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  1. #1
    Abu Kicher ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Sprutzelndes Vakuumventil

    <EDIT: Bitte den Thread bis zum Ende durchlesen, einige meiner Ideen sind Quatsch, wie aus dem letzten Posting ersichtlich>

    Bei meiner Rocket Cellini gibt es einige Minuten nach dem Einschalten ein Pfeifen, wie bei einem Kochtopf, wenn das Wasser Kocht und im Begriff ist, Druck aufzubauen. Das ist das Vakuumverntil, das im kalten (bzw. drucklosen) Zustand offen ist, weil es nicht mit einer Feder vorgespannt ist, sondern sich bei Entspannung durch das Eigengewicht wieder "setzt". Eigentlich mag ich das Geräusch ganz gern. Sobald sich das Ventil schließt verstummt das kurze, leise Pfeifen und der Kessel baut Überdruck auf.

    Allein - es gibt auch einen Nachteil dieses im kalten Zustand offenen Ventils. Es sprutzelt nämlich in dem Moment in dem das erste bisschen Dampf entsteht und austritt, aber der Ventilstift noch nicht mitgenommen wird, immer ein bisschen Wasser oben aus dem Ventil raus, immer ein paar Tropfen. Es dürfte eigentlich (praktisch kalkfreies) Kondenswasser sein, aber offensichtlich versaut es das Maschinen-Innenleben doch ein wenig, zumindest optisch. Ich habe auf jeden Fall überall auf dem Kessel und drumherum ganz leichte Kalkflecken von diesem - sagen wir mal - allmorgendlichen feuchten Traum.

    Mein erster Gedanke war: Warum ist dieses Ventil nicht mit einer leichten Feder immer geschlossen und nur der Unterdruck des abkühlenden Kessels saugt sich dann bei Bedarf etwas Luft rein? Keine Ahnung. Ich hatte also geplant, in den kleinen Pin, der in geschlossenem Zustand (Kessel unter Druck, erstes Bild) oben rausschaut, eine kleine Rille/Kerbe zu machen und einfach außen eine kurze Feder draufzumachen, die sich am Sechskant abstützt. Da ich nun aber keine entsprechende Feder auftreiben konnte und es ein ziemliches Gefrickel hätte werden können, habe ich nun einfach ein kleines Stück (wärmebeständigen) Schlauch drübergesteckt. Es sprotzelt jetzt natürlich immer noch raus, beleibt aber im Schlauch und die paar Tropfen verdampfen schnell wieder.

    Falls ihr das gleiche Phänomen habt, könnt ihr ja mal drüber nachdenken.

    Gruß
    Roland





    Geändert von Abu Kicher (19.12.2009 um 11:28 Uhr)
    Rocket Cellini Professional (Festwasseranschluss, feste Abwasserinstallation), Mazzer Mini A, Wasserenthärtung Brita PurityC, Druckminderer auf 2 bar, Kessel mit Armaflex HT gedämmt, LM 1er mit Tamperbell 40,8

  2. #2
    betateilchen ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Sprutzelndes Vakuumventil

    Sieht aus, als könnte eine Kugelschreiberfeder um den Stift passen. An den Stift links und rechts jeweils eine kleine Kerbe feilen, die Feder aufsetzen (eventuell kürzen) und einen passenden Wellensicherungsring obendrüber in die beiden Rillen, fertig

    Aber das mit dem Schlauch ist natürlich auch eine Lösung.
    Manchmal gehen mir meine Meinungen auf die Nerven. Aber ich habe keine anderen. (Werner Schneyder)

  3. #3
    Abu Kicher ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Sprutzelndes Vakuumventil

    War auch meine erste Idee. Aber die Federn, die ich hier hatte waren oben zu weit und wären unten in das Loch gerutscht, das doch recht üppig dimensioniert ist. Das wäre doch ne ziemliche Biegerei gewesen. Daher hatte ich heute mal nach einer eleganten, feinen, konischen Feder geschaut (jetzt gerade fällt mir ein, dass an den Achsen/Schnellspannern von Rennrändern so was ähnliches dran ist).

    Aber im Netz und im Baumarkt sah es ganz schön mau aus (Schraubenfedern, Präzisionsfedern etc.). Scheint ne Marktlücke zu sein...
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  4. #4
    betateilchen ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Sprutzelndes Vakuumventil

    Leg doch eine Unterlegscheibe unter die Feder, dann kann die nicht ins Ventil rutschen. Welchen Durchmesser hat der Stift und wie lang ist das herausragende Ende im geschlossenen Zustand?

    EDIT:

    Hast Du schonmal eine Vibrationspumpe von Ulka zerlegt? Da befindet sich eine kleine Spiralfeder mit konischem Aufbau im vorderen Rückschlagventil des Pumpenausgangs...
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  5. #5
    Dolomiti ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Sprutzelndes Vakuumventil

    Ist das nicht ein bißchen gefährlich? Das Loch ist ja gerade so groß dimensioniert, damit garantiert Luft in den Kessel kommt.
    Bei manchen Maschinen ist um das Sicherheitsventil ein kleiner Becher, der das Wasser auffangen und ableiten soll:



    Etwas in der Art, aber ohne Ablauf, weil das Wasser ja doch schnell verdampft, könnte ich mir vorstellen.

    Jürgen
    Murphy´s Law: Sobald die Stewardess den Kaffee serviert, kündigt der Pilot Turbulenzen an.
    Daraus folgt: Kaffee ist der Grund für Turbulenzen im Flugbetrieb.
    Die Schreibfehler in diesem Text sind beabsichtigt. Wer sie findet, darf sie behalten oder in der Bucht versteigern.


  6. #6
    betateilchen ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Sprutzelndes Vakuumventil

    Zitat Zitat von Dolomiti Beitrag anzeigen
    Bei manchen Maschinen ist um das Sicherheitsventil ein kleiner Becher, der das Wasser auffangen und ableiten soll:
    [...]
    Etwas in der Art, aber ohne Ablauf, weil das Wasser ja doch schnell verdampft, könnte ich mir vorstellen.
    Naja, das entspricht ja in der Funktion exakt der jetzigen Lösung mit dem aufgesteckten Schlauchstück.

  7. #7
    Abu Kicher ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Sprutzelndes Vakuumventil

    - es läuft nicht raus, sondern sprotzelt in der Gegend rum, daher ist eine Auffangschale leider nicht zielführend
    - Die Verwendung einer Unterlegscheibe ist eine gute Idee. Auch sicherheitstechnisch sehe ich (sowieso) bei dem Vakuumventil kein Problem. Bei dem Überdruckventil wäre das ganze natürlich etwas anderes, aber das ist ja kalt oder warm sowieso immer zu. Oder ist das Vakuumventil auch "überlebenswichtig"? Kann der Kessel vielleicht durch Unterdruck strukturelle Probleme bekommen?
    - Die Variante mit der Rennrad-Achsen-Feder ist auch nicht möglich. Die ist VIEL zu stark, die Feder darf (und soll) ja eigentlich nur die paar Gramm der Ventilnadel tragen, aber bei minimalem Unterdruck direkt aufgehen.
    - Pumpen habe ich leider noch nie zerlegt, und Ulka kenne ich nicht mal

    Jetzt habe ich nochmal geschaut. Der Schlauch dürfte zwar langfristig halten, wird aber extrem warm und dadurch ziemlich weich. Vielleicht werde ich nun doch mal die Variante mit Kugelschreiberfeder, Wellensicherungsring und Unterlegscheibe testen. Ich werde berichten.

    Hat eigentlich sonst noch jemand dieses Phänomen?

    Vielen Dank für die Tipps.
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  8. #8
    Dolomiti ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Sprutzelndes Vakuumventil

    Es gab hier schon mal die Diskussion und mir ist da heftig widersprochen worden. Trotzdem bin ich der Meinung, daß ein Unterdruck in Kessel, und seien es auch nur 0,1 - 0,25 bar, diesen zusammenfalten würde. Diese Ventile wurden nicht aus Jux und Tollerei eingebaut, vor allem von italienischen Mechanikern, die eigentlich keine "Luxusteile" eingebaut haben.

    Jürgen
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    Daraus folgt: Kaffee ist der Grund für Turbulenzen im Flugbetrieb.
    Die Schreibfehler in diesem Text sind beabsichtigt. Wer sie findet, darf sie behalten oder in der Bucht versteigern.


  9. #9
    Abu Kicher ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Sprutzelndes Vakuumventil

    Zur Info: Ich hab den Schlauch jetzt drin gelassen. Geht auch langfristig ganz gut.
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  10. #10
    ergojuer ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Sprutzelndes Vakuumventil

    Zitat Zitat von Abu Kicher Beitrag anzeigen
    Mein erster Gedanke war: Warum ist dieses Ventil nicht mit einer leichten Feder immer geschlossen und nur der Unterdruck des abkühlenden Kessels saugt sich dann bei Bedarf etwas Luft rein? Keine Ahnung.
    Nun, dieses Ventil heißt auch Entlüftungsventil. Warum wohl?
    Sinn des Ventils ist ja auch, dass nach Erreichen des Betriebsdrucks eben keine Luft mehr im Kessel ist. Zöge der Kessel beim Erkalten Luft ein und ließe diese beim Aufheizen nicht wieder raus, so könntest du nach Erreichen des Betriebsdrucks den Kessel noch einmal von Hand übers Dampfrohr entlüften.
    Mit der Feder hättest du dir ein "hängendes Entlüftungsventil" fabriziert. Ein Defekt der hier schon des öfteren beschrieben wurde.
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