Hallo zusammen,
langsam bekomme ich Spaß an Vollautomaten
Heute habe ich mich einige Stunden einem Kellerkind eines Kunden von mir gewidmet, er bekam die Maschine von seiner Nachbarin weil ihr der Kaffee nicht mehr schmeckte. Im Keller blieb sie dann eine lange Weile stehen.
Angeschlossen, kurzer Funktionstest, funktioniert einwandfrei, probiert habe ich jedoch nicht, die noch vorhandenen Bohnen im Vorratsbehälter müssen ewig alt gewesen sein
Dann ran an den Speck, alles was rausgenommen werden kann rausgenommen und gereinigt, aussen gereinigt, zusammengesetzt, eingeschaltet, funktioniert, Kaffee ist wirklich lecker.
Da ich in den letzten Wochen verschiedene VA's von innen gesehen habe sind mir bei der Family einige Dinge positiv aufgefallen welche ich bei "modernen" Maschinen vermisse :
- zieht man die Resteschublade und die Abtropfschale nach vorne raus und die Brühgruppe zur Seite raus liegt der ganze Maschinenboden frei, quasi ohne Ecken und Kanten, Vorsprünge oder ähnliches, lässt sich also leicht durchwischen
- die Brühgruppe kann man wie gewohnt bei Saeco manuell reinigen, bei der alten Brühgruppe finde ich es sehr sympatisch daß der Kaffee direkt durch eine Rinne in die Tasse läuft. Diese ist entsprechend simpel zu reinigen, kein Kaffeeauslauf oder Schläuche die im Zweifelsfall schwer zu reinigen sind
- die linke Gehäusehälfte ist mit 1 Schraube verschlossen. Öffnet man diese kann man komplett durch die Maschine "fegen". Die Schläuche sowie ein Partikelfilter für's Grobe sind frei zugänglich und können entsprechend leicht abgezogen werden. Das Flowmeter ist frei zugänglich, sowie fast alle weiteren Komponenten
- es ist anscheinend kein Aluminium Durchlauferhitzer eingebaut sondern, ich vermute es, ein Messingboiler. Lt Anleitung kann dieser mit herkömmlichen Entkalker entkalkt werden.
- Dem Wassertank fehlt zwar eine "Griffmulde", ist vom Volumen mit rund 2,5 Litern recht groß. Sollte Wasser daneben gehen oder die Kupplung nicht ganz dicht sein läuft das Wasser durch eine Öffnung durch einen Schlauch in die recht üppig dimensionierte Abtropfschale.
Das Gehäuse ist aus Metall, entsprechend robust wirkt die Maschine jedoch ist die Geräuschenwicklung dadurch recht kernig.
Die Optik der Maschine ist entsprechen "altbacken" sieht aber schon fast wieder "Retro" aus.
Große Kaffeebecher passen kaum unter den Auslauf, die maximale Wassermenge scheint rund 125 ml zu sein, sprich eher die "normale" Kaffeetasse.
Wahrscheinlich darf ich das Ding behalten, wird dann wohl in den Blumenladen meiner LAG reinkommen.
Bei Interesse kann ich ein paar Fotos machen.
Da es hier ja ein paar Vollautomaten-Profis gibt welche die Maschine wahrscheinlich besser kennen bin ich gespannt von den Tücken der Maschine zu erfahren.
Danke und Gruß
Holger


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