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  1. #1
    Badori ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Gastroback unbrauchbar?

    Liebe Kaffeeexpertinnen und -experten,

    wie gut, dass es dieses Forum gibt!
    Wie dumm, dass ich es erst entdeckt habe, NACHDEM wir die Espressomaschine Gastroback Design Espresso Advanced kauften!

    Wir haben nun also die Gastroback Espressomaschine in der Küche herumstehen, ausgepackt, sie aber noch nicht benutzt, weil wir durch die Informationen in Eurem Forum nun ziemlich verunsichert sind.
    Es besteht noch die problemlose Möglichkeit einer Rückgabe, da wir sie a.) noch nicht benutzt haben und b.) sie einen optischen Materialfehler am Griff des Siebträgers aufweist.

    Nach längerer Recherche überlegen wir nun, die Gastroback tatsächlich ganz gegen Kaufpreisrückerstattung zurückzugeben und die hier empfohlene Gaggia Baby class dafür zu kaufen.
    Hier im Forum wird kaum etwas positives über sie gesagt.
    Ich denke aber auch, dass die meisten Forumsmitglieder einen wesentlichen höheren Anspruch an ihre Kaffeekultur haben, als wir. Wir trinken eher morgens einen Cappuccino und nachmittags dann mal eine gute Tasse Darjeelingtee. D.h. die Kaffeeproduktion beschränkt sich täglich auf maximal 2 bis 3 Portionen.
    Die neue Maschine müsste nicht unbedingt ein tolles Dampfsystem haben, da wir mit Mikrowelle und Handschäumer bisher immer sehr schönen Milchschau produziert haben und das absolut ausreichend für uns ist.

    Mit 250€ für die Gastroback haben wir daher eigentlich schon mehr ausgegeben , als wir eigentlich für wollten.
    Im Regal sah sie allerdings so robust und vertrauenserweckend aus, dass wir dachten, das wäre ein gutes Angebot und kein Elektroschrott.

    Jetzt stellen wir fest, dass Profis praktisch nur Espresso aus Maschinen mit Boiler (und nicht mit Thermoblock wie bei der Gastroback) trinken und dass man sich da mit 300€ eher an der Untergrenze bewegt.

    Wir sind - ich würde mal sagen - "durchschnittliche" Kaffeetrinker. Wir hassen Brühkaffee und bereiten seit Jahren "Espresso" mit einer italienischen Cafetera aus Edelstahl (Marke: "GB") zu - den wir aber IMMER zu Cappuccino weiterverarbeiten.

    Würden wir den Unterschied zu eine Gaggia tatsächlich schmecken/merken?
    Oder ist es nicht VIEL wichtiger, einfach anständigen Kaffee zu kaufen und den ordentlich zu mahlen?

    Stellt der THermoblack wirklich einen so großen Nachteil dar?

    Herzlichen Dank für Eure Gedanken zu unserem Problem.

  2. #2
    todow ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gastroback unbrauchbar?

    Zitat Zitat von Badori Beitrag anzeigen
    Liebe Kaffeeexpertinnen und -experten,


    Oder ist es nicht VIEL wichtiger, einfach anständigen Kaffee zu kaufen und den ordentlich zu mahlen?
    Ja die Mühle ist viel wichtiger.

    Die Gastroback hat hier nicht so gut abgeschnitten. trotzdem bekommt man damit auch einen guten Espresso hin wenn du gute Bohnen und Mühle hast.

  3. #3
    florenz-k ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gastroback unbrauchbar?

    Hallo und willkommen im Kaffee-Netz,

    falls nicht schon vorhanden, würde ich das Geld erstmal in eine vernünftige Mühle (neu ab ca. 170,-€, gebraucht ab 100,-€) und gute Bohnen stecken.
    Es ist zu befürchten, daß mit den dann möglichen Geschmacksverbesserungen, die Ansprüche und der Konsum steigen und ihr dann das Geld gerne für eine bessere Maschine (Gaggia CC und aufwärts) ausgeben werdet.
    Gruß
    Frank
    la pavoni professional, rancilio audrey (zu verkaufen), rancilio md50, gaggia cc,
    dienes mokka, french press,
    braun kmm1, solis crema sl70 (zu verkaufen)
    auf der Werkbank: aurora brugnetti mc1 (francesconi)



  4. #4
    Arni ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gastroback unbrauchbar?

    Der nicht vorhandene Boiler ist nicht so das Problem. Es gibt Quickmill, die auch einen Thermoblock haben und akzeptablen Espresso brühen. Bei der Gastroback ist es das gesamte System, das nicht so hochwertig ist wie z. B. das einer Gaggia, die dafür auch etwas teuerer ist.
    Vielleicht kommt man mit der Gastroback auch gut hin, wichtig ist aber eine Mühle, damit frisch gemahlener Kaffee verarbeitet werden kann.

  5. #5
    Badori ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Gastroback unbrauchbar?

    1000 Dank für die bisherigen Antworten und Tipps.

    Was haltet Ihr denn von der Gaggia Evolution?
    Die gibt's für ca. 220€ - d.h. für eine Mühle gäbe es noch genügend Spielraum.

    Die 400€-Grenze sollte nämlich nicht überschritten werden.
    Klingt für die Profi-Kaffeefans hier vielleicht nach Banausentum, aber mehr sollte es im Moment einfach insgesamt wirklich nicht kosten.

    Zur Diskussion für uns stehen jetzt also

    a.) Gaggia Baby Class (habe ein Angebot für ca. 280€ gefunden)
    + Kaffeemühle (entweder mechanisch von Zassenhaus für ca. 80-100€ ODER elektrisch für ca. 170 - 200€)

    b.) Gaggia Evolution für ca. 220€ + Mühle

    c.) Gastrobackk behalten (250€) u. ordentliche Mühle dazu

    d.) Absolute Obergrenze:
    La Pavoni Europiccola-Lusso + Mühle ==> käme dann aber recht teuer und ich weiß gerade nicht, ob sich das lohnen würde



    Wir haben bei den Boilergeräten die Befürchtung, dass das Boilersystem unheimlich viel Zeit kostet. Wenn ich morgens einen Cappuccino zum Wachwerden brauche (und morgens ist die Zeit immer eher recht knapp bemessen), will ich eigentlich nicht erst x-tausend Mal vorbrühen, warten und dann erst 30 Minuten später meinen Kaffee haben.

  6. #6
    awild ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gastroback unbrauchbar?

    Zitat Zitat von Badori Beitrag anzeigen
    ...
    Kaffeemühle (entweder mechanisch von Zassenhaus für ca. 80-100€ ODER elektrisch für ca. 170 - 200€)
    Wenn's um Handmühlen geht, empfehle ich immer wieder gerne Zassenhaus Heidelberg. Auch nach über drei Monaten fast täglicher Nutzung bin ich noch immer sehr zufrieden mit ihr.

    LG Andreas
    wild caffè
    Fairer Kaffee. Feine Kost.

    Südwestkorso 63. 12161 Berlin
    Bosco Sorrento 2 |
    Doge Conico & Compak A8 & Cimbali Max

    Ponte Vecchio Lusso 2 | Eureka MDML
    & Obel DSQ

  7. #7
    VolumenKnOpf ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gastroback unbrauchbar?

    Zitat Zitat von Badori Beitrag anzeigen
    Was haltet Ihr denn von der Gaggia Evolution?
    Die gibt's für ca. 220€ - d.h. für eine Mühle gäbe es noch genügend Spielraum
    Moin,

    ich werf hier einfach mal Gebrauchtgeräte in den Raum, hier im Marktplatz gibts die Evolution teilweise für unter 100€ (hatte meine auch da her) und für gewöhnlich in guter Qualität wenn man nicht grade bei Leuten mit 2 Beiträgen kauft. Gegen die Evo spricht eigentlich nur, dass das Gehäuse etwas nach billigem Plastik aussieht und, dass sie kein Magnetventil hat, man also nach dem Espressobezug noch ~20 Sekunden warten muss, bis man den Siebträger ausspannt weil einem sonst die Suppe um die Ohren fliegt. Ist aber kein Problem, vor allem als Anfänger findet man immer auch andere Sachen um die man sich in der Zeit kümmern kann und aus Versehen passiert das auch nicht weil der ST recht fest sitzt.

    Soweit ich weiß ist die Evolution der quasi günstigste Einstieg und sollte sich auch gut wieder verkaufen lassen, wenn man es sich anders überlegt oder doch eine größere Maschine haben will.

    Hoffe geholfen zu haben

    Viele Grüße,
    nils

    edit: grade erst das mit dem Boiler gesehen. Da hatte ich mir auch Sorgen drum gemacht, hat sich aber mit der Zeit erledigt. Zum Aufwärmen reichen bei der Evo wenn mans nicht gar zu genau nimmt etwa 10 Minuten. In der Zeit einfach 2 oder 3 mal kurz anschalten, etwas Wasser durchlaufen lassen und wenn der Siebträger heiß ist sollte das reichen. Inklusive Espresso brühen sollten 15 Minuten auf jeden Fall drin sein...

  8. #8
    tombolala ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Gastroback unbrauchbar?

    Hallo!

    Ich habe momentan auch eine Gastroback. Die Frage ist vielleicht wie teuer die war - vor 2 Jahren habe ich die für 250 Euro gekauft und bin prinzipiell zufrieden. Mein Espresso schmeckt mir zumindest auch wenn die Durchlaufzeit eventuell etwas kurz ist und ich das Crema Sieb nutze. Seit 1 Monat habe
    ich eine Rancilio Rocky Mühle dabei und das ist doch eine wesentliche Verbesserung zu den ESE Pads, die ich vorher benutzt habe.

    Nächstes Jahr möchte ich mir dann allerdings eine Silvia zulegen. Ich bin mir nicht sicher ob es da Nachteile bzgl. aufheizen gibt. Aktuell lass ich die
    Gastroback auch zumindest 10-15 Minuten aufheizen und mache dann einen Leerbezug. Damit klappt der Espresso dann recht gut ...

    Gruß,
    tombolala

  9. #9
    todow ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gastroback unbrauchbar?

    Wenn du neu kaufen willst kommt vielleicht die Gaggia baby noch in Betracht. die hat ein Magnetventil und ist etwas wertiger verarbeitet.

    Gebraucht gibt es für den Preis auch super Maschinen.

    Gruss
    Tobias

  10. #10
    phileh ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Gastroback unbrauchbar?

    Zitat Zitat von Badori Beitrag anzeigen
    Die 400€-Grenze sollte nämlich nicht überschritten werden. Klingt für die Profi-Kaffeefans hier vielleicht nach Banausentum, aber mehr sollte es im Moment einfach insgesamt wirklich nicht kosten.
    Das ist keineswegs Banausentum. Die hier am häufigsten empfohlene Einsteigermaschine ist die Gaggia Classic. Die liegt regulär so bei 300€, wenn du etwas Zeit in Schnäppchensuche investierst, kannst du sie evtl. auch so um die 250€ bekommen. Dazu eine Iberital Challenge (160€) und du bist knapp im Budget und hast ein grundsolides Paket.

    Viele Aficionados hier würden wahrscheinlich auch Gebrauchtgeräte in Erwägung ziehen. Vor allem bei den Mühlen ist das ziemlich unproblematisch, da außer einer gründlichen Reinigung kein großer Wartungsaufwand zu erwarten ist. Gastromühlen gehen bei schlechter Pflege nicht kaputt, sie verdrecken lediglich und das lässt sich beheben.

    Zur Diskussion für uns stehen jetzt also

    a.) Gaggia Baby Class (habe ein Angebot für ca. 280€ gefunden)
    + Kaffeemühle (entweder mechanisch von Zassenhaus für ca. 80-100€ ODER elektrisch für ca. 170 - 200€)

    b.) Gaggia Evolution für ca. 220€ + Mühle

    c.) Gastrobackk behalten (250€) u. ordentliche Mühle dazu

    d.) Absolute Obergrenze:
    La Pavoni Europiccola-Lusso + Mühle ==> käme dann aber recht teuer und ich weiß gerade nicht, ob sich das lohnen würde
    Ich würde die Gaggia Classic noch auf die Liste setzen und evtl. eine gebrauchte Rancilio Silvia. Die Pavonis sind nicht nur eine Frage des Preises (der Gebrauchtmarkt für diese Geräte ist sehr groß, aber auch sehr heterogen, was den Zustand betrifft). Ihr müsst euch grundsätzlich überlegen, ob eine Handhebelmaschine das Richtige für euch ist. Gerade die Pavonis gelten als etwas, wie soll ich sagen, divenhaft.

    Ich kenne die Gastroback-Geräte nicht aus eigener Erfahrung. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen: zurückgeben. Wie gesagt, aus dem Bauch heraus.

    Edit: Die Gaggia hat einen Aluminiumkessel, der nur mit einem milden Entkalker (Weinsteinsäure) entkalkt werden darf, sonst wird bei der Entkalkung das Material angegriffen. Würde ich aus diesem Grund nur neu kaufen. Die Silvias sind in dieser Hinsicht unproblematisch.

    Wir haben bei den Boilergeräten die Befürchtung, dass das Boilersystem unheimlich viel Zeit kostet. Wenn ich morgens einen Cappuccino zum Wachwerden brauche (und morgens ist die Zeit immer eher recht knapp bemessen), will ich eigentlich nicht erst x-tausend Mal vorbrühen, warten und dann erst 30 Minuten später meinen Kaffee haben.
    30 Minuten solltest du immer rechnen. Üblicherweise hängt man die Maschine an eine Zeitschaltuhr, die den Strom 30 Minuten vor dem Wecker anschaltet. Das ist eigentlich kein Problem, wenn man einen mehr oder minder fest strukturierten Tagesablauf hat.

    Die Zeit bezieht sich übrigens nicht nur auf den Boiler. Kleine Boiler sind nach 5 Minuten auf Temperatur. Die in der Regel veranschlagte halbe Stunde bezieht sich auf das Aufheizen der ganzen Maschine, vor allem der Brühgruppe.

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