Hallo zusammen,
kurz meine (noch übersichtliche) Maschinengeschichte: vor ca. 8 Jahren Tchibo-"Siebträger", seit ca. 6-7 Jahren Gaggia Coffee Classic und die billigste Demoka (203?). Nachdem ich mit dem Epresso nach Vermüllung des Tchibo-Modells immer sehr zufrieden war, habe ich in letzter Zeit Probleme, vor allem mit den Dichtungen (Wasser kommt an Stellen heraus, an denen es nicht herauskommen sollte), aber auch schon davor war es manchmal Glückssache (was auch an mir liegen mag). Nun habe ich mich ein bisschen eingelesen - zu spät, viel zu spät (wobei ich das Gefühl habe, dass die Infos im Netz seit dem Kauf damals doch sehr deutlich angeschwollen sind). Ich habe das Maschinchen wohl recht übel misshandelt, insbesondere mit dem falschen Entkalker, dem falschen Wasser etc pp. Natürlich könnte ich sie reparieren lassen, aber irgendetwas sagt mir, dass das nicht billig werden wird. Und wenn ich gerade noch den Espresso gelobt habe, so muss ich doch sagen, dass die Zubereitung von Milchschaum ... verbesserungsbedürftig ist.
Also, zumindest als Idee: neue Maschine. Erster Gedanke: Silvia (toller Vertipper im Titel ...) - in etwa dasselbe, nur besser, insbesondere in Sachen Milchschaum. Ich verwende die Maschine im Durchschnitt 2x täglich, jeweils mit dem Doppelsieb und mache daraus dann jeweils 2x Cappucino (bitte nicht wörtlich nehmen - Espresso mit dem Zeugs, was aus meinem Milchkännchen fließt) oder, etwas seltener, 1x Cappucino und 1x Espresso. Hin und wieder auch mal 4-6x Espresso abends mit Gästen - das geht regelmäßig mal mehr, mal weniger schief, aber das liegt sicherlich primär am Mensch hinter der Maschine, da muss mich einfach nochmal einlesen.
Die Preisvorstellung ist mit dem Verweis auf die Silvia nicht ganz abgedeckt; wenn ich um einen entsprechenden Mehrwert wüsste, würde ich auch mehr ausgeben, sagen wir mal, bis 800 €. Damit kommen die Zweikreiser ins Spiel, Oscar, Agata, Bezzera BZ07 (manuelle Version). Nun heißt es ja immer, wer Wert auf Cappucino legt, soll sich einen Zweikreiser zulegen. In manchen Postings gewinne ich aber den Eindruck, dass für 2x Cappucino eigentlich die Silvia schon ausreicht, wenn man auf ein wenig Komfort verzichtet und etwas mehr Geduld hat. Stimmt das?
Was mich übrigens - das ist für die Beratung auch noch entscheidend - extrem abschreckt, sind irgendwelche Modifikationen. Aus den USA dies und jenes zu bestellen, die Maschine hier und dort zu tweaken undwasweißich kommt für mich nur im Notfall in Frage - das mag irrational sein, aber es ist nun einmal so. Etwas umständlichere und nicht 100%ig sichere Zubereitungsarten wie das Temperatursurfen schrecken mich hingegen nicht so. Gerade bei den genannten Zweikreisern, jedenfalls bei der Oscar (Problem mit der Brühtemperatur oder dem -druck, wenn ich mich richtig erinnere?) und bei der Bezzera (ich erinnere mich dunkel an ein Posting mit mindestens vier Modifikationen) gewinnt man im Forum den Eindruck, dass die Maschinen eigentlich nicht ausgereift sind und die Sache erst durch fleißige Eingriffe erträglich wird. Was mich jetzt umtreibt: Stimmt dieser Eindruck? Oder ist das eher so wie wenn der Hifi-Freak schwört, ohne Gold/Platin/Schlagmichtot-Kabel klinge die 2000€-Anlage einfach nur fürchterlich? Mein Gefühl ist eher, dass Geschmack für solche Übertreibungen weniger anfällig ist. Aber die Gefahr besteht.
Fazit: Ich habe mich eigentlich schon für die Silvia entschieden, kann aber nicht aufhören, doch auch stattdessen an den Erwerb eines Zweikreisers zu denken, da die Milchschaumgeschichte schon sehr wichtig ist.
Ratschläge/Erfahrungen? Besten Dank!


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