Hallo Kaffee-Netz-Community,
wie man meinem Profilnamen vielleicht entnehmen kann bin ich der Lasse und komme aus der Nähe von Hannover. Ich bin blutiger Espresso-Einsteiger, bis jetzt hab ich "nur" einen Jura-Vollautomaten, den ich vor ca. 2 Jahren relativ günstig erstanden habe. Der Kaffee schmeckt echt super, nur was Espresso und Cappuccino betrifft hat die Maschine bauartbedingt natürlich ihre Schwächen. Also hab ich mir vor ca. 2 Monaten überlegt, mir die erste Siebträgermaschine meines Lebens zuzulegen und wie man sich vlt. denken kann, war ich erstmal ziemlich erschlagen, was das Angebot und auch die Preisspanne angeht. Durch Zufall bin ich dann auf dieses Forum gestoßen und konnte mich so ein wenig in die Materie einarbeiten und mir auch ein Bild davon machen, was ich will und was nicht. So hoffe ich denn auch (selbst wenn das wahrscheinlich der fünftausendvierhundertachtundsiebzigste Beitrag dieser Art ist), dass mir die alten Hasen hier ein paar Tipps zu meiner Erstausstattung geben können.
Also, kommen wir zu den Eckdaten, ohne die eine Hilfe ja so ziemlich unmöglich ist:
1) Konsum: Mein Kaffeekonsum beträgt so ungefähr 4-5 Tassen pro Tag, also relatives Mittelmaß würd ich sagen, wenn meine Freundin da ist (leider nur am Wochenende oder in den Semesterferien) verdoppelt sich die Menge in etwa. Prinzipiell trinke ich am Liebsten Espresso und Cappuccino, was ja auch der Grund für die Anschaffung sein soll.
2) Preis: Ich bin zwar Student aber trotzdem würde ich für eine gute Maschine und eine gute Mühle das nötige Geld ausgeben. Ich will mir jetzt gleich was Vernünftiges kaufen, ehe ich mir nächstes Jahr doch wieder was Neues kaufen muss, weil ich über die Qualität oder das Ergebnis gefrustet bin. Mein Limit für Mühle und Maschine liegt so bei 2000Euro (ja, ich hab gespart), allerdings wirklich nur dann, wenn es sich auch lohnt.
3) Technik: Mein Hauptaugenmerk liegt auf Qualität und robusten Teilen. Es gibt wohl nix, was mich mehr aufregen würde, als wenn die Maschine jeden Monat 2x zur Reparatur müsste oder wenn sie sich nach genau 2 Jahren vollends verabschiedet. Außerdem brauche ich keine technischen Spielereien. Mir reicht z.B. eine Mühle, die einfach direkt in den Siebträger mahlt und nicht automatisch nach 7g stoppt, das werde ich wohl nach der nötigen Übung schon selber hinbekommen.
4) Optik: Ist mir relativ egal. Ich finde sowohl die Chrom-Würfel als auch die nostalgisch angehauchten (Elektra, La Pavoni) sehr schön, das ist aber wie gesagt nicht das entscheidende Kaufkriterium.
5) Konkret:
-Sollte ich mich a.G. des Cappuccino-Machens für einen Zweikreiser entscheiden oder überwiegt der Nachteil der Überhitzungs-Problematik?
-Wie groß ist der merkbare Unterschied in der Espresso-Qualität zwischen den Einsteiger-Modellen und den Premium-Geräten? Geht es da nur um Geschmacks-Nuancen, die ich als Einsteiger sowieso erst nach Monaten der Übung aus den Maschinen kitzeln kann oder merke ich das auch als Einsteiger recht schnell?
-Lohnt sich eine Handhebel-Maschine? Ich finde die alte Technik und die Robustheit relativ interessant aber Maschinen mit Pumpe haben wahrscheinlich Vorteile bzgl. Druckkonstanz und Brühdauer.
6) Maschinen und Mühlen, die ich ganz ansprechend fand:
Maschinen
-Vibiemme Domobar (keine gravierenden Nachteile, trotzdem humaner Preis)
-Quickmill 3000/3004 (Preis, Qualität?)
-Elektra Micro Casa a leva oder semiautomatica (Optik bzw. Handhebel)
-Bezzera BZ07 (elektrisch beheizte Brühgruppe)
-Quickmill Andreja Premium (noch bezahlbarer Luxus)
Mühlen
-ECM Casa (kein Schnickschnack, ne Mühle halt)
-Mazzer Mini (positive Bewertungen hier im Forum)
Ich bin aber natürlich offen für Alternativen und auch Kritik bzgl. meiner Vorauswahl. Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen...


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