HILFE!
Ausgangslage: In meiner Hauptwohnung steht ein VA. Das bleibt auch so. Meine Frau würde einen Siebträger nicht akzeptieren. Ist aber nicht mein Problem.
So, und in der Woche habe ich am Ort meines Arbeitsplatzes eine Zweitwohnung. Da habe ich einen alten Braun Siebträger. Und da fängt das erste Problem an: Beim Bezug von Espresso fing das Dingen vor einigen Wochen an, einen Teil des Wasser aus dem Rohr für die Dampferzeugung zu drücken. Und das wird immer mehr. Anfangs waren es nur ein paar Tropfen. Inzwischen geht aus dem Rohr fast so viel, wie aus dem Siebträger. Ich hatte das schon mal. Damals habe ich das Gerät in Reparatur gegeben. Und das hat so um 120 DM gekostet. Danach wurde das Gerät wenig benutzt. Für die Schrauben habe ich auch kein passendes Bit und eine Reparatur kommt nicht mehr in Frage.
Ein Gutes hat die Sache: Ich kann über die Anschaffung einer neuen Maschine nachdenken. Und damit fangen mal wieder die nächsten Probleme an.
Vorab zum Einsatzbereich: In Bonn trinke ich praktisch nur Espresso. Cappu ist die absolute Ausnahme (schätze mal, dass ich vielleicht einen oder zwei pro Monat allenfalls zubereiten werde). Einerseits habe ich Gefallen an Espresso gefunden. Andererseits ist Cappu für mich unpraktisch, da ich auch häufig auf Reisen bin und ich die Milch nie aufbrauchen könnte. Und ich mag nur ungern Lebensmittel wegwerfen.
Bemerkung vorab: Eine Mühle ist vorhanden (Demoka E203) und soll auch noch einige Zeit weiterverwendet werden.
Ach ja, eine Schmerzgrenze habe ich auch und die liegt bei 700 Euro maximal. Wenn es etwas weniger wird, ist das nicht schlimm
Meine Überlegung war folgende: Ein Einkreiser ist ausreichend (davon bin ich eigentlich immer noch überzeugt). Abgesehen davon: Für das Geld gibt es wohl nur einen Zweikreiser.
So, und dann habe ich an die üblichen Verdächtigen gedacht:
- Gaggia CC
- Rancilio Silvia
- Isomac Venus
- Quickmill 3000
- Vibiemme Domobar Negro
So, dann habe ich hier die Suchfunktion benutzt. Und nachdem ich die verschiedene Maschinen durch hatte, war ich zunächst der Meinung, dass die Vibiemme eine gute Wahl ist, die nebenbei auch noch gut aussieht. Das sagt eigentlich auch der Kaffee-Wiki. Interessant fand ich den großen Kupferkessel im Hinblick auf Temperaturstabilität. Auch war ich davon ausgegangen, dass die E61-Brühgruppe zur Temperaturstabilität beiträgt. Dann habe ich weitergesucht und musste feststellen, dass gerade die E61 bei Einkreisern kontrovers diskutiert werden. So fand ich hier die Meinung, dass gerade bei Einkreisern die E61 keine sonderlichen Vor- sondern mehr Nachteile hat. Da die Temperatur schlichtweg nicht abschätzbar ist. Zudem habe ich hier irgendwo in den Tiefen des Boards auch einen Thread gefunden, dass Teile der E61 die Verchromung verlieren (Trompete).
So, und nun bin ich irgendwie ratlos. Ist die Vibiemme vielleicht doch keine gute Wahl. Sollte es dann doch eher eine Silvia, die Quickmill oder die Venus werden? Fragen über Fragen. Was also tun?
Ach ja, vielleicht noch ein paar Bemerkungen: Ich kann damit leben, vielleicht nicht immer das absolute Optimum zu produzieren. Zu ständigem Experimentieren mit Druck und Temperatur fehlt mir vermutlich die Zeit. Ich weiß, dass ich bei unterschiedlichen Bohnen auch den Mahlgrad anpassen muss. Aber dabei sollte es auch bleiben. Denn Mahlgrad, Temperatur und Brühdruckanpassung - mmmh, da sind einfach zu viele Parameter mit im Spiel. Konsequenterweise wird es auch so schnell keinen PID geben, es sei denn, mich packt der hier verbreitete Virus des Upgrades.
Gruß
Thobie


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