AW: Benötige Wahlhilfe für geeignete Maschine & Mühle
Ich würde auch zu einer 2er Gruppe raten, zwei geschlossene Doser-Mühlen (Espresso und Crema bzw Milch-Mix) und gut.
Das ganze würde ich auf jeden Fall nicht neu kaufen, sondern wie bereits erwähnt gebraucht und überholt. Maschine durchchecken lassen, Mahlscheiben der Mühlen austauschen, ein Paar Ersatzteile mitnehmen, fertig.
In der Gastronomie gelten dann doch etwas andere Gesetze als zuhause.
Dies kann ich aus eigener beruflicher gastronomischer Erfahrung sagen.
Bohnen für 15-20 Euro das Kilo werden in Deutschland schon schwer zu verkaufen sein. Wieviel soll dann ein Espresso oder Cappucino kosten?
Um wirtschaften zu können, muß der Kaffee schnell, zuverlässig und rentabel herzustellen sein. Das ist durchaus auch mit hoher Qualität möglich.
Das der Durchschnitts-Espresso zumindest in der deutschen Gastronomie so übel schmeckt liegt eher daran, dass sich kaum ein Gastronom um die Zu- und Nachbereitung kümmert. Maschine dreckig, Temperatur und Druck stimmt nicht, Mahlgrad stimmt nicht und Wasser ist neben der Spur. Das man dann nur süß-saure oder bockig bittere Ergebnisse serviert bekommt ist nicht verwunderlich, selbst wenn Angeber-Bohnen geladen sind.
Eine zweigruppiges Arbeitstier dürfte wohl recht einfach gebraucht zu erstehen sein.
Die würde ich hier aufstellen und daran alle Feinheiten erproben, und zwar mit bezahlbaren Bohnen um die 8-12 Euro das Kilo (Ionia und vergleichbare Bar-Schurken).
Die Liebe, die man zuhause an jedes Extrakt legt ist dann doch in der Gastronomie nicht umzusetzen. Da wird am Doser gezogen, glattgestrichen, am Doser abgetampert und drunter damit, wenns schnell gehen muss. Dies bedeutet aber nicht, dass die Ergebnisse genauso schlecht wie 98% der hiesig servierten Espressi sein müssen.
Aber mit Deluxebohnen, mazzer mini und Tamper mit Kirschholzgriff wird man in der Gastro nicht glücklich.
Geändert von heimkind (13.02.2011 um 12:14 Uhr)
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