Ergebnis 1 bis 9 von 9
  1. #1
    PAPPL ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard BZ07 Elektro-Brühkopf verstehen

    Hallo,

    bei E61 Maschinen als Zweikreiser-Variante kommt es bei manchen Maschinen gelegentlich vor, dass das Wasser im Wärmetauscher für Kaffeebezug überhitzt, daher ein Leerbezug notwendig ist.
    Die BZ07 ist ein Zweikreiser mit Elektro-Brühkopf und ich verstehe das System nicht ganz.
    Ist es so, daß das Bezugwasser welches - durch den Dampfkessel - im Wärmetauscher aufgeheizt wird nicht heiss genug ist, und der letzte Temperaturanstieg zum Optimum (93°C ?) kurz vor dem Brühkopf durch die elektrische Heizung geschieht?

    Wenn ja:
    -heisst das, dass die Leitung zum und vom Kessel sehr lang ist um genügend abzukühlen, damit es nicht auch überhitzt?
    -Wird immer elektrisch mitgeheizt/korrigiert oder nur wenn der Bezug startet?
    -heisst das, dass die Kesseltemperatur bei BZ07 nicht so hoch ist wie bei üblichen Zweikreisern?
    -heisst das, dass ein Überhitzen bei der BZ07 konstruktionsbedingt ausgeschlossen ist?
    -wie genau ist die Temperaturkonstanz durch die elektrische Heizung im Brühkopf? Es müsste doch ein Temperaturfühler direkt vor der Heizung angebracht sein, also sollte das doch ein optimales System sein, nicht wahr? Kann man bei der BZ07 von einem Hybrid zwischen Zweikreiser und Thermoblockmaschine sprechen?

    Weiters: Im Forum wurde mal angemerkt, dass der Brühkopf der BZ07 hygienischer sein soll als E61, da leicher reinigbar/zerlegbar und auch ausgereifter. Kann das jemand bestätigen respektive erklären? Das E61 System wird in den Himmel gepriesen, dann mir daher nicht vorstellen dass hier etwas mit Rückständen verschlonzt wird.

    lg Pappl

  2. #2
    Bubikopf ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: BZ07 Elektro-Brühkopf verstehen

    Ist es so, daß das Bezugwasser welches - durch den Dampfkessel - im Wärmetauscher aufgeheizt wird nicht heiss genug ist, und der letzte Temperaturanstieg zum Optimum (93°C ?) kurz vor dem Brühkopf durch die elektrische Heizung geschieht?
    Nein.
    -heisst das, dass die Leitung zum und vom Kessel sehr lang ist um genügend abzukühlen, damit es nicht auch überhitzt?
    Nein.
    -Wird immer elektrisch mitgeheizt/korrigiert oder nur wenn der Bezug startet?
    Beides nein.
    -heisst das, dass die Kesseltemperatur bei BZ07 nicht so hoch ist wie bei üblichen Zweikreisern?
    Nein.
    -heisst das, dass ein Überhitzen bei der BZ07 konstruktionsbedingt ausgeschlossen ist?
    Nein.
    -wie genau ist die Temperaturkonstanz durch die elektrische Heizung im Brühkopf? Es müsste doch ein Temperaturfühler direkt vor der Heizung angebracht sein,
    +/-5°C ( Schalthysterese ), ja.
    also sollte das doch ein optimales System sein, nicht wahr?
    Nein.
    Kann man bei der BZ07 von einem Hybrid zwischen Zweikreiser und Thermoblockmaschine sprechen?
    Nein.
    Im Forum wurde mal angemerkt, dass der Brühkopf der BZ07 hygienischer sein soll als E61, da leicher reinigbar/zerlegbar und auch ausgereifter. Kann das jemand bestätigen respektive erklären?
    Nein, resp. nein.
    Das Überhitzen im Stillstand ist Zweikreisertypisch, in der Höhe abhängig vom Kesseldruck. Bei E61 wird der Hx sogar noch von der BG leicht gekühlt.
    Die el. Heizung der 07 ersetzt lediglich die passive Heizung der BG z.B. der Bezzi 99. Dadurch wird die BG geringfügig schneller heiss, dadurch verbraucht die Maschine aber etwa 1/3 mehr Strom. Da gibts aber schon einige ältere Threads zu.
    Gruss Roger

  3. #3
    Largomops ist gerade online Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: BZ07 Elektro-Brühkopf verstehen

    Köstlich.
    Gruß aus der Falz, Largomops

    BFC Lira 2-gr, BZ99, CC-PID, Mazzer Mini-E, K3, Demoka M-203, Moccamaster, Gene, HPR

  4. #4
    anrubo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: BZ07 Elektro-Brühkopf verstehen

    ja, so isser und es stimmt immer alles auf den punkt
    Bezzera BZ35R DE-MG ^ Rancilio Silvia PID ^ Mazzer mini manuale ^ DRM Direktmahler ^ Hottop KN-8828

  5. #5
    meister eder ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: BZ07 Elektro-Brühkopf verstehen

    durch die hysterese des thermostaten ist die ausgabetemperatur der bz07 weniger genau als die jeder beliebigen indirekt beheizten bg. die hysterese eines pressostaten beträgt umgerechnet etwa +-2-3°c, und davon schlägt sich nur ein bruchteil bis zum brühkopf durch. da dieser bei den niedrigen flussraten und wassermengen eines espressobezugs einen sehr hohen einfluss auf die ausgabetemperatur hat, haben indirekt beheizte köpfe eine wesentlich geringere schwankung als elektrisch beheizte mit einfachem thermostat.
    hätte die bz07 anstatt des primitiven thermostates einen pid-regler für den brühkopf, wäre das natürlich eine feine sache. so, wie sie ist, hängt die ausgabetemepratur zu anfang des bezugs maßgeblich davon ab, zu welchem zeitpunkt im heizzyklus man den bezugs startet.
    gruß, max
    KaffeeWiki.de: Einsteigerartikel Abkürzungen
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    z.Zt. i.d.M.: quijote oh, harvey! espresso, quijote zamora filter

  6. #6
    PAPPL ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: BZ07 Elektro-Brühkopf verstehen

    Zitat Zitat von Bubikopf Beitrag anzeigen
    +/-5°C ( Schalthysterese )....

    Das Überhitzen im Stillstand ist Zweikreisertypisch, in der Höhe abhängig vom Kesseldruck. Bei E61 wird der Hx sogar noch von der BG leicht gekühlt.
    Die el. Heizung der 07 ersetzt lediglich die passive Heizung der BG z.B. der Bezzi 99. Dadurch wird die BG geringfügig schneller heiss, dadurch verbraucht die Maschine aber etwa 1/3 mehr Strom. Da gibts aber schon einige ältere Threads zu.
    Gruss Roger
    Zitat Zitat von meister eder
    durch die hysterese des thermostaten ist die ausgabetemperatur der bz07 weniger genau als die jeder beliebigen indirekt beheizten bg. die hysterese eines pressostaten beträgt umgerechnet etwa +-2-3°c, und davon schlägt sich nur ein bruchteil bis zum brühkopf durch. da dieser bei den niedrigen flussraten und wassermengen eines espressobezugs einen sehr hohen einfluss auf die ausgabetemperatur hat, haben indirekt beheizte köpfe eine wesentlich geringere schwankung als elektrisch beheizte mit einfachem thermostat.
    hätte die bz07 anstatt des primitiven thermostates einen pid-regler für den brühkopf, wäre das natürlich eine feine sache. so, wie sie ist, hängt die ausgabetemepratur zu anfang des bezugs maßgeblich davon ab, zu welchem zeitpunkt im heizzyklus man den bezugs startet.
    gruß, max
    Eigentlich seltsam warum die BZ07 nicht raffinierter schaltet. Mit der Elektroheizung wäre mit einer intelligenten Schaltung eine super Temperaturkonstanz möglich, da ja schnell Korrekturen vorgenommen werden könnten.
    Wird die Elektro-Heizung eigentlich nur elektronisch ein- und ausgeschaltet oder wird sie stufenlos zwischen 0-100% Leistung gesteuert?

    Danke für die klärenden Antworten.
    Pappl

  7. #7
    anrubo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: BZ07 Elektro-Brühkopf verstehen

    nur ein und aus.
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  8. #8
    Viva_Las_Vegas ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: BZ07 Elektro-Brühkopf verstehen

    Bubikopfs Antwort ist klasse, er geht kurz & prägnant auf jeden Punkt ein. Schade nur, dass ich als Nicht-Ingenieur den Begriff "Hysterese" erstmal bei Wiki nachschlagen musste.
    Also wenn ich es richtig verstanden habe, heizt der Kessel der BZ07 das Wasser auf die richtige Temperatur an. Damit das heiße Wasser nicht durch einen kalten Brühkopf muss, wird dieser elektrisch beheizt. Und da ist es Glücks- oder Erfahrungssache, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, an dem die beiden Heiztemperaturen das Wasser auf die korrekte Temperatur bringen. Oder?
    Bezzera BZ07, Saeco Genio, KitchenAid Mühle

  9. #9
    Bubikopf ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: BZ07 Elektro-Brühkopf verstehen

    1. Der Spruch " Der Brühkopf macht die Temperatur " ist nur bedingt richtig und nicht in Richtung "Brühgruppe als Durchlauferhitzer" zu verstehen. Der Kopf kann max +/-2 °C ausgleichen, das vom HX ankommende Wasser sollte also schon nahe der Brühtemperatur liegen.
    Die Thermostate der el. Brühgruppe haben 5% Fertigungstoleranz und 10°C Schalthysterese, bei neuen Teilen liegen die Schaltpunkte meist sehr nah am Nominalpunkt, die Teile altern aber sehr schnell und wo die Schaltpunkte dann nach 2 Jahren liegen ...?
    Der Thermostat ist ein Bimetallschalter, der schaltet schlicht an/aus. Die thermischen Verhältnisse sind durch die Wärmekapazität und die Nähe des Thermos zu den Heizpatronen etwas besser als die Schaltwerte des Thermostaten, die passive Heizung der BZ99 ist aber definitiv stabiler und genauer ( und stromsparender ) als die el. der 07 ( auch wenn die merkwürdigen Messschriebe von Bezzera da was anderes anzeigen, nach denen wäre die 07 temperaturstabiler als eine LM GS3 ). Die Heizpatronen und das Thermostat sind billige Massenware, eine nicht an den Kessel angeflanschte BG gibt dem Designer aber viele Freiheiten.
    Bei einem HX ( = Wärmetauscher ) wird ungekühlt bei Stillstand immer nach einer gewissen Zeit Kesseltemperatur erreicht, und die ist wiederum abhängig vom Kesseldruck ( > 120°C ). Macht man einen Leerbezug bis kein Dampf mehr austritt ( Spratzeln ), hat der HX max 100°C, das nachfliessende kalte Wasser kühlt den HX noch weiter ab. Man muss also für jede HX Größe/Kesseltemperatur/BG Temperatur die jeweils besten Leerbezugsrituale herausfinden, eigentlich hat men bei 2Kreisern nur nach längerem Stillstand eine feste HX Temperatur ( viel zu hoch ), zwischen den Bezügen ist die Temperatur des Brühwassers nie eindeutig.
    Gruss Roger
    Geändert von Bubikopf (16.04.2009 um 14:46 Uhr)

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