Ergebnis 1 bis 10 von 10
  1. #1
    Gandalf2904 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Bedienung Bodum Santos

    So,
    ich hoffe ich hab den ultimativen Thread nich tübersehen. Scheinbar kam das immer nur am Rande zur Sprache.

    Also,
    ich hab mir aus Spaß an der Freud so ein Dig hier im Forum gekauft, aber scheinabr bin ich zu doof dazu. So mach ichs:

    1. Ich füll den unteren Behälter mit Wasser.
    2. Ich pack oben relativ grobes Mehl rein. Wie für die FP.
    3. Ich setz das Teil auf meine Herdplatte und warte bis das Wasser bis auf ca 2cm alles oben ist. Das steigt super langsam. Von anch oben schießen kann da keine Rede sein.
    4. Ich nehm die Kanne von der Platte und warte was passiert. das Rest wasser unten färbt sich langsam dunkel, aber mehr passiert nicht. Ungefähr so lecker schmeckt der "Kaffee" dann auch. Oben bleibt locker die Hälfte drin. Auch kurzes wieder aufkochen klappt nicht.

    Was mach ich falsch? Kann das einer per Ferndiagnose sagen?
    Bezzera BZ 07 / Mahlkönig Vario 2G

  2. #2
    bosmiq ist offline Benutzer
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    Standard AW: Bedienung Bodum Santos

    <i>1. Ich füll den unteren Behälter mit Wasser.
    2. Ich pack oben relativ grobes Mehl rein. Wie für die FP.
    3. Ich setz das Teil auf meine Herdplatte und warte bis das Wasser bis auf ca 2cm alles oben ist. Das steigt super langsam. Von anch oben schießen kann da keine Rede sein.
    4. Ich nehm die Kanne von der Platte und warte was passiert. das Rest wasser unten färbt sich langsam dunkel, aber mehr passiert nicht. Ungefähr so lecker schmeckt der "Kaffee" dann auch. Oben bleibt locker die Hälfte drin. Auch kurzes wieder aufkochen klappt nicht.</i>

    Für mich klingt das danach als würde das Vakuum nicht richtig aufgebaut. Bei mir "blubbert" es nach 3. und nach 4. kräftig. Hast Du die Teile richtig gut zusammengebaut? Das langsame Ansteigen bei 3. ist bei mir auch so (nur Ende geht's schnell)

  3. #3
    Gandalf2904 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bedienung Bodum Santos

    Sind so zusammengesetzt wie sie kamen und wie es in der Beschreibung aussieht.

    Wüsste nicht, was ich da anders machen könnte.
    Bezzera BZ 07 / Mahlkönig Vario 2G

  4. #4
    galgo ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bedienung Bodum Santos

    Zitat Zitat von bosmiq Beitrag anzeigen

    Für mich klingt das danach als würde das Vakuum nicht richtig aufgebaut.

    Vakuum ??? gehts hier nun um eine herdkanne oder doch was anderes ?

    gruß, galgo
    caution : posts may contain parts of humour in spite of missing smileys

    gaggia CC,
    FE-AR LA PEPPINA handhebeldiva,weil eine zicke nicht reicht nun auch noch ne pavoni mignon - gaggia MDF stepless, i-roast2 resistormodded - mahlkönig brasilia



  5. #5
    Juanita ist offline Benutzer
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    Standard AW: Bedienung Bodum Santos

    Von den Bodum Santos hatte ich auch sowohl das Glas- als auch das elektrische Modell, und bei beiden war das Blubbern so wie von bosmiq beschrieben, besonders durch das recht zügige Herabrauschen des Kaffees hat man einen ziemlich trockenen Kaffeesatz.

    Die richtige Abdichtung zwischen Ober- und Unterteil ist schon wichtig, das das Prinzip ja auf den unterschiedlichen Druckverhältnissen in den beiden Teilen beruht.

    Daher würde ich auch auf einen nicht richtig eingehakten Filter tippen, oder vielleicht ist die Glaskanne auch nicht für alle neuen Herdarten geeignet (bin bei dem Thema technisch nicht so auf dem Laufenden).

    Grüsse, Anja
    Cimbali Junior DT/1 & Eureka MCI
    La Nuova Era Cuadra und Rancilio Audrey als Reserve

  6. #6
    Caruso ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bedienung Bodum Santos

    Zitat Zitat von Gandalf2904 Beitrag anzeigen
    1. Ich füll den unteren Behälter mit Wasser.
    2. Ich pack oben relativ grobes Mehl rein. Wie für die FP.
    3. Ich setz das Teil auf meine Herdplatte und warte bis das Wasser bis auf ca 2cm alles oben ist. Das steigt super langsam. Von anch oben schießen kann da keine Rede sein.
    4. Ich nehm die Kanne von der Platte und warte was passiert. das Rest wasser unten färbt sich langsam dunkel, aber mehr passiert nicht. Ungefähr so lecker schmeckt der "Kaffee" dann auch. Oben bleibt locker die Hälfte drin. Auch kurzes wieder aufkochen klappt nicht.
    Wieviel Wasser und wieviel Kaffee nimmst du denn? Versuch es einmal mit ungefähr 7 g pro 100 ml Wasser, eher mehr als weniger.

    Du musst das Mehl wahrscheinlich sehr viel feiner mahlen, denn so wie das Kaffeemehl im Siebträger für den Brühdruck verantwortlich ist, muss das Kaffeemehl dem Wasser, das bei der Abkühlung der Luft im unteren Kolben wieder nach unten gesaugt wird, einen ausreichenden Widerstand zur Extraktion entgegensetzen. Und wenn das Kaffeemehl zu grob ist, kann gar nicht das ganze Wasser nach unten gesaugt werden, da der Kaffeepuck nicht dicht genug ist.

    Wenn alles richtig funktioniert, dann schmeckt der resultierende Kaffee deutlich leichter, aber auch differenzierter als aus einer French Press. Einen richtig kräftigen Hammerkaffee konnte ich mit einer Bodum Santos nie erzielen, aber einen sehr feinen.
    Sommer: Quick Mill 3000 Orione + Ascaso i•mini
    Winter: Quick Mill 0820 (ex 0810) brühdruckreduziert + Ascaso i•mini

  7. #7
    bosmiq ist offline Benutzer
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    Standard AW: Bedienung Bodum Santos

    Zitat Zitat von galgo Beitrag anzeigen
    Vakuum ??? gehts hier nun um eine herdkanne oder doch was anderes ?
    ... die aber beim Aufkochen des Wassers im unteren Teil ein Vakuum (naja, zumindest einen Unterdruck) aufbaut, welches dann dafür sorgt, dass nach dem Entfernen von der Herdplatte/Kochfeld der Kaffee gefiltert wieder nach unten kommt.

    @Gandalf2904: Hättest Du vielleicht ein Bild von Deinem "Versuchsaufbau"? Vorerst fällt mir nichts anders ein, als Juanitas Idee oder die Idee, dass die Hälften von dem Gummistopfen nicht gut abgeschlossen sind.

  8. #8
    bosmiq ist offline Benutzer
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    Standard AW: Bedienung Bodum Santos

    Zitat Zitat von Caruso Beitrag anzeigen
    Wieviel Wasser und wieviel Kaffee nimmst du denn? Versuch es einmal mit ungefähr 7 g pro 100 ml Wasser, eher mehr als weniger.
    bei mir war so ein Dosierlöffel dabei - hab das nie nachgemessen

    Zitat Zitat von Caruso Beitrag anzeigen
    Du musst das Mehl wahrscheinlich sehr viel feiner mahlen, denn so wie das Kaffeemehl im Siebträger für den Brühdruck verantwortlich ist, muss das Kaffeemehl dem Wasser, das bei der Abkühlung der Luft im unteren Kolben wieder nach unten gesaugt wird, einen ausreichenden Widerstand zur Extraktion entgegensetzen. Und wenn das Kaffeemehl zu grob ist, kann gar nicht das ganze Wasser nach unten gesaugt werden, da der Kaffeepuck nicht dicht genug ist.
    bei mir hat das bisher immer - bei allen "Jacob's Dröhnungen" oder auch speziell bei Fausto angefragten Mahlungen geklappt (bin erst seit ein paar Tagen Besitzer einer eigenen Mühle und habe noch nicht experimentiert bzw. hatte bisher keine Anfragen nach "normalem" Kaffee mehr... )
    Das mit dem "Widerstand" verstehe ich physikalisch nicht ganz, muss ich gestehen. Bei mir hat der Druckausgleich bei 5 bis 8 Tassen immer viel mehr Atem und verursacht einen ganz trockenen "Puk". Ist nicht nur der Sog nach unten relevant? Oben schwimmt Wasser auf dem Filter und es wird so lange gesaugt, bis die Luft unten ist/der Luftdruck ausgeglichen ist. Das funktioniert wenn Du nur Wasser nimmst oder ein halbes Pfund, oder?

    Zitat Zitat von Caruso Beitrag anzeigen
    Wenn alles richtig funktioniert, dann schmeckt der resultierende Kaffee deutlich leichter, aber auch differenzierter als aus einer French Press. Einen richtig kräftigen Hammerkaffee konnte ich mit einer Bodum Santos nie erzielen, aber einen sehr feinen.
    Eigentlich ja OT: Ja, ich würde den Geschmack "interessant" nennen. Nicht wirklich super, aber besser als alles was durch einen Papierfilter muss.
    Frage: Mahlst Du selber? Wie fein denn im Vergleich zu Espresso aus dem Siebträger? Danke

  9. #9
    Caruso ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bedienung Bodum Santos

    Zitat Zitat von bosmiq Beitrag anzeigen
    bei mir war so ein Dosierlöffel dabei - hab das nie nachgemessen
    Ungefähr ein Dosierlöffel pro nicht zu große Tasse ≈ 7 g / 100 ml, dann passt das schon. Du kannst ja nach Bedarf auch ein bisschen mehr nehmen.

    Zitat Zitat von bosmiq Beitrag anzeigen
    bei mir hat das bisher immer - bei allen "Jacob's Dröhnungen" oder auch speziell bei Fausto angefragten Mahlungen geklappt (bin erst seit ein paar Tagen Besitzer einer eigenen Mühle und habe noch nicht experimentiert bzw. hatte bisher keine Anfragen nach "normalem" Kaffee mehr... )
    In der Sommerwohnung habe ich eine Ascaso i●mini und noch keine Espressomaschine, und da mahle ich einen Hauch gröber als vorgemahlener Kaffee aus dem Supermarkt, aber nicht viel. Aber auf jeden Fall viel feiner als für die French Press. Zu Hause ist mir das Verstellen der Mühle zu mühsam, da lasse ich mir den Kaffee für Filter oder eine Stufe gröber als für Filter mahlen, und das geht meistens ganz gut.

    Zitat Zitat von bosmiq Beitrag anzeigen
    Das mit dem "Widerstand" verstehe ich physikalisch nicht ganz, muss ich gestehen. Bei mir hat der Druckausgleich bei 5 bis 8 Tassen immer viel mehr Atem und verursacht einen ganz trockenen "Puk". Ist nicht nur der Sog nach unten relevant? Oben schwimmt Wasser auf dem Filter und es wird so lange gesaugt, bis die Luft unten ist/der Luftdruck ausgeglichen ist. Das funktioniert wenn Du nur Wasser nimmst oder ein halbes Pfund, oder?
    Wenn das Wasser in den oberen Kolben gestiegen ist, lasse ich es ungefähr noch eine Minute blubbern, bevor ich die Kanne wegziehe. Während dieses Blubberns wird noch nicht sehr viel aus dem Kaffeepulver extrahiert, die Flüssigkeit im oberen Kolben ist relativ hell.

    Beim Abkühlen bildet sich im unteren Kolben ein Unterdruck, und jetzt wird das Wasser durch das Kaffeepulver, das sich am Boden des oberen Kolbens rund um das "Ventil" ablagert, durchgesaugt, wobei der Widerstand nicht vom Ventil kommt, das sorgt nur dafür, dass kein Kaffeepulver in den unteren Kolben gelangen kann, sondern der Widerstand kommt von dem am Schluss ziemlich harten und weitgehend trockenen Kaffeesatz am Boden des oberen Kolbens, und bei diesem Durchsaugen des Wassers durch das Kaffeemehl passiert der Großteil der Extraktion. Und die muss eben etliche Sekunden dauern, damit der Kaffee schmeckt.

    Wenn das Pulver zu grob ist, dann rauscht das durch, und der Kaffee ist ziemlich dünn. Wenn das Mehl zu fein ist, dann verstopft sich das Ventil mit dem zu feinen Pulver, und es geht dann nichts mehr durch.

    Wenn du es nur mit dem "Ventil" und Wasser ohne Kaffee probierst, dann schießt das in einer Sekunde gleich wieder durch.

    Zitat Zitat von bosmiq Beitrag anzeigen
    Eigentlich ja OT: Ja, ich würde den Geschmack "interessant" nennen. Nicht wirklich super, aber besser als alles was durch einen Papierfilter muss.
    Frage: Mahlst Du selber? Wie fein denn im Vergleich zu Espresso aus dem Siebträger? Danke
    Mir schmeckt der Kaffee aus der Santos auf jeden Fall besser als aus dem Papierfilter, aber meistens nehme ich dann doch die FP, mit der ich einen kräftigeren Kaffee machen kann und die vor allem leichter zu reinigen ist. Aber hie und da mag ich den Kaffee aus der Santos sehr gerne.
    Sommer: Quick Mill 3000 Orione + Ascaso i•mini
    Winter: Quick Mill 0820 (ex 0810) brühdruckreduziert + Ascaso i•mini

  10. #10
    Gandalf2904 ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Bedienung Bodum Santos

    So,
    heute der erste erfolgreiche Versuch mit der Santos!

    Ich glaub ich hab den Fehler entdeckt. Ich hab das Wasser nicht lang genug und ganz bis zum Ende kochen lassen. In der Anleitung stand was von 2cm Restwasser, das drin belieben muss. ca 1cm war es jetzt, aber dafür hat sich wohl genug Unterdruck aufbauen können.

    Kaffee schmeckte recht seicht. Mir als Espressotrinker nicht intensiv genug.
    Mal eine interessante Alternative, aber ich denke sie dient nur einmal zu Showzwecken!
    Bezzera BZ 07 / Mahlkönig Vario 2G

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