Wie bereits hier angekündigt habe ich letzten Donnerstag Reinhold (raffifi) in Wien besucht und meine Neue gekauft:
Die Mazzer hatte ich schon, die Zuckerdose auch. Neu ist aber auch die schöne Tamperstation von Alex (hier aus dem Forum). Aber der Reihe nach:
Ein Besuch beim Reinhold lohnt sich in jeder Beziehung, man braucht zwar ein Navi um hinzufinden, aber wenn man dem Schild "Studer Austria" folgt, kommt man auch ohne zum Ziel. Nach kurzer, aber intensiver Beratung und dem unglaublich leisen Betriebsgeräusch einer Vivaldi war klar. Es wird die "große", nicht die Mini, obwohl ich im Moment noch keinen Festwasseranschluß habe. Betrieb aus dem Tank soll kein Problem sein, dazu später mehr. Mit dazu habe ich einen bodenlosen Siebträger, die dünne Duschplatte, eine Dampfdüse mit kleineren Bohrungen und einen auf Maß gedrehten Tamper mitgenommen. Danach habe ich mir noch zwei schöne Tage in Wien gegönnt, kann ich nur empfehlen.
Heute habe ich die Vivaldi in Betrieb genommen. Hier gleich der erste Tipp, wenn man eine neue Vivaldi am Tank betreiben will oder muss. Da beide Boiler und der Schlauch komplett leer sind, will die Maschine einfach nicht ansaugen. Da ich keinen Übergang auf 3/8 Zoll hatte, habe ich kurzerhand den Schlauch der Maschine mit Tesaband an einen normalen Wasserhahn "angeschlossen". War zwar nicht wirklich dicht (hat gespritzt wie die S..), aber der Wasserdruck hat gereicht, die Maschine hat die Boiler gefüllt. Danach kann und konnte ich den Schlauch einfach in den Tank (große Wasserflasche) hängen, sie saugt einwandfrei.
Der Brühdruck war mit Blindsieb und dem eingebauten Manometer gemessen nur 7,5 bar, ich habe ihn auf 9 hochgestellt, was wirklich extrem einfach geht. Einfach die vordere Abdeckung entfernen (zwei Schrauben), die Kontermutter der Rotapumpe lösen, Bezugstaste drücken und den Druck von Hand (geht wirklich so leicht) einstellen, kontern und fertig.
Mit dem Doppelsieb habe ich angefangen, die Mazzer auf 17 Gramm eingestellt und getampert. Die Ein/Aus Taste drei Sekunden drücken (Programmiermodus), die Doppeltaste drücken, warten bis die gewünschte Menge in den Tassen ist und die Doppeltaste erneut drücken - fertig. Das gleiche mit dem Einersieb. Ab jetzt bekomme ich wirklich lauter absolut gleichmässige Shots. Im Moment verwende ich den Brus Chiccocrem, der kam mir etwas bitter vor, die Temperatur habe ich von 93 auf 92 Grad justiert (in den Programmiermodusgehen und Wassertaste so oft drücken, bis gewünschte Temperatur eingestellt ist).
Die Maschine heizt circa aller zwei Minuten etwas nach, was man am Blinken der Brühtemperaturanzeige und/oder der Dampfboiler-LED erkennt. Der Dampfboiler läßt sich mit einem Tastendruck separat ausschalten, was Strom spart, wenn man nur Espresso möchte.
Die Tassenablage wird wirklich heiß, Platz für 6 Cappu-und drei Espressotassen ist ohne Stapeln da.
So das wär es erstmal. Nächste Woche kommt der Festwasseranschluß dran, da muss ich aber erst ein Loch durch den Boden in den Keller bohren. Dann teste ich auch den Einfluss der Präinfusion und werde berichten.
Christian
PS: Meine rote Oscar Vienna pro von Reinhold biete ich in Kürze hier im Forum an. Details folgen.


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