AW: Saeco Via Venezia - Mögliche Espresso-Qualität
Hi,
die Via Venezia habe ich in der Version "Combi", also mit eingebauter Mühle, im Büro stehen. Leider gibt es bei der Maschine einige limitierende Faktoren, die die Kaffeezubereitung zu einem Glücksspiel werden lassen, und da wäre zuallererst der winzige Boiler zu nennen. Allerdings gibt es zwei Versionen, Edelstahl und Messing. Wenn du die Messing-Variante hast, ist die Temperaturstabilität möglicherweise besser als bei der Edelstahlversion, die mich regelmäßig zur Verzweiflung treibt.
Bei meiner Maschine ist es nämlich so, dass kaum ein Bezug wie der andere wird. Der traditionelle Siebträger macht es auch nicht leichter, weil die Temperatur ständig davon läuft. Eigentlich ist Temperatursurfen Pflicht, aber der Boiler fängt dann thermisch derart an zu schwingen, dass der Bezug ungenießbar wird, weil das kalte Wasser, was beim Leerbezug einschießt, anscheinend alles durcheinander bringt. Manchmal ist der Kaffee dann gleichzeitig bitter und sauer. Das macht keinen Spaß.
Eine bessere Mühle macht hingegen durchaus Sinn. Bei meiner Kombimaschine hat die eingebaute Mühle nur 43mm-Mahlscheiben, und das Mahlgut ist recht klumpig und inhomogen, obwohl ich neue eingebaut habe. Ich meine, mich zu erinnern, dass der Bezug bei Verwendung einer Mahlkönig Brasilia gleich viel ruhiger gelaufen ist. Bei der eingebauten Mühle spritzt oder tröpfelt es eigentlich immer, manchmal sogar beides gleichzeitig. Geld in eine ordentliche Mühle und gute, frische Bohnen zu stecken, lohnt sich, zumal man eine gute Mühle nach einem Upgrade weiterverwenden kann.
Heute hatte ich mal Glück, und alle gezogenen Cappuccini haben geschmeckt, was auch auf die Verwendung einer unkritischen Kaffeesorte zurückzuführen ist. Es war ein nicht mehr super frischer Vesuvio von Schmitz-Mertens. Meine Reinsorten-Eigenröstungen sind da wesentlich zickiger und schmecken schon mal gar nicht, während sie auf der Bezzi sehr lecker sind.
Bezzera BZ02 + Graef CM80 + Behmor 1600
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