Kaffee-Netz - Die Community rund ums Thema Kaffee  
Zurück   Kaffee-Netz - Die Community rund ums Thema Kaffee > Maschinen und Technik > Espresso- und Kaffeemaschinen

Werbung

Antwort
 
LinkBack Themen-Optionen Ansicht
  #71 (permalink)  
Alt 22.07.2004, 22:52
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.07.2004
Ort: Stuttgart
Beiträge: 361
Standard

Hallo zusammen,

hier also der Bericht zur Reneka Techno aus Sicht des zufriedenen Käufers. Nach 6-7 Jahren Pavoni konnte ich mir vorstellen eine neue Maschine auszuprobieren. Am Caffe lag es nicht, der gelingt frisch gemahlen auch sehr gut per Handhebel. Daher war ich auch nicht zeitlich unter Druck und habe mir bei verschiedenen Händlern einige 1- und 2-Kreis-Maschinen angeschaut und z.t. auch probiert. Zuletzt liebäugelte ich u.a. mit einer B.F.C. Die Reneka kannte ich nur aus dem Netz, hatte sie nie gesehen und die Bestellabwicklung über NZ war mir auch etwas suspekt.


Um es vorwegzunehmen – mir gefiel die Maschine im Original bei Ralf von Anfang an sehr gut (und nach knapp zwei Wochen immer noch).
(an ralf d.: wir haben die Rancilio dann ja auch gar nicht mehr im Vergleich probiert)


Äusserlichkeiten:
Form, Größe, Materialien und Verarbeitung machen einen guten Eindruck und wirken recht stimmig. Die Maschine hat, trotz ihrer recht kompakten Maße, eine deutliche Präsenz ohne dabei aufdringlich zu erscheinen.

Die beiden dickwandigen Seitenteile sind aus geschäumtem, durchgefärbtem Kunststoff. Sie deuten eine Durchdringung an und täuschen seitlich etwas Volumen vor das eigentlich nicht da ist. Ohne die anderen Farbversionen live gesehen zu haben, hätte ich mich auch für die rote Version entschieden.

Ansonsten dominieren gebürstete und polierte Edelstahloberflächen, Chrom im Bereich von Gruppe, Dampf- und Wasserauslass und Schwarz bei Griffen und Tastatur (und Füßen). Diese sind recht hoch, bedingt durch die Zu- und Abwasserschläuche die an der Unterseite herausgeführt werden. Die leicht gewölbte Rückseite in Edelstahl würde sich bestimmt auch auf einer Theke gut machen. Alle sichtbaren Materialien sind sauber und sorgfältig verarbeitet.


Bedienung/Innere Werte:
Die Piktogramme und die wappenförmigen Tasten könnten, obwohl gerade vom Hersteller geändert, mit wenig Aufwand (rückseitig bedruckte Folie) deutlich besser und hochwertiger aussehen. Die Tasten mit ihren LEDs sind aber selbsterklärend, die Druckpunkte und der akustische Knack sind o.k. Die Tasteneinheit wird wohl gut gekapselt sein, denn bei kräftiger Heisswasserentnahme wird es in diesem Bereich ziemlich feucht.

Die Abtropfwanne ist solide und lässt sich nach Herausdrehen der zentralen Ablauf-Schraube einfach entfernen. Hier habe ich eine zusätzliche Dichtscheibe eingesetzt um leichte Tropfneigung abzustellen. Das Edelstahlgitter verzieht sich leicht über Eck und wackelt etwas hin und her. Das senkrechte Edelstahlblech ist natürlich schnell verspritzt.

Unter den Heisswasserauslaß passt gerade so ein Becher/Mug. Ich nutze ihn zur Zeit auch für Tee. Das Wasser ist klar und ohne erkennbaren Beigeschmack. Der Dampfauslaß dürfte etwas kürzer sein um ihn leicher nach hinten schieben zu können. Er stößt etwas ungeschickt am Abtropfgitter an.

Die Tassen-Abstellfläche wird von unten und durch seitliche Luftaustritte ausreichend erwärmt. Warum das lose aufliegende Kunststoffgitter zweigeteilt ist ist mir nicht klar.

Bisher konnte ich keine sichtbaren Verarbeitungsmängel feststellen. Nach Abnahme eines der Seitenteile präsentiert sich das Innere sehr aufgeräumt, solide und vertrauenserweckend. Die große Rotationspumpe und die Druckanzeige sind nach Entfernen des linken Seitenteils (3 Schrauben) sichtbar.

Von der Pavoni verwöhnt beeindruckt mich der leise Sound nicht so sehr, aber scheinbar gibt es ja deutlich schlimmeres.

Schön ist die Möglichkeit zur Einstellung der Wassermenge. 3x für Kaffee sowie für den Heißwasserauslaß. Es geht aber auch genauso manuell. Ebenso gefällt mir der Standby Modus bei der die Maschine auf einem reduzierten Temperaturniveau gehalten wird und relativ schnell wieder hochheizt (Wasser schneller als Dampf). Habe noch nicht gemessen wie schnell.

Die Siebträger wirken schwer und solide und lassen sich satt einsetzen (im Vergleich zur Pavoni kein Wunder). Sie haben drei Befestigungsnasen. Die Griffe sind wohl keine Standardversionen und haben eine partiell softe Oberfläche mit kleinen (erhabenen) Noppen analog zu den Seitenteilen der Maschine. Für Puristen vielleicht etwas zu verspielt. Mit der Hand bekomme ich sie nicht gelöst, keine Ahnung ob man sie tauschen kann.


Espresso:
Ich bin also seit 6-7 Jahren meine Pavoni-Handhebelmaschine gewöhnt. Es hat schon ein paar Tage gedauert bis der Espresso so richtig gut wurde. Das lag aber nicht an der Reneka. Mittlerweile bin ich mit dem Caffe mehr als zufrieden. Erhalten habe ich insgesamt 4 Siebe, zwei in Einerform (7 und 12) und zwei in Zweierform (14 und 16).

Ich befülle das 7er mit ca 8g, das 12er mit ca 14g, das 14er mit ca 17g und das 16er mit ca 20g (gemessen mit uralter Briefwaage). Zur Zeit bevorzuge ich wieder das 7er Sieb das mittlerweile mit sehr feinem Kaffee einen schönen weichen öligen Espresso macht.

Die Möglichkeit der Reneka zur Temperatureinstellung habe ich bisher noch nicht sehr genutzt. Nachdem der Kaffee zunächst immer sehr schnell durchlief habe ich die Temperatur auf den niedrigsten Wert von 90 Grad eingestellt. Mittlerweile habe ich den Mahlgrad feiner eingestellt und gute Durchlaufzeiten erreicht und werde jetzt auch mal höhere Temperaturen testen.


Aufschäumen:
Da ich es nicht anders kenne stört es mich nicht, daß ich nicht gleichzeitig Kaffeewasser und Dampf entnehmen kann. Mit der Pavoni habe ich in den letzten Jahren überhaupt nicht mehr geschäumt um die Temperaturproblematik zu umgehen.

Auch beim Dampf bin ich bei der niedrigsten Temperatur (115 Grad) angelangt. Das Schäumen von 1-2 Portionen Milch geht mit der von Ralf bestellten 2-Loch Düse (nicht Serie) für mich einwandfrei. Wenn der Schaum da ist ist die Milch auch schon heiß bei etwa doppeltem Volumen. Es geht mir fast zu schnell. Superfest (styroporartig) wird der Schaum zwar nicht aber das mag ich auch gar nicht so sehr.

Offensichtlich verwende ich individuell ganz andere Einstellungen als mein Vorgänger. Daraus könnte man doch ableiten, daß die Einstellmöglichkeiten der Reneka so schlecht nicht sind. Verschiedene Leute stellen sich doch auch ihren Bürostuhl oder Autositz nach gusto ein.


Nachteile:
Keine echte Italienerin
Viel Elektronik, eventuell anfällig ?
Wenig ausgebauter Vertrieb/Service in Deutschland


Vorteile:
2 Boiler
Rotationspumpe
Zu- und Abwasser
Standby Modus
Kompakt
Solide
Programmierung


Kommentar/Empfehlung:
Nach knapp 2 Wochen vielleicht noch etwas zu früh.
Aber: die Maschine macht einen guten Eindruck und einen sehr guten Caffe. Es macht viel Spaß sie zu bedienen.
Gebraucht oder neu – Ich habe den Eindruck man bekommt einen reellen Gegenwert für eine ja nicht unbeträchtliche Investition.

Grüße mikk

__________________
:: reneka techno :: mazzer mini ::

Geändert von Stefan (13.08.2007 um 00:04 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #72 (permalink)  
Alt 28.07.2004, 19:04
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 17.06.2004
Ort: 79 Freiburg
Beiträge: 480
Standard

Maschine:

Isomac Venus, vor kurzem gebraucht bei Ebay gekauft.

So sieht sie aus:



Innere Werte:

Brühkopf
Profi-Brühgruppe von Brasilia in massivem Messing, verchromt

Kessel
Messing 400 ml

Pumpe
Vibrationspumpe ULKA mit maximaler Druckaufbau bis 15 Bar

Espresso:
Toller Geschmack & Crema, wurde allerdings erst nach Anschaffung der WMF/Cimbali-Mühle perfekt …

Aufschäumen:
Macht schnell guten Milchschaum und die Latte Macchiato wird regelmäßig bestaunt (Tipp: Kaffee immer über einen umgedrehten Kaffeelöffel in den Milchschaum laufen lassen) …

Probleme:
Keine …

Kommentare:
Technisch sicher eine der günstigen Maschinen mit Magnetventil (Pavoni hat auch eines, ich weiß) aus der Individualistenliga – sehr sauber verarbeitet …

Empfehlungen:
Wunderschöne Proportionen – meinem Geschmack nach die eleganteste Maschine auf dem Markt und v.a. die Reling ist genial, aber über Geschmack …

Sonstiges:
Bis auf die Brühgruppe wohl baugleich mit der Bazzar Stella und der Futurema Stella bekommt in Kürze ein „großes“ Geschwister aus dem Hause Futurema, weil ich mal testen wollte, ob das Thermosyphonprinzip tatsächlich besser ist …

Mühle:
WMF/Cimbali mit poliertem Edelstahlgehäuse – ein Traum …

Link:
Isomac Venus

Geändert von Stefan (13.08.2007 um 00:03 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #73 (permalink)  
Alt 06.09.2004, 18:34
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 21.12.2003
Ort: Würzburg/Magdeburg
Beiträge: 4.643
Standard

Carimali UNO E, gebraucht gekauft bei ebay.



Edit 12.1.2005: Bild getauscht gg. Original-Bild meiner Maschine, hochgeladen bei KaffeeWiki


Vorgeschichte: In geistiger Umnachtung bei ebay gekauft. Bei dem günstigen Sofortkaufen-Preis und der Aussage "sofort einsatzbereit" zuckte mein Mauszeiger irgendwie auf den Button....Beim Abholen dann erst mal leichte Ernüchterung. Der Lack hatte an der Seite, die dem Raum (und damit der scheuerwütigen Putzfrau) zugewandt war, erheblich gelitten, teilweise fehlte er ganz. Außerdem war die Maschine nicht angeschlossen, ein Testen nicht möglich (dass man einfach einen Wassereimer dazu nehmen kann, wußte ich nicht, und der Verkäufer ebenfalls nicht). Freundlicherweise wurde in den Kaufvertrag dann der Passus aufgenommen, dass wir uns über den Kaufpreis nochmals unterhalten, wenn nix geht. Zum Glück kam es nicht so weit. Als ich sie daheim hatte, hab ich erst mal geputzt, geputzt und....äh....ja richtig....geputzt!

Die Maschine ist zumindest in den letzten 5 Jahren weder rückgespült noch in irgendeiner Form unter ihrem Blechkleid gereinigt worden. Deshalb war die vordere Hälfte mit einer millimeterdicken Schicht "Karamell" verkrustet, die ich mit Schaber, Kaffeefettlöser, Spüli und Ata berabeitet habe. Nach 3 Tagen Putzen hatte ich erst mal die Schn.... voll und machte mich dran, die Edelstahlbleche an der Front zu schleifen und zu polieren, denn die sahen erst aus... 4 Tage später hatte ich's gründlich satt, hab den ganzen Müllhaufen in die Heizung verbannt und die nächsten 3 Monate nicht mehr angesehen.

Die guten Ergebnisse mit Ralf's Brasilia auf dem Umsonst & Draußen Festival haben mir dann doch noch einen Motivationsschub verpasst. Also hab ich mich aufgerafft, den ganzen Müll aus der Heizung gezerrt und unter Todesverachtung in 2 Tagen zum Laufen gebracht. Ein neues Pumpenmanomenter und die obligatorische Siebträgerdichtung hatte ich schon in der ersten Phase bei espressoxxl bestellt. Die Pumpe war natürlich festgegangen, aber freundliches Zureden mit der großen Zange hat geholfen. Der Brühkopf (vorher ein einziges "Karamell"-Desaster) kam gereinigt wieder an seinen Platz. Ersatz für die abgegriffenen Frontschalter gab's im Elektronik-Laden.

Das erste Hochheizen verfolgte ich mit Spannung hinter (!) der Stahltür der Heizung (man weiss ja nie). Anschließend wurde der Pumpendruck und die Temperatur korregiert. Schließlich wollte ich sie erst mal am externen Wassertank betreiben. Eingestellt hab ich 9 bar bzw 0.9 - 1.1 bar. Das war vor ca 2 Monaten. Inzwischen hat sie sich bei 8.5 bar eingependelt, den Kesseldruck hab ich für den letzten Kaff mal um 0.1 bar angehoben.

Ich habe keine Ahnung, wie alt die Maschine ist, der mitgegebene Everpure-Filter war von 1996 (!). Ich bin aber sicher, dass die Maschine älter ist und anno 96 wahrscheinlich überholt wurde (Pumpe und Pressostat sehen recht neu aus). Auf dem Typenschild haben die Herren Italiener freundlicherweise darauf verzichtet, eine Jahresangabe überhaupt vorzusehen.

Äußeres:
Eingruppige Gastromaschine mit Edelstahlfront und lackierten Seitenteilen aus Aluminium. Extrem klein für eine Maschine mit 3,5l-Boiler: BxHxT -> 26 x 42 x 50 cm, damit sogar noch schmaler als eine Brasilia America. Der Lack an den Seitenteilen ist nach mehreren Stunden Schleif- und Polierarbeit wieder halbwegs ansehnlich, ausgebrochene Stellen einigermaßen mit einem Lackstift geflickt. Ginge bestimmt besser, aber jetzt soll das Ding erst mal Kaffee machen. Die Dampfdüse ist unten schon ein bisschen angegriffen, das Messing schimmert durch. Funktioniert aber bestens.

Inneres:

- 3,5l-Boiler
- 1600W Heizung
- Rotationspumpe (eingebaut)
- Dosierautomatik
- Festwasser (z.Zt. am externen Tank)
- Ziemlich schwergewichtiger Brühkopf (der sogenannte Profi-Brühkopf der Silvia ist eine leichte Lachnummer dagegen)
Wie zu erwarten, alles massiv mit viel Kupfer und Messing. Die Dosierautomatik muss in der Maschine an der "Blackbox" verstellt werden, mit einfach von außen umprogrammieren ist da nix. Zum Glück muss man da nicht jeden Tag ran.

Besonderheiten:

Wie schon erwähnt, sind die Seitenteile aus Aluminium. Billiger als Edelstahl dürfte das nicht wirklich sein.

Der Brühkopf wird entgegen der Werksangabe nicht thermosyphonisch beheizt, sondern über zwei relativ kleine Kupferplatten, die am Kessel angeschweisst sind. Das funktioniert extrem effektiv. 5 Minuten nach dem Hochheizen (dauert übrigens etwa 15 min) ist der Brühkopf heiss genug für den ersten Schuss. Andererseits sind die Bleche klein genug, dass auf dem Weg zum Brühkopf (und durch den Brühkopf selbst) genug Wärme verlorengeht, so dass der Brühkopf nicht überhitzt.

Der Brühkopf selbst ist, wie schon gesagt, sehr massiv und besteht (lässt man mal die Schrauben für die Dusche und die Dichtungen außer acht) aus grade mal 3 (!) Teilen: Brühkopf, Messingdusche und Verschlussschraube für die "Vorkammer" im hinteren Teil des Kopfes. Einfacher geht's nun wirklich nicht mehr.

Sehr beeindruckend ist die Temperaturkonstanz der Maschine. Auch nach 2stündiger Standzeit ist der Brühkopf nicht überhitzt, nicht einmal das Wasser im Wärmetauscher kocht. Wie die Jungs von Carimali das gelöst haben, wüsste ich gerne mal.

Dampf und Heisswasser erhält man über Kippschalter, d.h. man kann während des Aufschäumens nicht die Hand vom Dampfschalter nehmen. Dazu mehr unter Aufschäumen.

Espresso:
Erschreckend! Und zwar erschreckend gut! Frl. Silvia hat keine Chance, ob mit oder ohne PID. Der Silvia-Espresso ist einfach wässriger. Ich nutze für beide das Marzocco-Sieb, von daher sind die Unterschiede sicher nicht Sieb-bedingt.

Aufschäumen:

4-Loch-Düse mit jeder Menge Power, für einen Single zuviel . Deshalb hab ich erst mal 2 Löcher mit Zahnstocherspitzen zugemacht. So ist es kein Problem, feinsten Mikroschaum zu produzieren...mit einer 0,25l-Mini-Kanne Allerdings kann man während des Aufschäumens nicht die Hand vom Dampfhebel nehmen, dann würde er ja zurückschnalzen. So bleibt keine Hand mehr frei, um am Kännchen die Temperatur zu fühlen.

Probleme:
Ab und zu rumort sie rülpserartig bei Pumpenbetätigung und schaltet dann von selbst die Pumpe ab. Ein paar Gläser Wasser später geht's dann wieder. Ich vermute, es lösen sich noch irgendwelche Altrückstände, da ich die Maschine nicht vollständig zerlegt hatte. Vielleicht irgendwann mal...

Der Tank darf nicht leer werden. Da die Maschine für Festwasseranschluss konzipiert wurde, fehlt eine Pumpenabschaltung bei zu niedrigem Wasserstand. Die Pumpe kann also überhitzen und kaputtgehen. Mal gucken, ob ich (bzw der Elektriker) da mal was bastel.

Die enorme Abwärme heizt meinen ganzen Hängeschrank mit. Schön für das Geschirr, wenn's Essen warmbleiben muss, weniger schön für Lebensmittel und meinen Rumbestand. Naja, müssen die Martinique-Rums eben umziehen...vielleicht doch irgendwann mal ne Kesselisolierung?


Fazit:

Eine extrem kompakte Gastromaschine, die man (wg Kesselbefüllung durch Pumpe) auch am Tank betreiben kann und die einen höllischen Espresso macht. Auch als Single möchte ich sie keinesfalls wieder hergeben, obwohl ich nur einen Frühstückscappu und abends noch mal einen Cappu oder Espresso trinke. In Anbetracht des Ergebnisses ist der Aufwand m.E. voll gerechtfertigt. Dazu gehören auch die Stromkosten; dass ein extremes Hobby nun mal Geld verschlingt, wissen wir alle. Und im Vergleich zu den Paraglidern oder Modelleisenbahnern ist man mit den paar Euro für Kaffee und Strom sogar richtig billig dran

Die Anschaffungskosten (um jetzt mal die ECM-Nutzer zu schocken) beliefen sich auf 140 Euro Kaufpreis + 60 Euro Benzingeld fürs Abholen + 30 Euro Ersatzteile. Die Arbeitszeit natürlich nicht mitgerechnet :laugh: Damit wäre sie die optimale noch leistbare Hartz IV HighEnd Espressomaschine. Wenn ich dann fürs Putzen noch einen Euro die Stunde kriegen würde...

LG

Marcus
__________________
Seit Jahren die erste Dallacorte Mini EX4 -> also Vorsicht, subjektiv

Gehabt und wieder los:

Marzocco GS3
PID-Silvia
Carimali UNO E
Bezzera 99 (brühdruckgetunt)
Hebelchen-Pavoni

Geändert von Stefan (13.08.2007 um 00:01 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #74 (permalink)  
Alt 19.09.2004, 15:30
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 04.07.2004
Ort: Köln
Beiträge: 126
Standard

Rancilio S27, gebraucht gekauft über Ebay

Vorgeschichte
Ein Zweikreiser musste her, meine Brasilia Lady machte zwar einen sehr guten Espresso jedoch wird bei uns überwiegend Latte Macchiato und Cappuccino getrunken.
Eigentlich hatte ich mich schon auf eine neue Butterfly von La Scala festgelegt obwohl meine Traummaschine die TS von Gaggia oder eine S26/27 von Rancilio war.
Da diese Maschinen neu nicht in meinem Preisrahmen passten hatte ich davon Abstand genommen.
Doch dann habe ich einen Irrläufer (S27 incl. Mühle MD40) bei Ebay abgefangen der unter Edelstahl Küchenmöbel eingestellt war
nach erfolgreicher Ersteigerung schnell ins Auto 200 km gefahren und da stand sie nun, überzogen mit Küchenfett,
5 jahre keine Rückspülung keine Entkalkung geschweige denn eine neue Brühkopfdichtung.
Bei einem Test-Espresso schlug der Verkäufer mit der Innenhand dreimal gegen den Siebträgergriff um ihn dicht zu bekommen und selbst danach siffte das Wasser neben den Siebträger.




Nachdem ich die Maschine komplett zerlegt habe (bis auf den Boiler) gereinigt, entkalkt und einige Dichtungen bzw. Ersatzteile ausgetauscht habe lächelt sie mich jeden Morgen aus unserer Küche an Die Edelstahlteile habe ich mit Schleifpaste geschliffen und anschließend poliert.



Äußeres:
Edelstahlfront
Seiten- und Rückverkleidung aus Aluminium
BxHxT = 380x465x515
Gewicht 35kg

Inneres:
Kupferkessel 3,9L
Rotationspumpe eingebaut
1700W
Dosierautomatik auch für Teewasser
Festwasser- und Abflussanschluss



Espresso:
Einfach klasse, läuft wie Sirup aus dem Siebträgerauslauf,
vollmundig und lang anhaltenden im Geschmack

Aufschäumen:
So hatte ich mir das vorgestellt, Dampf bis zum abwinken.
Zwar ist der Dampfdruck nicht so hoch, aber das empfinde ich als Vorteil weil jetzt die Milch nicht mehr so schnell verbrennt und der Feinporige/Cremige Milschschaum immer gelingt.

Probleme:
keine, mal die nächste Stromrechnung abwarten

Fazit:
Grundsolide Eingruppige Gastronomiemaschine mit sehr großer Tassenwärmefläche in absolut robuster Bauweise.
__________________
Rancilio S27 + Rancilio Rocky inox SD

Geändert von Stefan (12.08.2007 um 23:59 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #75 (permalink)  
Alt 30.09.2004, 22:07
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.03.2002
Ort: kassel
Beiträge: 2.655
Standard

schon einige tage in meinem besitz, nun folgen die ersten eindrücke:

Coffee Gaggia - älteres modell -
- einkreis maschine
- lt. typschild 1500W
- design wie gaggia classic coffee (insbesondere die schalteranordnung - habe mal geschaut, aber keine entsprechende maschine im inet abgebildet gesehen)
- gekauft über ebay zusammen mit mdf mühle auf grundplatte montiert
- farbe weiss (foto folgt)
- irgendwas vergessen? erinnert mich und es wird schnellstmöglich nachgeliefert!

positiv: nach einigem rumspielen mit mahlgrad und tamping ist der espresso genau wie er sein sollte: haselnussbraune crema, flussgeschwindigkeit 1-1,2ml/sek und lecker! aufheizen auf dampftemperatur knappe 30sek und ein dampfvolumen das für 6 kleinere latte m reicht.
negativ: der heisswasser-auslass fehlt - stört sowohl beim entlüften, als auch beim tee trinken. :: ausserdem werde ich bei gelegenheit ne pumpe nachrüsten müssen, die alte tut zwar noch, aber ich habe das gefühl das sie mit neuer NOCH besser läuft.

ich habe die maschine als defekt gekauft... sollte ja eigentlich kein problem sein sie zum laufen zu bringen! naja nach einer heftigen entkalkungsorgie bei der ich einige verstopfungen beseitigen musste (natürlich komplett zerlegt), schnurrte sie nach einer stunde wieder wie ein zahmes kätzchen. wenn dann meine faema wieder richtig läuft, werd ich mich entscheiden müssen, welche maschine meinen arbeitsraum in der uni zieren soll... denn ich möchte mir weder den va-kaffee der studentenwerks-cafeteria noch die von verlausten "antibarista" versaute transfair-plörre im asta cafe antun (obwohl die eine tolle 2gr. faema haben - perlen vor die säue!).

ps: magnetventil ist natürlich auch vorhanden!
__________________
+++Maschinen: Carimali Uno & BFC Classica +++ Mühlen: Rossi RR45 & La Cimbali Cadet +++
die alten espressotutorials
newbies hier klicken - kaffeewiki

Geändert von Stefan (12.08.2007 um 23:57 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #76 (permalink)  
Alt 14.10.2004, 17:30
Capuccinchen
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo,

es ist passiert wir haben uns für eine Gaggia Classic entschieden und heute den ersten Espresso/Capuccino gemacht. Bin sehr zufrieden, wenngleich wir sicher noch üben müssen um den richtigen Mahlgrad und die richtige Menge rauszufinden. Milchaufschäumer finde ich funktioniert prima!

Also Gaggia Classic plus Gaggia Mühle MDF!
Gruß capuccinchen

Geändert von Stefan (12.08.2007 um 23:57 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #77 (permalink)  
Alt 16.10.2004, 13:53
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 02.06.2002
Ort: Würzburg
Beiträge: 948
Standard

ELEKTRA LA DELIZIOSA / SIXTIES A 3

VORGESCHICHTE:
Nachdem ich zwei Jahre glücklich mit meiner Rancilio S 27 war, schlug der Espresso-Maschine-kauf-Virus mal wieder zu...
Nach einem kurzen Abstecher zu einer Reneka Techno (der Bericht dazu steht weiter unten) kam mir immer wieder die Elektra in den Sinn (auf der Elektra Webseite heißt das entsprechende Modell „Sixties“), aus der in verschiedene Bars schon guten caffé getrunken hatte.
Nach etwas Sucherei hab ich sie bei einem Händler vergleichsweise günstig bekommen (sie stand 2 Jahre ungenutzt im Schaufenster). Die Elektra kostet sonst zwischen 2.800,- und 3.200,- Euro, was wirklich überteuert ist.
Für 2.300,- ist sie auch nicht eben billig...
Mittlerweile ist sie seit 3 Monaten im Einsatz - das hier ist zumindest mehr als ein erster Eindruck.

ÄUSSERES:
Eingruppige Gastromaschine mit Festwasseranschluß und Rotationspumpe.
Gehäuse komplett Edelstahl. Wie bei den vielen E-61 Clones halt. Wobei die Maschine durch ihre Größe schon recht edel und „erwachsen“ wirkt - find ich zumindest.
Das ganze Design ist recht schicht und grade mit den Bakelitgriffen gefällt mir`s gut.

Brühkopf ähnelt einem E 61 Kopf, ist aber keiner.
Beim wöchentlichen Reinigen fällt auf, daß der Verteiler über der Dusche ungewöhnlich dick ist (im Vergleich zu den ansonsten ähnlichen Teilen in der Brasilia). Ebenfalls ungewohnt für mich: die Siebträgerdichtung ist rund - man muß beim reinigen zwar etwas genauer sein, dafür braucht`s wenig Kraft beim Reindrehen der Siebträger.

Schön sind die holzfarbenen Bakelitgriffe am Dampf- und Wasserhahn („Hahn“ ist eigentlich falsch - es sind Hebel mit Kippmechanismus), dem Bezugshebel und den Griffen der Siebträger. Der Bezugshebel erinnert ebenfalls an die Hebel an der E-61 Gruppe, schaltet aber einfach nur einen Mini-Schalter (was ich eher positiv sehe: die ganze Hebel-Fetterei entfällt).
In „meiner“ Version hat die Maschine keine Dosierungsautomatik (kann schon mal nicht kaputtgehen), was mir sehr recht ist.
Der Netzschalter sitzt mittig unter der Tropfschale - zwar gut abgedeckt, aber ob das optimal gelöst ist ? (vom Design her macht`s Sinn).
Die Tassenablage besteht aus zwei ineinander gelegten Edelstahlblechen: Vorteil: man muß keine Schrauben lösen, um ans Innenleben der Maschine zu kommen.
Nachteil: es klappert (o.k., das läßt sich mit wenig Aufwand beheben).
Auffällig (und unsinnig) ist, daß die Brühgruppe sehr hoch angebracht ist - der caffé fällt metertief in die Tasse.
Elektra bringt daher zwischen Siebträger und Auslaß ein etwa 6 cm langes Edelstahlzwischenstück an, damit der Auslaß auf der richtigen Höhe ist. Nur hat der caffé damit länger Metallkontakt. Ich hab die Zwischenteile kurzerhand rausgebaut.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Originalsiebe bekommen habe - die Siebe sind nämlich nicht gelabelt (wie sonst ziemlich alles) und sind die Standard-Ersatzsiebe (7/14 g), die`s überall gibt. Nachdem der caffé paßt, ist mir`s im Moment egal. Muß ich gelegentlich nochmal nachforschen...

Dampf- und Wasserrohr sind rundum schwenkbar (Kugelgelenk).

FAKTEN:
Maße: Breite 35, Höhe 46, Tiefe 53
Gewicht: der übliche Gastromaschinenbrocken - um die 30 kg
Heizung: 2200 Watt
Kessel: 6 l; Wärmetauscher 0,25 l
Rotationspumpe
Festwasser

INNERES:
guter Industriestandard.
Alles ordentlich verrohrt; kein Plastik.
Pumpe & Pressostat sind alte Bekannte.
Sauber und solide.

ESPRESSO:
Sehr gut.
Einfach einen Tick konzentrierter und nuancenreicher als mit der Rancilio (und der ist wirklich gut).
Gerade beim 1-Tassen-Sieb eine etwas spätere Blondphase als bei der Rancilio.
Siebe sind gut abgestimmt - Mahlgrad geht für beide Siebe.

DAMPF / WASSER:
4-Loch-Düse; schwenkbar.
Wenn man nicht versucht, Mini-Mengen (ab 0,2 l geht`s gut) zu schäumen: wunderbar.
Power ohne Ende (naja, bei der Kesselgröße).
Ich mag mittlerweile die einrastenden Hebel sehr gern: man kann die Dampfpower halbwegs dosieren (wenn´s denn sein muß); in der Regel eh einfach Gas geben. Und wenn die Milch warm genug ein kurzes „schnippen“ und der Hebel kehrt in die Ruheposition zurück und der Dampf hört sofort auf. Sehr angenehm.

Heißwasser: naja: da kommt schon eine ordentliche Menge raus, bevor der Kessel ne Pause braucht.

PROBLEME:
Der Brühkopf überhitzt bei Stillstand.
Nicht so schlimm wie bei manchen E-61, aber doch deutlich.
Vor Bezug Wasser ablassen zum Tassen heizen und/oder Siebträger spülen - fertig.
Apropos Tassen heizen: die werden wirklich richtig warm auf der Ablage oben.

Was mich begeistert ist, wieviel Humor Elektra bei den Aufklebern auf der Maschine zeigt: „New Version, Super Silent“ steht drauf. Was nur bedeuten kann, daß man das Vorgängermodell als Preßlufthammer verwenden konnte...
Ernsthaft: die Maschine ist unangemessen laut.
Woran die Tassenablage einen großen Anteil hat - und das läßt sich gut in den Griff kriegen.
Aber auch dann ist die Maschine lauter als die Rancilio und ungefähr 5 x so laut wie die Flüstermaschine Reneka.

FAZIT:
Der caffé ist hervorragend, Aufschäumen klappt wunderbar.
Optisch mag ich die Elektra sehr.

Es gibt einige negative Punkte, die ja alle oben stehen. Die wären zum Teil zwar licht zu vermeiden gewesen, man kann aber ganz gut damit leben.

Für den normalen Preis ist die Maschine überteuert.
Wenn man sie etwas billiger bekommt und die Optik mag: durchaus kaufen.
Der caffé lohnt`s.

und wenn das mit dem link klappt, gibt`s hier 2 bilder:
http://www.arcor.de/palb....3115746
__________________
VFA Expres Pronta, Mazzer Super Jolly, Spaziale S1 Vivaldi II, Mahlkönig Vario

Geändert von Stefan (12.08.2007 um 23:56 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #78 (permalink)  
Alt 17.10.2004, 10:14
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 17.02.2002
Beiträge: 1.827
Standard

Guter Bericht u.Glückwunsch zur Maschine...

Die war vor etlichen Jahren schon meine Lieblings E Maschine. Inzwischen hat sich natürlich die Euphorie gelegt. Mir wäre sie zu gross für den Heimgebrauch, es sei denn ich würde sie sehr, sehr günstig bekommen. Das ist aber eher zweifelhaft, da die Maschine nicht sehr verbreitet ist.
Ich kenn die Maschine von einem Techniker, der sie seit Jahren schon im Laden stehen hat. Er lobte auch die Steuerungshebel der Dampf/Heisswasser Ausgänge, sie lassen sich in jede Richtung sehr gut bedienen und sind exakter und weniger anfällig für Undichtigkeiten.
Den Schalter beim Bezugshebel finde ich eher einen Stilbruch, seis drum...Der hohe Auslauf ist wirklich etwas problematisch, das hatten schon viele kritisiert. Die Qualität ist wirklich gut, aber wie du schon sagtest, etwas zu teuer...
Das Finish/Design der Maschine ist minimalistisch und klassisch sehr gut.
Man findet kaum eine andere Maschine in diesem Stil.
Zum Überhitzen gibts noch einen Trick, der erste Espresso nach Stillstand müsste die richtige Temperatur noch haben, erst beim zweiten Bezug kommt das überhitze Wasser raus...versuchs mal.

Salü---Helmut

Geändert von Stefan (12.08.2007 um 23:56 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #79 (permalink)  
Alt 22.10.2004, 20:08
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 17.06.2004
Ort: 79 Freiburg
Beiträge: 480
Standard

Maschine:

Isomac Cafetera, vor kurzem gebraucht bei Ebay gekauft.

So sieht sie aus:



Innere Werte:

Brühkopf
E61-Brühgruppe aus massivem Messing, verchromt

Kessel
Kupfer 550 ml

Pumpe
Vibrationspumpe ULKA mit maximaler Druckaufbau bis 15 Bar (wird möglicherweise demnächst im Zuge des Festwasserumbaus gegen eine Procon-Rotationspumpe unter der Spüle getauscht, denn die klingt einfach viel schöner)

Espresso:
Toller Geschmack & Crema, habe nun aber auch einige Übung und genieße das Kompliment, mein Kaffee sei besser als der im Freiburger Kolbenkaffee …

Aufschäumen:
Macht schnell guten Milchschaum, muss allerdings im Gegensatz zu den Zweikreisvorgängern von GEM-Futurema separat aufgeheizt werden und die Latte Macchiato ist nachwievor tadellos (Tipp: Kaffee immer über einen umgedrehten Kaffeelöffel in den Milchschaum laufen lassen) …

Probleme:
Die verchromte Hülsenmutter, mit der der Steuerungshebel der E61-Brühgruppe fixiert wird, löst sich laufend und ich habe noch keinen Trick gefunden, mit dem ich sie fest bekomme ...

Kommentare:
Nachdem ich nun die Venus (siehe unten) als Einstieg und zwei GEM-Futurema Perla mit Thermosyphon getestet habe, muss ich sagen, dass ich mit dieser Maschine nun restlos glücklich bin!?
Da der Kaffee mit den beiden kleinen Gastromaschinen von GEM-Futurema doch einen Tick besser als mit der Venus war, hat mich die E61 doch noch gereizt ... nun habe ich einen vorgegeben Stellplatz auf dem Kühlschrank neben der WMF/Cimbali-Mühle und daher sollte die Maschine nicht breiter als 30cm sein und so kam eine Bazzar-A1 oder Isomac Zaffiro in Frage.
Dass die ersteigerte Isomac Cafetera doch keine A1, sondern ein Vorgänger der Zaffiro war, hat mich nicht etwa gestört, sondern gefällt mir insofern sehr gut, als sie überhaupt keine Elektronik verwendet (wie A1 und Zaffiro). Technisch ist sie sicher eine der puristischsten Maschinen mit E61-Brühgruppe – sehr sauber verarbeitet …

Empfehlungen:
Da ich selbst den Kaffee oder Espresso ohne Milchschaum trinke und wir ein Zweier-WG sind, waren die beiden GEM-Futurema Perla hoffnungslos überdimensioniert. Außerdem hat mich gestört, dass die großen doch gute 25 min zum Aufheizen brauchten - entschieden zu lang für den schnellen morgendlichen Kaffee zwischen Verschlafen und zur Arbeit sausen ... eine öfter kritisierte Eigenschaft der E61 habe ich dabei zu schätzen gelernt:
Durch die vorbeheizte Brühgruppe dauert das Aufheizen nur wenige Minuten und auch der erste Bezug ist gut trinkbar, wobei ich folgenden Trick anwende: Habe neben dem normalen Siebträger immer einen mit Blindsieb rumliegen, mit dem ich vor dem ersten Kaffee einen Rückspülbezug ohne Reiniger mache, denn dann wird auch der erste Kaffee sehr gut!

Sonstiges:
Wenn ich meine Arbeit zuhause im Büro verrichtete, hat mich gestört, dass regelmäßig 2L Wasser auf ca. 120°C gehlten wurden, während ich vielleicht einmal pro Stunde einen Kaffee zog!? Und für die Latte Macchiato zum Kaffeebesuch reicht der Dampf ganz locker aus ...

Mühle:
Immer noch die WMF/Cimbali mit poliertem Edelstahlgehäuse – ein Traum …

Link:
Leider wird die A1 bzw. Zaffiro nicht mehr in dieser Form produziert und das Livello-Schauglas der neuen A1 finde ich vollkommen überflüssig, die neue kleine Amica von Isomac vergleichsweise häßlich ...

Geändert von Stefan (12.08.2007 um 23:55 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #80 (permalink)  
Alt 07.11.2004, 14:03
RnB RnB ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 23.07.2004
Ort: Hamburg
Beiträge: 90
Standard

Nach längerer Suche bin ich bei der

Cucinaria Junior = http://www.bfcsrl.it - Klick auf "Junior" = La Valentina (Ala di Vittoria)

fündig geworden.

Ich bin bei Cucinaria, Hamburg, wirklich gut beraten worden. Nicht jeder der Verkäufer hat großes Fachwissen. Schließlich bemühte man sich aber zu zweit um mich, und meine Fragen konnten alle beantwortet werden.

Die Junior halte ich nach langem Suchen für die ideale privat zu nutzende Maschine für den (sehr) anspruchsvollen Espressionisten. Eine derart technisch wie optisch ansprechende Zweikreisige für 998,- EUR findet man so schnell nicht wieder. Immerhin kauft man auch von einem Händler der für Wartung und Reparaturen Ansprechpartner bleibt.

ACHTUNG: Die Junior wird von cucinaria immer noch in zwei Varianten angeboten: Immer noch werden Maschinen mit Magnetschalter für den Wasserwerfer angeboten. Das sind die Maschinen mit lediglich einem großem schwarzen Knauf (für den Dampfbezug). Außerdem haben dieses Maschinen noch die großen, roten Schalter; rechts daneben die grüne Lampe für die Heizung.

Die 2. Edition hat statt der Plastikschalter kleine Kipphebel aus Metall und dazu rote Leuchten. Außerdem findet sich ein zweiter schwarzer Knauf für den Bezug von heißem Wasser auf der rechten Seite. Dahinter versteckt sich das zweite Zugventil für den Heißwasserbezug.

Die (zwei) Zugventile halte ich für ein wichtiges Kaufargument. Diese dürften wesentlich langlebiger und zuverlässiger arbeiten als Quetschventile.


Das Bild zeigt noch die 1. Edition:

Cucinaria Junior



Auspacken der Maschine:

Sehr sorgfältig verpackt, alle versprochenen Teile, zwei Siebträger, Tamper, Blindsieb, Wasserfilter, Reinigungsbürste usw. vorhanden.

Cucinaria händigt neben der sehr knappen originalen Anleitung (nebst Qualitäts- und Endprüfungszertifikat) noch eine selbst verfasste Beschreibung und (aufmunternde) Gebrauchs- und Pflegeanweisung aus.


Erscheinung:

Ein gelungenes Äußeres. Die Maschine ist recht groß, wirkt aber nicht zu wuchtig. Denn die Form verjüngt sich nach oben durch die trapezförmigen Seiten. Die Maschine ist recht hoch. Ich mag das Design lieber als die oft vorgefundene Quaderform.

Kleiner Kritikpunkt: Etwas viele nicht ganz zu übersehene Schlitzschrauben am Gehäuse.

Übliche E61, vertrauenserweckende stabil und gut dimensionerte Teile (z.B. Dampfrohr, Heißwasserrohr)


Inbetriebnahme:

Problemlos. Die Maschine steht (nach dem Hochwuchten auf den Küchentresen) erhöht auf dicken Gummifüßen, so daß man gut auch unter der Maschine wischen kann.

Der Wassertank ist gut zugänglich unter einer separten Abdeckung. Die Tassen auf der Ablage müssen nicht abgeräumt werden. Ich habe einen Tank, 2,5 l Wasser, überall durchlaufen lassen. Es kam nicht einmal verfärbtes Wasser zum Vorschein. Dann los. Neue Demoka 203 angeworfen, Mahlgrad grob geschätzt und die vorgewärmte Espressotasse darunter gestellt. Was soll ich sagen. Gleich der erste Espresso bewies, daß die 1.000,00 EUR gut investiert sind.

Bei soviel Glück gleich weiter mit der Cappucinozubereitung:

Neuen Kaffee bis zur Blondphase in die Tasse laufen lassen. Der Kaffee quillt wieder wunderbar dick in die Tasse. Dann weiter mit dem Aufschäumen.

Sehr schön: Das frei bewegliche Kugelgelenk für das zweistrahlige Dampfrohr.

Dampf wird nach einigen Umdrehungen des großen Knaufs (Zugventil) frei gegeben. Gut dosierbar. Reichlich Power. Das Aufschäumen gelang auf Anhieb recht ordentlich. Die Maschine ist in der Lage, kleinere Milchmengen in sekundenschnelle aufzuschäumen.


Fazit:

Gibt es andere Zweikreiser als Chrombomber mit E61 und vergleichbar guter Ausstattung neu für 1.000,00 EUR ?

Ich wüßte nicht, warum man für die ECM u.a signifikant mehr zahlen sollte.

Für den Hausgebrauch ist ein 1,3 l. Boiler leicht ausreichend. Es gibt - ausgestattet mit der gleichen Technik noch eine (eckige) zweite Variante mit 3 l Bolier und 4-5 l Tank (?). Ich brauche keine Algenzucht in der Küche. Lieber öfter mal frisches Wasser nachschenken.



Ich hoffe für den einen oder anderen einen hilfreichen Bericht geschrieben zu haben.


Viele Grüße !


Edited By RnB on 1099923429

Geändert von Stefan (12.08.2007 um 23:54 Uhr)
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Trackbacks are an
Pingbacks are an
Refbacks are an



Google

Reklame


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 05:33 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.6 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd.
SEO by vBSEO 3.3.0
(c) Kaffee-Netz - 1999-2011 - Heiko Buhr
Powered by vBCMS® 2.1.6 ©2002 - 2012 vbdesigns.de

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35