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  1. #351
    AtomicAzrael ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Persönliche Berichte der Boardnutzer: QM 3035

    Hallo Kaffee-Netz,

    vorab meinen Dank an das tolle Board. Als Geist-Leser war ich die letzten Monate eher inaktiv, aber in Gedanken war ich immer bei Euch und möchte heute meine Erfahrungen hierzu beisteuern.

    Ausgangssituation: Meine Herzallerliebste (Ich spreche hier von meiner Frau und nicht von einer Espressomaschine) und ich sind Latte/Cappu Trinker. Hin und wieder wurde auch mal Kaffee getrunken.

    Historie:
    - 2x Krups Novoplus (Crema auch ohne Cremaaufsatz)
    - Jura VA
    - 2x Saecco Royal Professional
    - Petra Pad
    - Senseo Pad

    Nachdem die zweite Saecco das Zeitliche gesegnet hatte, meine Frau auf Pads umgestiegen ist, ich im Urlaub wieder sehr leckeren Cappu getrunken habe, konnte ich aus den zwei alten Novoplus eine Funktionsfähige bauen und war über ein halbes Jahr sehr zufrieden. Milchschaum mit Microwelle und Mixer. Meine Herzallerliebste (jetzt spreche ich von der Novoplus) konnte den Druck, nach ich glaube 10 Jahren Pause, nun doch nicht mehr lange standhalten. Jetzt musste etwas neues her.

    googlen, Board, Kaffewiki, testen bei Freunden, googlen Board ...

    Mittlerweile wusste ich zumindest, was ich nicht will: Einen Vollautomaten (Die Lebensdauer bei durchschnittlicher Pflege und unregelmäßigen Trinkgewohnheiten ist deutlich zu gering - Lifetime/Euro verhältniss stimmt einfach nicht)

    googlen, Board, Kaffewiki, testen bei Freunden, googlen Board ...

    Kurz: Wir haben uns für die Quickmill 3035 entschieden:

    - WAF war gut.
    - Preis hat zu WAF gepasst.
    - integrierte Mühle
    - timergesteuerte Mühle
    - große Tassen passen unter den Siebträger.
    - schnell einsatzbereit.
    - Druckkontrollanzeige.

    Nach 2 Monaten (4Kg Kaffebohnen) ein erstes Fazit:

    a) vom ersten Tag an, war alles besser als das, war wir vorher als Kaffee, Espresso etc. bezeichnet hatten.
    b) Frau ist glücklich
    c) Man(n) ist glücklich
    d) Gerätepark auf eine Maschine reduziert. Auch die Pad-Maschine ist in den Keller gewandert.
    e) Milchschaum ist sehr gut (wer auch immer sagt mit der 3035 geht kein Milchschaum - Quatsch, weil es wirklich gut geht!)
    f) Fürs Auge könnten Milchschaum und Crema feinporiger sein.
    g) Der Siebträger, stößt (logischerweise) gegen die Maschine beim Kaffeepulver ziehen. Deshalb habe ich den Kontaktpunkt abgeklebt.
    Mich haben die Kratzer beim Aussellungsstück eines Händlers schon extrem gestört. Da hätte QM der Maschine einen kleinen Gummi bei der Produktion spendieren können.
    h) Ich wünschte mir eine Rasterung der Timersteuerung
    i) In der Mühle bleibt ein Rest Kaffemehl (ca. 3gr. ), sodaß der Erstbezug nicht wirklich frisch ist.
    j) Verarbeitungsqualität ist OK

    Viele Grüße
    AtomicAzrael
    QM 3035

  2. #352
    joeson ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Espressomaschinen - Persönliche Berichte der Boardnutzer

    Super! Dank für den schönen Bericht!
    Geändert von Holger Schmitz (10.04.2010 um 11:15 Uhr)

  3. #353
    astoria ist offline Benutzer
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    Standard AW: Espressomaschinen - Persönliche Berichte der Boardnutzer

    Hallo liebe Kaffefreunde.

    Dann schreibe ich jetzt auch das erste mal.
    Das Forum kenne ich ja nun schon länger, werde aber nicht gleich in allen Foren ein Mitglied, weil ich das für unnötig halte.
    Aber seit gestern bin ich dann doch ein Member of Kaffe Netz.
    Warum?
    Weil ich euch mit Sicherheit brauchen werde.
    Dazu später….

    Also, Erfahrungsberichte:

    Erste „Ernsthafte“ Kaffeemaschine war eine Jura Subbito und eine recht simple, aber gute Keramikmühle von Tschibo (glaube ich, ist jetzt 9 Jahre her)
    Der Kaffe ist gut und die „Reinigung“ doch recht einfach.
    Nix tolles, aber OK die Kleine – als schickes Einsteigergerät nicht zu verachten.

    Dann kam ein Freund mit einer E70 in wirklich desolatem Zustand an.
    Da dies mein extremes Restaurationsdenken in Anspruch nahm, konnte ich nicht anders als sie in einen nahezu neuwertigen Zustand zu bringen.

    (Danke Fa. Beutelschmidt)

    Diese Serie nehme ich mittlerweile im Schlaf auseinander und hauche ihnen neues Leben ein.
    Die Subbito konnte nun die Küche eines Freundes schmücken.

    Mit der E 70 habe ich auch nur gute Erfahrungen gemacht. Sie kann alles – aber nichts wirklich „richtig super gut“!
    Für den nicht ganz so ambitionierten Kaffegenießer OK.
    Einfach zu bedienen und selbsterklärend.
    Ein wenig mit Kaffe und Mahlgrad experimentiert, und sogar ein recht brauchbarer Exipresso ist „Zapfbar“!
    Leider war mir der Kaffe (Trotz neuem Durchlauferhitzers) nie heiß genug. Auch eine experimentieren mit dem Temperaturregler hat nicht wirklich zum Erfolg geführt.
    Habe sie aber trotzdem zu insgesamt 9256 gebracht und nur 2 Brühgruppen verbaut.
    Die Reinigung ist wirklich sehr aufwändig und ohne Zerlegen der kompl. Maschine nicht zu realisieren.
    Wer DAS nicht kann, sollte davon Abstand nehmen.
    Sonst bekommt man Herpes – Tripper – Schanker………und was sonst noch alles aus grünem Schimmel wachsen kann.
    Das ist eine wirklich sehr bescheidene Art, eine Maschine zu konstruieren.
    1000 Ecken und Schimmelverstecke.
    Aber ansonsten eine gute Maschine.

    Davon hatte ich aber auch dann auch genug und ein Freund kam mit einer Quickmill MOD.05000A an, die nicht mehr wollte.

    Die habe ich dann für 100,-€ angekauft und dank der Firma Calzolari in Köln wieder zum laufen gebracht. (80,-€ Materialkosten)
    Das ist für mich wirklich der einzige Vollautomat, den ich wirklich mag.
    Wenn man sie richtig eingestellt hat und sich auf eine Kaffesorte „eingemahlen“ hat, macht sie klasse Kaffe – Espresso etc.
    Milchschaum......na ja.....geht, aber nicht wirklich gut. Da ist ein Rotoquirrl für 5,- besser.

    Die Mill ist nur sehr sehr laut. Also nix für ein Frühstück, wo noch einer am Wochenende ausschlafen möchte, während man in der Küche sitzt – im Kaffe Netz liest und Kaffe trinken möchte.
    Das Haus ist wach! ;o)

    Genau das war es, was meine Exfreundin dazu bewegte, mir nahe zu legen, wieder eine Jura zu kaufen.
    Die Quickmill zu einem wirklich guten Preis verkauft und eine neue Jura C5 erstanden.

    Die Ex ist weg und ich habe wieder das Jucken in den Fingern gehabt.
    Nun, da ich nicht mehr 30 Tassen am Tag durch die Jura jage, muß eine Siebträgermaschine her. Wollte ich immer haben, war meiner Ex nur zu kompliziert, zu groß, zu teuer im Stromverbrauch.......................
    Aber jetzt........Gesagt – getan.
    Ich habe eine CMA Astoria mit ext. Pumpe und neuem, ext Filter aufgetan, die in einem wirklich guten Zustand ist. Alle Dichtungen und Kleinteile wurden vom Fachmann gewechselt. Die steht jetzt seit einem Jahr herum und will reaktiviert werden.

    Die – werde ich gleich abholen gehen und näheres dazu schreiben.
    Ich habe die gleiche Maschine bei meinem Italo Großhändler und Restaurator schon mal ausprobiert, aber nicht gekauft, weil mit 550,- dafür zu teuer waren. (Bj. 1986)
    Jetzt habe ich inc. Pumpe und Filter 350,- bezahlt. (Bj. 1995-96)
    Ob das viel ist, weiß ich nicht, aber in erster Linie war es mir das einfach wert.

    Jetzt bin ich mal gespannt, ob ich das Ding dazu bewegen kann, mir ein gutes Heißgetränk zu spendieren.

    Da kommt dann ihr wieder in Spiel. Ich bin ja Siebträgerneuling und freue mich jetzt schon auf einen nette Konversation mit euch und netten Anregungen!

    Die Wasserleitung liegt, der Stromanschluss auch.
    Mühle ist auch schon vorhanden! (VFA)
    Kaffe aus Köln (Schamong) auch! (Wie immer)
    Fehlt nur noch die Astoria!

    Auf nach Siegen und abholen – später mehr und auch Bilder!

    Liebe Grüße

  4. #354
    karakal ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Espressomaschinen - Persönliche Berichte der Boardnutzer



    Unsere Maschine: Gastroback Design Espresso Machine Advanced Pro G (42612)

    gekauft für 590 EUR bei einem örtlichen (=Wien) Elektrofachhändler
    Link: Gastroback GmbH | Design Espresso Maschine Advanced Pro G


    Äußerlichkeiten:

    Wie oben auf dem Bild zu sehen eine - meiner Meinung nach - schöne Maschine aus Druckguss.
    Größe: 36 x 34 x 39 cm
    Gewicht: ca. 11kg

    Wichtig für uns war die integrierte Kaffeemühle. So stehen nicht zwei Geräte in unserer (viel zu kleinen) Küche herum.

    Innerlichkeiten:

    Thermoblock mit ULKA-Pumpe
    integrierte Mühle mit Kegelmahlwerk

    Lieferumfang:
    Ich muss sagen für den Preis der Maschine ein sehr umfangreiches Zubehör:
    Es werden vier Siebe mitgeliefert, jeweils für Solo und Doppio in "einfacher" und Doppelwand-Ausführung. Weiters gibt es noch Zubehör zur Reinigung und ein metallenes Milchkännchen. Das komplette Zubehör kann in einer "versteckten" Schublade hinter dem Tropfbehälter verstaut werden und hat deswegen einen fixen Platz und kann nicht verloren gehen.

    Bedienung:
    Für eine Siebträgermaschine erstaunlich einfach.
    Siebträger drunter halten, mahlen lassen, drauf und fertig...

    Die gemahlene Menge ist immer genau 8g, die Wassermenge entspricht immer 25ml (für einen Espresso solo)

    Der Mahlgrad lässt sich in 18 Stufen einstellen, von wirklich sehr grob bis erstaunlich fein (sozusagen von Gries bis zu Mehl....)

    Wirklich erstaunlich ist die Milchdüse, egal welche Milch ich nehme, der Schaum wird immer fein und sehr fest. Die Bedienung ist auch recht einfach, Dampf mit Drehschalter an Seite einschalten, kurz warten bis Dampf kommt, mit Schalter ausschalten, Düse in die Milch und wieder einschalten.
    Nach dem Beenden des Aufschäumens dauert es ca. 20sec bis die Maschine wieder einsatzbereit ist, in der Zeit wird der überschüssige Dampf einfach in den Tropfbehälter abgeleitet.

    Das Ergebnis:
    Wir haben sie erst seit Samstag abend allerdings haben bis jetzt schon ca. 2kg Kaffee ihren Weg durch die Maschine gefunden (und ich habe Schlafstörungen).
    Da ich extrem säureempfindlich bin (zumindest im Espresso) hat die Einstellerei schon seine Zeit gebraucht.
    Unser jetziger Kaffee (Espresso Classico von Eduscho/Tchibo) ergibt einen guten Espresso. Mangels Zeit bleiben die Versuche mit höherwertigen Kaffee eines befreundeten Kaffeerösters (http://www.heissenberger.com) einmal außen vor. Allerdings warten schon besondere Bohnen im Lagerraum auf uns (Kopi Luwak), die wir allerdings erst bei besserer Beherrschung der Maschine verbrauchen werden.

    Sehr gut gelingen auch Kaffeespezialitäten wie z.B. Cappuccino. Wir verwenden hier auf ein Einzelsieb die doppelte Menge Wasser und verfeinern das dann mit Milchschaum. Ist alles in allem in ca. 1min fertig und hat allen unseren Gästen bis jetzt geschmeckt.

    Lautstärke/Aufwärmzeit:
    Die Mühle und auch die Maschine sind sehr leise, sind auf jeden Fall langschläfer-tauglich.
    Die Maschine ist nach. ca. 45sec betriebsbereit.

    Sonstiges:
    Ein Siebträger macht natürlich mehr Dreck als ein Vollautomat, allerdings ist die Maschine sehr einfach zu reinigen.

    Geschichte/Background:
    Ich mag einfach nur Kaffee, meine bessere Hälfte lernte bei obigem Kaffeeröster und Kaffeehaus das Barista-Handwerk an einer Schärf und versieht jetzt nur mehr sporadisch in einem Hörbuchkaffee (http://www.audiamo.com das bisschen Werbung muss jetzt einfach sein) den Dienst an einer Rancilio Classe 10 USB/07 2gr SCTZ-IST grigio. (.:: Rancilio ::. Macchine per caffè English)

    Unsere bisherige Maschine war eine (sehr gut eingestellte) Saeco Royal Digital, die allerdings jetzt nach einer Inspektion zu meiner Mutter wandert.

    Im Großen und Ganzen bereuen wir unsere Entscheidung bis jetzt nicht und genießen den guten Kaffee, den wir uns mit der Maschine machen....

  5. #355
    Fsc1 ist offline Neuer Benutzer
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    Daumen hoch AW: Espressomaschinen - Persönliche Berichte der Boardnutzer

    Hallo Zusammen,

    lange Zeit habe ich in diesem Forum nur passiv mitgelesen und von den Erfahrungen, Empfehlungen und Meinungen profitiert, dafür möchte ich mich vorab bei allen hier bedanken.

    Kurz noch zu meinem Kaffee-Werdegang:
    Ich trinke gerne Kaffee – also richtig leckeren Kaffee. Zumeist als Ristretto, Espresso oder auch als "Verlängerter". Ich hatte als bisherige “Kaffeemaschinen“ z. B. eine GranGaggia – und zuletzt als größte „Entäuschungen“ zwei große Jura-Impressa´s, deren Kaffeeergebnis unabhängig ob Einkreis- oder Zweikreis-Variante bei guten Kaffee wirklich „jämmerlich“ war (Ja dies ist mein persönlicher Eindruck zu Vollautomaten).
    Nun ist es aber soweit – hier mein erster Erfahrungsbericht und zwar zur recht neuen Gastroback Design Espresso Maschine Advanced Pro G 42612.

    Erworben habe ich meine Maschine im Juli 2010 in einem Münchner SATURN da mir der Verkäufer ein 14-Tägiges Rückgaberecht bei "Nichtgefallen" eingeräumt hat.

    Hierzu und ohne Bewertung die „nackten“, technischen Details von der Herstellerseite:


    • programmierbare Espressomaschine mit integriertem Kegelmahlwerk / 18 Stufen-Mahlgradeinstellung
    • gewünschte Menge anfrisch gemahlenem Kaffee frei einstellbar
    • 200g Frischebehälter ermöglicht bis zu 25 Espresso-Shots.
    • Mahlstation mit Siebträger-Halterung
    • voreingestellte oder individuelle Einstellungen für Einfach- und Doppeldosierung
    • exklusives Metall-Design (Druckguss)
    • Druck-Manometer - für die optimale Kombination aus Mahlgrad, Kaffeemenge und Kaffeeandruck
    • benutzerfreundliches beleuchtetes Sensor-Bedienmenü mit 5 Funktionen - individuell programmierbar
    • Thermo-Block-Heizsystem
    • professionelle ULKA Espressopumpe
    • 17 bar Druck (am Siebträger)
    • Vorbrüh-Funktion
    • mit Energie Sparfunktion
    • 360° schwenkbare Milchaufschäumdüse
    • Selbstreinigung und elektronische Temperaturkontrolle
    • abnehmbarer 2 Liter Wassertank
    • enthaltenes Zubehör: Edelstahl-Milchschäumkännchen, Messlöffel, Espresso-Tamper, Reinigungswerkzeug mit Bürste, Reinigungseinsatz, 2 Einzel-/Doppelwandfilter


    Nun aber zu meinem Eindruck:
    Ich hatte viele „Kaffeemaschinen“ ausprobiert – Gaggia, Pavoni, Saeco(Philips), Jura etc. und habe Licht und Schatten kennen gelernt. Und eigentlich wollte ich mir nun die Artisan von KitchenAid zulegen.
    Meine spontane Entscheidung zum Kauf der Gastroback bereue ich aber bisher zu keinem Zeitpunkt.
    Die Maschine ist sehr „Wertig“ und das Look and Feel macht einen soliden und durchdachten Eindruck. Die Maschine ist für Ihre größe sehr schwer und steht ohne Wackler auf ebenen Flächen.
    Betriebsbereit ist die Maschine sehr fix – bereits nach etwa 50 Sekunden lasse ich einen Leerbezug zum Anwärmen des Siebträgers durch. Danach kann der „Genuss“ losgehen.
    Jeder Kaffeebezug – je nach Luftfeuchtigkeit mit Mahlgrad 8 bis 11 bei einem guten Arabica gemahlen, findet bei mir in der Regel als Doppelportion im Doppelsieb im Siebträger Platz. Das Mahlen geht fix und leise. Die Reinigung und Resteentfernung der Mühle ist Vorbildlich – kein Vergleich zu anderen „Dinosauriern“ – auch kleine Mengen können schnell „gewechselt“ werden – ohne eine Vermischung mit früheren Sorten zu bekommen – Allerdings gibt es hier eine kleine, konzeptionelle Schwäche der Maschine: Das Kaffemehl fällt beim Mahlen in den Siebträger verstärkt in das hintere „drittel“ des Siebes, wobei durch das auftürmen des Mahlguts für „Grobmotoriker“ Verschüttungsgefahr besteht.
    Nach dem Tampern – der schwere Tamper ist magnetisch und kann neben dem Mahlwerk steckend „professionell“ verwendet werden – oder aber auch manuell – findet der schwere und solide Siebträger einen satten halt in der Aufnahme unter der Brüheinheit.
    Je nach Vorliebe und Einstellung – ich nutze meist einen Doppio, den ich nach dem automatischen und mehrmaligen „Anbrühen“ manuell nach Zeit und Menge unterbreche. Für Kaffee-Legastheniker gibt es Automatikfunktionen für die „richtige“ Wassermenge und die Menge kann auch programmiert oder manuell gewählt werden. Auch gibt es bei den 4 enthaltenen Siebeinsätzen zwei (jeweils Single und Doppel) der berüchtigten Crema-Einsätze für Leute, denen sonst kein Kaffee gelingen mag (Ich hatte mal eine Freundin, der ist wirklich der Kaffee angebrannt…)
    Mit den „richtigen“ Sieben erziele ich einen wirklich guten und professionellen Kaffee – der neben einer perfekten Crema auch noch heiß und aromatisch ist.
    Ich empfehle gute Sorten zu verwenden – nicht unbedingt das Industrie-Zeugs.
    Derzeit liebe ich die Sorten vom „Gränzgänger“ Der Grenzgänger - authentisch, eigensinnig, vergnüglich... in München –z.B. der SANTOS MONTECARMELO CR. 19 CERRADO, der SANTO DOMINGO BARAHONA AA aber auch der „SUMATRA“ im Laden ist ein leckerer Geheimtipp. Jetzt habe ich mir übrigens in Affi am Gardasee Caffè Bendinelli von Bendinelli den 100% Arabica – Gourmet (Kilopreis ca. 16.- EUR) gekauft, der eine echte Offenbarung ist.
    Auch Kopi Luwak habe ich in der Gastroback lecker und erfolgreich zubereitet – wobei m.E. dafür eine French Press besser geeignet ist.

    Ergebnisse mit der Gastroback:
    Die Crema ist immer dicht und das Kaffee-Ergebnis ist stets aromatisch und vor allem heiß! – Die Wassertemperatur und der sehr hohe Druck am Siebträger ist perfekt und die Benutzbarkeit wie in einer guten Caffee-Bar. Aber Achtung: Die Maschine ist auch in der Lage, jeden minderwertigen Industriekaffee und jeden Fehler beim Tampern oder Mahlen zu Entlarven.


    Und nach dem Kaffee-Trinken?
    Die Reinigung ist sehr einfach – der Überlaufbehälter/Abtropfschale ist sehr leicht zu entnehmen und zu leeren und kann mühelos geputzt werden und besitzt sogar eine optische Anzeige wenn diese voll ist. Das Gehäuse aus Metall ist ebenfalls sehr hygienisch und leicht zu Wischen. Die Brühgruppe kann durch ein integriertes Reinigungsprogramm mit einer Reinigungs-Tab und mit Hilfe eines speziellen Siebeinsatzes in ca 5 min. einfach und professionell gereinigt und entfettet werden. Für Entkalkung empfiehlt der Hersteller Essig – wobei ich hier auf Zitronensäure wegen der Geschmacksneutralität setze.

    Preis/Leistung:
    Wer guten Kaffee schätzt und nicht mit einer „Diva“ arbeiten möchte, ist mit dieser Maschine sehr gut bedient. Der Preis liegt derzeit bei ca. 500.- bis 700.- EUR und ist dieses Geld für eine Siebträgermaschine und einer guten integrierten Mühle wert! Ein Schnäppchen kann gemacht werden, wenn die Maschine wie bereits gesichtet – für weniger als 499.- EUR zu bekommen ist. Dank des Fernabsatzgesetzes und dem Widerrufsrecht empfehle ich jeden Interessenten die Maschine für mindestens 14 Tage ausgiebig zu testen, da die Vorlieben und das Handling doch etwas sehr individuelles sind. Die Kaffeemaschine scheint übrigens ein Zukauf unter dem Namen „Gastroback“ zu sein, der eigentlich “Fresca Espresso Machine BES860“ heißt und von der australischen Firma Breville zu stammen scheint.

    Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich gerne ein weitere Langzeitfazit verfassen.

    Gerne hätte ich an dieser Stelle noch Fotos und ein Datenblatt integriert, dies wollte jedoch nicht gelingen.

    CU

    FSC1

  6. #356
    LUX
    LUX ist offline Benutzer
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    Standard

    Hi FSC1,

    Schönes review zu Deiner neuen Errungenschaft. Hab die café's kürzlich bei dir sehr genossen. Beim nächsten mal will ich aber die sorten aus Affi tasten.

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  7. #357
    Sarastro ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Gastroback Design Espresso Maschine Advanced Pro G 42612

    Guten Abend, werte Kaffee-Gemeinde!

    Nach der intensiven Lektüre des hier versammelten Erfahrungsschatzes in Sachen Kaffee habe ich mich, nach dem plötzlichen Ableben meines Saeco-Vienna-Vollautomaten, für eine "Gastroback Design Espresso Maschine Advanced Pro G 42612" entschieden.
    In den vergangenen Wochen wurde die Maschine hier ausführlich besprochen; und mir erscheint sie als Einstieg in die Siebträgerwelt passend.
    Wenn ich mit diesem relativ unkomplizierten Gerät genügend Erfahrungen gesammelt habe, kann ich ja immer noch "aufsteigen" - falls nötig.

    Gottseidank habe ich auch den deutlichen Hinweis, daß diese Maschine nur mit frischem und gutem Kaffee auch gute Ergebnisse hervorbringen wird, beherzigt - und mich bei der hiesigen Phoenix-Kaffeerösterei (Dresden, Bautzner Straße; www.phoenix-coffeeroasters.com) mit hervorragendem Kaffee eingedeckt.

    So wurde der Start mit der Gastroback ein schneller Erfolg für mich - bereits nach ein paar wenigen Testläufen bekam ich aus der Maschine einen wunderbaren Espresso mit reichlich dichter, goldener Crema - dank "Blue Phoenix"

    Des Weiteren kann ich berichten und bestätigen, daß auch bei mir mit dem Zweier-Sieb viel besser gelingt, als mit dem Einer...

    Ich habe mich nach den Tips hier gerichtet, und bekomme mit ca. 18 Gramm bei Mahlgrad 15 und kräftigem Andruck mit dem mitgeliefertem Tamper einen ungefähr 25 Sekunden währenden Bezug hin...mit herrlicher Crema, wiegesagt.

    DANKE an alle hier Schreibenden für die wertvollen und nützlichen Informationen, die mir den Einstieg in den Kaffee-Himmel deutlich vereinfacht haben!

    Und natürlich ebenso Dank an die Phönix-Röster in Dresden, wo ich eine ausführliche Einführung ins Kaffeebrauen und in die Grundlagen des Kaffee-Genusses bekommen habe!
    Dort gehe ich jetzt sicher öfter hin...

    Das erste Pfund Blue Phönix ist in der vergangenen Woche zur Neige gegangen, jetzt geht es weiter mit dem Daterra-Blend aus gleichem Hause, bin schon gespannt.

    Grüße aus Dresden!
    Peter.

  8. #358
    Borngasse ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Noch ne Butterfly

    Hier nun noch meine eben in Wien erworbene Madame La Scala:



    Lange Zeit war ich am schwanken, welches Prinzip bei mir in die Küche einziehen sollte. Die neue Graef ES 90 oder ein 'echter' Chrombomber. Durch den Defekt meines bisherigen Billigmodels (ein Geschenk aus der Familie) wurde ich zum Handeln gezwungen. Letztendlich siegte die Butterfly, da diese wirklich solide verarbeitet ist (Dank ans Forum für die vielen informativen und sachlichen Beiträge) und auf jeglichen Schnickschnack verzichtet. Hinzu kam noch die kompetente Beratung und die sehr guten Konditionen von "taste it", so etwas ist selten geworden heute.

    Ich kann kaum neues über diese Maschine beitragen. Ich kann sie aber gerne Weiterempfehlen. Selbst Anfänger sollten keine Probleme bei der Espresso- oder Cappuccino-Zubereitung haben. Es ist simpel und ein absolutes Vergnügen. Alle meine Gäste sind begeistert. Mehr kann man nicht erwarten.
    Geändert von Borngasse (26.10.2010 um 11:06 Uhr) Grund: Update

  9. #359
    summer1987 ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Espressomaschinen - Persönliche Berichte der Boardnutzer

    Ich hab die Maschine jetzt knapp 1 Woche, und hatte bisher keine Probleme damit. Alles funktioniert wie erwartet. Das einzige Problem sind natürlich die mitgelieferten Siebe, und der ungewöhnliche Durchmesser derselben. Die Schieblehre sagt mir zwar 52mm, ein Tamper dieser Grösse hat aber nicht gepasst.
    Ich habe mir vor kurzem aus die Gatroback Advanced Pro gekauft, und bin selbst der Suche nach einem passenden Tampler. Bei amazon.de habe ich nun einen von Concept Art gefunden, der mit einem Durchmesser von 51cm ausgeschrieben ist und noch dazu ziemlich edel ausschaut. Leider ist er (für meine Verhältnisse) relativ teuer, weswegen ich ihn noch nicht bestellt habe!

    Hier der Link dazu:
    Concept Art Tamper Elegance Nuss, 51 mm: Amazon.de: Küche & Haushalt

    Falls du ihn bestellen solltest, wünsche ich mir eine kurze Rückmeldung darüber, ob er bei der Gastroback passt oder nicht!

  10. #360
    cappufan ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Espressomaschinen - Persönliche Berichte der Boardnutzer

    Man kann übrigens auch das Sieb zu Concept Art einschicken, um den passenden Tamper ermitteln zu lassen.
    Eingelagert: Rancilio Silvia V3 + Mahlkönig Vario Home V2. Moccamaster KBT 741, Aeropress + Hario Slim Handmühle.
    Vorherige Mühlen: Gaggia MM, Ascaso i2-mini, Macap M4, Mazzer Mini E/B, Iberital Challenge, Mahlkönig Vario Home V1, Mazzer Kony E, Compak K-3 T

    Vorherige Maschinen: Gaggia Baby Class D, Rancilio Silvia V2, Vibiemme Domobar Super (HX), Gaggia Classic + Auber PID, Vibiemme Domobar Super PID Dualboiler, Nuova Simonelli Oscar, Rancilio Classe 6 LE1 Leva


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