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  1. #1
    roggenfaenger ist offline Benutzer
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    Frage Erbitte Einschätzung / Empfehlung für eine Gastronomie-Maschine

    Hallo und guten Tag zusammen!

    Ich bin der neue und komme jetzt öfters .... Michael, 40 Jahre, Berufswunsch Barista.

    Wir beschäftigen uns gerade mit der Überlegung, einen "Coffee-Shop" zu eröffnen (ich nenne es mal einfach so, wenngleich der Begriff es nicht ganz trifft).

    Die Konzeption nimmt Formen an, der Business-Plan auch - ob es letztlich zur Umsetzung kommt, ist noch unklar. Dazu sind noch etwas zu viele Unbekannte in der Gleichung, die wir Stück für Stück zu alten Bekannten machen wollen.

    Eine zentrale Unbekannte ist das Thema Maschine (nebst Mühle). Das Teil wird das Herzstück des Ladens werden, ist also nicht ganz unwichtig. Eine leichte Präferenz besteht für eine 2-gruppige Maschine; mehr Präferenzen gibt es noch nicht (das ist natürlich rundheraus gelogen - ich möchte eine perfekt restaurierte Maschine aus den 60ern ... aber nicht alles, was man möchte, ist auch vernünftig ).

    Und jetzt ihr: Könnt ihr mir eine Empfehlung geben? Vielleicht mit einer kurzen Erläuterung, warum ihr dies und jenes empfehlt?

    Mir ist bewusst, dass diese unspezifische und subjektive Frage entsprechend unspezifische und subjektive Antworten zur Folge hat (hoffentlich). Da ist aber auch das Ziel: Ich möchte mir ein Bild und einen Überblick verschaffen; bisher sind Begriffe wie Faema, La Spazia, La Marzocco, La Cimbali etc. ledigich Worte ohne eigene Qualifizierung. Es wäre schön, wenn trotzdem nicht der Heidekrieg der Sängerknaben über die ein oder andere Kommentierung ausbricht.

    Danke, Grüße und einen erfolgreichen Start in 2010!

    Michael

  2. #2
    Ski_Andi ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Erbitte Einschätzung / Empfehlung für eine Gastronomie-Maschine

    Hallo,

    ich kenne Deine Räumlichkeiten nicht.
    Aber ich beschreibe Dir mal ein Cafe in meiner Geburtsstadt.

    Der Barista hat eine Retrodesign Maschine (Elektra Barlume siehe hier: Elektra: Classic) im Fenster stehen.
    Die Barlume hat das typische 50/60er Jahre Design und eine wunderschöne und beleuchtete Rückansicht.
    Die Maschine steht nicht nur im Fenster rum, das ist auch ihr Arbeitsplatz und der Bartresen umschließt sie.

    Das Konzept finde ich einfach toll, viele Leute die gerne Espresso trinken werden alleine durch die Maschine angelockt. Ich zumindest

    Die Maschine hat eine klassische E61 Brühgruppe bzw. ein Derivat. Bei diesen Brühgruppen wird über einen Hebel der Bezug gestartet und gestoppt. Preinjektion ist per Hand steuerbar.
    So einen klassischen Brühkopf zu haben ist nicht zu vernachlässigen, verströmt es doch das Flair das man von einer itallienischen Bar erwartet.

    Andi
    Maschinen: Fiorenzato Fenice, WEGA Antares E61.
    In Arbeit: Jupiter HH
    (Astoria Derivat)
    Mühlen: Rossi RR45 mit 80er, La Cimbali Cadet. La Cimbali Alinox
    Verkaufe: 2x Nuova Simonelli Personal 1



  3. #3
    mcblubb ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Erbitte Einschätzung / Empfehlung für eine Gastronomie-Maschine

    Wenn Euer Business Plan in allen Details "steht" und Ihr genau wisst, wie das Geschäft läuft bzw. laufen soll und Ihr auch problemlos eine Gestromaschine bedienen und technisch ausreizen könnt, dann ist die eigentliche Beschaffung der Maschine trivial.

    Da es das Herzstück eurer bar sein soll und die Haupteinnahmequelle geht m.E. nur der Weg über einen Gastroausstatter mit Wartungsvertrag, der Euch Tag und Nacht eine Ersatzmaschine bereitstellen kann oder eine Reparatur durchführt, falls dies erforderlich ist. Ein mehrtägiger Ausfall wäre der unternehmerische GAU.

    Daher kann ich Euch nicht empfehlen einen restaurierten Klassiker einzusetzen sondern eine Maschine, die im Klassiker Style gebaut ist.

    Die Barlume wurde schon genannt, es gibt noch die Elektra Vertikal-Maschinen, oder diverse Handhebler (mein Favorit), die teilweise nach 40 Jahre alten Vorbildern gebaut werden.

    Nur: Das Personal muss in der Lage ein die Geräte professionell zu bedienen. Das ist umso schwieriger, je ausgefallener das Equipment. I.d.R. können selbst hochqualifizierte Servicekräfte keinen gescheiten Espresso ziehen.

    Gruß

    Gerd
    Dummheit ist, wenn man jeden Tag das Gleiche tut aber neue Ergebnisse erwartet.

    LM GS/3 + ASTORIA AEP1 (Büro) LIVIA 90 (davor) + BRASILIA America 2gr. + La Pavoni Mignon + LSM 85-16 M Practical Metronic (ex Projekt)
    Demoka 203 + Mazzer SJ + Mazzer Mini M
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  4. #4
    goldfarben ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Erbitte Einschätzung / Empfehlung für eine Gastronomie-Maschine

    Zitat Zitat von roggenfaenger Beitrag anzeigen
    Eine zentrale Unbekannte ist das Thema Maschine (nebst Mühle). Das Teil wird das Herzstück des Ladens werden, ist also nicht ganz unwichtig. Eine leichte Präferenz besteht für eine 2-gruppige Maschine; mehr Präferenzen gibt es noch nicht (das ist natürlich rundheraus gelogen - ich möchte eine perfekt restaurierte Maschine aus den 60ern ... aber nicht alles, was man möchte, ist auch vernünftig ).
    Wenn's professionell genutzt wird, ist der Wartungsvertrag sicher das wichtigste, also Maschinenkauf, Aufstellung und Einstellung aus einer Hand, damit im Bedarfsfall auch Samstags oder Sonntags der Wartungsmann/die Wartungsfrau kommt.

    Die Maschine kann meiner Meinung nach problemlos auch gebraucht (selbstverständlich aber perfekt überholt) sein, wenn der zuverlässige (!) Händler tatsächlich dafür gerade steht. Cool aussehen tun die meisten Maschinen eh' von alleine.

    Eine 2-gruppige ist sinnvoll, wenn man eine 3-gruppige aber tatsächlich ausreizen kann, dann hat man schon alle Hände voll zu tun und muss sich nicht mehr viele Sorgen um den Umsatz machen.

    Wenn's tatsächlich besonders toll sein soll, würde ich unbedingt zu mehreren (gleichen!) Mühlen mit unterschiedlichen Kaffees raten, das kommt beim Publikum sehr gut an.

    Und ganz wichtig: üben, üben, üben (bzw. schulen, schulen, schulen).


    .

  5. #5
    Caruso ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Erbitte Einschätzung / Empfehlung für eine Gastronomie-Maschine

    Zitat Zitat von goldfarben Beitrag anzeigen
    Wenn's tatsächlich besonders toll sein soll, würde ich unbedingt zu mehreren (gleichen!) Mühlen mit unterschiedlichen Kaffees raten, das kommt beim Publikum sehr gut an.
    Sehr guter Vorschlag! Allerdings: die Maschine sollte dann getrennt regelbare Gruppen haben, um die Brühtemperatur auf verschiedene Sorten einstellen zu können, d.h. eine Gruppe etwas heißer, die andere etwas kühler, und die Mühlen dann links und rechts von der Maschine aufstellen, damit es zu keinen Verwechslungen kommt, wenn es etwas hektischer zugeht.

    In Italien habe ich aber auch schon relativ kleine Bars erlebt mit zwei zweigruppigen Maschinen, die verschieden eingestellt waren, einer großen Eureka Mythos-Mühle für die sehr gute Standardsorte und mehreren Mazzer Minis für die seltener nachgefragten, etwas teureren Spezialitäten (Standard = Columbia Supremo € 0,80, Sidamo € 1,30 etc.).

    Mehrere Dosierermühlen können ein Problem darstellen, wenn nur eine Sorte gut geht und in den anderen Mühlen sich das vorgemahlene Pulver im Dosierer tagelang absteht, abgesehen von den 2 kg im Vorratsbehälter!

    Wie schon gesagt, es geht nicht nur um die Maschine, es geht um das ganze Konzept für euer Lokal und die damit verbundenen Arbeitsabläufe. Erst wenn euch klar ist, was ihr vorhabt, dann stellt sich die Frage nach dem gesamten Equipment.
    Sommer: Quick Mill 3000 Orione + Ascaso i•mini
    Winter: Quick Mill 0820 (ex 0810) brühdruckreduziert + Ascaso i•mini

  6. #6
    Dale B. Cooper ist offline Erfahrener Benutzer
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    Moin,

    es gibt aber auch genügend unterschiedliche Bohnen, deren Kaffee man bei identischer Temperatur optimal zu Espresso verwandelt...

    Mit ein wenig Suchen wird man da bestimmt fündig.

    Grüße,
    Dale.

  7. #7
    e=mr ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von mcblubb Beitrag anzeigen
    ... Das Personal muss in der Lage ein die Geräte professionell zu bedienen. Das ist umso schwieriger, je ausgefallener das Equipment. I.d.R. können selbst hochqualifizierte Servicekräfte keinen gescheiten Espresso ziehen.
    Ich denke, Gerd hat es hier auf den Punkt gebracht. Je mehr Möglichkeiten eine Maschine bietet, um so größer sind auch die Anforderungen an den, der die Maschine bedient. Was wären wir alle froh, wenn hier in den Bars und Restaurants die Bediener nur 90 % des Potentials einer ganz normalen Kraut- und Rüben-Maschine ausnutzen könnten. Leider ist´s oft genau umgekehrt - Hight-tech-Maschine mit allem Pipapo und dann der übliche 3-Sek-Lungo.

    Ansonsten ist´s wie Gerd gesagt hat: Schau, dass du nen Service-Händler aus deiner Nähe kriegst, der kommt, wenn´s brennt und der dir ne schöne Maschine verkauft, die so wenig wie möglich kaputt geht . Je wartungarmer eine Maschine ist und je leichter zu reparieren, umso geringer sind die Folgekosten. Fiorenzato vertritt zum Beispiel so einen Ansatz.

    Gruß
    Rainer
    Espresso-Maschinenraum

  8. #8
    EleMac ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Erbitte Einschätzung / Empfehlung für eine Gastronomie-Maschine

    Zitat Zitat von Ski_Andi Beitrag anzeigen
    (Elektra Barlume siehe hier: Elektra: Classic) im Fenster stehen...........Die Maschine hat eine klassische E61 Brühgruppe bzw. ein Derivat.
    Das traf mich als Elektra Fan tief. Ja, die Barlume ist eine wunderschöne Maschine. An der Barlume ist eine Brühgruppe von Elektra mit Preinfusion verbaut, die alte Elektraprinzipen (untergeschraubtes Bajonett mit Wasserverteilung vor dem Duschsiebträger) mit Preinfusion (ja ähnlich wie bei der E61) verbindet.
    Das Maschinchen hat eine aus technischen Gründen mehrteilig aufgebaute extra schwere Brühgruppe von Temperatur und Gewicht (ca. 2Kg) ausgelegt für den professionellen Bereich, die imho eine e61 dabei locker in die Tasche steckt. An der Maschine kannst du wirklich 60 Bezüge pro Stunde pro Gruppe ziehen ohne das die in die Kniee geht.
    Gruß
    Rolf
    LM GS3 MP; Elektra Mini (Bj.93), Elektra Maxi (Bj. 89), TamperBell; Macap MD4; Mahlkönig Vario; Gene CBR-101

  9. #9
    mcblubb ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von EleMac Beitrag anzeigen
    Das traf mich als Elektra Fan tief. Ja, die Barlume ist eine wunderschöne Maschine. An der Barlume ist eine Brühgruppe von Elektra mit Preinfusion verbaut, die alte Elektraprinzipen (untergeschraubtes Bajonett mit Wasserverteilung vor dem Duschsiebträger) mit Preinfusion (ja ähnlich wie bei der E61) verbindet.
    Das Maschinchen hat eine aus technischen Gründen mehrteilig aufgebaute extra schwere Brühgruppe von Temperatur und Gewicht (ca. 2Kg) ausgelegt für den professionellen Bereich, die imho eine e61 dabei locker in die Tasche steckt. An der Maschine kannst du wirklich 60 Bezüge pro Stunde pro Gruppe ziehen ohne das die in die Kniee geht.
    Gruß
    Rolf
    Hmm. Ich mag die Elektras auch - speziell die Barlume. Aber die Brühgruppe ist sowas von verdammt ähnlich einer E61... Wo liegen denn die konstruktiven Unterschiede?

    Habe bisher nur die Gruppe einer Sixties in der Hand gehabt und die ist deckungsgleich mit anderen E61 Klonen (die übrigens auch 2 kg wiegen)

    Gruß

    Gerd
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  10. #10
    mcblubb ist offline Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von dumont Beitrag anzeigen
    Die wenigsten im Forum einschließlichlich mich haben Erfahrungen im Gastronomie, daher sind die Antworten nicht unbedingt als qualifiert einzusteufen.
    Du solltest deine Fragen an Händlern oder Coffeeshopinahbern richten, die können Dir aus ihren eigenen Erfahrungen mehr erzählen.
    Wer von den hier bisher schreibenden hältst Du denn für ausreichend bzw. nicht ausreichend qualifiziert diese ANfrage zu beantworten?

    Gruß

    Gerd
    Dummheit ist, wenn man jeden Tag das Gleiche tut aber neue Ergebnisse erwartet.

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