Nach langer Leidenszeit ist ja nun endlich meine Mühle da, so dass ich heute zumindest ganz kurz die Zeit hatte, einen Testlauf in Form von zwei Espressi zu machen.
Da keine Anleitung dabei war, habe ich das Mahlwerk so eng wie möglich gestellt, mit dem Ergebnis, dass es zu eng war und blockiert hat (jämmerliches Rumgejaule des Motors) und jetzt wieder gefühlte 200 Umdrehungen aufgedreht habe, gerade so dass die Drehzahl des Motors auf ein scheinbares Normal-Niveau ansteigt.
Das resultierende Kaffeemehl ist wohl zu fein. Es bröckelt aus einer öffnungsgroßen Stange in den Dispenser. Beim ersten mal habe ich so fest wie möglich (mit diesem Plastik-Tamper) getampert, da ging überhaupt nix. Kein Tropfen, obwohl ich mit über 100kg Lebendgewicht am Hebel hing und die Brühgruppe sich gen Erde neigte. BTW: Wie ist in so einem Fall eigentlich die Standardprozedur zur Entfernung des Siebträgers?
Im zweiten Durchlauf, mit gröberer Mühleneinstellung (locker 5 Umdrehungen) und etwas leichterem Tampern, kam wenigstens etwas raus. Also nicht in der "Hebel-Oben-Position", sondern anschließend beim Ziehen. Sah aus wie Espresso mit superdünner Crema, die sich aber wieder sofort verflüchtigte. Im ganz heißen Zustand war der Geschmack (wir reden hier von alten Aldi-Bohnen als Ursprungs-Zutat) akzeptabel, zumindest so, dass man es nicht unbedingt wegschütten musste. Bei geringerer Temperatur war mir der Geschmack dann aber zu sauer.
Ich glaube für das weitere Vorankommen habe ich nur eine Frage: Wie schätze ich den Krafteinsatz beim Tampern und vor allem beim Pavoni-Bezug ab? Jeder empfindet das anders, woran soll ich mich orientieren?


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