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29.07.2003, 00:00
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Seit Herbst 1997 habe ich eine Gaggia Paros.
Äusserlichkeiten:
Unterscheidet sich schon sehr von allen anderen Maschinen. Ich habe sie in grau/schwarz - mit den obligatorischen Chromsäulenfüssen.
Innere Werte:
Das typische Gaggia Innenleben - mit Magnetventil. Hat bereits den 3. Umzug ohne Probleme überstanden. Zur integrierten Mühle unten mehr.
Espresso:
Sehr konstantes Ergebnis, solange man das Verhältnis Mahlgrad/Pressen so hinbekommt, dass das Überdruckventil gerade anspringt.
Aufschäumen:
Nach dem Ablassen des Kondenzwassers reicht der Dampf für 4 Cappuccinos. Mit Aufschäumhilfe aus Kunststoff.
Bisherige Probleme:
Leider passen keine zwei Milchkaffeeschalen unter den Auslauf - auch bei größeren Cappuccinotassen wird es sehr eng. Das liegt am Röhrchen, das vom Magnetventil in die Auffangschale führt.
Die Mühle ist recht laut. Eines Tages war der Trichter (Bohnenbehälter) locker. Die Schrauben waren ausgerissen - das Problem ließ sich jedoch durch eine Vierteldrehung und erneutes Festschrauben beheben. Damit das fliegende Kaffeemehl auch seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt wird, halte ich beim Mahlen den Siebträger oben an die Öffnung.
Vorteile:
Ich finde die Paros eine schöne und vor allem zuverlässige Maschine.
Kommentar/Empfehlung:
Sie trifft nicht jedermanns Geschmack wird jedoch - wie ich finde - zu sehr kritisiert.
Geändert von Stefan (13.08.2007 um 00:19 Uhr)
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05.10.2003, 17:31
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Auch wenn ich mit meiner Saeco Aroma eher im Low-End Bereich agiere, möchte ich hier mal einen Erfahrungsbericht über die Maschine loswerden, mit der ich nun schon seit ca. 1,5 Jahren regelmäßig meinen Espresso produziere.
Äußerlichkeiten:
Es ist eine kleine Siebträger-Maschine im Metallgehäuse, die es in gebürsteten Stahl (Aroma Inox) oder schwarz lackiert (Aroma Nero) gibt. Ich hab mich für die Stahlvariante entschieden, die mir einfach besser gefällt.
Innere Werte:
Die Brühgruppe ist mit dem kleinem Kessel (ca. 120ml, reicht gerade mal für zwei Tassen Espresso) integriert und vollständig aus Metall. Wird angetrieben von einer Vibrationspumpe die das Wasser aus dem großen Frischwasserbehälter per Silikonschlauch bezieht. Erwähnenswert ist wohl noch, dass sie mit dem "Gran Crema" Siebträger geliefert wird, ein Patentiertes System mit dem eigentlich immer eine Crema gelingt, die aber nicht "echt" ist...
Espresso:
Ist die Maschine absolut top gereinigt und stimmen die anderen Faktoren, kann man mit der Aroma einen sehr guten Espresso erziehlen. Leider kann man kein Blindsieb mit Rückspühlmöglichkeit einsetzen, deshalb ist die Reinigung sehr aufwändig.
Aufschäumen:
Wie bei den kleinen Maschinen üblich eher weniger geeignet, weil die Dampf-Kapazität nicht ausreicht und der Dampf zu "nass" ist. Da ich jedoch sowieso lieber Espresso "pur" trinke, ist das für mich kein Nachteil.
Bisherige Probleme:
der neue Gran-Crema Siebträger ist meiner Ansicht nach Mist, da die "Mogel-Crema" zwar immer gelingt, aber der Siebträger schlecht zu reinigen ist und sich in den unzugänglichen Mechanik-Teilen die alten Kaffee-Fette sammeln, die nach kurzer Zeit für den typisch sauer-ranzigen Geschmack einer dreckigen Maschine sorgen. Hab ihn durch einen Klassischen Siebträger ersetzt und die Espresso-Qualität ist deutlich besser geworden.
Vorteile:
Preiswert und Robust. Hatte vorher eine Jura Subito, an der mir nicht nur jede Menge Plastik-Teile abgebrochen sind, sondern deren Reinigung *noch* umständlicher als die der Aroma war.
Sofern die Maschine sauber ist und die anderen Faktoren stimmen (gute Mühle, frischer Espresso, frisches Wasser, Betriebstemperatur erreicht) ist der Espresso in dieser Preisklasse sehr gut (klassischer Siebträger, den Gran-Crema verwende ich nicht mehr!). Ich hatte vorher eine Jura-Subito und bin wegen der etwas besseren Reinigungsmöglichkeit auf die Saeco umgestiegen, was ich auch nach 1,5 Jahren nicht bereuhe. Trotzdem ist wegen der umständlichen Reinigung wohl als nächstes eine Maschine mit Magnetventil (Rückspühlmöglichkeit) fällig. Rancilio Silvia oder die "Oscar" sind in der engeren Auswahl, beide etwa gleich teuer, die Oacar hat zwar technisch mehr Features (Wärmetauscher Zweikreissystem), das Plastik-Gehäuse schreckt mich jedoch etwas ab...
Nachteile:
Gran-Crema Siebträger taugt nichts und sollte durch klassischen Siebträger ersetzt werden. Leider hat man beim Kauf keine Wahl und muss diesen dummen Patent-Siebträger nehmen und später den klassischen teuer nachbestellen.
Brühkopf-Schaber ist nicht im Lieferumfang enthalten und die sofortige Reinigung der Maschine unbedingt notwendig um guten Espresso zu erhalten.
Nichts für große Gesellschaften, da die Serienproduktion zur Geduldsprobe wird.
Mangels Magnetventil keine Möglichkeit die Maschine einfach zu reinigen. Eine komplette Reinigung ist ziemlich aufwändig und hinterlässt immer eine kleine Überschwemmung: Wassertank leeren, Maschine auf den Kopf in Wanne stellen, Dusche von Brühgruppe aufschrauben, Dichtungsgummi herausnehmen und Reinigungssubstrat mehrfach einfüllen. Siebträger und Gummi ebenfalls reinigen, danach alles wieder sauber machen... dauert ca. 1 Std und ich mach das je nach Gebrauch alle 1-2 Monate. Dazu kommt eine einfache Reinigung mit Brühkopfschaber und viel Wasser vor und nach jeder Zubereitung. Das Ergebnis kann sich sehen (schmecken) lassen: der Reinigungszustand und das Alter des Pulvers hat sich als der Hauptfaktor für die Qualität des Espresso erwiesen, auch wenn mich meine Frau für paranoid hält. Aber Weihnachten muss eine neue Maschine mit Magnetventil her, dann wird alles besser...
Geändert von Stefan (13.08.2007 um 00:19 Uhr)
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15.10.2003, 12:59
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Benutzer
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Registriert seit: 16.05.2002
Beiträge: 62
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So, endlich Zweikreis nach vielen (rel.glücklichen) Jahren mit meiner Bazzar A2 eine: Rancilio S24, Vorfuehrgerät, 1000 euro
Äusserlichkeiten:
Riesig! Fuellt meine Kueche beinahe komplett aus  Dunkelgruene Seitenteil aus Alu, ansonsten extrem massive (35kg schwere) Stahlkonstruktion. Maschine beim einsetzen des Siebträgers verschieben passé. Abtropfschale mit grossem Volumen. Beim zweiten Blick auch ohne Chrom etwas fuers Auge.
Innere Werte:
Messingverrohrung die so auch bei mir im Keller sein könnte, alles extrem massiv, 3.9 liter, senkrechtstehender Boiler aus Kupfer und temp.verstellung via pressostat. Wasserpumpe ist entgegen anderer Aussagen eine vibrationspumpe und nicht eben gerade fluesterleise aber akzeptabel. Wassertank weit hinten und leider etwas klein (2.5l) - wird beim befuellen des boilers glatt zweimal leergesaugt.
Espresso:
Nach etwas Experimentieren, sowohl mit Ein und mit Zweitassensiebträger super Ergebnisse: tolle sirupartige Konsistenz und schöne Crema mit tollem Geschmack. Beliebig viele espressi reproduzierbar in kuerzester Zeit.
Aufschäumen:
Muss mich noch umgewoehnen, da Dampfrohr links und die Milch wird jetzt viel schneller heiss, aber nach dem ersten mal hatte ich beinahe schlagsahne. Dampf ist heiss und sehr trocken und nimmt nicht ab!
Bisherige Probleme:
platz fuer die maschine finden und Nachfuellen des Tanks etwas umständlich wenn die maschine unter Oberbauschränken steht. Vielleicht doch lieber Festwasseranschluss-dann gibts auch die volumetrische und leisere Pumpe. Der Tank heizt sich ganz ordentlich auf.
Vorteile:
Qualität, Dampfvolumen, Espressoqualität
Kommentar/Empfehlung: Kaufen!!!
Edited By mthier on 1066491027
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Rancilio S24 und Anfim Best und:
Teetrinker sind nicht die besseren menschen
Geändert von Stefan (13.08.2007 um 00:18 Uhr)
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29.10.2003, 21:53
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Nach einer Jura S 95 und einer ECM Technika II habe ich jetzt meine „Traummaschine“ gefunden! Eine neue Rancilio S 26 seit 12.09.2003, incl. Wasserfilter Rancilio DP 2 für € 1620,-
Aeusserlichkeiten:
Zuerst einmal heisst es Aktion in der Kueche! Ein Festwasseranschluss und ein Ablauf muessen installiert werden, ein Wasserfilter Rancilio DP 2 (Hoehe: 36 cm, Durchmesser: 18 cm) und eine 38 kg schwere Maschine (B x H x T: 38 cm x 46,5 cm x 51,5 cm) wollen „artgerecht“ untergebracht sein. Macht aeusserlich einen sehr robusten, ja fast unverwuestlichen Eindruck. Das Design ist eher nuechtern technisch, die Verarbeitung tadellos, keine scharfen Kanten oder Grate an den Metallteilen (ganz im Gegensatz zur ECM!). Auf Grund des Festwasseranschlusses steht die komplette Oberflaeche als Tassenwaermer zur Verfuegung (keine Oeffnung fuer das Befuellen des Tanks). Dampf- und Heisswasserauslass sind jeweils mit einem Kugelgelenk gelagert und daher in alle Richtungen schwenkbar. Der Heisswasserauslass ist sehr kurz geraten (siehe dazu bei Nachteile).
Innere Werte:
Die S 26 ist als Maschine mit Festwasseranschluss wie die S 27 mit einer leise arbeitenden Rotationspumpe ausgestattet. Der 3,9 Liter fassende Kessel wird mit 1700 Watt beheizt und hat nach ca. 5-7 Minuten Solldruck erreicht (Pressostat schaltet erstes mal ab). Ansonsten sehr solide, viel Messing und Kupfer verbaut, fuer die Ewigkeit konstruiert. Daher warte ich mit dem ersten Espresso auch mindestens eine halbe Stunde, bis dahin ist das viele Messing und Kupfer gut angewaermt. Auch die Tassen auf dem Tassenwaermer sind nach 30 Minuten angenehm temperiert.
Espresso:
Vom Ergebniss her war ich bereits mit meiner ECM sehr zufrieden. Einzig die Crema ist mit der S 26 noch etwas feinporiger und stabiler als mit der ECM. Für mein Empfinden bereiten beide Maschinen einen „perfekten“ Espresso, sofern alle anderen Bedingungen ebenfalls passen (Kaffee, Muehle, Mahlgrad, etc.). Die Anzahl der gewuenschten Espressi ist eigentlich unerheblich, Rancilio gibt eine maximale Leistung von 90 Bezuegen pro Stunde an, also einen Espresso alle 40 Sekunden... Noch Fragen? ;-)
Die Ueberhitzung der Bruehgruppe, die meine ECM (und wohl alle E61-Klone) nach laengerer Nicht-Benutzung zeigte, gibt es hier nicht.
Aufschaeumen:
Laesst sich einfach beschreiben: staubtrocken und endlos! Sind halt knapp 4 Liter im Boiler...
Bisherige Probleme:
Keine
Vorteile:
Fuer mich ohne Zweifel in erster Linie der Festwasseranschluss! Wie oft ist es mir mit der ECM passiert, dass der Timer die Maschine morgens zwar puenktlich eingeschaltet hat, sie sich jedoch auf Grund eines leeren Tanks nicht aufgeheizt hat. Also ohne „Starthilfe“ in die Arbeit... :-(
Ein weiterer Vorteil, den ich so vorab gar nicht gesehen habe: zusaetzlich zum Festwasseranschluss ist auch ein Ablauf vorhanden! Nie mehr Tropfschale ausleeren, nur noch sauber halten, schoen!
Nachteile:
Das Stellrad für den Heisswasserauslass ist direkt ueber dem recht kurzen Auslass angebracht. Bei Heisswasserentnahme entsteht hier sehr viel Dampf, der direkt nach oben zum Stellrad aufsteigt. Hier kann man sich wirklich die Finger verbrennen! Ein laengeres und gewinkeltes Auslassrohr (welches es ermoeglicht, das zu befuellende Gefaess seitlich rechts neben der Maschine zu plazieren), waere hier sicher sinnvoll.
Kommentar/Empfehlung:
Wer eine Zweikreismaschine mit Festwasseranschluss sucht, die hervorragenden Espresso macht, Dampf ohne Ende bereitet, sehr solide aufgebaut und sauber verarbeitet ist, ein „wenig“ ;-) Platz beanspruchen darf, hat hier gefunden was er sucht. Verglichen mit dem in etwa gleichen Preis für die ECM, sind die gut 1600 Euron für eine S 26 sicherlich besser angelegt.
Geändert von Stefan (13.08.2007 um 00:18 Uhr)
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01.11.2003, 01:32
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Erstmal liebe Grüße aus Wien an die Koffeinjünger :laugh:
nach langem Überlegen sind wir von Vollautomaten abgekommen.
Der Grund: Saeco und ähnliche bringen nicht wirklich einen leckeren Kaffe zusammen (von Espresso will ich gar nicht reden)
Jura ist vom Geschmack recht fein, das Säubern der Brühgruppe ist aber eine Wissenschaft für sich
Quick Mill hatte hier in allen Punkten die Nase vorne, jedoch war Sie (nachträglich besehen) zu hoch und passte somit nicht in die geplante Lücke
Nach einen Besuch bei "tasteit" in Wien, hatte ich dass Vergnügen eine top Beratung zu bekommen und einen Espresso zu verlieben.
Die ECM Giotto war das Teil, dass ich unbedingt haben wollte.
Zweikreis, Feima Brühgruppe Design etc leider kam hier ein Veto meiner Frau -> Größe, Reinigung (Aussen) usw
Da half auch keine 3D Skizze *ggg*
Nun habe ich eine ECM Boticelli II sowie eine Demoka Mühle und meine Frau allse "im Kasten"
Der Kaffe ist zwar nicht so kräftig wie bei der Giotto (geschmacklich) jedoch mit einem Robusta Anteil kommt der Espresso mit einer super Crema und tollem Aroma in die Tasse.
Milch Schäumen klappt wunderbar (Aufheizphase ~50 Sek) Dampf hat die Boticelli genug um den Milchschaum zum "Löffelstecken" zu fabrizieren.
Die Demoka ist laut aber erträglich, die Mahlung ist gut einstellbar und klappt auch bei mir als "Anfänger" problemlos.
Sie "saut" ein wenig auf das Führungsblech jedoch ist das im Rahmen.
Die Anif Mühle war bei uns zu breit -> siehe Platz im Schrank  wäre jedoch meine erste Wahl gewesen, da sie leiser ist und auch nicht streut.
Alles zusammengenommen hat mir das Forum sehr bei der Entscheidung geholfen und auch vile nette Lesestunden bereitet. Danke.
Falls jemand aus dem Raum Wien in das "Kaffeebrauen" einsteigen möchte kann ich wirklich einen Besuch bei tasteit auf der Wollzeile empfehlen.
Man kann diverse Kaffees probieren und nebenbei "seine" Maschine kennenlernen. Auch wird man nicht zum Kauf gedrängt, eher im Gegenteil, zum Überlegen (ob die Maschine die Richtige ist) aufgefordert.
Somit möge die Crema mit Euch sein
LG Peter
Geändert von Stefan (13.08.2007 um 00:18 Uhr)
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06.11.2003, 22:11
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Nach etwas mehr als einem halben Jahr mit der Maver Venezia (= Maver Charleston) möchte ich Euch meine Erfahrungen nicht weiter vorenthalten.
Äusserlichkeiten:
Ein klassischer E61 "Chrombomber", allerdings von hinten mit Wellblechoptik und mit Plexiglashaube über der Tassenablage. Das Design ist sicherlich Geschmacksache, aber mir gefällt das etwas verspieltere Design gegenüber vielen Konkurrenten. Dabei ist die Verarbeitung gut, es gibt keine scharfen Kanten, die einem beim polieren die Finger aufschneiden. Die Maße: 48-27,5-39 (H,B,T) bei 15kg.
Innere Werte:
Hier unterscheidet sich die Maver von den anderen E61 Maschinen: Ihr Herz wird von 2 Durchlauferhitzern gebildet, statt von einem Kessel (Fotos im Beitrag "Kennt jmd diese Maschine?"). Über die Vor- und Nachteile ist ja schon viel geschrieben worden - allerdings sorgt das Misstrauen gegenüber einer solchen Konstruktion wohl dafür, dass die Maver relativ selten ist.
Im Innenleben findet man außerdem 2 ULKA Pumpen, eine für den Dampf, der durch Einspritzen von kleinen Wassermengen in einen Durchlauferhitzer erzeugt wird, eine für das Wasser. Ansonsten viele Silikonschläuche - da der Durchlauferhitzer für das Wasser direkt an die Brühgruppe angeflanscht ist wird in den Schläuchen aber nur kaltes Wasser transportiert. Der Dampf-Thermoblock ist mittels Edelstahlrohr mit dem Dampfrohr verbunden. Die Elektrik macht einen vernünftigen Eindruck, Kabel sind wo nötig gegen Hitze isoliert.
Was jetzt eigentlich auffallen sollte: 15kg, kein Kessel (die 2 Thermoblocks sind aus Aluminium, also relativ leicht), keine Kupferrohre.....warum ist die Maschine so schwer? Das liegt an der äußerst massiven Konstruktion des Gehäuses. Es hinterlässt einen sehr stabilen Eindruck und besteht zu 100%, also inklusive Bodenplatte, aus Edelstahl - macht wirklich den Eindruck, als sei es für die Ewigkeit gebaut.
Espresso:
Hier hat mich die Maver wirklich überzeugt: Mit ULKA Pumpe und E61 Brühgruppe steht sie Maschinen wie La Scala Butterfly oder Isomac Tea in nichts nach - im Gegenteil: die Konstruktion mit Durchlauferhitzer vermindert das Überhitzen der Brühgruppe - ich habe damit keine Probleme. Auch bei mehreren Bezügen hintereinander kein Problem, der Thermoblock ist mit ausreichender Leistung versehen. Ich bekomme herrlichen Espresso mit schöner Crema - wirklich überzeugend.
Aufschäumen:
Hier hatte ich eigentlich die meisten Zweifel aufgrund des Thermoblocks - obwohl inzwischen ja auch Bazzar eine Maschine mit Dampf-Thermoblock anbietet.
Für den Hausgebrauch sind hier aber Bedenken nicht angebracht: Die Milch für 2 Latte Macchiato (größer ist mein Kännchen nicht) ist schnell und feinporig aufgeschäumt und wenn man danach wartet, bis der Durchlauferhitzer wieder völlig auf Temperatur ist (man muss nicht, ist aber empfehlenswert), dann ergibt sich eine Pause von 20 Sekunden - also gerade ausreichend um die aufgeschäumte Milch in die Gläser zu gießen und das Kännchen neu zu füllen. Vielleicht nicht ideal für Serienproduktion von 50 Latte Macchiato - aber für mal 4,6 oder auch 8 Gäste absolut kein Problem.
Die mitgelieferte Cappuccino-Automatic ist bei mir bis heute originalverpackt - ich weiss von meiner Pavoni, dass man damit zwar befriedigende Ergebnisse erreichen kann, aber mit der Hand geht's deutlich besser.
Bisherige Probleme:
keine
Vorteile  :
- bietet konstant Dampf & Espresso wie eine Zweikreis-Maschine, lässt sich aber in 5 Minuten entkalken!!!
- die Maschine heizt deutlich schneller auf als E61-Modelle mit Boiler, Dampf sogar schon nach etwa einer Minute...
- gut verabeitetes, solides Gehäuse
Nachteile  :
- durch geringe Verbreitung wenige Service-Händler (allerdings sind Service/Ersatzteile für die Brühgruppe natürlich kein Problem, da E61)
- billig wirkendes Dampfrohr (wg. Cappuccino-Automatik)
- keine Erfahrungen über Lebensdauer der Thermoblocks
Kommentar/Empfehlung:
Ich habe die Maschine sehr günstig vom Großhandel erwerben können und bin bisher sehr zufrieden - die Espressoqualität ist sehr gut und der Wartungsaufwand deutlich geringer als bei Boilermaschinen (besonders Zweikreismaschinen).
Wer den Mut hat eine unkonventionelle Maschine zu erwerben und wem das Design gefällt, der sollte sein Glück z.B. mal bei Ebay probieren: ab und zu taucht hier eine Maver auf und die Nachfrage ist sehr gering...hier kann man die Venezia mit Glück fast 50% unter der UVP von 1149€ ersteigern (neu&ovp).
Das ist dann der billigste Einstieg in die - wenn auch unkonventionelle - Chrom-"Zweikreiswelt" mit E61 Brühgruppe - und nach meiner Erfahrung nicht der schlechteste. Ich habe den Kauf zumindest bis heute nicht bereut!
Gruß aus Berlin,
Gunnar
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"good espresso is not as easy to make as bad espresso"
Brasilia Portofino America (1Gr.), Maver Venezia, La Pavoni Professional
La Pavoni Jolly & Rossi RR 45
Geändert von Stefan (13.08.2007 um 00:17 Uhr)
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07.11.2003, 12:52
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 11.03.2003
Ort: Berlin
Beiträge: 171
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Hallo,
@ Stefan:
Das Problem mit dem Dampfrohr ist in arbeit....ein Dampfohr hab ich schon, da ich die Cappu-Automatik ja eh nicht benutze, brauche ich den komischen Saeco Anschluss mit dazugehörigem Dampfrohr ja nicht.
Einzig ein Adapter fehlt mir noch, da die Gewindedurchmesser von Maschine und neuem Dampfrohr nicht passen. Ich werde wohl demnächst mal in Wildau vorbeifahren - danach gibt's dann auch ein Foto.......
@padrino:
Zitat:
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mal bei Ebay probieren: ab und zu taucht hier eine Maver auf und die Nachfrage ist sehr gering...hier kann man die Venezia mit Glück fast 50% unter der UVP von 1149€ ersteigern (neu&ovp).
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Ich hab schon Auktionen gesehn wo eine neue Maver mit Garantie für 500€ wegging.......
Ansonsten einfach mal bei Adornetto anfragen - die haben den Deutschland-Vertrieb.
Gruß, Gunnar
__________________
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Brasilia Portofino America (1Gr.), Maver Venezia, La Pavoni Professional
La Pavoni Jolly & Rossi RR 45
Geändert von Stefan (13.08.2007 um 00:16 Uhr)
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16.11.2003, 19:59
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 30.01.2003
Ort: Mannheim
Beiträge: 427
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Hallo Gunnar,
Habe deinen Beitrag eben erst beim stöbern entdeckt. Tja so sieht sie wirklich aus...
nochmals Glückwunsch zu deiner Venezia bzw. Beitrag mit tollen Bilder.
Wollte ja auch mal meinen Erfahrungsbericht von meinen 2=zwei Ex-Venezias schildern, kam leider nicht dazu.
Hier ganz kurz:
Sie sieht wirklich so toll aus wie auf den Bildern, viel Metall, viel Chrom, viel Putzen(Kratzer oder Fingerabdrücke -können- nerven...)
-große Auffangschale komplett aus Metall , nur Innenleben ist wie Gunnar schon geschildert hat etwas Kunststofforientiert.
Die Venezia muß schon zur Einrichtung der Küche oder wo sie auch immer steht, passen, da sie vom Design her sehr
"Dominierend" ist.
Mir wurde sie damals von der Firma Brauckmann über ebay neu+ovp für ca. 600 EUR verkauft.
Beim Auspacken war der Cappuccinatore defekt und sie hatte ein paar kleine Kratzer im Front-Bereich.
Schlimmer war, daß sie keinen vernünftigen,heissen Espresso machen konnte bzw. nach 2 Tagen auf dem Gehäuseboden Wasser vorhanden war. :ghostface:
Diese wurde Portofrei ausgetauscht, mit der Bitte die Neue genau zu überprüfen.
Die zweite hatte wieder einen "Wasserschaden" , sowie massive Überhitzungsprobleme !, und da mir Herr Brauckmann nicht zusichern konnte, daß die nächste Okay ist(Original-Zitat:"Italienische Produkte sind halt so")
, bin ich vom Kauf zurückgetreten.
Grund war allerdings auch noch der, daß Brauckmann seinen Restbestand an Maschinen verkaufen wollte und dann war´s das.(Service wäre dann etwas schwierig geworden)
So kann´s leider auch gehen....
Wie auch immer, wenn die Maschine(denke dies gilt für alle anderen auch) vor Auslieferung vernünftig gecheckt wurden und ein guter Service vorhanden ist, dann ist die Maver okay.
Alex
Geändert von Stefan (13.08.2007 um 00:16 Uhr)
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25.11.2003, 19:02
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OLYMPIA EXPRESS CREMINA 67
ich liebäugele schon länger mit einer handhebelmaschine, auch wenn meine bisherige erfahrung eher abschreckend war. ich habe vor einigen jahren eine microcimbali ersteigert. aus heutger sicht und mit heutigem wissenstand bin ich nicht sicher, ob die maschine damals irgendeinen defekt hatte (dichtungen im druckzylinder?) - auf jeden fall war der caffe furchtbar, crema gab`s nie & milchaufschäumen war einfach nicht möglich.
jetzt wurde eine gebrauchte olympia express cremina auf ebay versteigert, die ich nicht grade billig ersteigert habe.
und heut kam sie endlich - hier der erste erfahrungsbericht:
- beim auspacken: „ach je, was ein spielzeug...“ - ich bin meine rancilio (S 27) gewohnt.
- aber soweit alles o.k. - gut verpackt, sauber (!), vollständig & funktioniert.
- also das restliche wasser aus dem kessel gelassen & mal gerochen: kein modergeruch oder ähnlich ekliges. wasser rein, anschließen, aufheizen, entlüften: funktioniert alles, aufheizen geht sehr schnell: nach 10 minuten gibt`s den ersten espresso (theoretisch - ich hab erstmal ausgiebig gespült).
- das eintassensieb gefüllt (7 g - viel mehr geht auch nicht rein) und getampert. naja, der normale 58 mm tamper ist deutlich zu groß. aber da gab`s doch irgendwo einen kleinen plastiktamper ? jawoll, da isser...
-filterhalter einspannen, hebel nach oben, ein paar sekunden warten und dann runterdrücken: caffe fängt an rauszutröpfeln / -laufen.
crema ist vorhanden - einmal runterdrucken gibt ziemlich genau die richtige menge espresso (recht knapp - geht in richtung ristretto).
- schmeckt gut. ziemlich vergleichbar (beinahe identisch) mit der rancilio. beachtlich.
- dann den zweiten caffe probiert, den wir grad in der mache haben: schmeckt ebenfalls fast wie an der großen - und auch die unterschiede zwischen den caffes sind deutlich.
- gemahlen habe ich den caffe auf meiner mazzer ohne den mahlgrad zu verändern (im zweifel müßte der caffe ein ganz klein bißchen gröber gemahlen werden).
DAS ÄUSSERE:
- größe: 20 x 27 x 33 (b/t/h)
- gewicht: 10 kg
- front chrom, gehäuse stahlblech, gold/beige beschichtet (das aktuelle modell ist komplett in chrom).
- alter: unbekannt / auf dem typenschild nicht zu ersehen
- dreiloch dampfdüse (fest)
- keine druckanzeige (haben die neuen modelle).
INNERE WERTE:
hatte die maschine noch nicht offen.
aber außer dem kessel (stehend) kann nicht viel drin sein...
der pressostat (ich vermute, daß die regelung über den druck, nicht unmittelbar über die temperatur erfolgt) schaltet sehr schnell (dampfventil auf - heizung an).
ESPRESSO:
- (fast) auf dem niveau der rancilio S 27 - also gut bis sehr gut.
tendenziell etwas stärkere bittertöne, was nicht zwingend negativ auffällt.
zeigt die unterschiede der verwendeten bohnen recht deutlich.
- nach einer halben stunde standzeit sprudelt / spritzt das wasser beim leerbezug sehr stark - ist aber mit ca. 90 grad völlig o.k.
ich würde die maschine ohnehin nicht den ganzen tag anlassen, daher scheint das überhitzen zumindest kein großes thema zu sein.
AUFSCHÄUMEN:
- hängt etwas vom wasserstand im kessel ab - aber recht trockener, ziemlich „heißer“ dampf (ja, klingt etwas paradox). die milch wird relativ schnell heiß, dder dampfdruck ist etwas mager. aber selbst beim ersten versuch gelingt der milchschaum halbwegs.
müßte mit etwas übung ganz gut gehen.
PROBLEME
-bisher keine.
- aber 2 kritische punkte: kesselverschluß nicht gesichert - kann man theoretisch fröhlich aufdrehen, wenn der kessel unter druck steht.
die heizung schaltet bei niedrigwasser nicht ab (gefahr des durchbrennens). möglicherweise ist das bei den neueren modellen ja gelöst ?
VORTEILE:
- klein & gut zu transportieren, heizt schnell auf.
- espressoqualität
- wartungarm (keine pumpe, quasi keine elektrik) - das ist natürlich kein erfahrungswert, sondern rein theoretisch für diese art maschine.
NACHTEILE:
- das zweitassensieb ist ein witz: mit 13 gramm ist es schon sehr voll...
außerdem hat man keine chance, die wassermenge für 2 espressi (hebel zweimal runter) in der vorgeschriebenen zeit zu zapfen (korrekten mahlgrad vorausgesetzt).
- umständliches handling, wenn man mehrere caffes macht: ausschalten, abdampfen, kessel auf, wasser rein, wieder aufheizen.
das spielt aber nur eine rolle, wenn man reihenweise caffe macht & geht relativ schnell.
- dampfhahn ist fest & sehr nah am brühkopf positioniert.
FAZIT:
für den neupreis würde ich die maschine nie kaufen (handarbeit hin oder her).
gebraucht ist es aber eine schöne maschine, die guten espresso macht. für leute mit platzproblemen sicher interessant. und wer mit den nachteilen klar kommt, wird sicher seine freude an dem maschinchen haben.
__________________
VFA Expres Pronta, Mazzer Super Jolly, Spaziale S1 Vivaldi II, Mahlkönig Vario
Geändert von Stefan (13.08.2007 um 00:15 Uhr)
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26.11.2003, 08:03
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 30.01.2003
Ort: Mannheim
Beiträge: 427
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hallo,
Glückwunsch zu deiner maschine.
Eine handhebel-maschine wäre ja beinahe meine allererste maschine gewesen, hätte doch der händler damals dieses Ding richtig bedienen können....zieht nach espresso-bezug "sofort" denn Siebträger raus, dann kam was kommen mußte, es machte -pflopp- und der trester war im ganzen raum verteilt.
War für mich als blutiger Anfänger nicht so überzeugend....
Zitat:
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Zitat von ralf d.
- keine druckanzeige (haben die neuen modelle).
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Soviel ich weiss haben nur die größeren maschinen wie die Cremina 2002 + die 96 einen Druckanzeiger ?!
Hast du vielleicht noch ein paar Bilder ?
Wenn man fragen darf, was hast du bezahlt?
Alex
Edited By Alex_xpress on 1069830822
Geändert von Stefan (12.08.2007 um 23:21 Uhr)
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