Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 15
  1. #1
    jerry37 ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    28.05.2006
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    533

    Standard Maschinenwechsel ja oder nein

    Hallo Boardies,

    ich habe seit gut 3 Jahren meine ECM Giotto aus Mailand. Mehr durch Zufall habe ich die Beiträge über Dualboiler gelesen und frage mich, ob es sich lohnen würde, darauf langsam hin zu arbeiten. Mengen am Tag liegen bei mir durchschnittlich bei etwa 6-8 Espresso und 3 Cappu, die meist am Wochenende wenn meine Frau zu Hause ist. Von Vorteil wäre, in der Woche den Dampfboiler abzuschalten.
    Ach so, da ich ein sicher subjektiver E 61 Liebhaber bin, gefällt mir die Izzo Alex PID.
    Andererseits wäre es ne Menge Geld so einfach zu wechseln und dann festzustellen, dass es eher nicht nötig(?) war.
    Evtl. hat ja der ein oder andere einen Hinweis, der zur einen oder anderen Entscheidung tendieren lässt. Die Frage ist letztendlich sehr Ergebnisoffen.
    Danke jetzt schon für Eure Tipps.

    Jerry37
    Rocket Cellini Premium Plus & ECM Giotto & Mazzer Mini E Mod. A Silber

  2. #2
    schwarzesgold ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    07.05.2006
    Ort
    Bayreuth
    Beiträge
    468

    Standard AW: Maschinenwechsel ja oder nein

    Servusla,
    der einzige Grund , von der Giotto weg zu wechseln wäre aus meiner Sicht der fehlende Festwasseranschluss, nicht das Dualboilerprinzip. Aus diesem Grund steht bei mir das Upgrade bzw. die Ergänzung (da steht noch überzeugungsarbeit bei meiner GöGa aus) meiner ECM Technika durch eine Festwasser Gastrokiste an. Allerdings ist unser Durchsatz bedeutend größer.
    Jürgen

  3. #3
    cappufan ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    08.07.2007
    Ort
    Schleswig-Holstein
    Beiträge
    5.004

    Standard AW: Maschinenwechsel ja oder nein

    Hi,
    Dualboiler haben für zuhause schon einige Vorteile, finde ich, jedoch kannst Du mit Deiner Maschine sicher auch ganz tolle Kaffees bereiten.
    Wenn die Brühtemperatur hin und wieder angepasst werden muß, kann man das ja über den Kesseldruck am Presso tun - was allerdings unter Umständen die Wasserdampfqualität beeinflusst. Beim Dualboiler hast Du eben immer (trockenen) Dampf ohne die Brühwassertemperatur zu beeinflussen.

    Der Unterschied ist eben, daß Du nicht mehr über die Dauer des Leerbezugs die Brühtemperatur (mehr oder weniger ungenau) beeinflussen mußt, daß Leerbezüge praktisch entfallen (spart auch Wasser) - mir reicht das Aufwärmen der Tassen über Wasser aus der Brühgruppe kurz vor dem Bezug - und ein Überhitzen der Gruppe fällt auch weg (kann bei manchen Geräten ein Problem sein, jedenfalls fand ich die Nase meiner Domobar Super 2Kreiser immer etwas sehr heiß und es blubberte sehr lange bzw. entsprechend lang war der Leerbezug).
    Nun hast Du eine nicht überhitzende (es sei denn, die Standzeit ist sehr lang und Du hast eine hohe Brühtemp. eingegeben) Gruppe und kannst direkt loslegen. Schwankungen der Temperatur während des Bezugs sollen möglichst klein gehalten werden (die PID Elektronik nähert sich immer genau an und arbeitet auch schnell). Im Idealfall kann so jeder shot ein Treffer sein und nicht mehr x von y Bezügen.

    Der nächste Vorteil, eigentlich DER Vorteil aus meiner Sicht, ist das Geschmackserlebnis und die Flexibilität hinsichtlich der Sortenauswahl.
    Jede Sorte kann verwendet werden, egal ob sie heiß oder kalt gebrüht werden muß (ohne 2kreiserseitige Beschränkungen).
    Und man kann - erst jetzt - ermitteln, austesten (was wiederum durch die großen Auswahlmöglichkeiten ein weiterer Parameter ist, der die Sache u. U. auch erschweren kann) welche Wassertemperatur eigentlich am besten zur Bohne passt.
    Dabei habe ich eigentlich erst richtig schmecken gelernt. Ich bin eh erst 2 Jahre dabei, aber mit Dual-PID Maschine gab es für mich den Sprung nach vorn, was das Schmeckvermögen/Aromawahrnehmung anbelangt.
    Eine Sorte kann merklich anders schmecken, wenn sie kühler oder heißer gebrüht wird.
    Man merkt auch, daß viele Sorten gar nicht so heiß gebrüht werden dürfen und erkennt schneller, ob ein shot verbrannt schmeckt usw.

    Vorher mußte ich evtl. die Sorten passend zur Maschine kaufen und nun hat man die ganze Auswahl. Allerdings auch die Qual der Auswahl der richtigen Temperatur (die dann wiederum den Mahlgrad beeinflussen kann, da ja heißeres Wasser langsamer als kälteres durchläuft).

    Es ist aber schon etwas für den anspruchsvollen Gourmet, würde ich sagen. Und man sollte schon einige Kaffees am Tag beziehen, sonst rechnet sich m.E. der Anschaffungspreis nicht so recht.
    Und wer nur seine Stammsorte trinkt, der ist vielleicht auch nicht die Zielgruppe dieser Geräte, sondern eher derjenige, der die Espressosorten durchreisen möchte.

    Ich hoffe, es hilft Dir weiter...

    P.S. Festwasser ist sicher bequem, aber der Wasserverbrauch ist nicht mehr so groß, seitdem die cooling flushes unnötig geworden sind. Mein Tank ist glaube ich 4l groß und so oft muß man den am Tag nicht nachfüllen (je nach Konsum natürlich).
    Zumindest bei meiner Maschine ist die Vib.pumpe vergleichsweise leise (im Vergleich zur 2Kreiser DomoSuper). Eine Rotaversion ab Werk gibt es meines Wissens nicht.
    Eingelagert: Rancilio Silvia V3 + Mahlkönig Vario Home V2. Moccamaster KBT 741, Aeropress + Hario Slim Handmühle.
    Vorherige Mühlen: Gaggia MM, Ascaso i2-mini, Macap M4, Mazzer Mini E/B, Iberital Challenge, Mahlkönig Vario Home V1, Mazzer Kony E, Compak K-3 T

    Vorherige Maschinen: Gaggia Baby Class D, Rancilio Silvia V2, Vibiemme Domobar Super (HX), Gaggia Classic + Auber PID, Vibiemme Domobar Super PID Dualboiler, Nuova Simonelli Oscar, Rancilio Classe 6 LE1 Leva


  4. #4
    jerry37 ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    28.05.2006
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    533

    Standard AW: Maschinenwechsel ja oder nein

    Zitat Zitat von schwarzesgold Beitrag anzeigen
    Servusla,
    der einzige Grund , von der Giotto weg zu wechseln wäre aus meiner Sicht der fehlende Festwasseranschluss, nicht das Dualboilerprinzip. Aus diesem Grund steht bei mir das Upgrade bzw. die Ergänzung (da steht noch überzeugungsarbeit bei meiner GöGa aus) meiner ECM Technika durch eine Festwasser Gastrokiste an. Allerdings ist unser Durchsatz bedeutend größer.
    Jürgen
    Na ja, Festwasser steht bei mir zur Zeit nicht zur Auswahl, auch wenn ich leider sagen muss.

    Jerry37
    Rocket Cellini Premium Plus & ECM Giotto & Mazzer Mini E Mod. A Silber

  5. #5
    jerry37 ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    28.05.2006
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    533

    Standard AW: Maschinenwechsel ja oder nein

    Zitat Zitat von cappufan Beitrag anzeigen
    Hi,
    Dualboiler haben für zuhause schon einige Vorteile, finde ich, jedoch kannst Du mit Deiner Maschine sicher auch ganz tolle Kaffees bereiten.
    Wenn die Brühtemperatur hin und wieder angepasst werden muß, kann man das ja über den Kesseldruck am Presso tun - was allerdings unter Umständen die Wasserdampfqualität beeinflusst. Beim Dualboiler hast Du eben immer (trockenen) Dampf ohne die Brühwassertemperatur zu beeinflussen.

    Der Unterschied ist eben, daß Du nicht mehr über die Dauer des Leerbezugs die Brühtemperatur (mehr oder weniger ungenau) beeinflussen mußt, daß Leerbezüge praktisch entfallen (spart auch Wasser) - mir reicht das Aufwärmen der Tassen über Wasser aus der Brühgruppe kurz vor dem Bezug - und ein Überhitzen der Gruppe fällt auch weg (kann bei manchen Geräten ein Problem sein, jedenfalls fand ich die Nase meiner Domobar Super 2Kreiser immer etwas sehr heiß und es blubberte sehr lange bzw. entsprechend lang war der Leerbezug).
    Nun hast Du eine nicht überhitzende (es sei denn, die Standzeit ist sehr lang und Du hast eine hohe Brühtemp. eingegeben) Gruppe und kannst direkt loslegen. Schwankungen der Temperatur während des Bezugs sollen möglichst klein gehalten werden (die PID Elektronik nähert sich immer genau an und arbeitet auch schnell). Im Idealfall kann so jeder shot ein Treffer sein und nicht mehr x von y Bezügen.

    Der nächste Vorteil, eigentlich DER Vorteil aus meiner Sicht, ist das Geschmackserlebnis und die Flexibilität hinsichtlich der Sortenauswahl.
    Jede Sorte kann verwendet werden, egal ob sie heiß oder kalt gebrüht werden muß (ohne 2kreiserseitige Beschränkungen).
    Und man kann - erst jetzt - ermitteln, austesten (was wiederum durch die großen Auswahlmöglichkeiten ein weiterer Parameter ist, der die Sache u. U. auch erschweren kann) welche Wassertemperatur eigentlich am besten zur Bohne passt.
    Dabei habe ich eigentlich erst richtig schmecken gelernt. Ich bin eh erst 2 Jahre dabei, aber mit Dual-PID Maschine gab es für mich den Sprung nach vorn, was das Schmeckvermögen/Aromawahrnehmung anbelangt.
    Eine Sorte kann merklich anders schmecken, wenn sie kühler oder heißer gebrüht wird.
    Man merkt auch, daß viele Sorten gar nicht so heiß gebrüht werden dürfen und erkennt schneller, ob ein shot verbrannt schmeckt usw.

    Vorher mußte ich evtl. die Sorten passend zur Maschine kaufen und nun hat man die ganze Auswahl. Allerdings auch die Qual der Auswahl der richtigen Temperatur (die dann wiederum den Mahlgrad beeinflussen kann, da ja heißeres Wasser langsamer als kälteres durchläuft).

    Es ist aber schon etwas für den anspruchsvollen Gourmet, würde ich sagen. Und man sollte schon einige Kaffees am Tag beziehen, sonst rechnet sich m.E. der Anschaffungspreis nicht so recht.
    Und wer nur seine Stammsorte trinkt, der ist vielleicht auch nicht die Zielgruppe dieser Geräte, sondern eher derjenige, der die Espressosorten durchreisen möchte.

    Ich hoffe, es hilft Dir weiter...

    P.S. Festwasser ist sicher bequem, aber der Wasserverbrauch ist nicht mehr so groß, seitdem die cooling flushes unnötig geworden sind. Mein Tank ist glaube ich 4l groß und so oft muß man den am Tag nicht nachfüllen (je nach Konsum natürlich).
    Zumindest bei meiner Maschine ist die Vib.pumpe vergleichsweise leise (im Vergleich zur 2Kreiser DomoSuper). Eine Rotaversion ab Werk gibt es meines Wissens nicht.
    Also bei uns sind es eher 2 Stammsorten. Da scheint es dann auch nicht so wichtig zu sein eine PID Steuerung zu haben. Lese ich jedenfalls jetzt heraus.

    Jerry37
    Rocket Cellini Premium Plus & ECM Giotto & Mazzer Mini E Mod. A Silber

  6. #6
    michlw ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    25.07.2008
    Beiträge
    491

    Standard AW: Maschinenwechsel ja oder nein

    Und nicht vergessen: ein Dualboiler ohne PID macht keinen Sinn.
    lg
    Michael

    ------------------------
    Rocket Giotto (Rota & FW) | Fiorenzato T80 mit Likörtrichter | Home Barista Thoughts

  7. #7
    ChristianK ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    07.06.2003
    Ort
    Mannheim
    Beiträge
    2.503

    Standard AW: Maschinenwechsel ja oder nein

    Zitat Zitat von michlw Beitrag anzeigen
    Und nicht vergessen: ein Dualboiler ohne PID macht keinen Sinn.
    Eine DC Mini und eine LM Linea macht sicher auch ohne PID guten Espresso. Daher würde ich sagen man kann auch DBs ohne PID nehmen, man muss halt genau gucken was man möchte.
    Neues Expansionsventil der Oscar Warmwasser<-->Kaltwasser
    Restaurierung La San Marco 85-16
    LM GS/3 - Mazzer Kony-E - Compak K3

  8. #8
    Gianni ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    25.12.2006
    Beiträge
    345

    Standard AW: Maschinenwechsel ja oder nein

    Hallo,
    habe den Wechsel von 2kreiser du DB+Pid gerade hinter mir. Kam allerdings von einer tendenziell eher überhitzenden Maschine zum Dualboiler.
    Kann nur bestätigen, was Cappufan ausgeführt hat.
    Bin allerdings auch eher sortentreu, die Qualität in der Tasse ist aber jetzt so gut, dass ich trotzdem den DB nicht mehr eintauschen würde. Und die 1000 Euronen Aufpreis reuen mich auch nicht, eher der Fakt, dass ich über 20 Jahre so schlechten Espresso getrunken habe
    Noch ein Gesichtspunkt: Kauf im Falle eines Falles auf jeden Fall eine Maschine mit dedämmten Kesseln und separat schaltbar, um den Stromverbrauch in Grenzen zu halten. Dann rechnet sich die Kiste irgendwann einmal sogar....
    Noch ein Vorschlag zur Entscheidungsfindung: Schnapp dir doch deine Mühle und deinen Kaffee, und mach mal einen Test bei einem DB-Besitzer in der Umgebung. Das war bei mir ausschlaggebend.
    Saluti
    Gianni
    Vibiemme Domobar DB mit PID +Cimbali Max Automatic;
    Rancilio Silvia + MCI Eureka;
    Zassenhaus Mokka und diverse Maschinen und Mühlen in Pflege;
    LM-Einer, LM-Tamper

  9. #9
    cappufan ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    08.07.2007
    Ort
    Schleswig-Holstein
    Beiträge
    5.004

    Standard AW: Maschinenwechsel ja oder nein

    Zitat Zitat von Gianni Beitrag anzeigen
    Bin allerdings auch eher sortentreu, die Qualität in der Tasse ist aber jetzt so gut, dass ich trotzdem den DB nicht mehr eintauschen würde.
    Dann nehm ich alles zurück
    War nur eine Theorie von mir, aber offenbar lag ich mit meiner Einschätzung daneben.
    Eingelagert: Rancilio Silvia V3 + Mahlkönig Vario Home V2. Moccamaster KBT 741, Aeropress + Hario Slim Handmühle.
    Vorherige Mühlen: Gaggia MM, Ascaso i2-mini, Macap M4, Mazzer Mini E/B, Iberital Challenge, Mahlkönig Vario Home V1, Mazzer Kony E, Compak K-3 T

    Vorherige Maschinen: Gaggia Baby Class D, Rancilio Silvia V2, Vibiemme Domobar Super (HX), Gaggia Classic + Auber PID, Vibiemme Domobar Super PID Dualboiler, Nuova Simonelli Oscar, Rancilio Classe 6 LE1 Leva


  10. #10
    Arni ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    08.10.2007
    Beiträge
    6.288

    Standard AW: Maschinenwechsel ja oder nein

    Das ist alles eine frage des Standpunktes und der Möglichkeit, beliebig viel Geld auszugeben. Gegenüber einem Gaggia-Benutzer - und davon gibt es viele Zufriedene hier im Forum - ist die Giotto schon ein großer Schritt nach vorne. Wenn du die Maschine wirklich beherrscht, kannst du damit einen ausgezeichneten Espresso brühen und ich bezweifle, dass der Unterschied zu einem Dualboiler deutlich spürbar ist, zumal bei der Anzahl der Bezüge, die du angegeben hast. Manches mag vielleicht etwas bequemer sein. Aber das ist ein Luxusproblem.
    Ich fahre gerade einen VW-Passat. Mein Sohn hatte die Idee einen BMW 5er zu kaufen. Nur ich frage mich, ob ich mich damit soviel besser vorwärts bewegen kann, dass ich hierfür ein paar Tausender investieren soll. Ich werde es nicht tun.

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Google Suche
Reklame

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36