzer
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    Zitat Zitat von radioreporter
    Und hab der Traum bald einen 'Espressobar' zu eroffnen hier in Holland....
    Naja, an coffee shops mangelt es euch ja nicht (Okay, der war echt schwach). Viel Erfolg.

  3. #153
    erich4fun ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hallo Zusammen,

    seit meinem Italien aufenthalt im August 2006 bin treibt mich auch das Ziel einen perfekten italienischen Espresso in Deutschland trinken zu können.
    Nachdem ich mir eine Krups Novo Plus nach positiven Stiftung Warentest Urteil und eine Solis 166 noch vor diesem Urlaub gekauft hatte, hoffte ich die gewünschten italienischen Espresso Ergebnisse mit dieser Kombo reproduzieren zu können.
    Na ja, jetzt weiß ich auch, dass das mit nem einfachen Durchlauferhitzer und Cremamembran nicht funktionieren kann.

    Also, hier mein Einstieg in die echte Espressowelt:
    Durch die Beschreibung der Nemox Fenice und Informationen das L'elit aus dem gleichen Werk stammen kaufte ich mir die L'elit pl046
    die ich bei Il Mondo Italiano für 219,- EUR gekauft habe. Bislang ist mir das auch die einzige bekannte Möglichkeit genau an diese Maschine über einen deutschen Händler ranzukommen. Ein Anderer aus dem Board hatte eine pl041 direkt von Lelit bezogen.

    Äusserlichkeiten:
    Schönes hochglanzpoliertes Edelstahlgehäuse

    Innere Werte:
    Messingkessel mit 250ml Netto, Messingsiebträger mit 57mm

    Espresso:
    Maschine hat eine gute Temperatur und ich erhielt mit dem Zweiersieb immer schöne, reiche, ausgewogene Espressi mit einer erst spät hell werdenden Extraktion. Das vorwiegend mit als zickig bekannten reinen Arabicas. Sie waren weder Sauer noch bitter, sondern einfach lecker.

    Aufschäumen:
    Klappte sehr gut, ein 0,4 Milchkännchen paßte perfekt zu Ihr und ich konnte lattearttauglichen Schaum mit Ihr produzieren in 20 sec produzieren. Die Aufheizzeit auf Schäumtemperatur war in ca 40 sec. erreicht.

    Bisherige Probleme:
    Einersieb war etwas zickig, hab es aber auch nicht ernsthaft verwendet

    Vorteile:
    Sehr schick, günstigste Maschine mit Messingkessel, somit weniger Probleme bei kalkhaltigem Wasser als mit Gaggias (Aluboiler)
    Einlochpanarello für cremigen Latteartmilchschaum. Gute hohe Temperatur/-stabilität auch für Arabicas.

    Kommentar/Empfehlung:
    Echte, ernsthafte Alternative zu den gerne empfohlenen Gaggias.
    Ein Leerbezug ist auch bei dieser Maschine nach längeren aufgeheizten Zeit anzuraten.

    Das Ende:
    Ich fand per Zufall in der Bucht nen günstigen Zweikreiser, die Star 10, dazu mehr im folgenden Bericht.
    Meine Freundin (Innenarchitektin) hat es sehr bedaurt, Ihr gefiel das Design der Maschine sehr.

    Heute ist die pl046 wohl ausschließlich als PL051 erhältlich. Absolut gleiche Maschine, bei der nun noch zusätlich zum Einer und Zweiersieb ein Padsieb dabei ist. Der Preis liegt nun bei 249,- EUR.

    Hier noch ein paar Impressionen:



    Geändert von erich4fun (07.10.2007 um 18:51 Uhr)
    Demoka 203 & Star 10 (Kreuzung aus BZ99 und Livia90 )

    Lieblingskaffees: Fausto Giasing, Mocambo Brasilia, Vergnano Bar Rosso

  4. #154
    erich4fun ist offline Erfahrener Benutzer
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    Die Star 10

    Nachdem ich mit der L'elit schon gute Fortschritte gemacht hatte, schöne Espressi, schöne Pucks und für nen Anfänger auch nette Latteart hinbekommen habe, störten mich nach zwei Monaten auf einmal ein wenig die konstruktionsbdingten Nachteile der günstigeren Einkreiser.
    Das Hin- und Herschalten von Espressobezug auf Milchschäumen und das fehlende Magnetventil hatten mich bei Verköstigung einer größeren Anzahl Liebhaber des italienischen Kaffeegenusses dann doch etwas gestört.

    So schaute ich eher interessiert als weniger ernsthaft in die Bucht.
    Siehe da, per Zufall stieß ich auf die Star 10, die sich dank Recherchemöglichkeit im Board als umgelabelte Livia90 ohne Manometer herausstellte.
    Ich hatte Glück und ich hatte Sie günstig erwerben können, als echte Zusatzkosten hatte ich neben den Flexleitungen und dem Druckminderer für den Festwasseranschluss nur noch die Brühkopfdichtung und einen Siebträger zu wechseln.
    Diese Maschine wird auf hier auf Seite 1 vorgestellt.

    Ich persönlich schätze nun die Temperaturverstellung per Pressostat, das entfallende Nachfüllen des Tanks aufgrund des Festwasseranschlusses, Dampf auf Abruf, den Komfort zwei Siebträger zu haben und den Platz in der Maschine.
    Ich denke, dass wir beide nun etwas länger in einer WG wohnen


    Geändert von erich4fun (07.10.2007 um 18:28 Uhr)
    Demoka 203 & Star 10 (Kreuzung aus BZ99 und Livia90 )

    Lieblingskaffees: Fausto Giasing, Mocambo Brasilia, Vergnano Bar Rosso

  5. #155
    bswpt ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard DC Mini mit Reling...

    Bin seit gestern stolzer Besitzer einer Mini. Zu dieser Maschine kann ich nichts neues beitragen, es ist ja auch so ziemlich alles hier gesagt.
    Dennoch danke an Marcus (nobbi...) für die Einstellung der Maschine!

    So, nun zum Grund für dieses posting: da ich die Ablage immer voll mit Tassen habe, war es mir bereits beim Lesen ein Greuel, darüber nachzudenken, immer die Tassen wegzuräumen, wenn ich den Tank befüllen möchte.
    So reifte meine Idee, eine Reling zu bauen bereits, bevor ich die Maschine überhaupt hatte. Heute habe ich die Idee sofort umgesetzt, sehr sauber, funktionell und sogar ganz nett anzuschauen, wie ich finde. Die Ablage kann ich jetzt samt Tassen völlig problemlos entfernen und genauso wieder zurückbringen.

    Was habe ich gemacht?
    - Möbelgriffe aus Edelstahl (2x224mm, 2x12
    - mit Metallbohrer entsprechend die Löcher gebohrt
    - befestigen...fertig

    edit: Achtung! Die Originalschrauben, die bei Möbelgriffen dabei liegen, sind zu lang und lassen sich nicht weit genug eindrehen!!! Die Schrauben sind ja so ausgelegt, daß der Möbelkorpus (1-2cm) zwischen Schraubenkopf und Griff liegt. Also aufpassen. Ich habe mir V2A-Schrauben in 16mm Länge besorgt mit passender V2A-Unterlegscheibe.

    So sieht's aus:

    DC Mini (mit selbst gebastelter Reling!!! / alte Version, powered by emotion and Marcus)
    Mahlkönig Vario "2" & Demoka 203 als Backup-Mühle

  6. #156
    ralf d. ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard La Spaziale S1 Vivaldi

    moin,

    vorab: ergänzende bilder wie immer auf der espressosorten-seite:
    http://www.espressosorten.de/s1.html

    gruß

    ralf

    Kleine Doppelboilermaschine mit Festwasser / Rotationspumpe.
    Bilder aus allen möglichen Ansichten unter: http://s1.rimpo.org - daher von mir nur ein paar wenige Detailaufnahmen.

    FAKTEN
    kleiner Dopperlboiler mit Festwasser und Rotationspumpe
    Breite 43 cm, Tiefe 42 cm, Höhe 38 cm
    Dampfkessel 2,5 l
    Brühboiler 0,45 l
    Heizung Dampf 1.250 W, Brühboiler 800 W
    Gesamt: 2.200 W

    Lieferumfang
    - zwei Siebträger
    - eine Brühkopfdichtung
    - eine Dusche
    - ein Schlüssel zum Abschrauben der Dusche
    - eine vollkommen blödsinnige riesige Drahtbürste mit der man vielleicht einen rostigen Gartenzaun entrosten kann.
    - kein (!) Blindsieb
    - Bedienungsanleitung deutsch, halbwegs passabel.

    ERFAHRUNGEN
    Ich hab Sie trotz innerem Protest bei Franke/Bremer gekauft - was bleibt einem übrig, wenn Spaziale ab Werk wohl auch knapp über 2.000,- will und die Koffiezentrale aus den Niederlanden leider nicht nach Deutschland liefern darf.
    Letztlich war ich halbwegs positiv überrascht, daß Franke die Spaziale nach etwas Gefeilsche für 2.045,- incl. Mwst. verkauft.
    Lieferung innerhalb einer Woche.
    Leider hat Franke sie nur mit grauen Seitenteilen („ach, die gibt`s auch in anderen Farben ?“).

    Maschine kommt sehr gut verpackt an.
    Mein ester Gedanke: „die muß aber noch wachsen ?!“ - o.k., ich bin das überdimensionierte Monster von VFA gewohnt. Ist jedenfalls eine erfeulich kompakte Maschine.
    Erste Irritation: die Abtropfschale ist zwar recht groß, aber da fehlt doch was...keine Bohrung, kein „Nippel“ um den Ablaufschlauch anzuschließen. Moment, es ist ja auch keine Ablaufschlauch dabei, ist also Absicht. Und das bei einer Maschine, die für Bistros und ähnliches verwendet werden soll.
    Also Klartext: Man kann keinen Ablaufschlauch anschließen, außer man bastelt mit richtig viel Aufwand. Es gibt keine vorgestanzte Öffnung, die man rausbohren kann. Es gibt keinerlei Halterung an der Unterseite. Nichts.
    Aber: in der Praxis komm ich erstaunlich gut mit der recht großen Tropfschale klar. Leerbezug wie bei Wärmetauschern braucht`s ja auch (fast) nicht, damit reduziert sich die Abwassermenge natürlich auch.

    Gut, anschließen, einschalten. Schön leise füllt sich der Kessel.
    Brühboiler ist in geschätzten 3 Minuten auf Soll-Temperatur. Brühkopf wird recht schnell heiß. Grob geschätzt: 15 Minuten Aufheizzeit.
    Die Reihenfolge beim Aufheizen ist auch ganz klar: erst der Brühboiler, dann der Kessel. Sinnvoll, denn dann kann sich der Brühkopf durchwärmen, während der Kessel hochheizt.
    Klasse: der Dampfboiler ist seperat schaltbar.
    Wer meist Espresso trinkt, kann hier sinnvoll Energie sparen.

    So, was fällt sonst auf ?
    Ja, erster Teil Spaziale`schen Schwachsinns.
    Das Display zeigt die Temperatur in 5 Grad Schritten von 85 bis 120 (!) Grad an.
    In der Amiversion (die einen Großteil des Spaziale`schen Schwachsinns behebt), gibt es eine 1 Grad genaue Anzeige in einem sinnvollen Bereich.
    Na gut, ist einfach saudumm, Hauptsache ich kann die Temperatur gradgenau einstellen. Das geht, wenn auch etwas eigenwillig: Programmiermodus, dann leuchten immer die zwei mittleren LED`s. Durch Drücken der zwei-Tassen Taste oder der Boiler Taste (also links oder rechts von den beiden dauerleuchtenden) erhöht oder reduziert man die „Grundtemperatur“: z.B. eingestellt sind 95 Grad. Davon kann man jetzt +/- 1,2 oder 3 Grad programmieren.
    Blöd ist, daß man im Normalbetrieb eben nur die „Grundtempertur“ sieht, sich also merken muß, ob man grad plus 2 oder minus 3 programmiert hat.

    Gut, zwischendrin wieder was positives:
    Ich hab die Tempertur nur ein paarmal auf die Schnelle gemessen:
    Offset von 3 Grad (also „Ist-Temperatur“ = „Soll-Tempertur minus drei Grad).
    Scheinen aber alle Doppelboiler zu haben (sicher weiß ich`s bei der VFA und der dalla Corte Mini). Aber die Tempertur trifft die Maschine gut reproduzierbar und auch Änderungen der „Soll“ Tempertur um z.b. 2 Grad zeigen sich bei entsprechender Messung entsprechend.
    Das ist o.k.
    Erwartungsgemäß sollte man Siebträger & Gruppe immer durch einen ganz kurzen Schuß heißen Wassers auf Temperatur bringen. Naja, ist außer bei der dalla Corte kontruktionsbedingt immer nötig.

    Dann, zweiter Teil des firmeneigenen Schwachsinns aus der Abteilung „wie vermeide ich, daß eine gute Maschine besser wird“:
    Das Dampfrohr.
    Drei Loch Düse. Funktioniert gut. Schäumt sich problemlos.
    Das war der positive Teil.
    Aber kann mir jemand sagen, warum das Rohr eine derart blöde Position hat (s. Bilder), daß kaum Platz zwischen Tropfschale und Dampfrohr und Kännchenwand
    ist ? Und warum ist das Dampfrohr bitte nicht um 360 Grad dreh- und schwenkbar wie bei den Amis ?
    Und warum muß man das Rohr und die Düse so kontruieren, daß die Reinigung wegen all der Ecken und Kanten möchlichst schwierig ist ?

    Gut, ich beruhige mich wieder und schreib was Positives:
    Die Maschine ist sehr leise. Pumpe schnurrt, nix vibriert.
    Außerdem: kein Schaltknacken vom Pressostaten. Findet meine Frau beim Mittagsschlaf sehr angenehm.
    Auch postiv: sehr leichtgängiges Zugventil für den Dampf. Halbe Umdrehung aufdrehen/zudrehen. Geht schnell und einfach. Kein unnötiges „rumkurbeln“.

    Weniger clever: Hängt man die Maschine an den Timer, schaltet sie sich nur in den „Standby“-Modus. Sprich: es passiert nix. Nur die „Netz-LED“ geht an. Ist in der Amiversion (wenn ich`s richtig verstanden habe) maschinenintern gelöst (programmierbare Ein/Ausschaltung).
    Die „Economy-Taste“ bietet da auch wenig Hilfe: sie senkt den Energieverbrauch auf max. 1250 W - aber sicher nicht in dem Maße, daß es ein Anlassen über Nacht rechtfertigen würde. Und ob da nicht einfach öfters „An“-geschaltet wird und der Verbrauch am Ende derselbe bleibt... ? Jedenfalls funktioniert die Maschine ohne Einschränkung auch bei eingeschalteter Energiespareinstellung.

    So, jetzt kommen noch zwei Punkte, wo ich wieder das Schimpfen anfangen werde:
    Die Abtropfschale. Wenigstens schön groß und nach vorne rausziehbar.
    Aber warum müssen da drinnen überall irgendwelche „Querstreben“ sein ?
    Macht das Putzen fast unmöglich - klassische Dreckecken.

    Und dann die Seitenteile. Die werden von fünf Schrauben gehalten.
    Die erste ist vorne links und rechts neben der Abtropfschale. Wenn die draußen ist, dreht man die Schraube (sehr praktisch mit Plastikgriff) per Hand raus. Das ist einfach und sinnvoll. Weniger praktisch ist die Position von den Schrauben 2 - 5. Die Schrauben 2 & 3 erreicht man, indem man die Tassenablage abnimmt (eine Schraube lösen, dann abheben). Besser gesagt: man erreicht sie schlecht, denn da ist allerhand wie das Dampfventil oder der Kessel im Weg. Aber los bekommt man die Schrauben schon irgendwie. Wenn man glaubt das war`s: nein, denn irgendwelche Intelligenzbestien haben den Seitenteilen an der Unterseite zwei Nasen verpasst und die werden von unten ins Gehäuse geschraubt. Also Maschine kippen und mit einem kurzen Schraubenzieher lösen. Ja, und jetzt läßt sich das Seitenteil wirklich abnehmen.
    Richtig witzig ist aber erst der „Weg zurück“.
    Erste Hürde: die Edelstahlfront, auf der das Bedienfeld ist und die Rückwand müssen in die Seitenteile „eingefädelt“ werden. Das schafft man.
    Es fängt erst dann richtig zu nerven an, wenn man nach der menschenfreundlichen Schraube 1 die Schrauben 2 und 3 reinschrauben will. Denn die treffen das Gewinde nur, wenn alles exakt an der richtigen Position ist. Ist man aber selten, weil immer irgendwas rausrutscht. Erschwerend kommt hinzu, daß man die Schrauben kaum in die richtig Position bringt und sich Hand und Arm verrenkt. Von Festschrauben mal ganz zu schweigen. Das ist völlig hirnrissig kontruiert.

    ESPRESSO
    Ach, richtig, die Maschine ist ja zum caffe-machen da.
    Das kann sie.
    Richtig gut sogar.
    Ich kam noch nicht dazu, die VFA gegen die S1 zu probieren.
    Mal ganz vage formuliert: die S 1 könnte den etwas dichteren, aber geringfügig weniger komplexen Geschmackseindruck liefern.
    Was einem mehr behagt, ist Geschmackssache.
    Aufschäumen klappt gut.

    FAZIT
    Die Ami-Version der S 1 ist dürfte schon nahe an der perfekten Maschine sein.
    Es ist völlig unverständlich, daß diese Änderungen nicht übernommen wurden.
    So bekommt man eine kompakte gute Doppelboiler Maschine mit einigen kleineren, völlig unnötigen Schwachpunkten.

    PLUS
    - Dampfdüse / Funktion
    - sehr leise (Pumpe / kein Klicken des Pressostaten)
    - Ablaßschraube Dampfkessel
    - Boiler seperat schaltbar
    - Espressoqualität
    - schön klein
    - Design (Geschmackssache)
    - Auslauf vom Siebträger gut zu reinigen
    - Dampfventil (Zugventil, leichtgängig)
    - Temperaturkonstanz
    - Tassen werden sehr gut warm

    MINUS
    - Abtropfschale schwer zu reinigen
    - keine Anschlußmöglichkeit für Ablaufschlauch an der Abtropfschale
    - Befestigung Seitenteile
    - Dampdüse / Reinigung
    - Dampfdüse nicht schwenkbar / Position
    - Display in 5 Grad Schritten
    - nicht am Timer zu betreiben
    - Seitenteile / Edelstahlteile - „reinjonglieren“
    - keine Pre-Infusion (aber Düse o.ä.)
    - relativ wenig Platz unter der Gruppe
    - kein Pumpenmanometer

    VFA Expres Pronta, Mazzer Super Jolly, Spaziale S1 Vivaldi II, Mahlkönig Vario

  7. #157
    Sirblackadder ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Expobar Brewtus II/Macafe Office Leva EX237

    Die Expobar Brewtus II/Macafe Office Leva EX237.
    Im Gegensatz zur Abbildung hat die Macafe-Variante
    der Brewtus II kein Expobar-, sondern ein Macafe-Schild.



    Auf Anregung von PeFro poste ich meinen Bericht über die Expobar Brewtus II (oder auch Macafe Office Leva EX237) noch einmal hier, um den Maschinenthread zu vervollständigen. Weil ich die Maschine erst seit einigen Tagen besitze, wird sich mein Erfahrungsbericht vor allem auf technische Aspekte und die ersten Eindrücke konzentrieren. Über die Espressoqualität können andere Brewtus-Besitzer hier im Board sehr viel fundierter Auskunft geben.

    Das Träumchen habe ich bei Systermann in Duisburg für knapp 1.400,- € (inkl. MwSt) gekauft. Die Maschine ohne werkseitigen Festwasseranschluss schlägt mit 70,- € weniger zu Buche, in Anbetracht des Mehrwertes der Festwasseranschlussmöglichkeit halte ich diese Einsparung aber für nicht besonders sinnvoll.


    Lieferumfang

    - Die Maschine
    - Ein Siebträger
    - Einer- und Zweiersieb
    - Dosierlöffel
    - Gummieinlage zum Rückspülen


    Die Ausführung

    Ich habe mich nach kurzer Überlegung für die Version mit Festwasserumschalter entschieden, die bereits mit dem entsprechenden Schlauchanschluss inklusive Druckschlauch ausgerüstet ist (siehe Foto 1). Unter dem Gerät gibt es einen gut zugänglichen und recht stabil wirkenden Hebel, mit dem die Maschine in Sekundenschnelle zwischen Festwasser- und Tankbetrieb umgeschaltet werden kann. Im Unterschied zur Maschine ohne werkseitige Festwasservorbereitung hat diese Variante kein Entlüftungsventil mehr, das die Pumpe nach einem Trockenlaufen mit anschließender Neubefüllung vor Beschädigungen schützen würde. Der Tank ist aber mit einer Waage ausgestattet, mit deren Hilfe die Elektronik der Maschine das Trockenlaufen verhindert. Insofern fällt zwar mit dem Fehlen des Entlüftungsventils eine zusätzliche Sicherheitsstufe weg, die gewichtsgesteuerte Überwachung sollte aber vollkommen ausreichen, um Maschine und Pumpe vor dem Trockenlaufen zu schützen. Und selbst wenn das aufgrund defekter Waage mal nicht funktionieren sollte, kostet eine neue Ulka-Pumpe nicht die Welt. Der Auslöseklick der Waage ist übrigens gut zu hören, so dass man beim Nachfüllen des Tanks zumindest die mechanische Funktion durch ein kurzes Anheben des Tanks leicht überprüfen kann.


    Kleine Mods

    Meine Brewtus II ist nicht mehr ganz serientreu, weil Herr Systermann die Maschine vor der Abholung teilweise zerlegt und in einigen Aspekten leicht optimiert hat. Zunächst hat er an die Tassenablage eine gut zur übrigen Optik passende seitliche Griffreling angebaut, wofür er die bereits ab Werk vorhandenen Bohrlöcher benutzt hat (danke nochmal dafür, war sogar kostenlos!). Auf Bild 3 kann man im Hintergrund einen kleinen Teil der Tassenablage mit bereits angeschraubter Reling erkennen. Dieses Gestänge ist eine absolut nützliche Veränderung, weil man zur Befüllung des Wassertanks jeweils die komplette Tassenablage abnehmen muss, was ohne die Griffhilfe auf ein vorheriges Leerräumen der Ablage hinausläuft. So nehme ich einfach die Tassen mit runter und gut is'. Ferner hat Herr Systermann die Schlauchverbindung zwischen den Boilern sowie einige weitere Schlauchverbindungen mit hitzeresitentem Gewebeband abgeklebt und dann über Kabelbinder an anderen Rohrverbindungen befestigt (Foto 2). Das hat die Geräuschkulisse der Maschine merkbar verändert, weil die beiden Plastikschläuche aufgrund der Pumpenvibration vorher ständig gegen die Kupferrohre in der Nachbarschaft schlugen. Ich kann jedem Brewtus-Besitzer nur empfehlen, das ebenfalls so zu machen, denn der leicht ratternde Beiklang der Pumpe wird damit zuverlässig beseitigt. Und schließlich habe ich Herrn Systermann gebeten, eine Schlauchrückleitung vom Expansionsventil in den Tank einzubauen, damit beim Bezug nicht ständig so viel Wasser in die Abtropfschale läuft. Vorher hatte er schon das Expansionsventil von den werkseitig eingestellten knapp 13 Bar auf 9.5 Bar reduziert (ohne Pfeifen übrigens), was dem Espresso sehr gut getan hat. Ich habe die Unterseite der Tassenablage dann noch überall dort mit Gewebeband beklebt, wo sie auf dem Gehäuse aufliegt, was das gelegentliche Scheppern der Ablage beim Bezug vollständig eliminiert hat.
    Zum Rückspülen liegt der Brewtus eine Gummieinlage für das reguläre Sieb bei. Ich würde aber dringend empfehlen, ein echtes Blindsieb zu verwenden, da die Gummieinlage zuweilen nicht ganz dicht schließt und leckt.


    Die Hardware

    Bei der Rückschlauch-Umbauaktion von Herrn Systermann hat er mir direkt das Innenleben der Maschine eingehend erläutert. Sowohl die elektrischen als auch die Schlauchverbindungen sehen aufgeräumt aus, die Boiler sind gut isoliert, alles macht einen stabilen Eindruck. Das Stahlgehäuse der Brewtus ist massiv und dickwandig (knapp 2 mm), was der Maschine eine sehr wertige Anmutung verleiht. Letztere setzt sich auch bei den übrigen Teilen fort. Der Bezugshebel ist vollständig aus Metall, ummantelt mit einer Kunstoff-Griffkappe am Ende, das hochwertige Lager macht das Schalten des Bezugs zu einem satten Erlebnis. Sowohl die Dampflanze als auch das Heißwasserrohr haben ein leichtgängiges Kugelgelenk, die Dampflanze ist bei der Brewtus II als No-Burn Ausführung realisiert, was das Festpappen der Milch erheblich reduziert. Man merkt der Maschine die Gastroerfahrung von Expobar deutlich an, die verbauten Teile sind häufig identisch mit den Komponenten aus den professionellen Maschinen.

    Als eher weniger sinnvoll erweist sich allerdings die Platzierung von Dampflanze und Heißwasserdusche. Wie bei den meisten semiprofessionellen Maschinen sind auch bei der Brewtus die Dampflanze links und das Heißwasserrohr rechts angebracht. Bei der Bedienung merkt man schnell, dass dies mit einem klaren Nachteil behaftet ist. Gerade bei den sehr praktischen Kugelgelenken der Brewtus bietet es sich an, das Heißwasserrohr so zu drehen, dass die Wasserentnahme über der Abtropfschale stattfinden kann. So kann man mal schnell und ohne große Sauerei heißes Wasser in den Siebträger laufen lassen oder ein Glas durchspülen. Weil aber das Heißwasserrohr dann genau vor dem Bezugshebel steht, muss man das Rohr ständig hin- und herschwenken. Wären die Rohre vertauscht, hätte man dieses Problem nicht, da sich dann das Heißwasserrohr vor der Temperaturanzeige befände, die man nur selten bedienen muss.

    Die Abtropfschale ist mit 2 l Fassungsvermögen gigantisch, zumindest im Vergleich mit meiner bisherigen Gaggia Classic. Aufgrund der relativ groben Lochung der Abdeckplatte und der Edelstahl-Ausführung der Wanne kann man den Füllstand der Schale gut erkennen, was mir als eher laxem Entleerer außerordentlich gut gefällt. Weniger günstig ist die Wasserstandsanzeige des Tanks, alldieweil es eine solche schlichtweg nicht gibt. Man wird also zumindest bei Tankbetrieb öfter mal mit einem unterbrochenen Bezug rechnen müssen, wenn die Tankwaage mitten im Bezug Leerstand meldet. Die Zufüllöffnung des Tanks ist recht klein geraten, was der regelmäßigen Säuberung des Tanks nicht gerade zuträglich ist. Welcher Vorteil dem geringen Durchmesser innewohnen soll, erschließt sich mir derzeit noch nicht so ganz. Meine Ma hatte aber einen Haushaltstipp parat: Man nehme eine kleine Handvoll ungeschälter Reiskörner, lasse sie in den Tank rieseln, fülle den Tank dann etwa zu einem Drittel mit Wasser und schwenke den Tank nun energisch für einige Zeit. Das entfernt zuverlässig jeglichen Schmand und funktioniert zumindest bei Trinkflaschen tatsächlich einwandfrei. Am Ende des Saugschlauchs im Tank ist übrigens ein kleiner Wasserfilter zur Entkalkung befestigt. Das Granulat im Filter ist identisch mit dem Mittel in großen Gastro-Entkalkern, so dass man den Filter wahrscheinlich ein paar Mal entsalzen kann, bevor man ihn auswechseln muss.

    Als echter Stilbruch kommen zunächst die gewaltigen Füße der Maschine rüber, die die Maschine locker 7 bis 8 cm von der Arbeitsplatte abheben. Systermann hatte flachere Ersatzfüße da, die ich zuerst kaufen wollte, bis ich festgestellt habe, dass die hohe Ausführung das Putzen unter der Maschine ganz erheblich erleichtert. Bei der Entscheidung zwischen regelmäßigem 30-kg-Wuchten und Ästhetik hat dann der Putzpragmatiker in mir die Oberhand behalten.


    Messen und Einstellen

    Aufgrund der Fotos der Maschine im Netz hatte ich zunächst befürchtet, dass das Plastikdisplay der Temperaturkontrolle die sonst eher klare und industriedesign-affine Sachlichkeit der Maschine stören würde, aber das ist nicht der Fall. Die Anzeige ist nicht zu groß und sieht nicht zu billig aus. Im Gegensatz zu den Beteuerungen von Macafe und WholeLatteLove ist die Temperaturregelung der Brewtus jedoch nicht das, was man landläufig unter PID-Steuerung versteht. Die Anzeige gibt Aufschluss über die im vorderen Kessel (dem "Brühgruppenboiler") anliegende Temperatur, deren Entwicklung man auch während des Aufheizvorgangs verfolgen kann. An der Brühgruppe oder kurz davor gibt es keinen weiteren Temperaturfühler, über den per PID-Regelung eine feinjustierte Temperatursteuerung implementiert werden könnte. Um dem Temperaturverlust zwischen Kessel und Brühgruppe Rechnung zu tragen, kann man in der Maschine eine Art Offset einstellen. Die angezeigte Temperatur entspricht damit nicht direkt der Temperatur des Kesselwassers, sondern ist aufzufassen als die Differenz Kesseltemperatur minus Offset. Im Netz liest man manchmal, dass die Brewtus nur eine "geschätzte" Temperatur präsentiere. Das ist so nicht richtig. Die angezeigte Temperatur plus Offset ist exakt die Temperatur, die der Temperaturfühler am Kessel zu einem gegebenen Zeitpunkt misst. Eine Schätzung stellt lediglich die Wahl des Offsetwertes dar, der je nach Raumtemperatur und anderen Faktoren mal mehr und mal weniger exakt den tatsächlichen Temperaturverlust vom Kessel zur Brühgruppe abbilden dürfte.

    Von der Exaktheit der Übereinstimmung zwischen eingestellter und realisierter Temperatur einmal abgesehen, ist die Stabilität der Brühwassertemperatur über jeden Zweifel erhaben. Selbst bei mehreren Shots variiert die Temperatur des Wassers direkt nach Einlaufen in die Tasse nur unwesentlich in der ersten Nachkommastelle. Das liegt vor allem an der kombinierten Dualboiler- plus Wärmetauscher-Konstruktion der Brewtus. In den hinteren Boiler, dem Dampfkessel, ist ein Thermosyphon als Wärmetauscher eingebaut, in dem ständig wenige hundert Milliliter Wasser auf Temperatur gehalten werden. Vom Wärmetauscher führt ein Kupferrohr wieder aus dem Dampfboiler heraus zum Brühboiler. Wird aus dem Brühboiler Wasser entnommen, fließt nicht kaltes Wasser nach, sondern das bereits vorgeheizte Wasser aus dem Thermosyphon. So bleibt die Temperatur des Brühwassers extrem konstant, solange nicht sehr viel Brühwasser in kurzer Folge entnommen wird.

    Die Brewtus verfügt über zwei Manometer, eines für den Pumpendruck und eines für den Druck des Dampf- und Teewasserkessels. Beide Drücke sind leicht vom Benutzer zu variieren. Für den Dampfkesseldruck gibt es extra eine gut zugängliche Rändelschraube (das schwarze Kunststoffteil auf Foto 3), den Pumpendruck regelt man über die Einstellung des Expansionsventils. Dabei ist zu beachten, dass das Pumpendruckmanometer der Brewtus offenbar nicht ganz so valide misst wie ein hochwertiges Siebträgermanometer. Während das Siebträgermanometer von Herrn Systermann knapp 9.6 Bar ausgewiesen hat, zeigte die Brewtus mit ungefähr 10.3 Bar etwa 0.7 Bar zuviel an. Beim Brühdrucktuning am Expansionsventil nur aufgrund des eingebauten Manometers sollte man diese Abweichungen beachten, um den Druck nicht zu niedrig einzustellen und damit das berüchtigte Expansionsventilpfeifen zu riskieren. Die werkseitige Einstellung des Dampfkesseldrucks liegt bei 1.2 Bar, maximal sind 1.7 bis 1.8 Bar möglich, bevor das Überdruckventil auslöst. Aber bereits bei 1.2 Bar produziert die Brewtus mit der Zweilochdüse eine absolut hinreichende Menge Dampf, um feinsten Latte Art Schaum ins Kännchen zu zaubern. Berichte, denen zufolge die Brewtus bei der Dampferzeugung eher schwachbrüstig sei, kann ich überhaupt nicht bestätigen.

    Den Stromverbrauch konnte ich in der Werkstatt nur grob am Messgerät überprüfen. Die Maschine zieht im Standby gemütliche 2.3 W, sobald die Heizung anspringt, steigt die Leistungsaufnahme auf etwa 1080 W. Die Heizphasen während längeren Nichtbezugs sind allerdings sehr kurz, die Heizungskontrollampe verlischt nach spätestens 10 sec wieder. Wieviel Zeit zwischen den Heizphasen vergeht, konnte ich noch nicht testen, ebensowenig wie die Leistungsaufnahme während des Bezugs bzw. des Nachpumpens.


    Preinfusion und der Bezugshebel

    Der Bezugshebel und seine Funktionsweise haben nicht nur hier im Forum schon für einige Verwirrung gesorgt, die ich zwar auch nicht ganz aufklären, aber wenigstens die beobachtbare Funktionsweise des Hebels näher beschreiben kann. Das von dem Hebel gesteuerte Drei-Wege-Ventil ist vollständig geschlossen und die Pumpe abgeschaltet, solange der Hebel vollständig nach unten umgelegt bleibt. In diesem Zustand befindet sich die Maschine quasi im Standby und es zirkuliert lediglich ein ständiger Strom heißen Wassers durch den Brühkopf, um diesen auf Betriebstemperatur zu halten. Dampf- und Heiswasserentnahme sind natürlich zu jeder Zeit möglich. Bewegt man nun den Hebel ein klein wenig nach oben, "schnappt" er zunächst mit einem merkbaren Federruck aus seiner Ruhestellung heraus. Dann folgt eine Totphase, in der man den Hebel weiter nach oben bewegt, ohne dass offensichtlich etwas passiert. Schließlich stößt man bei etwa waagerechter Stellung des Hebels auf einen kleinen Widerstand. Sobald dieser überwunden ist, beginnt Wasser aus dem Brühkopf zu rinnen, wobei die Pumpe jedoch ausgeschaltet bleibt. Dieser Strom heißen Wassers steht nicht merkbar unter Druck, es scheint so, als würde lediglich das Drei-Wege-Ventil geöffnet, um einen stetigen, durch den Kesseldruck gespeisten Wasserfluss aus der Brühgruppe in den Siebträger zu ermöglichen. Die Beschreibung der Brewtus lässt sich über den Zweck des Features nicht aus, es erlaubt aber offenbar die komfortable manuelle Verlängerung der Preinfusion-Phase. Wenn der Hebel nun komplett nach oben umgelegt wird, beginnt die Pumpe zu arbeiten. Der Druck steigt innerhalb der ersten Sekunde auf etwa vier Bar, verharrt dort für eine bis zwei Sekunden und wird dann steil auf den über das Expansionsventil regulierten Brühdruck erhöht. Zum Beenden des Bezugs muss der Hebel dann einfach wieder komplett nach unten umgelegt werden, wobei nun der Überdruck aus der Brühgruppe in die Auffangschale abgeblasen wird. Neben der automatischen Preinfusion ermöglicht die Brewtus also auch eine manuelle Verlängerung der Preinfusion-Phase.


    Dokumentation

    Das Handbuch der Brewtus ist ein wenig säuisch. Abgesehen von der in Teilen Babelfish-artigen deutschen Übersetzung fällt vor allem die Unvollständigkeit der detaillierteren technischen Angaben auf. Während zur allgemeinen Technik der Espressozubereitung mit einer Dualboilermaschine recht umfangreich und für den Anfänger gut verständlich Auskunft gegeben wird, fehlt unter anderem eine Erläuterung zur exakten Funktionsweise des Bezugshebels. Auch der Zusammenhang zwischen angezeigter und realisierter Temperatur wird nicht erläutert, ebensowenig wie die Offset-Einstellung. Dafür ist in der anscheinend direkt vom Hersteller übernommenen Beschreibung des Temperaturkontrollmoduls beschrieben, wie man einen Abtauvorgang einleitet und kontrolliert. Frappucino direkt aus der Maschine will mir aber bisher noch nicht gelingen. Die Bastler unter den Brewtus-Besitzern werden also um extensives Ausprobieren bzw. die Konsultation anderer Quellen nicht herumkommen.


    Kurzes Fazit

    So, mehr fällt mir zu meinen ersten Erfahrungen mit der Brewtus II erstmal nicht ein. Über die Espressoqualität kann ich nach dem Dutzend Verkostungen der letzten Nacht noch nicht viel Fundiertes berichten, außer dass die Brewtus bereits jetzt nach sehr wenig Feingepimpe merkbar besseren Espresso in stabilerer Qualität fabriziert als meine Gaggia Classic. Und zwar mit denselben Bohnen und demselben Mahlgrad. Man könnte also sagen, ich bin begeistert. Der Gedanke "Meine Güte, Du hast dreitausend Mark für eine Kaffeemaschine ausgegeben", ist mir übrigens bisher nur ein einziges Mal gekommen, und zwar auf der Heimfahrt von Duisburg. Danach machte sich Zufriedenheit breit, die seither stetig noch weiter gewachsen ist.

    Malte.

    --
    Foto 1: Die Festwasserzuleitung der Brewtus II durch das Bodenblech. Man beachte auch die massive Ausführung des Gehäusestahls.


    Foto 2: Kleine Modifikationen an den Schläuchen. Die hellen Plastikschläuche sind mit Gewebeband umklebt und dann per Kabelbinder an Kupferrohren befestigt, um das Hin- und Herschlagen zu verhindern.


    Foto 3: Die Kesseldruckverstellung für den Dampfkessel. Über das Rändelrad des schwarzen Kunststoffteils im Vordergrund kann der Druck verstellt werden.
    "Did I miss a fucking meeting with the coffee? You can get every other flavor except coffee flavored coffee!
    They got moccaccino, they've got chococcino, frappuccino, cappuccino, rapaccino, Al Pacino, what the fuck!" - Dennis Leary

  8. #158
    Dirk2/3 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Sorry für eventuelle Schreibfehler...

  9. #159
    Tara ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard la Pavoni Mignon

    So, jetzt möchte ich zur Liste doch auch etwas beitragen
    Meine Pavoni und ich, haben uns nun einigermaßen angefreundet und ich glaube auch ein wenig über sie sagen zu können,



    Äusserlichkeiten:

    Sie ist unglaublich schön!
    Funkelndes Chrom ist schon ein Blickfang und wenn sie sa dasteht mit diesem lässig gesenkten Handhebel, dann kann man sie einfach nur schön finden.
    Die ganze Maschine ist ein technisch/optisches Kunstwerk.
    Eine Pavoni Handhebel soll ja auch im Museum of modern Art stehen
    und ich kann es verstehen.
    Der blinkende Chrom und diese so simple und effektive Technik:
    da kann man nur überwältigt sein.
    Ich würde diese Maschine immer und immer wieder auf meinen Küchentresen stellen wollen.
    Meiner Ansicht nach ist sie die Schönste aller Espressomaschinen!

    Aufschäumen:
    Äm,
    der wunde Punkt... weil quasi nicht vorhanden.
    Die Mignon hatte keine Aufschäumdüse - somit entfällt das Aufschäumen mittels der schönsten Espressomaschine der Welt.
    Aber es gibt auch sehr formschöne Quirls...


    Bisherige Probleme:

    hach, der Beginn dieser wunderbaren Freundschaft war bisher ein einziges Problem...
    nachlesen kann man das Drama hier:
    http://www.kaffee-netz.de/board/view...373&highlight=
    nun ja,
    sagen wir mal so, es lag wohl an der bisher noch nicht stattgefundenen Wartung, nicht an der Maschine
    Ich halte Sie für fast unverwüstlich.

    Vorteile:
    Sie ist sooooooooo schön!
    Es gibt keinen Menschen der in die Küche kommt und sagt "die gefällt mir nicht" eher sagen alle "uii"
    Sie kann wenn sie will, zauberhaften Espresso aus sich herausquetschen;
    sie ist mit etwas Glück richtig günstig über Ebay zu kriegen
    Sie ist fast unkaputtbar und wirklich einfach zu zerlegen.
    Mit einigermaßen passenden Schraubenschlüsseln, habe ich das sogar fast allein geschafft, also kann es jeder.
    Es ist eine simple Technik, die, wenn man sie nach dem auseinanderbauen mal verstanden hat, einfach zu warten ist.
    Da sie seit den 60 ern in ähnlicher Form gebaut wird und als Klassiker gilt,
    gibt es auch immer Ersatzteile.
    Riesenunterhaltungswert bei den Gästen, wenn man hechelnd über dem Hebel hängt...

    Nachteile:
    - keine Milchaufschäumdüse
    - launisch bis zur Frustrationsgrenze
    - 3 wirklich fiese Brandwunden an den Unterarmen! (ganz ernst und ganz
    ehrlich!)
    - überhitzt leichter als andere
    - manchmal nicht unerheblicher Kraftaufwand zum Runterhebeln wo
    andere Menschen cool aufs Knöpfchen drücken.
    - morgens, verschlafen und nicht ganz fit benutzt man vielleicht doch
    besser die Senseo, weil alles andere einfach nix bringt:
    die Pavoni fordert volle und ungeteilte Aufmerksamkeit
    - kein Manometer; den Druck "schätzt" man, dann hebelt man los...



    Kommentar/Empfehlung:

    Emfehlung:
    das Boardcredo: Niemals ohne Mühle! so unglaublich ich es am Anfang fand... da ist doch wirklich was dran.
    Klar kriegt man mit gemahlenem Kaffee auch Espresso aus dem Ding,
    nur muß ich mir den Hype des Siebträgers und Hebelns echt nicht geben.
    Mit frisch gemahlen und eingestelltem Pulver sind da echte Unterschiede.


    Kommentar:
    meiner Ansicht ist es eine emotionale Entscheidung für die Maschine..
    aus dem gleichen Grund gibt man sie dann auch nie mehr her
    Ein wirklich entscheidender Nachteil ist die fehlende Aufschäumdüse!
    Die größeren Pavonis haben diese!
    Die größeren haben auch ein Manometer und eine Wasserstandsanzeige...
    alles Dinge die den Umgang mit so nem Ding leichter machen...
    aber mit genügend Mut, feuerfester Unterwäsche - naja es reicht auch die Geduld Brandblasen einfach zu akzeptieren und etwas Salbe
    lernt man auch mit ihr den Umgang.
    Es geht, man braucht nur Geduld und den festen Willen! (und die Hilfe aus dem Board! )
    Mit heutigem Wissen, würde ich mir eine große Pavoni mit großem 1,6 Liter Wassertank, Milchaufschäumdüse, Wasserstandsanzeige und Manometer kaufen... denn ich halte sie für die Schönste ihrer Art.
    Sie MUSS einfach in einer Küche stehen und Hof halten...

    Ich habe ohne mein heutiges Wissen halt eine kleine "billige" für 86 Euro bei Ebay erstanden,
    nochmal ca. 80 Euro an Zusatz- und Ersatzteilen und Dichtungen investiert, diese Woche wurde sie überholt und habe nun eine 10 Jahre alte Espressomaschine, die, habe ich schon erwähnt?
    unglaublich schön ist; aber auch überholt und bestimmt auch ihre nächsten 10 Jahre in meiner Küche stehen und unglaublich gut aussehen wird...

    Ich würde sie nicht mehr hergeben, meine Tin Lizzie

  10. #160
    polkaolka ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Pavoni Pub '94

    Hallo zusammen,
    reichlich verspätet mal ein kleines Review der Pavoni Pub.

    Vorgeschichte:
    Ich hatte die Maschine in der Bucht geschossen und sie sollte lt. Verkäufer funktionieren, und ne neue Pumpe sollte auch schon drin sein, allerdings wurde in der Anzeige auch ne Entkalkung für 350,- Euro dazu angeboten (ja soviel kanns kosten wenn ein Handwerksbetrieb das richtig machen will - ich halte das incl. Teile für realistisch).

    Äusserlichkeiten:
    Die Pub ist mit 46cm Höhe, 30cm Breite und 51cm Tiefe eigentlich recht kompakt, allerdings passt sie aufgrund ihrer Höhe nicht unter Hängeschränke. Ebenso ist die Tassenablage nicht allzu groß (wobei deutlich mehr als auf die Bezzi draufpasst). Das Design ist recht schlicht und gradlinig.

    Innere Werte:
    3,5 Liter Kessel, 0,5 Liter HX und 1300 Watt Heizleistung. Der Kessel ist liegend eingebaut (schaut seltsam aus da der Kessel sehr schmal ist), die Rotationspumpe ist intern. Pressostat ist ein Sirai, der relativ laut schaltet, ist wie bei der Carimali. Kein Entlüftungsventil (Will ich irgendwann mal nachrüsten)

    Espresso:
    Kein Problem, vor allem die Rotationspumpe ist was feines, war meine erste Maschine mit Festwasser und Rotationspumpe. Hab mit hierfür in der Küche Festwasser gelegt, Abwasser mit nem Kanister.
    Die Siebe sind recht gut aufeinander abgestimmt, das 1er muss allerdings mit 8-9 Gramm befüllt werden. Kann aber auch an der momentan verbauten Dusche liegen. Diese stösst an den Verteiler und das Wasser spritzt teils seitlich raus. Da muss ich noch nachbessern. Den Druck so komfortabel am Pumpenbypass einzustellen ist ne feine Sache! Die Espressi gelingen sehr gut, allerdings ist ein recht langer Leerbezug erforderlich.

    Aufschäumen:
    Überhaupt kein Thema, mit der original 4-Loch Düse unmöglich funktioniert es mit der 2-Loch von Kaffee-total sehr angenehm, heftige Dampfleistung gepaart mit sehr trockenem Dampf. Tendenziell etwas besser bei halb vollem Kessel.

    Bisherige Probleme:
    Die Maschine kam auf ner Palette und ich hab sie sofort in der Küche ans Wasser gehängt. Kessel befüllt und Heizung an, es hat ewig!!! gedauert bis der Druck aufgebaut war...lag am Verkalkungsgrad und daran das ich nicht geblickt hab das sie kein Entlüftungsventil hat. Leider keine Funktion der Gruppe, es kam kein Wasser und nachdem ich die Schraube seitlich geöffnet hab hat mich das auch nicht weiters gewundert, alles total versifft und verkalkt. Der Verkäufer meinte sie müsse funktionieren, aber ich kam zu keinem Ergebnis und hatte keine Lust mich groß zu streiten. Also hab ich sie teilzerlegt, die Rohre in Zitronensäure gekocht und den Kessel in ner Wanne entkalkt. Das hat ewig gedauert weil ich die Heizung nicht rausbekam und somit Vorsicht walten lassen musste. Was da an Kalk"rosen" rauskam war sehenswürdig. Nach dem Zusammenbau diverse Undichtigkeiten, aber keine größeren Probleme. Der Ablauf war beim Rückspülen etwas inkontinent, ich hab hier nen Edelstahlschwamm in die Plastikschale gelegt, jetzt ist auch hier Ruhe.

    Vorteile:
    Die Pub ist meines Erachtens ne feine, relativ kompakte Maschine die stressfrei ihren Dienst verrichtet. Ich hatte sie ne zeitlang 24/7 an und da gabs nie was zu meckern. Die kleine Heizung und der mässig große Kessel machen sie zur idealen Gefährtin in der Küche, ich könnte sie mir aber auch gut in nem Büro oder ner Werkstatt mit vielen unbedarften Nutzern vorstellen weil die Bedienung recht einfach ist.

    Kommentar/Empfehlung:
    Ich würde die Maschine wieder kaufen, hab bisher aber in der Bucht nur die zweigruppige gesehen, die scheint mir etwas überdimensioniert. Leider hab ich sie schon recht früh nem Kollegen versprochen sonst hätte ich sie auf jeden Fall behalten. Ich hoffe auf ne ähnlich problemlose Brasilia oder Carimali Uno.

    Geändert von polkaolka (26.11.2007 um 22:30 Uhr)
    Gaggia Factory, Quamar M80e

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