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Good practice mit Saeco Aroma und Solis Scala 166
Ich habe, wie so viele, die erst mal in die Welt des leckeren Kaffees einsteigen oder die einfach nicht über das nötige Kleingeld für die eigentliche Wunschkombi nehmen, dieses Team im Einsatz. Und da ich schon so viel von diesem Forum profitiert habe, möchte ich auch mal was beitragen.
Wenn man ein wenig Übung hat, dann kann man mit der Saeco-Solis-Kombi durchaus ganz ordentlichen Kaffee produzieren. Er mag nicht perfekt sein, dem Vergleich mit optimalem Espresso hält er auch nicht stand, er reicht aber aus, um jeden Gast, der Kaffee mag, dazu zu bringen, von sich aus um so ein köstliches Heißgetränk zu bitten. Und wenn quasi jeder sagt, dass der gut ist, dann ist das zwar noch lange nicht objektiv, dennoch aber zumindest ein Lob. 
Aber jetzt mal Butter bei die Fische. Ich habe eine Saeco Aroma, und zwar noch eines der älteren Modellen mit richtigen Schaltern anstatt den aktuellen Wackelknöpfchen. Der Crema-Siebträger hat freilich den Weg in den Müll gefunden und damit für den klassischen Platz gemacht. (Doof ist an dem Teil übrigens der Auslauf, der ziemlich rumspritzt und die Tasse versaut. Aber sei's drum.) Um die Channelingprobleme, die ich Anfags hatte, in den Griff zu bekommen (dabei wird das Kaffeemehl in der Mitte gewissermaßen ausgestanzt, der Kaffee wird nicht richtig extrahiert), habe ich die Schraube, die das Brühsieb hält, einfach eine Umdrehung gelockert. Jetzt schießt das Wasser nicht mehr in vielen dünnen Strahlen aus dem Brühkopf, sondern läuft einfach. Die Dampflanze kam mit einem affigen Panarello-Aufsatz. Auch der ist im Müll gelandet. Für die vergleichsweise geringe Power der Aroma kann man nun recht guten Milchschaum produzieren. Meine Solis Scala ist ungetuned.
Wie man hier im Forum nachlesen kann, ist es wichtig, dass die Maschine vor dem Bezug auf Temperatur ist. Dafür braucht meine mindestens 15 Minuten, besser eine halbe Stunde. Den Unterschied schmeckt man. Wenn die Maschine heiß ist, geht's los: Ein Leerbezug füllt die Espressotasse. Währenddessen Kaffee mahlen. Derzeit trinke ich - neben den Mischungen des lokalen Rösters - sehr gerne den Caffe Mauro Onda d'oro. Den Mahle ich auf Stufe 2 (Achtung, mir scheint, die Scalas haben eine recht ordentliche Toleranz!). Und auch ich nehme, wie so viele andere, die hier darüber berichtet haben, rund 9g pro Tasse. (Das ist beim Aufziehen des Timers für eine Tasse ganz knapp unter der 2, für zwei Tassen zweidreiviertel bzw. viertel vor drei, mit der Zeit bekommt man das gut in die Hand, im Siebträger sieht man dann, ob's wirklich passt oder zu zu viel/zu wenig war. 
Auch, wenn sicher mancher verwundert den Kopf schütteln wird: ich nehme auch öfters mal das Einersieb, da ich nicht immer mit jemandem zusammen Kaffe trinke, keinen doppelten/keine zwei trinken oder eben einen wegschütten will. Klar, Abstriche notwendig. Dennoch *immer* leckerer, als das, was die Nespresso im Büro produziert.
Als nächstes tampere ich, allerdings nicht all zu fest. Es geht mir v.a. darum, den Kaffee gleichmäßig zu verteilen und zu verdichten. Noch dazu braucht meine Aroma sehr fest angedrückten Kaffee, da die Pumpe scheinbar nicht wirklich auf den erforderlichen Druck kommt, das Wasser also im Affenzahn durchläuft, wenn der Kaffee nicht fest genug komprimiert wurde. Der erforderliche Druck baut sich beim Einspannen des Siebträgers in den Brühkopf ein, allerdings kann ich das nicht so wirklich beschreiben: Einspannen, bis man Widerstand spürt, dann noch etwas weiter. Das bekommt man ins Gefühl.
Wasser aus der Tasse kippen, unterstellen, Bezug starten. Zwar bin ich bisher *nie* so richtig auf die erwünschten 25 Sekunden bekommen, dennoch schmeckt's. 
Nun denn: viel Spaß beim Ausprobieren!
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