AW: Druckregulierung über Kaffeemehl bzw Probleme mit der Domobar
Von Anfänger zu Anfänger:

Zitat von
konrad1369
..., teilweise werden auch nur 6 Bar Druck aufgebaut. Gegen das Blindsieb nach wie vor 14 Bar ...
Das Problem mit dem geringen Druck habe ich versucht über das Kaffeemehl zu regulieren: Wenn ich sehr fest Tamper und viel Kaffeemehl nehme, baut die Maschine wieder viel Druck auf ...
Wie hängt das Kaffeemehl eigentlich mit dem Druck zusammen?
Die Pumpe fördert eigentlich nur Wasser durch die Brühgruppe. Erst wenn dem Wasser, zB durch das eingespannte Kaffeepulver, ein Widerstand entgegenwirkt (also quasi gegen die Bewegung drückt) baut sich ein Druck auf. Und zwar nur so viel, bis der Pumpendruck und der Gegendruck gleich groß ist, und abhängig von Druck und Pumpe ergibt sich auch die dann fließende Wassermenge. Das Expansionsventil haben wir dazu noch gar nicht gebraucht.
Wenn nun der Widerstand so groß ist, das der Druck höher als der am Expansionsventil eingestellte werden würde, dann öffnet dieses. Das Wasser kann jetzt bei Deinen 14 bar durch das Expansionsventil ausweichen, der Druck steigt nicht mehr weiter. Aber wenn dieser Druck nicht erreicht wird, ist der Widerstand zu gering, das Expansionsventil kann nichts dafür.
Der wichtigste Einfluss auf den Widerstand ist (neben der Kaffeemenge) der Mahlgrad. Damit kannst Du experimentieren und Dich an die 7g / 25ml / 25sek herantasten. Der Tamperdruck hat weniger Einfluss.

Zitat von
konrad1369
... scheint mir die Preinfusionsphase viel zu lang (über 10 Sekunden).
Hast Du die Maschine entlüftet? Sonst muss die Pumpe erst die Luft verdichten, dass dauert etwas ...
Hoffe ich konnte Dir helfen. Zum Druckeinstellen kann ich Dir noch keine Tipps geben, bei meiner VBM habe ich den voreingestellten erstmal gelassen, dieser beträgt aber nur etwa 12 bar gegen das Blindsieb.
LG
Wolfgang
Ein echter Espresso widerlegt das Vorurteil, Genuss hätte etwas mit Länge zu tun.
(gefunden auf Segafredo Zucker)
Eureka MCI, Vibiemme Domobar Nero
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