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  1. #1
    Mark_Twain ist offline Erfahrener Benutzer
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    Idee Wasserenthärter iV8 mit Verschneideventil (Erfahrungsbericht)

    So, wie versprochen schildere ich Euch meine Eindrücke vom Wasserenthärter "iV8 mit Bypass und Verschneidung".

    Der interessante Punkt dieses Modells, der mein Grund war, den Enthärter zu kaufen: Auf dem Bild gelb markiert befindet sich eine kleine Schraube, die man mit dem Schraubendreher herausdreht, um die Menge zugemischten Leitungswassers zu erhöhen und damit die Resthärte des Wassers einstellt. Ein weiteres Gimmick ist der Bypass, durch den man auch während des Regenerierens weiterhin Wasser zur Verfügung hat - also auch während der Regenerierung nicht auf Espresso verzichten muss

    Ich habe den Enthärter seit August in Betrieb, gekauft beim TSE-Shop. Peter der Shopbetreiber ist übrigens auch hier im Forum aktiv und hat immer super schnell und freundlich auf Anfragen geantwortet.



    Installation:
    Um für einen ausreichenden täglichen Durchsatz zu sorgen, habe ich den Enthärter einfach an den Kaltwasserzulauf des Wasserhahns in der Küche angeschlossen. Zwei "Panzerschläusche" hatte ich noch zuhause, ansonsten muss man die dazu kaufen (ca. 20 Euro). Die Installation ist simpel, in der Anleitung gut beschrieben und unterscheidet sich kaum von jedem anderen Wasserenthärter:

    Der Enthärter ist mit Schnellkupplungen versehen, die man auf die Schläuche aufschraubt und dann nur noch rechts und links des Wählrads einsteckt. Ich habe noch einen Wasserzähler davor geschaltet, um sehen zu können, wieviel Wasser schon entnommen wurde und wann die nächste Regeneration fällig wird, was bei meiner Wasserhärte von 18 °dH ca. alle 1000 Liter der Fall ist.

    Inbetriebnahme:
    Natürlich wollte ich meinen Härtegrad auf die vielzitierten optimalen 8 °dH einstellen. Im unmodifizierten Zustand lässt sich das Mischungsverhältnis aber leider nur bis zu ca. 1:3 einstellen, so daß bei mir mit 5 °dH das Maximum des Einstellbereichs erreicht war. Wer härteres Wasser hat, kann dann wahrscheinlich auch eine höhere Resthärte einstellen. Genialerweise hat sich der Peter die Mühe gemacht, den Verschneidemechanismus zu zerlegen und hat eine Schritt-für-Schritt Anleitung erstellt, wie man den Verstellbereich vergrößern kann. Die Anleitung gibt es auf der Website vom TSE Shop zum Download.

    Gemessen habe ich die Härte übrigens mit einem Testset aus der Bucht (220438692578 ).

    Erfahrungsbericht:
    Nun meine Erfahrungen, alles rein subjektiv, und ich sage gleich dazu, dass ich eher eine "Holzzunge" habe, also nicht so präzise und blumig über Geschmacksnuancen berichten kann.

    Nach der Installation kommt nun enthärtetes Wasser aus dem Wasserhahn (oh Wunder ), wenn man ihn auf kalt stellt. Das Wasser schmeckt schon deutlich anders, als das kalkige, das ich gewohnt war zu trinken. Irgendwie "stiller" oder auch schaler, aber auch etwas süßlich und es scheint den Mund mehr zu benetzen.

    Beim Espresso ist der Geschmacksunterschied wie ich finde recht unscheinbar, vielleicht etwas weniger bitter und etwas mehr Crema, aber auch kein bisschen sauer, wie ich schon befürchtet hatte. Bei Grüntee hingegen merke ich einen größeren Unterschied, schon vor dem Trinken, allein der Duft ist intensiver. Auch diesen Film, der sich manchmal auf dem Tee bildet, gibt es nicht mehr, so dass die Tassen sich leichter spülen lassen.

    Nach der ersten Regenerierung habe ich den Enthärter auf 0 °dh eingestellt, um zu testen, ob der Espresso jetzt vielleicht deutlich anders schmeckt, aber der Unterschied ist minimal, wenn ich mir auch einbilde, dass es bei 5 °dh einen Tick leckerer War.

    Zum ersten Mal regeneriert habe ich übrigens erst nach 1800 Litern und trotzdem war die Wasserhärte immer noch konstant bei 5 °dH. Ein "Versauern" nach längeren Standzeiten, konnte ich auch nicht feststellen.

    Fazit
    Würde ich den Enthärter wieder kaufen? Wahrscheinlich nein, denn der geschmackliche Effekt (beim Kaffee) ist für meine Begriffe so gering, dass sich der Aufwand und die Investition nicht wirklich gelohnt hat. Missen will ich ihn jetzt aber auch nicht mehr!

    Das nicht mehr nötige Entkalken ist beim Einkreiser ja kein wirkliches Argument. Aufgefallen ist mir nebenbei auch, aber dass die Verkalkung unseres Wasserkochers auch bei 5 °dH noch beträchtlich ist - Entkalken entfällt also wirklich nur bei 0 °dH.

    Was mir leider erst nach dem Kauf klar geworden ist: Für meinen Einsatzzweck (am Wasserhahn) hätte es auch ein halb so teurer Enthärter ohne Verschneideventil getan, denn durch einen Dreh am Mischerhebel in Richtung "warm" kann ich die Resthärte genauso gut beeinflussen. Für Festwassermaschinen ist das natürlich keine Lösung.

    Vielleicht hatte ich einfach zu hohe Erwartungen an die geschmackliche Auswirkung der Wasserhärte? Die "optimalen" 8 °dH halte ich persönlich jedenfalls für frei erfunden.

    Anhang/Theorien: (Achtung Pseudowissenschaft )

    Mich hat die Frage beschäftigt, warum mein Espresso bei 0 °dH nicht furchtbar schmeckt, obwohl hier im Kaffeenetz mehrmals berichtet wurde, dass unverschnittenes Wasser aus dem Enthärter den Espresso sauer und ungenießbar werden lässt.

    Mithilfe eines pH-Messgeräts habe ich festgestellt, dass der Enthärter den pH-Wert des Wassers nicht messbar verändert. Egal ob 18 °, 5 ° oder 0 °dH, der pH-Wert war jedesmal 7,5, also leicht alkalisch. Das hat mich schon etwas überrascht.

    Meine Theorie ist nun folgende: Der Kaffeegeschmack wird nur von solchen Enthärtern (stark) beeinflusst, die eine mehr oder weniger weitgehende Entmineralisierung des Wassers bewirken, also Ionentauscher mit Mischbett-Harz wie z.B. Brita sowie Umkehrosmoseanlagen. Der hier verwendete Natrium-Ionentauscher tauscht schlecht wasserlösliche Calciumsalze in gut lösliche Natriumsalze. Damit wird zwar Verkalkung verhindert, aber das Wasser enthält (zahlenmäßig) noch genauso viele gelöste Salze wie zuvor, die Fähigkeit, Säuren zu puffern bleibt mehr oder weniger gleich.

    Leider habe ich keinen Britafilter und habe auch nicht vor, in nächster Zeit einen anzuschaffen, aber nach meiner Theorie müsste dieser den pH-Wert des Wassers verändern und auch einen größeren Einfluss auf den Geschmack von Kaffee und Tee ausüben. Vielleicht kann das ja jemand mit Brita und pH-Meter ausprobieren?

    So das wars, *schnauf schnauf* Bitte entschuldigt den Mangel an Übersichtlichkeit und Logik

  2. #2
    galgo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Wasserenthärter iV8 mit Verschneideventil (Erfahrungsbericht)

    die geschmacklichen auswirkungen des wassers scheinst du überzubewerten,
    so einen filter hängt man sich doch davor, damit die macchina nicht so schnell verkalkt

    der kaffee kann bei ultrahartem wasser etwas flach schmecken,

    bei extrem weichem wasser geht er in richtung sauer

    kapier nicht ganz, warum du über deinen filter so unzufrieden bist, er tut doch eigentlich was er soll ?

    gruß, galgo
    caution : posts may contain parts of humour in spite of missing smileys

    gaggia CC,
    FE-AR LA PEPPINA handhebeldiva,weil eine zicke nicht reicht nun auch noch ne pavoni mignon - gaggia MDF stepless, i-roast2 resistormodded - mahlkönig brasilia



  3. #3
    bohnenschorsch ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Wasserenthärter iV8 mit Verschneideventil (Erfahrungsbericht)

    Hallo Mark Twain,

    danke für deinen Bericht. Ich habe mir vor wenigen Tagen einen Brita-Tischfilter gekauft und steuere gerne ein paar erste Eindrücke bei.

    AUSGANGSSITUATION:
    Berliner Wasser wird mit 14-21 dH angegeben. Da speziell mein Wasser auch gelegentlich rostig aussieht oder etwas komisch schmeckt, packt mich turnusmäßig der Ehrgeiz, Abhilfe zu schaffen. Kalk raus, Rost raus, Gammel raus. Wenn´s noch der Maschine gut tut und verborgene Geschmacksnuancen freilegt – um so besser. Sämtliche geschleppten Flaschenwasser brachten bisher aber entweder gar nichts, oder es wurde erheblich bis ungenießbar sauer.

    EIN NEUER ANLAUF
    Ein Brita-Filter samt 3 Maxtra-Patronen stand erst so unschuldig im Dödel-Markt an der Kasse und jetzt steht er bei mir. 15 Euro; Patronen soll man monatlich wechseln. Zuerst wurde vorschriftsmäßig gespült, dann der Testparcours:

    - Kaltes Wasser schmeckt geradezu verblüffend anders. Das Brita-Wasser würde ich auf Anhieb und fehlerlos im Blindtest erkennen, so deutlich verändert sich der Geschmack. Allerdings besteht der Unterschied v.a. in einer sehr starken salzig-sauren Note, die unmittelbar in die Zunge sticht. Man könnte sich aber dran gewöhnen. Ansonsten schmeckt es viel frischer als mein Leitungswasser und das Weiche ist sehr angenehm beim Trinken, wie Seide auf der Haut.

    - ein auf Lauwarm abgekühlter Leerbezug schmeckt wie lauwarmes Wasser, völlig bedeutungslos.

    - Espresso und Frenchpress werden lahmer. Die waren vorher mit dem Original-Leitungswasser besser. In der Frenchpress verliert der Kaffee deutlich, im Espresso so lala.

    - Im Schümli aus dem Siebträger (mit Abstand mein Lieblingsgetränk) kommt diese salzig saure Note leider wieder durch, aber viel schwächer als beim kalten Wasser und auch nur die ersten zwei Schlückchen. Der Rest der Tasse ist milder, Störnoten fehlen, wodurch die Komplexität der Aromen plötzlich voll da ist. Im Schümli ist das Brita-Wasser also ein klarer Gewinn.

    Ich habe dann noch einen Teil Leitungswasser mit zwei Teilen Brita-Wasser gemischt. Das Ergebnis ist bei Heißgetränken ähnlich, aber kalt gezischt kommt es besser, weil etwas entschärft.

    FAZIT
    Geld ist ordentlich investiert, Gerät wird weiter benutzt.

    Wie gesagt, es sind erste Eindrücke. „Holzzunge“ darf man mich auch nennen.
    Georg
    Damit das gleich klar ist: Dein Espresso ist besser als meiner !

  4. #4
    Mark_Twain ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Wasserenthärter iV8 mit Verschneideventil (Erfahrungsbericht)

    @galgo
    Ich bin keineswegs unzufrieden mit dem Filter, das sollte nicht so rüberkommen! Ich hatte eben zu hohe Erwartungen an die geschmacklichen Auswirkungen der Wasserhärte (beim Kaffee. Tee schmeckt deutlich besser!). Wenn es mir nur ums Verkalken gegangen wäre, hätte ich einen Enthärter ohne Verschneideventil für 50 Euro kaufen können.

    Die von Leeb&Rogalla (und vielen anderen) abgeschriebenen "optimalen" 8 °dH kann ich nach meinen Erfahrungen jedenfalls nicht unterschreiben.

    @bohnenschorsch
    Also auch bei Dir kein Aha-Erlebnis, was den Espresso angeht

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