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  1. #1
    SaschaHH ist offline Benutzer
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    Standard Bazzar A2 (Isomac Giada) beinahe explodiert

    Heute ist bei uns etwas sehr merkwürdiges und zugleich sehr gefährliches passiert.

    Meine ältere Bazzar A2, die täglich in Gebrauch ist, begann sich selbständig zu erhitzen, OBWOHL DER AN/AUS-SCHALTER AUSGESCHALTET WAR. Ich wurde durch ein lautes Pfeifen in die Küche gerufen, wo die Maschine total heiss vor sich hindampfte. Ich habe dann schnell den Netzstecker gezogen, der AN/AUS Schalter reagiert natürlich nicht.

    Ich bin nur froh, dass ich zu Hause war. Keine Ahnung, was sonst noch passiert wäre.

    Hat jemand eine Idee, wie so etwas passieren kann?

    Ich denke, ich werde nicht versuchen sie zu reparieren und suche daher eine neue. Hat jemand einen Tipp? War mit der Bazzar ansonsten sehr zufrieden. Hab sie vor 3 Jahren für 200 Euro bei ebay ersteigert und bis heute hat sie mir eigentlich gute Dienste geleistet.

    Aber das heute war echt beängstigend!

  2. #2
    Vincent Kluwe-Yorck ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bazzar A2 (Isomac Giada) beinahe explodiert

    Rufe schnellstens Herrn Tsantidis an - den Chef von Bazzar. Er wird sehr daran interessiert sein, von dem Malheur zu erfahren und er kann Dir auch kompetent helfen!
    Diagnose: Gigantomechania extremensis . . . Symptomatik: Junior S ist zu wenig – eine ausgewachsene Senior XXL musses sein!

  3. #3
    galgo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bazzar A2 (Isomac Giada) beinahe explodiert

    ich könnte das monster für fünfzig euros entsorgen lassen
    caution : posts may contain parts of humour in spite of missing smileys

    gaggia CC,
    FE-AR LA PEPPINA handhebeldiva,weil eine zicke nicht reicht nun auch noch ne pavoni mignon - gaggia MDF stepless, i-roast2 resistormodded - mahlkönig brasilia



  4. #4
    bohnenschorsch ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bazzar A2 (Isomac Giada) beinahe explodiert

    Hallo SaschaHH,

    natürlich kommt immer irgendwann der richtige Moment für ein Upgrade. Aber wenn Du mit der Maschine zufrieden bist, wäre es sicher auch möglich, den Fehler durch methodisches Vorgehen zu finden. Meine Gedanken dazu:

    - Der Ein-Aus-Schalter trennt immer nur eine der beiden Leitungen. Wenn der Strom nun aber auf der anderen Leitung in die Maschine fließt, könnte er durch einen unentdeckten Masseschluss wieder über den Schutzleiter herausfließen – Stromkreis ist geschlossen. D.h., dein Gehäuse steht möglicherweise unter 230V. Also Spannungsprüfer raus und an die Maschine halten.

    - Zur Gegenprobe Netzstecker ziehen, um 180 Grad drehen und wieder einstecken. Wenn die Maschine jetzt weder heizt noch Strom auf dem Gehäuse der ausgeschalteten (!) Maschine ist, wird die Hypothese wahrscheinlicher.

    - Maschine ins Bad schleppen, Netzstecker rein: Fliegt jetzt der FI? Oder fliegt er erst nach dem Einschalten? Netzstecker drehen, Test wiederholen.

    - Falls das alles so klappt und Du die Testreihe überlebst: Befunde überdenken, zielstrebig nach abgescheuerten Kabeln suchen etc.

    - Es muss eine Ader des Stromkabels geben, die in die Maschine rein, am Netzstecker vorbei zur Heizung führt und von dort zu Brüh- und Dampfthermostat. Irgendwo auf dem ziemlich kurzen Stück zwischen Heizung und Thermostaten würde ich den Masseschluss zuerst suchen.

    Viel Erfolg, und sei vorsichtig!
    Georg
    Damit das gleich klar ist: Dein Espresso ist besser als meiner !

  5. #5
    SaschaHH ist offline Benutzer
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    Standard AW: Bazzar A2 (Isomac Giada) beinahe explodiert

    Danke schon einmal für die schnellen Antworten!

    Die ersten Tests habe ich überlebt! (Obwohl meine Frau sehr gezetert hat)

    Also: Tatsächlich ist Strom in der Maschine trotz Schalter auf AUS, wenn ich den Stecker wieder einstecke. Wenn ich ihn um 180 Grad drehe, ist der Strom nur da bei Einschalten. Bedeutet also irgendwo ein defektes Kabel, oder ein defekter Schalter in der Maschine, richtig?

    Aber zu diesem Defekt muss ja noch ein zweiter kommen: Die Maschine scheint zu heizen, ohne sich bei einer bestimmten Temperatur auszuschalten. Oder irgendwas in der Art.

    Danke auch für den Tipp mit dem Anruf. Das werde ich morgen gleich mal machen!

  6. #6
    boing ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bazzar A2 (Isomac Giada) beinahe explodiert

    Zitat Zitat von SaschaHH Beitrag anzeigen
    Also: Tatsächlich ist Strom in der Maschine trotz Schalter auf AUS, wenn ich den Stecker wieder einstecke. Wenn ich ihn um 180 Grad drehe, ist der Strom nur da bei Einschalten. Bedeutet also irgendwo ein defektes Kabel, oder ein defekter Schalter in der Maschine, richtig?

    Aber zu diesem Defekt muss ja noch ein zweiter kommen: Die Maschine scheint zu heizen, ohne sich bei einer bestimmten Temperatur auszuschalten. Oder irgendwas in der Art.
    Ein einziger Fehler reicht aus um diesen Effekt zu erklären: der bereits von Bohnenschorsch genannte Masseschluss in der Maschine. Wenn der Stecker so in der Steckdose steckt, dass die "Phase" nicht über den Schalter geschaltet wird kann sich bei einem Isolationsfehler (Heizung, durchgescheuertes Kabel, ...) der Stromkreis am Schalter (und ggf. Thermostat) vorbei über das Gehäuse und den Schutzleiter schließen. Solange der Schutzleiter intakt ist steht das Gehäuse dabei nicht unter voller Netzspannung (dafür ist er schließlich da) so dass eine Spannungsmessung nur bedingt aussagekräftig wäre. Sie ist aber auch nicht erforderlich da der Nachweis bereits durch Drehen des Steckers erbracht wurde.

    Vielleicht ist im Inneren (bei gezogenem Netzstecker) ja auf Anhieb etwas zu erkennen. Es gab z.B. mal einen Fall in dem (glaube ich) sich ein Rohr und ein Flachstecker berührt haben.

    Ein Fehlerstromschutzschalter hätte hier übrigens abgeschaltet, gibt's auch als Zwischenstecker. Ein zweipoliger Schalter hätte diesen Fehler zumindest bei abgeschaltetem Schalter ebenfalls verhindert.

  7. #7
    Loki ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bazzar A2 (Isomac Giada) beinahe explodiert

    Zitat Zitat von bohnenschorsch Beitrag anzeigen
    - Der Ein-Aus-Schalter trennt immer nur eine der beiden Leitungen.
    nix immer
    Aber leider ist diese schwachsinnige Bauweise sehr verbreitet, obwohl 4-polige Schalter, die beide Leiter trennen nur ein paar Cent teurer sind. Wir haben in Deutschland keine verpolungssicheren Stecker wie in Frankreich oder in der Schweiz und deshalb sollten immer beide Leitungen getrennt werden, oder zumindest ein Verkabelungsfehler angezeigt werden.

    - Es muss eine Ader des Stromkabels geben, die in die Maschine rein, am Netzstecker vorbei zur Heizung führt und von dort zu Brüh- und Dampfthermostat. Irgendwo auf dem ziemlich kurzen Stück zwischen Heizung und Thermostaten würde ich den Masseschluss zuerst suchen.
    Ja, denke ich auch, anders lässt sich das Heizen ohne Abschalten nicht erklären.


    Zitat Zitat von SaschaHH Beitrag anzeigen
    Also: Tatsächlich ist Strom in der Maschine trotz Schalter auf AUS, wenn ich den Stecker wieder einstecke. Wenn ich ihn um 180 Grad drehe, ist der Strom nur da bei Einschalten. Bedeutet also irgendwo ein defektes Kabel, oder ein defekter Schalter in der Maschine, richtig?
    Der Schutzleiter funktioniert im einen Fall quasi als Nullleiter, das heißt aber auch, dass du keinen FI in dem Raum hast, in dem die Maschine steht. Den FI (auch RCD genannt) kann man für wenig Geld nachrüsten (dann gleich fürs ganze Haus) und sich so vor lebensgefährlichen Situationen schützen. Das sollte in keinem Haus fehlen!

    Achtung! Am Gehäuse liegt Netzspannung an. Nur durch den Schutzleiter merkst du davon nichts. Solltest du eine Steckdose erwischen, bei der der Schutzkontakt nicht richtig funzt, hast du ein elektrisierendes Erlebnis vor dir!

    Aber zu diesem Defekt muss ja noch ein zweiter kommen: Die Maschine scheint zu heizen, ohne sich bei einer bestimmten Temperatur auszuschalten. Oder irgendwas in der Art.
    Wird wahrscheinlich der selbe Fehler sein, das sie nicht abschaltet grenzt den Ort ein (zwischen Heizung und Thermostat).


    Wenn der Schalter zumindest den anderen Leiter trennen würde, oder das Thermostat auf der anderen Seite der Heizung wäre, könnte sie nicht endlos heizen .... obwohl, dann wäre dir der Fehler vielleicht nie aufgefallen...

    Wenn du dich mit Strom nicht gut auskennst, mach keine Experimente und gib die Maschine zum Fachmann, nicht dass aus irgendwelchen Gründen der Schutzleiter versagt und du ein unter 230V stehendes Gehäuse anpackst.
    Gruß Loki
    ----------
    Gaggia Evo + Macap MX (Evo aufgemotzt mit Magnet-, Expansionsventil und PID-Regelung)
    Eigenbau-Dualboiler
    Gaggia Ele/Vol(?)

  8. #8
    cryonix ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bazzar A2 (Isomac Giada) beinahe explodiert

    Aufgeplatzter Heizkörper. Durch die 1-polige Trennung des Hauptschalters bekommt dieser bei entsprechender Polung des Netzsteckers weiterhin Phase und heizt mit dem blanken Draht gegen das Wasser weiter.
    Stromfluss über den Schutzleiter.

    Geht nur in alten Installationen mit "klassischer Nullung" d.h. Brücke in Steckdose zwischen Null + SL.

    Heizflansch tauschen und gut ist.
    VBM Domobar 1.Generation, gemoddet; Mazzer Mestre; Brita Aquaquell


  9. #9
    boing ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bazzar A2 (Isomac Giada) beinahe explodiert

    Zitat Zitat von cryonix Beitrag anzeigen
    Geht nur in alten Installationen mit "klassischer Nullung" d.h. Brücke in Steckdose zwischen Null + SL.

    Heizflansch tauschen und gut ist.
    Dass die Heizung beteiligt ist, halte ich inzwischen auch für wahrscheinlich, da sonst nach Drehen des Steckers ein satter Kurzschluss entstanden wäre.

    Das kann aber auch in neueren Installationen auftreten, bei denen die Brücke im "Sicherungskasten" oder nach dem Hausanschluss sitzt. Erst ein FI verhindert i.d.R. dauerhaften Stromfluss unterhalb der Auslöseschwelle der "Sicherung" durch den Schutzleiter.

  10. #10
    SaschaHH ist offline Benutzer
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    Standard AW: Bazzar A2 (Isomac Giada) beinahe explodiert

    Soooo!

    Wollte noch einmal Rückmeldung geben, was mit meiner A2 Iso denn nun los ist.

    Hab sie aufgeschraubt und zunächst nichts Verdächtiges entdeckt. Keine blanken Kabel etc..

    Dann habe ich den Boiler geöffent und die Heizspirale war tatsächlich geplatzt. Nach Rücksprache mit Bazzar (sehr nett) haben die mich aber gewarnt, dass die geplatzte Heizung nicht unbedingt der Grund, sondern evtl. nur ein Resultat des Fehlers in der Maschine sind. Naja. ich werde wohl sicherheitshalber noch die Thermostate wechseln. Habe ich sonst noch was vergessen?

    Vielen, vielen Dank für die zahlreichen Tipps und Meinungen hier im Forum! Es waren also doch keine Geister im Spiel!

    Herzliche Grüße von der Elbe an alle!

    SaschaHH

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