Upgrade von Vibiemme Domobar Nero auf BFC Ela - Erstes Fazit
Nach ewig langem Hin- und Her konnte ich mich nun doch auf eine neue Maschine festlegen, die Vibiemme Domobar Nero wurde durch die BFC Ela ersetzt! 
Eigentlich hatte ich mich eher bei den Dual-Boilern umgesehen, konnte mich aber mit keinem Modell so richtig anfreunden.
So bin ich letztendlich bei der Ela gelandet, einem sehr bekannten und grundsoliden Zweikreiser, für den ich schon immer geschwärmt habe.
Streng genommen ist die Ela für mich etwas überdimensioniert, da ich am Tag vielleicht 2-3 Cappus ziehe; aber den Gedanken hinter dem Upgradewunsch muss ich wohl niemandem hier erklären! 
Abgesehen davon wollte ich auch endlich mal andere Getränke machen; Latte Macchiato bzw. Espresso Macchiato mit einem Einkreiser ist doch etwas ätzend.
Nachdem ich die VBM hier zügig verkaufen konnte, habe ich die Ela bei rafiffi in Wien bestellt (an dieser Stelle nochmals vielen Dank für die reibungslose und schnelle Abwicklung).
Heute wurde das Paket endlich geliefert, leider verbunden mit mehreren kleinen "Schock- und Frustmomenten"...
Beim Auspacken musste ich feststellen, dass die Maschine an der linken Seite leicht vereist war! 
Also sofort Gehäuse geöffnet und neben die Heizung gestellt.
Gott sei Dank handelte es sich "nur" um gefrorenes Kondenswasser, innen war die Maschine vollkommen intakt.
Dann habe ich in der Maschine zufällig eine Plastikscheibe gefunden und wusste zuerst nicht, wohin damit. Bis ich zufällig gesehen habe, dass besagte Scheibe zum Manometer gehört, welches halb in der Maschine hing...
Aber dieser "Schaden" ließ sich Gott sei Dank schnell beheben.
Die Verarbeitungsqualität der Ela ist sehr gut, alles wirkt wesentlich massiver als bei der VBM (die ja auch nicht gerade in Leichtbauweise konstruiert wurde). Nach dem Anbringen des Gehäuses muss man lediglich darauf achten, dass alle Spaltmaße passen und ggfs. durch Drücke und Ziehen etwas nachhelfen, da sonst die Abdeckung des Wassertanks zu locker sitzt und klappert.
Das Einstellen des Brühdrucks (was ich wohl besser durch rafiffi hätte machen lassen sollen) ist komplizierter als bei der VBM. Dort musste man bei geöffnetem Gehäuse nur an einer Schraube drehen, um den Brühdruck zu verstellen. Kontrollieren konnte man des leicht gegen das Blindsieb am Manometer. Bei der Ela muss man einen Schlauch, welcher am Expansionsventil steckt, entfernen (Vorsicht: Wasser läuft aus!), dass Ventil herausdrehen, den Schlauch wieder anbringen (fummelige Arbeit) und hoffen, dass jemand mit einem ST-Manometer in der Nähe ist....
Denn am Manometer der Ela wird nur der Kesseldruck angezeigt, nicht der Brühdruck.
In einem älteren Thread habe ich gelesen, dass man mit "vier Umdrehungen" am Ventil auf der richtigen Seite ist; ich habe das gemacht und glaube zumindest, nichts grundlegendes Falsch gemacht zu haben. Bei Gelegenheit werde ich mal nachmessen.
Nun hieß es also endlich "Power on".
Nach dem Aufheizen erste Testshots; natürlich muss ich mich noch an die Ela gewöhnen, aber auch hinsichtlich des bis dato unbekannten Brühdrucks erziele ich schon recht gute Ergebnisse und bin, soweit ich es nach den ersten Stunden behaupten kann, sehr zufrieden!
Die Siebträger der Ela sind verhältnismäßig leicht, für meinen Geschmack könnten sie ruhig ein paar Gramm mehr auf die Waage bringen.
Das Abtropfgitter der Ela hätte auch ein paar Zentimeter größer sein können; wenn man nach einem Bezug mit der Bürste in die Brühgruppe geht, geht immer wieder mal was daneben. Die Form des Gitters ist meiner Ansicht nach auch nicht ganz optimal gelöst; durch die grobe Riffelung steht immer mal etwas Wasser auf der Stellfläche, außerdem neigen Tassen etwas zum kippeln.
Aber ich klage hier auf hohem Niveau.
Beim Bezug fiel mir sofort auf, dass die Ela, wenn der erste Tropfen aus dem ST kommt, wesentlich leiser ist als die VBM. Die hat hin und wieder ganz schön gescheppert.
Des weiteren ist es nun natürlich schön, den Tank nachfüllen zu können, ohne jedes mal die ganzen Tassen abräumen zu müssen (es passen nun auch wesentlich mehr Tassen auf die Ablage).
Apropos Tank: Da muss ich auch noch mal rangehen, bei mir sitzt er ziemlich schief auf der Halterung (eine federgelagertes Blech). Ich hoffe mal nicht, dass das normal sein soll...
Der Hit ist nun natürlich das Aufschäumen; kurzer Dampfstoss, um Kondenswasser zu entsorgen, und los geht es. Bei einem Trockenversuch war ich zuerst etwas enttäuscht; es sah so aus, als ob die Ela total schwach auf der Brust wäre.
Bei einem ersten Test mit Wasser & Spüli war aber sofort klar, dass die Dampfleistung mehr als ausreichend ist. Der Dampf kommt bei der Ela irgendwie "gesitteter" als bei der VBM, aber nicht minder schwächer.
Beim ersten Schäumen mit Milch erzielte ich auf Anhieb sehr gute Ergebnisse, was auch nicht zuletzt dem richtig trockenen Dampf zu verdanken ist. Bei der VBM musste man sich schon ziemlich verbiegen, um brauchbaren und zumindest halbwegs trockenen Dampf zu erzeugen.
Das Kugelgelenk an der Dampflanze ist sowieso wesentlich praktischer, die starre Konstruktion der VBM hat mich schon immer etwas gestört...
Und sorry an die Einkreis-Besitzer: aber wie ätzend dieses Hochheizen und Entlüften wirklich ist merkt man erst, wenn man es nicht mehr machen muss! 
Alles in allem kann ich nach den ersten Stunden sagen, dass ich von der Ela sehr überzeugt bin und sie mir jetzt schon sehr viel Spaß macht.
Ich bin auch sehr zuversichtlich, dass ich in den nächsten Tagen wieder das Niveau erreichen werde, welches ich zuletzt mit der VBM hatte.
So, nun ziehe ich mir noch einen Kurzen! 
Hier noch mal ein Vorher-Nachher-Vergleich:

Gruß,
Thorsten
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BFC Levetta
Mahlkönig Vario II
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Aeropress
Hario Woodneck
Hario Buono Gießkanne Florenz
Hario Skerton
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