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  #41 (permalink)  
Alt 27.04.2010, 00:08
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Standard AW: was machen bessere maschinen eigentlich besser??

Zitat:
Zitat von ALWA Beitrag anzeigen
Und es ist ja nicht so, dass man sich beim geselligen Zusammensein einen Espresso nach dem anderen hinter die Binden kippt, eher schon etwas anderes.
Und danach spielt die Qualität des Espressos oder Cappus unter Umständen eh keine Rolle mehr

Zitat:
Aber selbst, wenn ich gar keine Milch schäumen würde, möchte ich meine Maschine nicht missen
Eine Aussage, die mir sehr gefällt!
ciao, René
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  #42 (permalink)  
Alt 27.04.2010, 00:14
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Standard AW: was machen bessere maschinen eigentlich besser??

Hallo bohnenbrösel,

die bisher einzige nachvollziehbare Messung der Qualität kannst Du hier finden:

Espressoqualität - Meßgerät !?

Wolfredo Blog Archive Refraktometer - Messbare Qualität

holgr

Zitat:
Zitat von bohnenbrösel Beitrag anzeigen
hallo liebe kaffeefanatiker,

im forum bin ich neu und ich habe eine frage:

was können eigentlich die teureren maschinen (z.b. die von isomac, bezzera oder ecm) besser als eine kleine gaggia classic oder isomac giada?

mal davon abgesehen, dass die z.t. 2-kreiser sind, besseres material verbaut ist und der wassertank größer ist, etc..
meine frage bezieht sich nur auf die espresso-qualität.
schmeckt man das ergebnis oder haben diese maschinen einfach mehr komfort?

vielen dank für eure antworten und viele grüße,

ingo
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  #43 (permalink)  
Alt 27.04.2010, 07:21
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Standard AW: was machen bessere maschinen eigentlich besser??

Zitat:
die bisher einzige nachvollziehbare Messung der Qualität kannst Du hier finden:
Mit einem Refraktometer kann man die Beschaffenheit eines Kaffees (oder einer anderen Flüssigkeit) in einigen Parametern bestimmen.
Dann setzt man diese Parameter ins Verhältnis zur eigenen Erwartungshaltung und kann dann die Qualität ableiten (kein vernünftiger Mensch käme auf die Idee, beispielsweise mit einer Waage die Qualität messen zu wollen. Warum soll man dann mit einem Refraktometer die Qualität messen können?).
Die Qualität läßt sich nicht messen.
Deswegen beschäftigen Kaffeeimporteure und -röster auch ausgebildete und erfahrene Verkoster und keine Meßgeräte für die Qualitätsbestimmung.

Derselbe Denkfehler wird auch von Fast Food Restaurantketten immer eifrig genährt. Die lancieren im Fernsehen regelmäßig Berichte darüber, daß sie die Temperatur ihres Frittenfetts immer auf nullkommairgendwas Grad genau einhalten und daß ihre (aus 13 Jahren alten Milchkühen gewonnenen) Fleischklopse im Fettgehalt und Gewicht aufs Mikrogramm genau den Vorgaben genügen. Trotz aller Genauigkeit und Prozeßkonformität ist und bleibt es dennoch Müll, der dort als Nahrung verkauft wird.
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daß lifestylige Banker glauben, daß ein Kaffee sechs Euro kosten darf.

(Riccardo Illy)
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  #44 (permalink)  
Alt 27.04.2010, 08:57
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Standard AW: was machen bessere maschinen eigentlich besser??

Zitat:
Zitat von Shrike Beitrag anzeigen
Das ist sehr zutreffend. Sobald einer beiläufig bemerkt, dass möglicherweise eine Frau den Bekanntenkreis infiltriert hat, wird sofort ein Zweikreis oder gar Gastro-Bomber empfohlen, manchmal sogar präventiv.
ich behaupte einfach mal das diejenige die das empfehlen, wissen "wie der Hase läuft" und wollen ein mögliche Fehlkauf verhindern.

Ich finde es trotzdem gut wie das "Einkreiser" Gemeinschaft zusammen hält und ihre Geräte immer wieder nach vorne "pushen" aber in die meisten fällen kommt früher oder später die Upgrade... It's Evolution Baby (PJ)!


p.s. der Begriff "Kopftuchmädchen" überhaupt zu benutzen finde ich gewagt...

Cheers
David
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  #45 (permalink)  
Alt 27.04.2010, 09:12
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Standard AW: was machen bessere maschinen eigentlich besser??

Zitat:
Zitat von Rancilio@Heart Beitrag anzeigen
ich behaupte einfach mal das diejenige die das empfehlen, wissen "wie der Hase läuft" und wollen ein mögliche Fehlkauf verhindern.
Also am besten eine dreigruppige Gastromaschine für einen 5 stelligen Betrag und Ruhe ist im Karton

Die Einkreiser-Gemeinde puscht vielleicht nur die Vernunft! Wäre doch auch ein Denkansatz, oder?

Gruß, René
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  #46 (permalink)  
Alt 27.04.2010, 09:20
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Standard AW: was machen bessere maschinen eigentlich besser??

Hallo RomeoGiulia,

der Vergleich mit der Waage hinkt. Wenn Du z.B. beim Braten bestimmen möchtest, wieviel Fett bei unterschiedlichen Temperaturen vom Gargut aufgesogen wird, kannst Du durchaus die Qualität mit einer Waage bestimmen.

Bei der "Kaffeequalität" dreht es sicherlich in vielen Beiträgen hier im Forum um Extraktion, ergo wie viel Kaffee (=Partikel) habe ich im Kaffee. Das kann man mit einem Refraktometer messen.

Ich sage nicht, dass die so gewonnenen Werte alleinige Indikatoren für guten oder schlechten Kaffee sind. Da sie offensichtlich bei "besseren Maschinen" besser sind und der Kaffee bei "besseren Maschinen besser schmeckt" (siehe Forum), gibt es hier einen Zusammenhang.
Der Messwert ist vielmehr ein Qualitätsindex für die Maschinen. Und mit denen kann man eben guten oder schlechten Kaffee machen. Nicht zu vergnachlässigen ist auch der Effekt des rosa oder hellgrünen Lappens .

Geschmack ist subjektiv und läßt sich nicht messen, das ist klar. Wenn man aber mit z.B. einem Refraktometer einen Indikator für die "Qualität" einer Kaffeemaschine erhalten kann, ist dies sicherlich hilfreich.

holgr

Zitat:
Zitat von RomeoGiulia Beitrag anzeigen
Mit einem Refraktometer kann man die Beschaffenheit eines Kaffees (oder einer anderen Flüssigkeit) in einigen Parametern bestimmen.
Dann setzt man diese Parameter ins Verhältnis zur eigenen Erwartungshaltung und kann dann die Qualität ableiten (kein vernünftiger Mensch käme auf die Idee, beispielsweise mit einer Waage die Qualität messen zu wollen. Warum soll man dann mit einem Refraktometer die Qualität messen können?).
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  #47 (permalink)  
Alt 27.04.2010, 09:29
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Standard AW: was machen bessere maschinen eigentlich besser??

Zitat:
Zitat von Silvaner Beitrag anzeigen
Also am besten eine dreigruppige Gastromaschine für einen 5 stelligen Betrag und Ruhe ist im Karton
ein Zweikreiser jemand zu empfehlen ist nicht verkehrt oder unvernünftig (aber das hast du gleich ausgelassen, direkt zur 3 gp.....).

Zitat:
Zitat von Silvaner Beitrag anzeigen
Die Einkreiser-Gemeinde puscht vielleicht nur die Vernunft! Wäre doch auch ein Denkansatz, oder?
Gruß, René
nicht unbedingt, manche brauchen mehr als nur ein Einkreiser oder ihre Bedürfnisse ändern sich über die Zeit.

Cheers

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Geändert von Rancilio@Heart (27.04.2010 um 10:36 Uhr)
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  #48 (permalink)  
Alt 27.04.2010, 09:33
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Standard AW: was machen bessere maschinen eigentlich besser??

Zitat:
Zitat von Rancilio@Heart Beitrag anzeigen
Ich finde es trotzdem gut wie das "Einkreiser" Gemeinschaft zusammen hält und ihre Geräte immer wieder nach vorne "pushen" aber in die meisten fällen kommt früher oder später die Upgrade... It's Evolution Baby (PJ)!
Hi David,
nun, es gibt glaub ich keine Einkreiser vs. Zweikreiser Gemeinschaften hier. Ich selbst hätte gerne einen Dualboiler mit PID, aber aus Umweltsicht natürlich mit Isolierung und abschaltbarem Dampfboiler. Es macht keinen Sinn, dauerhaft einen Kessel mit 140° zu betreiben. Zweikreiser finde ich mit meiner Proberitits unbequem ohne PID. Leider ist der entsprechende Dualboiler sehr teuer.
Was mich bei den Gastrokisten nervt ist der Energieverbrauch, der dann ein einem 2-4 Mann Haushalt wirklich nicht mehr zeitgemäß ist.
Zitat:
Zitat von Rancilio@Heart Beitrag anzeigen
p.s. der Begriff "Kopftuchmädchen" überhaupt zu benutzen finde ich gewagt...
Sag das mal Herrn Sarrazin. Seit meine Silvi isoliert wurde, braucht sie erst recht das Kopftuch, damit überhaupt noch Restwärme an die Tassen kommt.
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  #49 (permalink)  
Alt 27.04.2010, 10:15
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Standard AW: was machen bessere maschinen eigentlich besser??

Zitat:
der Vergleich mit der Waage hinkt. Wenn Du z.B. beim Braten bestimmen möchtest, wieviel Fett bei unterschiedlichen Temperaturen vom Gargut aufgesogen wird, kannst Du durchaus die Qualität mit einer Waage bestimmen.
Schon wieder falsch.

Mit der Waage bestimme ich den Fettgehalt und nicht die Qualität.
Erst in Kombination mit der Erwartungshaltung "viel Fett = schlechte Qualität" wird daraus ein Qualitätsmaßstab.
Eine Schweinshax'n aus dem Augustinerkeller ist fett, und nicht trotzdem, sondern deswegen ist sie gut = qualitativ hochwertig.


Mit dem Refraktometer bestimmt man beispielsweise den Zuckergehalt von Wein bzw. Traubensaft.
Erst mit der Vorgabe "wenig Zucker = guter (trockener) Wein" wird daraus ein Qualitätsmaß, das außerdem bei einem Malvasia, einem Boal, einen Château Yqem ganz anders aussieht, nämlikch "viel Zucker = guter (süßer) Wein".
Qualität ist immer ein relativer Begriff, der sich an Vorgaben orientiert.
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(Riccardo Illy)
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  #50 (permalink)  
Alt 27.04.2010, 11:57
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Standard AW: was machen bessere maschinen eigentlich besser??

Um mal wieder beim eigentlichen Thema zu landen:

Ich habe eine Silvia und habe oft Besuch. Wenn ich alleine bin, habe ich die Ruhe und die geduld mir einen espresso/latte oder cappu zu machen. Es spielt für mich kaum eine Rolle ob ich nun 5 Minuten für meinen Kaffee benötige oder 3 oder 10. Ich spiele halt gerne an der Maschine rum und ich "bastle" gerne am Kaffee. Dafür ist die Maschine auch in meiner Küche. Ok, mit einem PID wäre die Temperatur stabiler, aber die kann ich auch nach Gehör einstellen. Ist nicht so genau, ist etwas Arbeit (Wasser ruas lassen bis Heizung an geht, warten, wasser raus lassen bis das Sprazelgeräusch von der richtigen Temperatur kündigt) aber es geht. Für den Cappu muss ich danach den Kessel aufheizen. Bis der fertig ist habe ich den Siebträger gereinigt und Milch in mein Kännchen gegossen. Wartezeit ist eigentlich nicht vorhanden. Das Schäumen erfordert wiederum Erfahrung weil man bei der Silvia mit dem Schäumen beginnen muss bevor die Heizung aus geht, denn sonst reicht die Power nicht um den Schäumvorgang richtig zu beenden. Bei einem teuren Zweikreiser würde ich diese viele Handarbeit nicht machen müssen. Also: Tuerere Maschine bedeutet eindeutig eine bequemere handhabe. Ob ich mit einer besseren Maschine einen besseren Kaffee hin bekomme bezweifle ich. Lediglich die viel beschworene Konstanz wäre deutlich besser. Aber: will ich die überhaupt? Vielleicht entdecke ich durch meine Handarbeit viele Nuoncen die ich bei konstanten Bezügen gar nicht hätte?

Anders sieht die Sache aus, wenn ich Besuch habe. Typisch ist: 1 Cappu, 1 Latte, 1 Espresso, 1 doppelten cappu (2 Espressi, große cappu tasse, aber weniger als ein Latte).
Da fängt dann schon das wirbeln an: 3x Milch schäumen, ein mal für Latte und ein mal für Cappu und einmal für nen großen Cappu. Dann noch zwischendurch die Espressi ziehen. Ergebnis bei meiner Silvia: Ich muss den Kessel ständig hoch heizen und wieder ab kühlen. Verschiedene Mengen Pulver abmessen (Latte benötigt 0,5g bis 1g mehr pulver, da kein espresso sondern ein ristretto rein soll) und zwischendurch darauf achten dass die Latte Art gelingt und keiner zu lange auf seinen Kaffee wartet. Da ist meine Silvia eindeutig überfordert. Und ehrlich gesagt wünsche ich mir für solche Ereignisse eben doch einen Zweikreiser. Eine Gastro halte ich für übertrieben und ist mir definitiv nicht ihr Geld wert. Aber das ist meine heutige Meinung, vielleicht ändert sich das in 10 Jahren..

Was lernen wir daraus: günstige Einkreiser machen guten Kaffee wenn man weiß wie. Sind aber eindeutig überfordert sobald mehr als 2 Kaffee auf einmal verlangt werden. Zweikreiser sind sicherlich bequemer, wobei ich diese Erfahrung noch nicht gemacht habe. Ob ich mit einem Zweikreiser besseren Kaffee hin bekomme weiß ich nicht, ich bezweifle es aber.
__________________
Das Standardeinsteigerset: Rocky + Silvia
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