AW: Vivaldi II Objekt der Begierde?
Beispielsweise lande ich bei meiner Suche nach einem Upgrade zur Silvia immer wieder bei der La Spaziale. Sie bietet präzise einstellbare Brühtemperatur (was ein HX-Zweikreiser nicht kann), Unabhängigkeit von Dampfpower und Brühpräzision (was ein Einkreiser nicht kann) und das alles sowohl bei einem als auch bei zehn Shots hintereinander (was eine Hebelmaschine nicht kann). Es ist einfach die Dualboilermaschine mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Und sie hat keine E61-Brühgruppe, die ich immer wieder hässlich finde (Geschmackssache).
Wer gerne einfache Espressi trinkt, der hat es mit dem kleineren Siebträger deutlich einfacher als mit einem 58mm-Siebträger.
Dafür hat die Maschine spürbaren Italo-Konstruktions-Charme: Wer wie ich ein reines Stahlmonster gewöhnt ist das auch bei heftiger Behandlung so stabil dasteht wie Vitali Klitschko, der wundert sich bei der ersten Benutzung schon mal über die etwas zusammengestückelte Konstruktion.
Es ist bemerkenswert, wie hoch unter den Vivaldi-Besitzern der Anteil ist, die richtig glücklich mit ihrer Maschine sind, das sieht man wirklich selten. Deshalb ist das Angebot an gebrauchten Vivaldis noch geringer als das Angebot an gebrauchten Silvias. Sind eben in ihrer jeweiligen Klasse die Maschinen, die ihre Besitzer einfach glücklich machen.
Dennoch würde ich sehr empfehlen, die Maschine mal auszutesten.
Rancilio Silvia 1.0 mit Auber-PID - BNZ MD74, Gaggia Baby - Anfim Best, Gaggia Espresso Color - ohne Mühle, Langen Sulawesi @ 95°, rosa Lappen, gblau-weißes Trockentuch mit Humiditätsabsorptionstuning
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Die Aufheizdauer als Kaufkriterium einer Siebträgermaschine ist genauso sinnvoll wie die Schuhgröße des Maklers als Entscheidungskriterium beim Hauskauf.
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