AW: Wer hat Erfahrungen mit Doppelboilern + PID ?
Hi,
wir haben die VBM Domo Super Dual PID. Ich versuch mal, Deine Fragen zu beantworten:
- wie entkalkt man den Boiler,
welcher zur Erhitzung des Brühwassers zuständig ist ?
(hier fehlt ja der Heißwasser-Bezug zum Entleeren des Kessels)
Die Maschine würden wir zum Entkalken zum Service geben. Sie wird mit 7 Grad mittelweichem Wasser betrieben, so daß es dauern wird, bis sich genug Kalk angesammelt hat. Dazu mischen wir Brita Maxtra Tischfilter-Wasser mit dem Leitungswasser (vorher haben wir mit einem Teststreifen die Härte von beiden gemessen). Alternativ kann man auch eine Kalkfilterpatrone in den Wassertank legen und an den Wasseransaugschlauch stecken. Dann verkalkt die Maschine vielleicht sogar noch weniger.
Zum Reinigen der Brühgruppe nach dem Bezug oder zum Tassenvorwärmen machen wir nach wie vor kurze Leerbezüge. Aber Du hast Recht, der cooling flush zur Temperatursenkung entfällt komplett.
- gibt es auch bei der E61-Gruppe tatsächlich nach langer Standzeit
keine Überhitzung mehr ?
Endlich überhitzt die E61 nach langer Standzeit nicht mehr. Nach vielen Stunden ohne Bezug wird sie aber noch gut heiß (jedenfalls bei der VBM). Da ich sowieso ein bißchen Wasser in die Tassen ablasse, um sie vorzuwärmen ist das kein Problem. Bei normalen Standzeiten überhitzt die Maschine gar nicht mehr, man kann (heiße Tassen vorausgesetzt) eigentlich direkt loslegen, was ja der Sinn des PIDs ist. Die Tempertatur braucht nicht mehr per Leerbezug beeinflußt zu werden. Ein mal kurz Wasser ablassen vor dem Bezug kann man aber ruhig.
Die Heizung heizt nach, falls das PID meldet, daß die Temp. fällt.
Der Brühwasserboiler ist mit 1,4 l ziemlich groß und die 25 od. 50 ml Wasser fallen nicht sonderlich ins Gewicht.
Die PID Elektronik arbeitet übrigens unheimlich schnell. Auf meinem Strommesser fliegen die Werte und sind nicht ablesbar.
Konstant sollte die Brühtemperatur sein, zumal die massive VBM E61 und der große Boiler (einige Zweikreiser haben einen 1,4 l Boiler) zur Stabilität beitragen.
Ich hab mal versucht zu messen und fand, daß sich die Temp. erstaunlich gut hielt, obwohl das Wasser lange lief. Mein 60 Euro Equipment kann aber mit ungleich teurerem Profigerät nicht mithalten. Für eine Tendenz reichte es mir aber.
(kann man ohne Leerbezug Espresso bereiten ?)
(wie konstant ist die Brühtemperatur ?)
- wie ist das Verhältnis von angezeigter Temperatur
zur tatsächlichen Brühtemperatur ?
Bei VBM wird die reale Kesselwassertemperatur angezeigt, z.B. 102°. Man zieht dann 7 ° ab, das wären 95° Brühtemperatur. VBM gibt 7 als Offsetwert an. In der Praxis spielt es keine große Rolle, man bekommt schnell ein Gefühl dafür, ob man ein oder zwei Grad senken bzw. erhöhen sollte und 99° im Display sagen einem dann auch was (kann man ja schnell umrechnen). Ich find's auch korrekt, den realen Wert zu zeigen und finde das nicht nachteilig.
Andere Hersteller ziehen einen Offset Wert ab und zeigen am Display die gewünschte Temp. an (z.B. 94°).
Vielleicht hilft Dir das schon etwas weiter.
PID-Dualboiler sind schon sehr komfortabel und bieten bei der Bohnenauswahl die volle Flexibilität.
Vielleicht kannst Du Dir die Geräte ja mal live in einem Fachgeschäft anschauen?
Eingelagert: Rancilio Silvia V3 + Mahlkönig Vario Home V2. Moccamaster KBT 741, Aeropress + Hario Slim Handmühle.
Vorherige Mühlen: Gaggia MM, Ascaso i2-mini, Macap M4, Mazzer Mini E/B, Iberital Challenge, Mahlkönig Vario Home V1, Mazzer Kony E, Compak K-3 T
Vorherige Maschinen: Gaggia Baby Class D, Rancilio Silvia V2, Vibiemme Domobar Super (HX), Gaggia Classic + Auber PID, Vibiemme Domobar Super PID Dualboiler, Nuova Simonelli Oscar, Rancilio Classe 6 LE1 Leva
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