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  1. #1
    cafePaul ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Brühgruppenheizung für Silvia?

    Hi,

    hat sich eigentlich schon jemand überlegt, welchen Aufwand es bedeuten würde, die Silvia mit einer Brühgruppenheizung auszustatten? Ich würde mir davon v.a. eine schnellere Aufheizzeit versprechen.
    Hätte so etwas Platz? Gibt es Gründe, die dies unmöglich machen würden?

    Grüsse
    Paul

  2. #2
    Bubikopf ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Brühgruppenheizung für Silvia?

    Hat sie doch, 1100W, sitzt direkt oberhalb der BG, Kopplung über 280ml Wasser. Sehr effektiv.




    Gruss Roger

  3. #3
    Silvaner ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Brühgruppenheizung für Silvia?

    6 Minuten nach dem Kaltstart kannst Du bereits einige Teile der Brühgruppe nicht mehr anfassen! Wie Roger schreibt: sehr effektiv. Diese Konstruktion ermöglicht im übrigen auch die hohe Temperaturstabilität der Silvia, mindestens beim Bezug von einem Espresso.
    Ob und wieviel Zeit man durch eine zusätzliche BG-Heizung einsparen würde, kann ich nicht beurteilen. Aber mir scheint, dass hier Kosten und Aufwand in keinem Zusammenhang mit der Zeitersparnis stehen würden. Billiger ist ganz bestimmt eine Zeitschaltuhr
    Gruß, René
    Rancilio Silvia 2009 (V3) - mit faustinos easy pid - und Eureka MCI

  4. #4
    octabeer ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Brühgruppenheizung für Silvia?

    Hallo!


    Ich hatte über eine elektrische Heizung, über den zweiten PID des Faustino gesteuert, und Isolierung nachgedacht. Aber mich noch nicht mit Umsetzbarkeit und Sinn/Unsinn auseinandergesetzt.

    @Roger: Dein Hinweis ist spannend, könntest du das etwas genauer erklären? Sitzt das Magnetventil nicht so, dass der Brühkopf, der zwar direkt an den Boiler geschraubt ist, aber weit nach vorne versetzt ist (ich finde gerade kein Schema dazu), vom Heißwasser, das im Kessel steht, getrennt ist? Das bedeutet die Ankopplung des Brühkopfs an die Heizung ist "nur" die Temperaturweitergabe des Metalls, das Boiler und Brühkopf über eine nicht unerhebliche Strecke verbindet. Dort ist aber viel Fläche um Hitze abzustrahlen und im Endeffekt hat man dann größere Metallflächen, die nicht die Temperatur des Wassers haben, also das Brühwasser abkühlen. Man behilft sich beim PID etwa in dem man eine Temperatur weit oberhalb der gewünschten Brühtemperatur wählt, die sich dann auf dem Weg auf die richtige Temperatur abkühlt.
    Besonders beim Aufheizen ist das problematisch, weil der Boiler schnell 100° erreicht, aber der Brühkopf noch kalt ist. Deshalb ja entweder mit Leerbezügen die Brühgruppe aufheizen oder lange warten.

    @Silvaner: Ich habe die tatsächliche Temperaturstabilität noch nicht gemessen, aber faustino hatte da für die Gaggia nicht sehr berauschende Ergebnisse und ich weiß nicht ob Silvia trotz massiverer Bauweise so viel besser abschneidet. Aber sobald ich ein passendes Thermometer habe, hole ich das nach.
    Die angeregte Frage zielt, so wie ich sie verstanden habe, darauf ob es eine Möglichkeit gibt eine gesättigte Brühgruppe, wie sie teure Maschinen haben, nachzubauen.
    Ich für meinen Teil habe etwa Probleme meine Maschine 6 Minuten nach dem Kaltstart zu verwenden. Zwar ist dann die Dusche heiß, aber etwa der Siebträger hinreichend kalt um jeden Espresso zu ruinieren und sogar mit der Aufheizufunktion des faustino, der im Minutentakt kleine Mengen Heißwasser durch die Silvia pumpt, brauche ich 10 Minuten, bis die Maschine warm ist.

    Eine zusätzliche Heizung könnte dann diesen Effekt verkleinern, genau wie es bei gesättigten Brühgruppen gedacht ist, oder?

    grüße
    octa

  5. #5
    octabeer ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Brühgruppenheizung für Silvia?

    Hier nochmal als Schema:




    Bzw. hier als Explosionszeichnung:




    Die eigentliche Brühgruppe ist in einem Stück mit der Unterseite des Kessels gefertigt. Jetzt ist die Frage bezüglich Sinn oder Unsinn, ob die Hitze der Heizstäbe und des heißen Wassers stark genug ist, über das Metall so viel Wärme zu übertragen, dass die Brühgruppe hinreichend aufgeheizt wird, oder?


    octa

  6. #6
    Bubikopf ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Brühgruppenheizung für Silvia?

    Sicher ist bei der Silvia die Glocke ( ST Aufnahme ) etwas gegen den Kessel versetzt, es ist also nicht so gesättigt wie bei einer Venus, Simona ..., der geringe zus. Offset ist aber bei der Konstruktion berücksichtigt. Die BG ist aus massivem Messing, verchromt ( geringe Wärmeabstrahlung ) und " verschalt ".
    Bei der el. Bezzi Gruppe sitzen die Heizpatronen im Flansch der BG, da ist ein ebensogroßer Versatz zwischen der Heizung und der BG wie bei der Silvia. Ausserdem hat die Silvia Gruppe vorne gar nicht genug Fleisch für den Einbau einer Heizpatrone, obs hinten geht hängt von der Anordnung der Kanäle ab, macht aber da erst recht keinen Sinn da der hintere Teil ja gesättigt ist ( direkt vom Kessel beheizt wird ).
    Zwar ist dann die Dusche heiß, aber etwa der Siebträger hinreichend kalt um jeden Espresso zu ruinieren
    Dann brauchst Du eine Siebträgerheizung.

    Gruss Roger

  7. #7
    cafePaul ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Brühgruppenheizung für Silvia?

    meine Frage zielte darauf ab, die Brühgruppe über einen 2. PID von der Regelung auf die Kesseltemperatur "unabhängiger" auf Temperatur zu halten.
    was natürlich bei der starken Kopplung schwierig werden dürfte.

  8. #8
    octabeer ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Brühgruppenheizung für Silvia?

    Hei!


    @ Bubikopf: Danke für die Antwort!
    Siebträgerheizung? Sowas gibt es wirklich? Wow! =) Aber ob der Bunsenbrenner nicht Schmauchspuren hinterlässt und das Plastik schmilzt? Aber vielleicht kann man so die Kesselläuse vertreiben.

    Ich dachte der Wärmeverlust wäre erheblicher, weil hier im Forum immer als Daumenregel PID-Temperatur (=Außentemperatur oben am Kessel) = Brühtemperatur + 10°-8° diskutiert wurde.
    Ich konnte das wie gesagt bis dato nie nachmessen und habe nur nach Geschmack entschieden.

    Was ist denn dann der wesentliche Vorteil von gesättigten Brühgruppen, bzw. was ist der baubedingte Grund so etwas einzubauen? Sind dort die Brühgruppen soviel größer, dass es tatsächlich nicht genug Wärme bis dorthin schafft?

    Ich dachte immer ein wesentlicher Nachteil der Miss Silvia-Klasse ist Temperaturstabilität und das beinhaltet auch ungleichmäßige Temperaturverteilung Boiler/Brühgruppe. Aber ich habe das aber auch nie hinterfragt oder durchdacht...


    @cafePaul: Rein vom Einbau und der Regelung ließe sich das über ein faustino board realisieren, das ein Relais an dem ein Heizelement, das mit 230 Volt versorgt wird, schaltet. Wie stark das Problem mit "aufschaukeln" der PIDs ist, habe ich aber keine Ahnung
    grüße
    octa

  9. #9
    cafePaul ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Brühgruppenheizung für Silvia?

    neben den Kopplungseffekten der beiden PID's sehe ich v.a. das Problem, dass bei einer Brühgruppenheizung der Kessel von aussen geheizt werden würde und damit der Temperatursensor am Kessel seine Aussagekraft für die Wassertemperatur verliert.

  10. #10
    octabeer ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Brühgruppenheizung für Silvia?

    Wäre der Effekt so groß? Man würde dann ja logischerweise die zusätzliche Heizung vorne an der "Brühgruppenausstülpung" anbringen und genauso wie der Kessel hier (möglicherweise!?) nicht genug Wärme in Richtung der Brühgruppe abgibt, müsste das ja auch umgekehrt gelten?

    Außerdem ist ja auch die Frage, ob die zweite Heizung tatsächlich mit 1000 Watt selbstständig die Brühgruppe aufheizt oder ob nicht eher eine kleine Heizung hier nur "nachheizt" damit die Wärme, die vom Kessel kommt, so ergänzt wird, dass alle Wasser überflossenen Metallteile die gleiche Temperatur haben, das Wasser also auf dem Weg nicht abkühlt.

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