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  1. #1
    fastcoffee ist offline Benutzer
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    Standard Anfängerfragen zu Espressokocher etc.

    Hallo Community,

    ich möchte mir gerne mir gerne einen Espressokocher zulegen um Espresso/Mokka und Cappucino zuzubereiten. Ich bin "Anfänger" habe also keine exclusiven Ansprüche.
    Ich habe gelesen, dass Brikka Elite besonders gut sein soll - oder lohnt es sich eher nicht für einen Einsteiger?
    Wieviel sind eigentlich 2 Tassen bzw. 4 Tassen in ml?
    Kann man die 4 Tassen Version auch gut halb voll machen oder ist das nicht zu empfehlen? ich hab selbst schon gelesen, dass das Drucksystem bei der 2er Version besser funktioniert aber solche Nuancen sind mir egal... da hab ich doch lieber die Möglichkeit etwas mehr zu kochen.
    Wie sieht es mit der "Munition" aus? Ich nehme an ohne eine teure Mühle, ist es besser den Espresso gemahlen zu kaufen? Mehr als 30 Euro würde ich zunächst mal nicht dafür ausgeben wollen. Wie lange bleibt der gemahlene denn gut in so einer Dose? Bin eher Gelegenheitstrinker - deshalb die Frage.
    Für Milchschaum einfach einen Topf und einen "Handrührschäumer" oder gibt es andere billige Varianten, die empfehlenswerter sind?

    Vielen Dank für's Lesen und die Beantwortung!

  2. #2
    cappufan ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zu Espressokocher etc.

    Hi,
    die Brikka macht besonders leckeren und magenfreundlichen Mokka und ist mein Lieblingsmodell von Bialetti. Sie ist ganz einsteigerfreundlich und genauso leicht handzuhaben wie die klassischen Bialettis. Es liegt eine gute Anleitung bei.
    Eine Espressotasse fasst so ca. 25 ml.
    Die 4 Tassen Brikka kann man nicht halb voll machen, sondern immer nur 4 Tassen auf einmal kochen. Oder Du nimmst eine 2-Tassen Brikka und kochst noch einen, das dauert ja auch nur ein paar Minuten.
    Wenn Du keine Mühle hast, kannst Du Dir z.B. besonders leckeren und gut verträglichen vorgemahlenen Fausto Monaco im Mahlgrad für Herdkocher bei caffe-fausto.de bestellen oder im Supermarkt den Lavazza Crema e Gusto nehmen, der für Herdkocher gedacht ist.
    Leider hat vorgemahlenes Kaffeepulver viele Nachteile und eine Mühle wäre eine sehr sinnvolle Anschaffung. Ansonsten immer nur kleine Pakete kaufen, mit Verschlußclip zumachen und in eine Kaffeedose stellen und so schnell wie möglich aufbrauchen.
    Als Mühle wird hier oft die Solis Scala 166 empfohlen, auch die Gaggia MM wäre geeignet.
    Oder eine Zassenhaus Handmühle wie die Santiago.
    Mühlen sind auch bei ebay gebraucht zu finden, wenn man Glück hat.
    Guten Milchschaum soll z.B. der Bodum Latteo machen. Es gibt auch noch den Bialetti Tuttocrema usw.
    Ein Elektroquirl wie der Latte Whip Magic v. Dürkop (jetzt auch günstig bei ebay zu finden) macht mit etwas Geschick auch schönen Schaum.
    Viel Spass bei der Auswahl...
    Eingelagert: Rancilio Silvia V3 + Mahlkönig Vario Home V2. Moccamaster KBT 741, Aeropress + Hario Slim Handmühle.
    Vorherige Mühlen: Gaggia MM, Ascaso i2-mini, Macap M4, Mazzer Mini E/B, Iberital Challenge, Mahlkönig Vario Home V1, Mazzer Kony E, Compak K-3 T

    Vorherige Maschinen: Gaggia Baby Class D, Rancilio Silvia V2, Vibiemme Domobar Super (HX), Gaggia Classic + Auber PID, Vibiemme Domobar Super PID Dualboiler, Nuova Simonelli Oscar, Rancilio Classe 6 LE1 Leva


  3. #3
    filter ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zu Espressokocher etc.

    Hallo fastcoffee,

    ich habe früher oft eine dreier Bialetti benutzt. Die gab es dann auch noch als sechser, neuner und zwölfer Alu-Espressokocher.
    Man sollte immer die volle Tassenzahl nutzen, sonst schmeckt der Kaffee nicht. Eine angebrochene Packung Kaffee, luftdicht verschlossen, hält ca. zwei bis drei Wochen, im Kühlschrank aufbewahrt.
    Man kann sogar so eine art Crema herstellen. Man gibt (gilt für die dreier Variante) fünf bis sechs Espressolöffel Zucker in eine Espressotasse und gießt den ersten Kaffee der sich im Behälter zeigt in diese Tasse. Dann kräftig verühren, bis sich schon im Ansatz so etwas wie Schaum zeigt. Der wird dann auf alle drei Tassen verteilt und mit dem Espresso aufgegossen. Vorher in der Kanne noch einmal umrühren. Fertig ist der schon gezuckerte Espresso aus der Alukanne incl. einer art Crema.

    Schöner Gruß
    Silvia & Rocky, Lelit PL 41 EM

  4. #4
    Anna ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zu Espressokocher etc.

    Die Fake-Crema funktioniert ganz gut.

    Über Ostern hat mit frisch gemahlenen Bohnen (danke, Caruso, die Demoka ist toll!) in einer Bialettikopie aus sozialistischen Zeiten unter Verwendung eines Ikea-Milchquirls eine ganz brauchbare Cappuccino-Approximation inklusive Latte-Art geklappt. Ok, wenn man weiß wie es aus einem ST schmecken kann, merkt man den Unterschied... die brauch-ich-echt-'ne-Mühle-Skeptiker waren hingegen tief beeindruckt.
    Die Fake-Crema geht schon mit 1 TL Zucker und dem ersten (wirklich dem ersten, dicken) Schluck Kaffee aus dem Kännchen, wenn man den Milchquirl so 5 Sekunden reinhält. Zum Milchschäumen taugt so ein Quirl auch, wenn man darauf achtet, nicht zu viel Luft in die Milch zu schlagen, aber die dafür gut verteilt unterzuheben.

    Viel Glück!
    Gaggia CC + Ascaso i-mini

  5. #5
    silverhour ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zu Espressokocher etc.

    N'Abend,

    erstmal vorneweg: Mit so einem Mokka-Kocher läßt sich kein Espresso kochen, aber sehr sehr leckerer Kaffee, der alles, was aus normalen Filter-Maschinen kommt, als aussehen läßt.

    Aus dem Kocher selber würde ich keine Wissenschaft machen. Ein stinknormaler Bialetti Kocher (oder Nachbau) reicht.
    Ja, man kann die Kocher auch nur halbvoll machen (sowohl an Wasser als auch an Pulver), das Ergbnis wird dann aber anders. Ich habe z.B. jahrelang 6er Kocher mit halber Kaffeemenge gefüllt - das gibt nen leckeren "normalen" Kaffee, ziemlich genau 2 Stück.
    Im Zweifel sind aber auch mehrere Kocher finanziell erschwinglich - nen 2er + 6er wären zusammen ca 30€....

    Eine Wissenschaft würde ich ehr aus dem Kaffee machen, hier gibt es merkbare Unterschiede!
    Mit fertig gemahlenem Espressopulver läßt es sich leben, Geschmacksverluste gibt es spätestens einen Tag nach dem Mahlen / Öffnen der Tüte.
    Eine Mühle ist viel besser. Mein Tip wäre die Braun KMM30 für ~50€ mit Mahlgradeinstellung und Timer, preislich drunter gibt es "Kaffe-Häxler" (würde ich mir nicht antun) oder eben gebrauchte Handmühlen.

    Grüße, Olli

  6. #6
    filter ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zu Espressokocher etc.

    Ja, Fake-Crema ist eine gute Bezeichnung dafür. Ich nehme immer fünf Löffel Zucker, damit es genug für alle drei Tassen ist.
    Silvia & Rocky, Lelit PL 41 EM

  7. #7
    fastcoffee ist offline Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zu Espressokocher etc.

    Wow... das geht ja ab hier. Vielen Dank für die vielen hilfreichen Antworten.
    Ok, ich habe verstanden, dass es wohl sinnvoll ist eine Mühle zu kaufen. Das könnte ich ja aber auch noch als 2. Schritt machen.

    Wegen der Brikka Elite, die ja wohl ein besonderes Drucksystem hat im Gegensatz zu den meisten anderen, höre ich heraus, dass es wohl egal ist.. andererseits sind die normalen Modelle von Bialetti auch nicht unbedingt billiger und irgendeinen Ramsch kaufen, möchte ich glaube ich doch nicht.

    Zu der Frage, ob man die Kocher auch nur teilweise befüllen kann, gibt es leicht unterschiedliche Ansichten.. aber da würd ich's dann erstmal drauf ankommen lassen.

    Vor allem würde mich noch interessieren, wie man am Besten/Einfachsten mit billigen Mitteln vernünftigen Milchschaum hinbekommt. Ist ein 20-Euro Elektroquirl sein Geld wirklich wert oder ist ein billiger bzw. nicht-elektrischer auch gut? Bei Amazon z.B. gehen die Meinungen da bei so ziemlich allen Geräten auseinander. Welche Milch ist am Besten geeignet?

  8. #8
    silverhour ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zu Espressokocher etc.

    Zitat Zitat von fastcoffee Beitrag anzeigen
    Vor allem würde mich noch interessieren, wie man am Besten/Einfachsten mit billigen Mitteln vernünftigen Milchschaum hinbekommt. Ist ein 20-Euro Elektroquirl sein Geld wirklich wert oder ist ein billiger bzw. nicht-elektrischer auch gut? Bei Amazon z.B. gehen die Meinungen da bei so ziemlich allen Geräten auseinander. Welche Milch ist am Besten geeignet?
    Auch da streiten sich die Geister....
    Für ~5€ gibt es kleine Quirls mit Batterie. Es gibt Leute, die sagen das wäre toll. Ich habe es nie probiert.
    Für etwas mehr Geld funzen die "Cappuccino Creamer" ganz gut: Töpfchen für den Herd mit einem eingebautem Filter zum Pumpen.
    Mein Favorit: Pürierstab! So ein Ding sollte eh in den meisten Küchen vorhanden sein.
    Dazu gibt es Vollmilch, nicht zu heiß (ca 60°).

  9. #9
    reklame35 ist offline Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zu Espressokocher etc.

    Probier's doch einfach aus. Unten Wasser oben Kaffee, zuschrauben, auf die Platte und kochen lassen. Verschiedene Kaffees, Füllmenge Kaffee, Füllmenge Wasser kannst Du doch einfach ausprobieren. Hast Du Angst das Du was kaputtmachst? Das ist unmöglich.
    Ansonsten Mut zum Ausprobieren. Für das Leben gibt es ja auch keine Gebrauchsanleitung.

    Sonnige Grüße
    reklame35
    Silvia

  10. #10
    cappufan ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Anfängerfragen zu Espressokocher etc.

    Hi,
    meiner Erfahrung nach handhaben die Besitzer von Herdkochern ihr Mokkaritual sehr kreativ...
    Ich bin da eher pingelig...
    Es gibt Bialetti (und andere billige China Alukocher würde ich persönlich nicht kaufen) Modelle, die explizit mit halber Menge verwendet werden können, die meisten sollten - im Sinne des Erfinders - immer mit voller Menge Wasser/Kaffeemehl betrieben werden.
    Doch, der höhere Druck der Brikka ist aus meiner Sicht ein sehr großer Vorteil gegenüber den klassische Bialettis. Die 6 Bar machen den Mokka ungleich magenfreundlicher und leckerer. Es entsteht sogar eine kleine, wenn auch flüchtige, Crema (kein Fake) durch den Druck.
    Die Braun KMM30 als Mühle hatte ich nicht empfohlen, da ich mit ihr nicht sehr zufrieden war, als ich sie noch für French Press und Herdkocher verwendete. Der Aufpreis für die Solis 166 lohnt aus meiner Sicht sehr. Die Braun (oder noch schlimmer: billige Petra, Tchibo usw. Mühlen) erzeugte mir zu ungleiche Korngrößen und Feinstaub, der die Extraktion behindert.
    Frisch gemahlener Kaffee hat um Welten besseres Aroma, denn gemahlener Kaffee verliert selbiges sehr schnell und altert bei Luftkontakt ebenfalls sehr. Und den Mahlgrad kann man auch besser anpassen, wenn man eine eigene Mühle hat. Mit meiner seinerzeitigen Gaggia MM (ist selten gebraucht günstig zu bekommen) ging das alles ganz prima.
    Man sieht am Puck (Kaffeekuchen) nach dem Kochen, ob dieser OK ist oder der Kaffee mißlungen, dann hat er nämlich in der Mitte einen Durchschuss (Loch). Außerdem muß man den Mahlgrad so wählen, daß im Kessel (das ist der untere Teil des Kochers) kein Wasser zurückbleibt.
    Mit der Bialetti Brikka und einer Mühle (gebrauchte Handmühlen sind oft günstig zu finden) sowie guten Bohnen (lecker und magenfreundlich sind Bohnen von einem kleinen Frischröster wie Fausto, Langen, Mirella usw.) kannst Du einen prima Kaffee genießen. Es ist aber immer ein Mokka für kleine Espressotassen, den man mit Milchschaum in Cappu- oder Milchkaffeetassen zu Cappu aufgießen oder im Latte M-Glas für Latte Macchiato verwenden kann.
    Einen guten Batteriequirl oder alternativen Milchaufschäumer hatte ich ja schon genannt.
    Eingelagert: Rancilio Silvia V3 + Mahlkönig Vario Home V2. Moccamaster KBT 741, Aeropress + Hario Slim Handmühle.
    Vorherige Mühlen: Gaggia MM, Ascaso i2-mini, Macap M4, Mazzer Mini E/B, Iberital Challenge, Mahlkönig Vario Home V1, Mazzer Kony E, Compak K-3 T

    Vorherige Maschinen: Gaggia Baby Class D, Rancilio Silvia V2, Vibiemme Domobar Super (HX), Gaggia Classic + Auber PID, Vibiemme Domobar Super PID Dualboiler, Nuova Simonelli Oscar, Rancilio Classe 6 LE1 Leva


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