Sie ist wieder da!
Ich habe heute meine Quick 3002 nach einem halben Jahr Reparaturdauer(!) wieder erhalten.
Die Maschine habe ich im August 2007 neu gekauft, damals hat sie neu schon nicht funktioniert. Auspacken, einschalten - geht nicht.
Dabei war Kaffeemehl an der Brühgruppe und Wasserreste in der Maschine.
Da fragt man sich, wie im Werk die Endkontrolle aussieht.
Damals hat es sechs Wochen gedauert, bis der Händler mit Hilfe nicht vorhandener Unterlagen von Quick rekonstruieren konnte, daß ein Vielfachstecker falsch gepinnt war.
Das mußte er selber rausfinden, weil Quick nicht in der Lage war, ihm irgendwelche Informationen zu geben.
Nach Änderung des Pinout hat des entsprechenen Steckers hat die Maschine circa eine Woche funktioniert, dann war der Quick-spezifische Dreiwegehahn undicht. Wieder Reparatur.
Das ging ein paar mal so, immer wieder elektronische Aussetzer.
Im August 2009 stellte die Maschine den Betrieb ein: Pumpe lief für ca. 0.5 Sekunden, dann schaltete die Steuerung ab.
Der Händler hat dann von Quick ein halbes Dutzend Flowmeter bekommen, deren Pinout (vier Pins am Flowmeter und drei am anzuschließenden Stecker oder umgekehrt) oder Pinbelegung (durcheinandergewirbelt) nicht zur Maschine paßte, er hat mehrere Steuerplatinen bekommen, bei denen sich die Kabelstecker nicht anschließen ließen (Pinanzahl und Pinout paßte nicht).
Wenn er was wollte, mußte er Fotos per email nach Italien schicken, weil es keine Reparaturunterlagen (kein Schaltplan, keine Teileliste) gab, noch nicht einmal Explosionszeichnungen.
In seiner Verzweiflung hat er im Oktober das Monster nach Italien geschickt, wo es bis jetzt versackt ist.
Nach endlosen Nachtreten seiner- und meinerseits ist das Dingens jetzt wieder da, und jetzt gibt es auf einmal auch die erforderlichen Reparaturunterlagen.
Was ist denn das für ein Geschäftsebaren?
Die Produkte von Quick sind nicht grad preisgünstig und eine Espressomaschine ist nun weiß der Himmel keine Mondrakete an Komplexität.
Ich habe bei Abholung der Maschine gefragt, was der Händler denkt, was ich auf die Frage "welche Maschine soll ich kaufen?" anworte.
Seine Bitte war "sagen Sie einfach nichts."
Ich habe ihm nur gesagt, daß ich mittlerweile mindestens drei Leute vom Erwerb einer Quick abgehalten habe und er konnte das verstehen.
Das ganze erinnert mich an die typisch italienische Wurstigkeit beim Thema Elektrik bei Motorrädern/Autos oder an deren Ersatzteilversorgung bei alten Fahrzeugen.
Der einzige Beitrag, den Starbucks zur Welt des Kaffees geleistet hat ist,
daß lifestylige Banker glauben, daß ein Kaffee sechs Euro kosten darf.
(Riccardo Illy)
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