Vorab 1: man kann sich stunden-, auch tageweise, problemlos mit den PID-Einstellungen beschäftigen (und das habe ich auch gemacht).
Vorab 2: Der Dämpfungsfaktor "SouF" lässt sich im Auber PID zwar zwischen 0.0 und 1.0 einstellen, ist aber, wie man der Auber-Anleitung entnehmen kann, in der "Nur-Brühtemperatur-Version", die trotzdem "deluxe" heißt, außer Funktion. Und das stimmt auch ... das Drehen an diesem Parameter bringt nix.
Vorab 3: Die Steuerung auf Zehntel Grad zu stellen, ist was für Masochisten und "Ich-hab-sowas-von-Zeit-zwischen-zwei-Bezügen"-Trinker.
Vorab 4: Autotuning ist so wie der Waschmaschine bei der Arbeit zuschauen ...
Irgendwo stand dann die Erleuchtung von Roger (Bubikopf): Wenn's zu stark überschwingt, *alle* Werte erhöhen, wenn's zu lange beim Nachheizen dauert, *alle* Werte verringern.
Ich habe jetzt mit P=3,5, I=80 und D=20 beim Nachheizen normalerweise keinen Überschwinger bzw. einen unter 1 Grad, den ich nicht sehe, nur wenn die Temperatur mal *ganz* in den Keller - unter 70 Grad - geht, kann es auch 1 Grad werden, und die Maschine hält die Temperatur schön zwischen dem eingestellten und dem nächstniedrigen Grad.
Wenn man bedenkt, dass Auber standardmäßig P=2, I=60 und D=15 eingestellt hat und die Empfehlung gibt, bei älteren Mäschinen P=2,5 zu verwenden und I=75, bin ich jetzt mit meiner 1999er Silvia ziemlich nahe an diesen Empfehlungen dran.
PS: Mit der "Kommt-kein-Dampf-mehr"-Schätzmethode habe ich festgestellt , dass meine Silvia nicht den Standard-Offset von -10°, sondern einen Temperaturoffset von -7° hat. Beim Entlüften (langsam verstehe ich die Daseinsberechtigung von Zweikreisern) wird das auch jedesmal bestätigt. 3° mehr oder weniger können bei manchen Kaffees schon eine Menge ausmachen. Ich empfehle, das individuell zu testen und einzustellen.


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