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  1. #211
    Rollmops ist offline Erfahrener Benutzer
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    Beitrag AW: Espressomaschinen - Persönliche Berichte der Boardnutzer

    Gastroback 42610 (Design Espresso Pro) & Iberital Challenge



    Gekauft im September 2008 bei eBay für 399.- €uro

    Die Gastroback 42610 stammt von der australischen Firma BREVILLE, und entspricht der "Breville BES820". In der Schweiz wird dasselbe Modell von SOLIS mit der Bezeichnung "Solis Espresso Master" angeboten.

    Zur Iberital-Mühle findet man im Forum bereits genug, und ich kann hier nur alle positiven Aspekte bestätigen - eine Top-Mühle in der Einsteigerklasse.

    Hier noch kurz zu meinem Espresso-Hintergrund, weil man ein Review besser einschätzen kann: zuletzt hatte ich die AEG EA-150 mit dem verrufenen Cremasieb im Einsatz. Fast 6 Jahre war ich eigentlich sehr zufrieden damit, nur die prinzipbedingte Verstopfung der Siebe, und die miserable Ersatzteilpolitik der Firma AEG/Electrolux, machten mir zu schaffen. Ich hatte auch einen guten fertig gemahlenen Kaffee gefunden (Leone), und das Ergebnis war trotz der luftkreierten Crema besser, als das meiste was einem in der deutschen Gastronomie so vorgesetzt wird.

    Irgendwann war die Maschine am Ende ihrer Lebenszeit, und mangels Ersatzteile (die es jetzt neuerdings übrigens doch direkt über den Hersteller zu beziehen gibt - LINK) musste ich mich neu orientieren.

    Da standen für mich erstmal zwei Möglichkeiten zu Wahl: weiter beim Thermoblock bleiben, oder auf Kessel/Boiler umsteigen. Ich bin Fan des Monoblocks, weil die Kiste bei mir schnell einsatzbereit sein soll. Ausserdem schätze ich den geringeren Wartungsaufwand. So hab ich mich für die Gastroback entschieden, in der Hoffnung, damit in die Thermoblock-Oberklasse einzusteigen, anstatt budgetbedingt erstmal in der Kesselunter-/Mittelklasse zu experimentieren. Mal sehen, wie sich das im Lauf der nächsten Zeit entwickelt... bisher hab ich die Entscheidung noch nicht bereut

    Äusserlichkeiten:

    Über Design lässt sich ja nicht streiten, mir gefällt sie vom Look her aber ausgezeichnet. Und offenbar steh ich damit nicht alleine da, denn die Maschine hat im März 2008 in Hannover den iF-Design Award Gold gewonnen.

    Durch den massiven Alu-Druckguss-Körper und dem Gewicht von fast 9 kg wirkt sie nicht nur wertig, sie hält die Temperatur auch gut. Der Siebträger ist derselbe wie bei der AEG, also dieses 3-fach-Bajonett, nur deutlich schwerer (Metallart kann ich nicht sagen / Nachtrag: Laut Gastroback-Hotline kostet der Ersatzsiebträger 58.- excl., könnte sich also durchaus um verchromtes Messing handeln). Auch die Siebe der AEG würden passen, wenn sie nicht ebenso diese Doppelboden-Cremasiebe wären. Aber dazu weiter unten mehr.

    Alles in allem wirkt die Gestaltung durchdacht und hochwertig verarbeitet. Keine Graten oder sonstige Ungenauigkeiten bei der Fertigung stören.

    Innere Werte:

    Das ist wohl eins der grössten Rätsel dieser Maschine: man findet ausser den lapidaren Herstellerangaben, deren Wiederholung ich mir hier spare (man kanns den obigen Links entnehmen), absolut nichts im Netz dazu.

    Es ist eine Thermoblock-Maschine, klar. Allerdings sind hier die beiden links und rechts angebrachten Düsen etwas rätselhaft. Die eine ist für Heisswasser, die andere für Dampf, und in der Mitte wäre dann der Brühkopf. Ich hab keine Ahnung wie das hier nun intern geregelt ist, falls jemand mehr Infos dazu hat, bitte mitteilen.

    Ungewöhnlich für einen Monoblock fand ich nur den Hinweis im Handbuch, bei der Entkalkung sowohl die Heisswasserdüse als auch den Duschenbereich zu entkalken. Normalerweise hatte ich Thermoblockmaschinen immer ausschliesslich über die Heisswasserdüse entkalkt.



    Nachtrag: Habe inzwischen herausgefunden, dass in der Maschine eine Ulka-Pumpe verbaut ist, die wohl derjenigen der "Baby Gaggia" ähnelt. Aber fragt mich bitte nicht, ob das jetzt gut oder schlecht ist. Ausser dass der Brühdruck wegen der Doppelfilter wohl zu hoch eingestellt sein duerfte...

    Espresso:

    Als erstes musste ich mir natürlich normale Siebe besorgen. Die mitgelieferten Cremasiebe machen zwar auf Anhieb recht trinkbaren Kaffee, ich wollte aber zusammen mit der Iberital-Mühle zum ersten mal eben auch richtigen Espresso hinbekommen.

    Hier hab ich mir erstmal 1 Kilo einfachen Barkaffee von Lucafe (orange) besorgt. Den werte ich momentan mit etwas Fausto (Crema, der schmeckt mir alleine nicht) auf.

    Mithilfe des integrierten Manometers hatte ich mich dann recht schnell an den optimalen Mahlgradbereich herangetastet. Inzwischen brauche ich das Manometer nicht mehr, aber es ist trotzdem gut zu haben.

    Sehr komfortabel ist die Vorbrühfunktion, die für ein leichtes anquellen des Mahlguts sorgt. Ansonsten reagiert die Maschine äusserst empfindlich auf kleinste Änderungen der Kaffeemenge oder des Anpressdrucks. Momentan, also nach 3 Tagen und ca. 25 Espressi, gelingen mir bereits 8 von 10 Shots.

    Aufschäumen:

    Dazu kann ich leider gar nichts sagen, weil das bei mir noch nie ein Thema war. Bei mir gibts nur Espresso. Will jemand Milchkaffee, muss er selber schauen, woher und wie

    Bisherige Probleme:

    Ich hab die Maschine jetzt knapp 1 Woche, und hatte bisher keine Probleme damit. Alles funktioniert wie erwartet. Das einzige Problem sind natürlich die mitgelieferten Siebe, und der ungewöhnliche Durchmesser derselben. Die Schieblehre sagt mir zwar 52mm, ein Tamper dieser Grösse hat aber nicht gepasst. So verwende ich bisher noch den mitgelieferten Plastikstopfer, was geht, weil ich eh nicht so fest andrücke.

    Kommentar/Empfehlung:

    Empfehlen kann ich nur, sich normale Siebe zu besorgen. Hier hat mir auch dieses Forum weiter geholfen. Es gibt eine englische Maschine, die genau diesselbe Siebgrösse und Siebträger hat (3er-Bajonett), aber eben keine doppelbödigen Cremasiebe verwendet. Sie heisst "Morphy Richards 47507" und die wichtigen Ersatzteile bekommt man in Deutschland hier.

    Eine andere Möglichkeit wäre auch, einen der zwei Böden mechanisch zu entfernen. Das setzt aber entsprechendes Geschick & Equipment vorraus. Insofern eigentlich schade, dass weder Breville noch Gastroback oder Solis solche Standardsiebe anbieten. Denn das Potential damit umzugehen hat die Maschine eindeutig, im Gegensatz zur AEG.

    Ach ja, und hier noch mein Video zum Review:



    Man hört hier auch schön die Iberital, bei der man eine Unterhaltung während des Mahlens nicht unterbrechen muss, wie bei den anderen Mühlen der 200-Euro-Klasse.
    Geändert von Rollmops (26.10.2008 um 23:32 Uhr)

  2. #212
    RolfG. ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Espressomaschinen - Persönliche Berichte der Boardnutzer

    nettes Video... was für eine bohne hast du in gebrauch? die Crema sieht gut aus...
    aber ein tamper solltest du dir schon noch mal zulegen..
    Hier werden sie geholfen: http://www.kaffeewiki.de

  3. #213
    travisio ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Espressomaschinen - Persönliche Berichte der Boardnutzer

    Hallo Rollmops,
    gratuliere zu dieser schönen Maschine und dem Espresso.
    Unter Leistung sind bei deiner Maschine 1100 bis 1200 Watt angegeben. Das irritiert mich ein wenig. Ist hier etwa gemeint, nur Heizen 1100 Watt, heizen und aktivierte Pumpe 1200 Watt.
    Leistungsmäßig dürfte deine Maschine somit über der Quickmill 0820 stehen. Dort sind unter Leistung 1080 Watt angeführt und ich denke, hier ist die Leistungsaufnahme für Heizung und gleichzeitig laufender Wasserpumpe gemeint.

    Ein Plus gegenüber der QM ist auch die Vorbrühfunktion. Bei der QM müßte man vermutlich kurz ein- und ausschalten und dann den Brühvorgang fortsetzen.

    Gruß
    travisio

  4. #214
    Rollmops ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Espressomaschinen - Persönliche Berichte der Boardnutzer

    Zitat Zitat von RolfG. Beitrag anzeigen
    nettes Video... was für eine bohne hast du in gebrauch? die Crema sieht gut aus...
    Zum herausfinden des Mahlgrades hab ich mich für einen einfachen Barcaffee entschieden, den Lucaffe Orange (60/40). So einer ist meist recht unkompliziert in der Handhabung, und deshalb ideal für Experimente mit der Hardware, wo es schon genug Unwägbarkeiten gibt.

    Nachdem ich mir spontan dann noch das Probierpaket von dem Röster Fausto besorgt hatte, und mir die erste geöffnete Packung namens "Caffe Crema" pur nicht so zugesagt hatte, habe ich den mit dem Lucaffe einfach vermischt.

    Mit dem Geschmack bin ich fast zufrieden, allerdings duftet er nicht. Insofern besteht doch noch einiges an Experimentierbedarf - juhu!!

    aber ein tamper solltest du dir schon noch mal zulegen..
    Ja, wenn ich endlich mal die richtige Grösse gefunden habe
    52mm war zu gross, jetzt erwarte ich einen mit 48mm, mal sehen...

    Zitat Zitat von travisio Beitrag anzeigen
    Hallo Rollmops,
    gratuliere zu dieser schönen Maschine und dem Espresso.
    Danke, freut mich, dass es auch jemand gelesen hat. Hatte schon die Befürchtung, hier ob des nicht-so-professionellen Equipments völlig zerrissen zu werden

    Unter Leistung sind bei deiner Maschine 1100 bis 1200 Watt angegeben. Das irritiert mich ein wenig. Ist hier etwa gemeint, nur Heizen 1100 Watt, heizen und aktivierte Pumpe 1200 Watt.
    Ehrlich gesagt, keine Ahnung wie ich das rausfinden könnte...

  5. #215
    travisio ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Espressomaschinen - Persönliche Berichte der Boardnutzer

    Das mit den Leistungsdaten wird sich schon einmal klären. Die Elektriker wissen darüber sicher Bescheid.

    Gruß
    travisio

  6. #216
    Max
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    Standard AW: Innova (Ascaso) Dream

    Krieg nur ich deine Bilder nich auf dem Schirm zu sehen, oder ist es ein generelles Problem??
    ansonsten noch zufrieden?? Bin am ueberlegen mir ebenfalls die dream zuzulegen.

    gruss max

  7. #217
    Sanug ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Saeco Via Venezia Combi



    Gekauft im Jahr 2000 für 600.000 Lire (ca. 300 €) in Italien.

    Äußerlichkeiten:

    Siebträgermaschine mit integrierter Kaffeemühle. Schwarzes Metallgehäuse, schlichtes und unauffälliges Design.

    Innere Werte:

    Immerhin hat sie einen Boiler aus Edelstahl, ein Entkalken mit Zitronensäure hat der Maschine bisher nicht geschadet. Der Pumpendruck scheint mir O.K. zu sein. Die Temperatur des ausfließenden Wassers nach dem Entlüften habe ich kürzlich mit 85° gemessen, das scheint mir in Ordnung zu sein dafür, dass ich das Gerät 5 Jahre lang mit ungefiltertem Kölner Leitungswasser gequält habe . Innen ist alles gut zugänglich, ich würde es schon als servicefreundlich bezeichnen. Das gilt nicht für den innerlich schnell verschmutzenden Gran Crema-Siebträger, den ich für eine Fehlkonstruktion halte. 3 Liter Wassertank, 13-15 Bar Pumpendruck, 1150 Watt laut Typenschild.

    Espresso:

    Bisher habe ich mit dieser Maschine noch keinen wohlschmeckenden Espresso hinbekommen. Ich bin eher Cappuccino-Trinker, und der war zwar etwas dünn, aber im Vergleich zum durchschnittlichen Kölner Gastronomie-Cappuccino durchaus gut trinkbar. Schuld daran bin erst mal ich, denn ich habe erst jetzt begonnen, mich mit diesem Forum zu beschäftigen, und somit bisher einige Kardinalfehler gemacht: billigste Bohnen gekauft (Minges, Dallmayr, Segafredo Intermezzo ), Leitungswasser verwendet und den Gran Crema-Schrottsiebträger noch nicht ausgetauscht. Aber ich gelobe Besserung

    Aufschäumen:

    Geht in Ordnung, wenn man das richtige Gefäß verwendet und Geduld hat. Meistens braucht es einen weiteren Aufheizvorgang wegen dem kleinen und deshalb wenig temperaturstabilen Boiler. Ist halt nur ein kleiner Einkreiser.

    Bisherige Probleme:

    Nach nur zwei Jahren war die Pumpe kaputt. Sie hatte eine gebrochene Feder im Inneren, eine neue Pumpe hat mich 36 € und die (problemlose) Arbeit des Einbaus gekostet.

    Ein weiteres Jahr später ist am inneren Endschalter der Mühle, der den Mahlvorgang nach einer Portion stoppen soll, die Metallfeder abgebrochen. Einen neuen Schalter gab es, da ein Universalteil, bei Conrad Electronic für nur 2 €.

    Aus der Dampfdüse tritt nach einiger Zeit immer wieder Wasser während des Kaffeebezugs aus, das Problem lässt sich durch Nachstellen des Anschlags für das Dampfventil sehr einfach beheben. Hierfür benötigt man nach Öffnen des Gehäuses lediglich einen 2mm-Innensechskantschlüssel.

    Der Gran Crema-Siebträger war nach ca. 5 Jahren Zeit hin, die Mechanik im Inneren hat den Geist aufgegeben. Ich habe das Teil zerlegt, den ganzen Mist ausgebaut und das Innere gründlich gereinigt. Das war keine optimale Lösung, insbesondere nicht für nur eine Tasse Kaffee, da es kein vernünftiges Sieb gibt. Wie gesagt, der klassische Siebträger ist bestellt...

    Es fällt beim Befüllen des Siebträgers immer reichlich Kaffeemehl daneben, dafür habe ich noch keine Lösung gefunden.

    Vorteile:

    Mir gefällt das schlichte und pflegeleichte Metallgehäuse, denn ich stehe nicht auf Chrombomber und die da nötige Poliererei. Trotz der Mängel würde ich diese Maschine als sehr zuverlässig bezeichnen, denn sie wird bei mir stark beansprucht. Mit dem bereits bestellten klassischen Siebträger, besserem Wasser und frischen Qualitätsbohnen hoffe ich, diesem Gerät auch mal einen ordentlichen Espresso entlocken zu können.

    Kommentar/Empfehlung:

    Damit halte ich mich zurück, da das Gerät nicht mehr erhältlich ist und mir aktuell der Marktüberblick fehlt.

    Vor dieser Maschine hatte ich unzählige einfachere Modelle: von der Bialetti-Herdkanne nebst Bialetti-Milchaufschäumer, der andauernd kaputt war, über eine Aldi-Siebträgermaschine zur Classic Coffee Gaggia, mehrere Saeco Aroma Nero / Bianco, bin ich zur Via Venezia Combi gekommen, dem für mich bis heute teuersten und zuverlässigsten Modell. Alle anderen Geräte waren früher oder später für mich irreparabel hinüber.

    Ausblick:

    Da ich finanziell keine größere Investition tätigen kann und will, kommt die Anschaffung einer besseren Maschine und Mühle nicht in Frage. Ich habe aber einige Tuningmaßnahmen vor, von denen ich mir eine weitere Verbesserung des Geschmacks verspreche. Dazu werde ich hier noch viel zu lesen haben...
    Geändert von Sanug (27.10.2008 um 00:36 Uhr) Grund: Rechtschreibkorrektur

  8. #218
    Sanug ist offline Erfahrener Benutzer
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    Unglücklich Update: Saeco Via Venezia Combi

    Das Innenleben dieser Maschine habe ich mir heute noch mal zu Gemüte geführt:





    Ich musste leider feststellen, dass der Boiler wohl ein wenig undicht ist, denn da ist Korrosion:



    Da werde ich wohl mal ran müssen. Ob ich die Schrauben mit Kriechöl wieder flott bekomme? Ich kann mich dunkel erinnern, den Boiler vor vielen Jahren mal zerlegt zu haben. Da war einiges an Kalk und Kesselstein drin, obwohl ich die Maschine gerade frisch entkalkt hatte. Vielleicht hatte ich damals die Schrauben nicht richtig angezogen, oder es war vielleicht der Dichtring des Kessels nicht mehr gut? Ich hoffe, dass ich das Teil noch mal so gut auseinander und wieder zusammen bekomme wie damals, die Reinigung und Abdichtung des Boilers dürfte sich lohnen.

    Hier sieht man das Dampfventil mit der 2mm-Innensechskantschraube, um der Dampfdüse das Dröppeln abzugewöhnen:



    Heute ist übrigens der klassische Siebträger samt zweier Siebe angekommen, schnelle Lieferung von einem Händler aus der Bucht. Viel besser als der Gran Crema-Siebträger, aber leider passiert es beim Entnehmen dieses Siebträgers häufig, dass das Sieb in der Maschine hängenbleibt. Also habe ich den dicken Gummidichtring herausgenommen und reinige den ganzen Bereich mal. Nicht ganz so leicht zugänglich und alles ganz schön voller Kaffeefett, auch hier lohnt sich die Investition von Arbeit:



    Das Ventil mit der Feder habe ich schon mal rausgenommen, es ist erstaunlich sauber. Beim Wasserausfluss mit heraus genommenem Ventil kommen keine Kalkstückchen, was mich nach dem langen Missbrauch mit Kölner Leitungswasser und dem Entkalken mit Zitronensäure eigentlich wundert.

    Hier schwimmt der Dichtring im Spüli. Leider habe ich keinen Kaffeefettlöser, aber vielleicht wäre so ein scharfes Mittel dem Gummi auch abträglich. Ehrlich gesagt, bin ich erstaunt, den Gummi in so gutem Zustand vorzufinden, denn ich hatte ihn das letzte Mal vor etwa fünf Jahren ausgebaut und dachte eigentlich, dass er mittlerweile erneuerungsbedürftig sein könnte. Er sieht aber noch ganz gut aus, und ist noch nicht hart oder brüchig geworden.



    Es gibt noch viel zu tun. Für Tipps bin ich natürlich dankbar

  9. #219
    henrykaff ist offline Benutzer
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    Standard AW: Saeco Via Venezia Combi

    Hallo Sanug,
    freut mich, daß ich mal was über SAECO Siebträger hier lesen kann. Den Vetter Deiner Maschine gab's als Plastik (anti-) Designteil auch in deutschen Landen unter dem Namen "Magic Cappuccino Combi" mit um 180° gedrehtem Aufbau. Sie verkaufte sich aber anscheinend schlecht, weil man in der Bay nur selten eine sieht.
    Das Problem mit dem Aufschäumen hast Du genau erkannt (SAECO auch). Ab der VA-Magic deluxe haben die Maschinen einen DLEH, der kontinuierlich mit der gleichen Düse Dampf macht, und weil die Pumpe da mit kurzen Stößen nachpumpt, kannst Du Dampf machen bis das Wasser ausgeht. Übrigens kannst Du damit auch guten Schaum machen, wenn Du ein hohes Kännchen hast und die Düse weit eintauchst, daß sie keine Luft mehr ansaugen kann, man würd's nicht glauben.
    Die ganz alten SAECO Vollautomaten SA (auch TWIN/FAMILY/CLASSIC) machen maximal 2 Portionen Schaum recht gut, weil sie einen etwas größeren Messingboiler haben und eine gute Dampfdüse mit drei kleinen schrägen Löchern, was bei richtiger Handhabung mit günstigem Kännchen auch schönes "Rollen" ermöglicht.
    Den besseren Espresso als bei Deiner Maschine bekommst Du aber mit den Uralt SAECO SA-Vollautomaten: die haben die gleiche, recht gute Mühle mit Scheibenmahlwerk 43mm und weil du dort die Brüheinheit heiß vorspülen und damit Tasse und Gerät aufwärmen kannst und die Maschine immer gleich presst, bekommst Du einen brauchbaren Espresso ohne Tricks wie Cremaventil und Vorbrühen.
    Der Zustand der Mahlsteine ist wie bei allen Scheibenmahlwerken kritisch: nimm mal die obere Scheibe heraus und schau die Schneiden mit der Lupe an. Ausgebrochene Schneiden entstehen meist durch Fremdkörper: austauschen. Kritischer und schwerer zu erkennen ist der Verschleiß der Schneiden: sie sehen dann an der Schneidkante etwas glänzend aus; eventuell kann man es mit dem Finger fühlen. Das führt zu gequetschtem Kaffeemehl, was zum Verkleben des Mahlwerks oder des Portionierers führt. Dies wiederum merkt man auch an ungleicher Mahldauer. Bei Deiner Maschine müsste das eigentlich auf Grund des Alters mal fällig sein.
    Weiterhin viel Spaß mit Deinem Gerät und ich bin gespannt auf das Ergebnis mit dem einfachen Siebträger.
    Henrykaff

  10. #220
    Sanug ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Espressomaschinen - Persönliche Berichte der Boardnutzer

    Danke für die Rückmeldung, ich hatte schon befürchtet, für Saeco interessiert sich hier niemand. Der Mühle muss ich also auch noch zu Leibe rücken, nun ja, ich habe eh eine größere Instandsetzung vor mir. Damit ich das nicht ganz kaffeelos machen muss, werde ich von meiner Arbeit meine Zweitmaschine mit nach Hause nehmen. Das ist eine Saeco Gran Crema, ein Plastikbomber, den es vor Jahren mal für 100 € bei Tchibo gab . Die muss auch noch gereinigt werden, ich werde sie dann auch noch etwas ausführlicher hier vorstellen, sofern ihr mich dafür nicht steinigt.

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